Kansas - Amokläufer tötet mindestens drei Menschen Ein Mann hat in dem US-Bundesstaat Kansas um sich geschossen und dabei drei Menschen getötet. Der Amoklauf reiht sich ein in weitere Schießereien der vergangenen Monate und wird in Verbindung mit einer Verschärfung der Waffengesetzein den USA diskutiert.

Bei einer Schießerei auf einem Firmengelände in Hesston im US-Bundesstaat Kansas sind mindestens vier Menschen getötet worden. 14 weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt, fünf davon lebensgefährlich. Der Täter sei Angestellter des Rasenmäherherstellers Excel Industries gewesen und habe dort um sich geschossen. Er wurde von der Polizei getötet. Anfangs war von sieben Toten und bis zu 30 Verletzten die Rede gewesen.

Warum der Mann das Feuer auf seine Arbeitskollegen eröffnete, ist noch unklar. Der Sheriff des Bezirks Harvey County sagte, er habe nicht viele Antworten. Der Mann sei Einzeltäter gewesen. "So weit wir das bisher sehen, hat er wahllos um sich geschossen", sagte er. 

Der Mann hatte demnach zunächst in der Nähe des Geländes geschossen, dann auf dem Parkplatz der Firma. Schließlich seien im Gebäude selbst Schüsse gefallen. Der Täter habe das Auto eines angeschossenen Mannes gestohlen und war auf das Gelände seiner Firma gelangt.  

Bei dem Angreifer handelt es sich nach Berichten mehrerer lokaler Medien um einen 38 Jahre alten Mann aus Florida. Er war mehrfach vorbestraft und arbeitete als Maler in der Firma. Vor der Tat hatte er den Berichten zufolge ein Foto von sich mit einem Gewehr bei Facebook gepostet.

Laxe Waffengesetze in den USA

Martin Espinoza, ein Excel-Mitarbeiter, war zum Zeitpunkt der Schüsse in der Firma. Er habe gehört, wie Leute anderen zugebrüllt hätten, das Gebäude zu verlassen. Dann habe er Knallgeräusche vernommen und den Schützen gesehen. Espinoza beschrieb ihn als einen Mitarbeiter, der normalerweise ziemlich ruhig sei.

Der Schütze habe ihn angesehen, eine Waffe auf ihn gerichtet und abgedrückt, sagte Espinoza. Doch sei das Magazin leer gewesen. Daraufhin habe der Angreifer eine andere Pistole genommen, doch sei er weggerannt, schilderte Espinoza.

In den USA gibt es aufgrund der laxen Waffengesetze immer wieder Schießereien mit hohen Opferzahlen. Versuche von Präsident Barack Obama, die Waffengesetze zu verschärfen, scheiterten stets am Widerstand im Kongress und von der mächtigen Waffenlobby.