Niedersachsen - Großbrand bei Wiesenhof Beim Geflügelverarbeiter Wiesenhof im niedersächsischen Lohne ist am Montagnachmittag ein Großbrand in Teilen des Werkes ausgebrochen. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Der Großbrand bei Wiesenhof im niedersächsischen Lohne ist weitgehend gelöscht. Für Nachlöscharbeiten seien noch 60 Feuerwehrkräfte im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin. Brandermittler sollen im Laufe des Tages den Komplex in Augenschein nehmen. Eine Ursache des Brandes ist noch offen.

Der Schlachtbetrieb für Hähnchen ist vorerst nicht mehr möglich. Schlachttiere würden sofort zu anderen Standorten umgeleitet, teilte Wiesenhof mit. Täglich wurden in Lohne bis zu 370.000 Hähnchen geschlachtet. Die rund 1.600 Mitarbeiter sollen am Nachmittag auf einer Betriebsversammlung über den Stand informiert werden.  

Das Feuer war am Ostermontag ausgebrochen. An dem Tag wurde nicht produziert. Innerhalb kurzer Zeit standen zwei Hallen des Geflügelproduzenten in Flammen. Stundenlang stiegen schwarze Rauchwolken über dem Gelände auf. Anwohnern wurde geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In Gefahr waren diese durch den Rauch aber zu keinem Zeitpunkt, sagte der Polizeisprecher. Die Feuerwehr habe ständig Messungen durchgeführt.

Rund 400 Einsatzkräfte und ein Polizeihubschrauber waren vor Ort. Wo genau das Feuer ausgebrochen und was die Ursache dafür war, blieb zunächst unklar. Auch die genaue Höhe des entstandenen Schadens blieb zunächst völlig offen. Er sei aber im zweistelligen Millionenbereich anzusiedeln, sagte Steinkamp. Die Firma selbst machte zunächst keine Angaben dazu.

Wiesenhof teilte lediglich mit, dass bei Ausbruch des Feuers nur wenige Mitarbeiter in dem Betrieb gewesen seien und dass alle rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden seien. Am Ostermontag seien zudem keine Tiere in Lohne geschlachtet worden.