"Büdingen braucht Sicherheit und Heimatliebe" steht in der Wetterau (Hessen) auf einem Wahlplakat der NPD. Die rechtsextreme NPD kam hier bei den Kommunalwahlen auf 14 Prozent der Stimmen. © Boris Roessler/dpa

Ein mit seinem Auto verunglückter Politiker der rechtsextremen NPD ist bei Büdingen im Wetteraukreis (Hessen) von zwei syrischen Flüchtlingen aus dem Wrack gezogen worden. Die beiden Retter des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch hätten zu einer Gruppe Asylsuchender gehört, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort vorbeifuhren, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen und bestätigte damit einen Bericht der Frankfurter Rundschau.

Eine Polizeisprecherin in Friedberg sagte, der Autofahrer sei Mittwoch vergangener Woche auf einer Bundesstraße gegen einen Baum gefahren und schwer verletzt worden. Zeugen hätten der Polizei von zwei Syrern berichtete, die Erste Hilfe geleistet hätten. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer aber nicht mehr vor Ort.

In Büdingen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Bei der Kommunalwahl am 6. März hatte die NPD in der Stadt 10,2 Prozent der Stimmen geholt.