Frankreichs Präsident François Hollande hat sich in einer Fernsehansprache zu dem Anschlag in Nizza geäußert. "Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen", sagte er. Weil ganz Frankreich vom islamistischen Terrorismus bedroht sei, sollten zusätzlich Soldaten und Reserven bei den Sicherheitskräften mobilisiert werden. Insbesondere das Personal an den französischen Grenzen solle aufgestockt werden, sagte Hollande.

Der seit den Anschlägen vom 13. November geltende Ausnahmezustand, den Hollande eigentlich am 26. Juli hatte enden lassen wollen, soll um drei weitere Monate verlängert werden. Das Parlament soll darüber in der kommenden Woche entscheiden.

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, "wir sind in einem Krieg mit Terroristen, die uns um jeden Preis wehtun wollen." Hollande kündigte an, die französischen Angriffe auf den "Islamischen Staat" im Irak und in Syrien auszuweiten.

Auf Twitter sagte Hollande, Frankreich sei untröstlich und traurig aber auch stark. Frankreich werde immer stärker sein als die Fanatiker, die das Land hatten treffen wollen. Der Präsident will heute nach Nizza reisen.

Bei Politikern im In- und Ausland hat der Anschlag für Entsetzen gesorgt. Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy sprach von "unendlicher Traurigkeit angesichts der Attacke in Nizza". Der amerikanische Präsident Barack Obama drückte Frankreich sein Mitgefühl aus. "Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten", erklärte er. Bundespräsident Joachim Gauck sprach von einem "brutalen Anschlag auf friedlich feiernde Menschen". Ein Anschlag auf Frankreich sei ein Anschlag auf die gesamte freie Welt, so Gauck.

Auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Attentat als "barbarischen und feigen terroristischen Anschlag" verurteilt. Man hoffe, dass die Täter der terroristischen Tat zur Rechenschaft gezogen würden, hieß es in der Erklärung.