Bei mehreren Explosionen auf einem Pyrotechnikmarkt nahe Mexiko-Stadt sind mindestens 29 Menschen getötet worden. Nach Angaben der mexikanischen Bundespolizei wurden außerdem 72 Menschen verletzt.

Wie es zu dem Unglück auf dem Markt in der Ortschaft Tultepec kam, ist noch unklar. Rettungskräfte brachten die Verletzten in Krankenhäuser und suchen nach Vermissten. Anwohner sollen sich von der Unglücksstelle fernhalten.

Fernsehbilder zeigen eine Reihe heftiger Explosionen, die einen Großbrand und eine große Rauchwolke über dem Ort auslösten. Mexikos größter Markt für Feuerwerkskörper wurde dabei völlig zerstört, wie ein Vertreter des mexikanischen Zivilschutzes sagte. Die Feuerwehr brauchte drei Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.


Rettungskräfte suchen in den Überresten der Verkaufsstände nach Verschütteten. Spezialeinheiten der Polizei wurden nach Tultepec verlegt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen, wie der Chef der Bundespolizei, Manelich Castilla, mitteilte. Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft untersuchen die Unglücksursache.     

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto schrieb auf Twitter: "Mein Beileid für die Familien jener, die bei diesem Unglück ihr Leben verloren haben. Den Verletzten wünsche ich eine baldige Besserung." 

Laut Gesundheitsminister César Gómez Monge gebe es unter den Verletzten einige, deren Körper bis zu 90 Prozent verbrannt seien. Auch zehn Kinder würden im Krankenhaus behandelt.

Auf dem Markt vertreiben rund 300 Händler Raketen, Böller und Feuerwerk. Nach Verwaltungsangaben werden dort 80 Prozent allen Feuerwerks in Mexiko verkauft. Bereits 2005 und 2006 hatte es auf dem Markt schwere Explosionen gegeben. Armando Portugues Fuentes, der Bürgermeister von Tultepec, sagte, die Explosion sei sehr bedauerlich. Gleichwohl seien viele Bürger von den finanziellen Erlösen des Marktes abhängig. "Es ist Teil von dem, was wir in dieser Stadt machen. Es gibt uns unsere Identität", sagte Fuentes.

In Mexiko wird das ganze Jahr über Feuerwerk abgebrannt, etwa zu religiösen Festen. Besonders viel geböllert wird am Nationalfeiertag im September und rund um Weihnachten.