Papst Franziskus hat die Skandalpresse scharf kritisiert: "Ich denke, die Medien sollten klarer und transparenter sein und nicht, entschuldigen Sie den Ausdruck, in eine Koprophilie verfallen, die stets bereit ist, Skandale und widerliche Dinge zu verbreiten, so wahr sie auch sein mögen", sagte der Papst der belgischen Wochenzeitung Tertio gegenüber.

Bei Koprophilie handelt es sich um sexuelle Erregung durch menschlichen Kot. Da Menschen laut Franziskus für Koprophagie, also den Verzehr von Kot, anfällig seien, könne die mediale Skandalberichterstattung "sehr gefährlich" sein.

Außerdem beklagte der Papst die Verbreitung von Falschnachrichten. "Desinformation ist vielleicht das Schlimmste, was ein Medium anrichten kann, weil sie die Meinung in eine Richtung lenkt und einen Teil der Wahrheit weglässt", sagte Franziskus.

Über gezielte Desinformation und sogenannte Fake News wurde zuletzt im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl diskutiert. Kritiker behaupten, dass die zahlreichen Falschmeldungen, die vor der Wahl im Internet kursierten, das Meinungsklima beeinflussten. Sie führen den Wahlsieg des umstrittenen Milliardärs Donald Trump unter anderem darauf zurück, dass sich Falschmeldungen ohne Widerspruch verbreiten konnten.