Der Sprengstoffangriff auf das Dortmunder Fußballteam hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, wünschte dem bei dem Attentat verletzten BVB-Spieler Marc Bartra eine rasche Genesung. Bartra musste im Krankenhaus operiert werden. "Gute Besserung, @MarcBartra", schrieb Seibert bei Twitter. Er lobte außerdem die Solidaritätsbekundung der Monaco-Fans im Dortmunder Stadion. "Große Reaktion der Monaco-Fans. Heute Abend stehen alle zum @BVB".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wurde über den Twitter-Account seines Ministeriums zitiert: "Meine Gedanken sind bei der Mannschaft. Jetzt gilt es, die Hintergründe aufzuklären. Ich hoffe, dass morgen wieder der Fußball im Mittelpunkt steht." Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich ebenfalls entsetzt. "Schockierende Nachricht", schrieb der Politiker bei Twitter. "Unsere Gedanken sind beim @BVB. You'll never walk alone!"  

Solidaritätsbekundungen anderer Fußballvereine

Von Fußballvereinen aus Deutschland und der ganzen Welt gab es viel Zuspruch und Anteilnahme für die Dortmunder. Der FC Bayern München schrieb auf Twitter: "Alles Gute, @MarcBartra und dem gesamten @BVB!" Auch Schalke 04 drückte seine Anteilnahme aus. "In solchen Momenten hält man im Revier fest zusammen", schrieben die Schalker. "Geschockt von den Nachrichten aus Dortmund! Wir wünschen dem @BVB und @MarcBartra alles erdenklich Gute!", twitterte Bayer Leverkusen. Ebenso äußerten sich 1899 Hoffenheim und der VfL Wolfsburg via Twitter. Auch Zweitligisten wie Hannover 96, der FC St. Pauli oder der 1. FC Nürnberg drückten ihre Anteilnahme aus.

Der FC Barcelona twitterte vor seinem Champions-League-Spiel bei Juventus Turin am Abend: "Unsere ganze Unterstützung für @MarcBartra, @BVB und alle seine Fans". Der FC Liverpool schrieb: "Wir denken heute Abend an alle unsere Freunde beim @BVB. YNWA".

Die Mannschaft sei natürlich geschockt, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Das Champions-League-Spiel gegen AS Monaco soll dennoch am Mittwoch um 18.45 Uhr nachgeholt werden. "Wir müssen versuchen, das in irgendeiner Weise zu kanalisieren. Das wird nicht einfach, wir müssen morgen spielen. Solche Bilder bekommst du nicht aus dem Kopf raus", sagte Watzke. Auch Trainer Thomas Tuchel habe die Attacke direkt mitbekommen, so Watzke: "Thomas war natürlich auch geschockt, weil eine der Explosionen wohl direkt an seiner Seite stattgefunden hat."

BVB-Präsident und Ligapräsident Reinhard Rauball äußerte die Hoffnung, dass das Team zu einer Trotzreaktion fähig sei. "Das wäre das Allerschlechteste, wenn durch eine derartige Handlung heute Abend diejenigen auch noch Erfolg haben, dass die Mannschaft sich beeinflussen lässt. Ich bin überzeugt, dass Trainer und Mannschaft genau den richtigen Weg gehen werden und morgen eine bestmögliche Leistung abrufen werden", sagte Rauball.