Bei einem groß angelegten Militäreinsatz in Mali haben französische Soldaten am Wochenende mindestens 20 Islamisten getötet. Nach Angaben der französischen Armee stellten die Einsatzkräfte in einem Wald nahe der Grenze zu Burkina Faso auch viele Waffen, Munition, Raketenwerfer und Sprengstoff sicher. An dem Einsatz waren laut Militärs Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber sowie Fallschirmspringer und Minenräumkommandos beteiligt.

Das Einsatzgebiet liegt südwestlich der Stadt Gao im Grenzgebiet zwischen Mali und Burkina Faso und gilt als Rückzugsort für bewaffnete Extremisten. Als besonders unsicher gilt die Region, weil Extremisten aus Burkina Faso, die dem Stamm der Peul angehören, hier gegen die Sicherheitskräfte des Landes kämpfen. In dem Gebiet war am 5. April ein französischer Soldat erschossen worden.

Frankreich hat mit der Einsatztruppe Barkhane 4.000 Soldaten in den Sahel-Staaten Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien stationiert. Der Einsatz soll die einheimischen Streitkräfte bei ihrem Antiterrorkampf unterstützen. Im Jahr 2013 hatte die französische Armee Islamisten aus dem Norden Malis vertrieben. Einzelne Gruppen sind jedoch weiterhin in dem riesigen Gebiet präsent, das nicht vollständig von den malischen, französischen und UN-Truppen überwacht wird.