Arme Menschen sterben früher. 31 Prozent der armen Männer werden nicht mal 65 Jahre alt. Darum behandelt der Arzt Gerhard Trabert in Mainz seit 20 Jahren arme und wohnungslose Menschen. Aus Angst vor Stigmatisierung würden sich diese Patienten oft nicht zum Arzt trauen, sagt er. Dabei bräuchten seiner Schätzung nach 90 Prozent der 18.000 Menschen, die in Deutschland auf der Straße leben, dauerhaft ärztliche Hilfe. Andreas Reeg hat den Arzt und seine wohnungslosen Patienten drei Jahre lang begleitet. Erschienen ist sein Fotoprojekt im Kehrer Verlag