Der seit mehr als einer Woche im Ostchinesischen Meer brennende iranische Öltanker ist nach einem Bericht des chinesischen Staatsfernsehens gesunken. Mittlerweile befinde er sich in einem Gebiet, das zu Japan gehöre, berichtete der Fernsehsender am Sonntag. Der Tanker war am 6. Januar mit einem chinesischen Frachtschiff zusammengestoßen und hatte Feuer gefangen.

Das iranische Transportministerium bestätigte den Tod aller 30 iranischen Seeleute. Über den Verbleib von zwei Besatzungsmitgliedern aus Bangladesch gab es zunächst keine Informationen. Das Ministerium hatte noch gehofft, Überlebende zu finden, musste diese Hoffnung aber aufgeben, sagte Vizeminister Mohammed Rastad. Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass die Leichen geborgen werden könnten, nachdem das Schiff gesunken sei, so Rastad nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Präsident Hassan Ruhani sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Die Behörden müssten die Ursachen des Unglücks ermitteln, sagte er. Möglicherweise seien rechtliche Schritte nötig.

An Bord des chinesischen Frachtschiffs CF Crystal hatten sich 21 Besatzungsmitglieder befunden. Sie wurden als sicher gemeldet.

Das Unglück ereignete sich 300 Kilometer vor der chinesischen Küste. Das Ausmaß der Ölverschmutzung ist derzeit noch nicht absehbar. China bereitet sich seit dem Unglück auf eine Ölpest vor. Die Sanchi hatte 136.000 Tonnen Rohöl geladen, die das Schiff seit der Kollision nach und nach verlor. Der Marktwert der Ladung betrug rund 60 Millionen Dollar. Wenn es mit Wasser in Berührung kommt, verdunstet das Ölkondensat sehr schnell. Das entstehende Gas ist hochexplosiv und giftig.