Ein Auto ist bei dem Versuch gestoppt worden, verbotenerweise auf das Gelände des US-Geheimdienstes NSA in Fort Meade vorzudringen. Nach Angaben der Bundespolizei FBI wurde der mit drei Männern besetzte Wagen nach dem Durchfahren einer ersten äußeren Pforte aufgehalten. Dabei fielen Schüsse. Insgesamt gab es drei Festnahmen und drei Verletzte, nach Angaben der NSA aber nicht durch Kugeln.

"Es gibt keinerlei wie auch immer geartete Anzeichen von Terrorismus", sagte FBI-Sonderermittler Gordon Johnson. Welches Ziel der Fahrer des Wagen gehabt habe, werde ebenso untersucht wie die noch unklaren Hintergründe des Vorfalls.

Die drei Insassen seien in Gewahrsam, sagte Johnson. Die drei Verletzten seien einer der Autoinsassen, ein Polizist und ein Passant. Sie kamen in Krankenhäuser. Die NSA teilte mit, dass die Lage unter Kontrolle sei und es keine Sicherheitsgefährdung mehr gebe.

Fernsehbilder aus einem Hubschrauber zeigten einen schwarzen SUV, der eng an weißen Betonbarrieren mit NSA-Aufschrift steht. In der Windschutzscheibe waren Einschusslöcher zu erkennen, mehrere Airbags hatten sich geöffnet, um das Fahrzeug herum lagen Gegenstände.

US-Präsident Donald Trump war nach Angaben des Weißen Hauses laufend über den Vorfall unterrichtet worden. Die NSA ist der größte Auslandsgeheimdienst der USA.

Ähnlicher Vorfall bereits 2015

Bereits vor drei Jahren gab es einen ähnlichen Vorfall. Damals erschoss die Polizei den Fahrer eines SUV und verletzte den Mitfahrer. Laut den Ermittlungen waren die beiden nur versehentlich auf das NSA-Gelände geraten. Womöglich widersetzten sie sich den Aufforderungen zum Halten deshalb, weil sie Drogen bei sich hatten.

Die National Security Agency ist der größte Auslandsgeheimdienst der USA. Ihre leistungsstarken Rechenzentren sind auf die weltweite Überwachung und Entschlüsselung von elektronischer Kommunikation spezialisiert. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte 2013 das Ausmaß ihrer Spähaktivitäten offengelegt.