Weltfrauentag Von Hosenanzug-Jobs und Minirock-Karrieren

Für wen machen sich Frauen von heute schön? Nur für sich selbst, sagen sie. Oder haben sie einfach nur das Schönheitsideal, das die Medien prägen, verinnerlicht?

Die Schauspielerin Simone Thomalla auf einem Empfang. In der Februarausgabe des Playboy erschienen Nacktfotos von ihr

Die Schauspielerin Simone Thomalla auf einem Empfang. In der Februarausgabe des Playboy erschienen Nacktfotos von ihr

Wenn es um ihren Körper geht, sind die erfolgreichen, selbstbewussten Frauen von heute kritisch wie nie. 72 Prozent aller Frauen haben schon einmal eine Diät gemacht, zeigt eine Studie des Nürnberger Marktforschungsunternehmens Konzept & Analyse. Darunter sogar Alice Schwarzer, wie sie vor ein paar Jahren in der Emma bekannte. Die meisten Frauen setzen sich täglich damit auseinander, was sie essen und ob man das hinterher auf den Hüften wiederfinden könnte. Jetzt im Frühjahr schnellen die Anmeldequoten in den Fitnessstudios nach oben.

Schon mit 12, 13 oder 14 Jahren beginnen die Gedanken der Mädchen um ihr Aussehen zu kreisen. Helmut Fend ist inzwischen emeritierter Professor für Psychologie in Zürich und schreibt in seinem 2007 erschienenen Standardwerk über die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, Mädchen seien mit dem Eintritt in die Pubertät signifikant häufiger unzufrieden mit ihrem Körper als die Jungen.

100 Jahre Weltfrauentag

Vor 100 Jahren hat die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines jährlichen Frauentags beschlossen. Am 19. März 1911 fand er zum ersten Mal statt. Damals kämpften die Frauen noch für ihr Wahlrecht. Inzwischen liegt weltweit der Anteil der Parlamentarierinnen bei 18,8 Prozent – noch weit entfernt von den 30 Prozent, die bei der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 angepeilt worden waren. Aber zumindest leisten sich nur noch drei Staaten ein Parlament ganz ohne Frauen: Saudi-Arabien, die Komoren und Mikronesien. Ein Überblick.

Europa

In den meisten europäischen Ländern ist die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen so weit fortgeschritten, dass immer öfter über die Formulierung einer „Jungen- und Männerpolitik“ nachgedacht wird. Das hat auch die deutsche Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) angekündigt. Die These, dass Jungen im Bildungssystem zunehmend benachteiligt würden, hält Marcel Helbig, der am Wissenschaftszentrum Berlin eine Studie zum Thema gemacht hat, für falsch. Der Schulerfolg von Jungen habe sich seit 20 Jahren kaum verändert, während Mädchen heute häufiger höhere Bildungsabschlüsse schafften. Dies geschehe aber „nicht auf Kosten der Jungen“, sagt Helbig. In Führungspositionen sind Frauen indes noch immer nur selten vertreten. Deshalb hat die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Deutschland einen „Stufenplan“ angekündigt, der dem abhelfen soll. In Norwegen ist schon 2008 gesetzlich eine Frauenquote für Aufsichtsräte eingeführt worden, die inzwischen auch eingehalten wird. Spanien ist dem Beispiel gefolgt, in Frankreich wird darüber diskutiert.

USA

Die Wirtschaftskrise hat in den USA vor allem Männer den Job gekostet. In der Folge sind inzwischen fast die Hälfte der weiblichen Beschäftigten die Haupternährerinnen ihrer Familien, hat Maria Shriver in einer Studie für den Think Tank Centre of American Progress herausgefunden. Das Hauptproblem der US-Frauen ist nach einer weiteren Studie des gleichen Think Tanks die Unmöglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Frauen mit niedrigen Einkommen brauchen mindestens zwei Jobs zum Überleben, Mittelklassefrauen bezahlen ihre Mutterschaft mit einem Karriereknick, wenn sie nicht mehr wie üblich 50 oder 60 Stunden pro Woche arbeiten wollen.

Asien

In China, Indien, aber auch Taiwan, Südkorea kommen viele Mädchen gar nicht erst zur Welt. In China werden auf 100 Mädchen 124 Jungen geboren, die normale Relation liegt bei 106 Jungen auf 100 Mädchen. In Indien ist dieses Verhältnis in einigen Regionen noch krasser. Südkorea hatte 1990 mit 117 Jungen auf 100 Mädchen das höchste Ungleichgewicht, berichtet der aktuelle „Economist“. In China mit seiner Ein-Kind-Politik entscheiden sich Eltern unter anderem gegen Mädchen, weil es die Jungen sind, die traditionell ihre Pflege im Alter übernehmen. In Indien müssen Eltern eine hohe Mitgift zahlen, um Töchter zu verheiraten. Die Rechtlosigkeit und Nichtachtung von Frauen führt in Nepal wiederum dazu, dass die häufigste Todesursache von Frauen im gebärfähigen Alter Selbstmord ist, wie eine Regierungsstudie ergab.

Afrika

Sexuelle Gewalt und ihre Folgen sind eines der größten Probleme afrikanischer Frauen. Das gilt ganz besonders in Kriegsgebieten oder ehemaligen Kriegsgebieten, in denen Vergewaltigung als Kriegswaffe eingesetzt worden ist. So wie im Osten des Kongo. Dort kommen auch nach dem Abflauen der Kämpfe noch immer Frauen mit sehr schweren Verletzungen in die wenigen Kliniken. Eine Folge dieser sexuellen Gewalt aber auch der in friedlicheren Staaten ist, dass die Mehrheit der Aidskranken und HIV-Infizierten auf dem Kontinent inzwischen Frauen sind.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 08.03.2010)

Warum können sich Frauen nach all dem, was sie bislang erkämpft haben, nicht einfach zufrieden zurücklehnen? Gesundheitsbewusst leben, ja, auch mal Joggen gehen, weil es guttut, aber eben nicht ständig über ihr Aussehen nachdenken.

Sicher, unsere Gesellschaft ist eine Bildergesellschaft. Und natürlich steckt hinter den Schönheitsidealen eine schlagkräftige Industrie, die über Werbung und Frauenzeitschriften das Frauen-, damit auch das Männerbild vorgibt. Schönheit ist überall präsent, viele pseudowissenschaftliche Studien à la "Wer schön ist, hat mehr Erfolg im Leben" befeuern die Schönheitshysterie noch.  Die "International Association for the Study of Obesity (IASO)" attestiert 75 Prozent aller Deutschen und 59 Prozent aller deutschen Frauen, dass sie zu dick sind.  

Anzeige

Doch im Schnitt sind nur 33 Prozent dieser übergewichtigen Männer und Frauen adipös, und damit wirklich gefährdet, an Herz- und Kreislaufkrankheiten zu sterben. Was ist mit dem Rest der Übergewichtigen, also den Menschen, die einen BMI von 25 bis 30 haben? Medizinische Studien belegen inzwischen, dass leichtes Übergewicht sogar gesünder ist als Normalgewicht. Es schützt vor den oben genannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Grad zwischen Normal- und Übergewicht ist schmal. Der Lebensmittelchemiker und Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer geht in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sogar so weit, die ganze Studie als Humbug zu bezeichnen.

Trotzdem wird kaum eine junge Frau behaupten, sie unterwerfe sich einem Schönheitsideal. Einer Studie der Zeitschrift Brigitte zufolge, die vor zwei Jahren veröffentlicht wurde, haben 80 Prozent der Frauen auf die Frage, warum sie sich schön machten, geantwortet, sie täten das für sich selbst. In den fünfziger Jahren dagegen sagten 80 Prozent der Frauen, sie machten sich für den Partner schön.

Vor gut 40 Jahren, während der Frauenbewegung, kämpften die Frauen nicht nur um mehr Einfluss und mehr Partizipationsmöglichkeiten. Sie kämpften auch dafür, nicht als Objekt, als Sexualobjekt, betrachtet zu werden. Sie legten die einengenden Kleider ab, trugen lange Gewänder. Sicherlich, Batikkleider gelten modisch nicht als der letzte Schrei. Aber gibt es nicht etwas zwischen extrem engen Jeans, die kaum Luft zum atmen lassen, und Wallekleidern?

Wollen oder müssen die heutigen Frauen mit körperbetonten Kleidern und mit unbequemen Schuhen doch jemandem gefallen? Wem aber? Susanne Klingner ist Gründerin des feministischen Weblogs www.maedchenmannschaft.net und hat im Frühjahr 2008 gemeinsam mit Meredith Haaf und Barbara Streidl das Buch Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht veröffentlicht. Sie meint: "Als Frau bekommt man viel mehr Anerkennung für das Aussehen als für den Beruf. Außerdem wird Erfolg mit gutem Aussehen gleichgesetzt." Eine Powerfrau sei immer auch eine gepflegte und gestylte Frau, während eine füllige Figur gleichgesetzt werde mit Disziplinlosigkeit und damit auch mit mangelndem Erfolg.

Das gute Aussehen wird darüber hinaus zum Statussymbol. Klinger sagt: "Früher waren Frauen für die Kosmetikindustrie gar keine so wichtige Zielgruppe, sie haben ja kein eigenes Geld verdient. Heute aber können sie sich die vielen Produkte selbst kaufen und demonstrieren damit ihren Erfolg." Gutes Aussehen ist also der Porsche der erfolgreichen Frau?

Haben Frauen den gesellschaftlichen Druck, einem Schönheitsideal zu entsprechen, inzwischen internalisiert und geben es als ihr eigenes aus? Oder müssen die postfeministischen Frauen von heute sich nicht mehr in Batikkleider hüllen, um zu demonstrieren, dass sie emanzipiert sind? Zeigen sie einfach selbstbewusst ihre Weiblichkeit? Wo der freie Wille anfängt und der gesellschaftliche Druck aufhört, ist schwer zu trennen.

Susanne Klingner verweist auf die amerikanische Vogue, die in den 1970er Jahren erstmals von Cellulite berichtete und natürlich auch gleich die passenden Mittel zur Bekämpfung der Dellen anbot. Seitdem gilt die dato unbeachtete Veränderung des Bindegewebes, die im Laufe der Jahre bei 80 Prozent der Frauen eintritt, als beinahe krankhaft.

Klingner dazu: "Wir kennen auch einfach keine realistischen Körper. Es gibt eine sehr interessante Studie, bei der Menschen gebeten worden sind, einen Menschen zu zeichnen. Dort, wo die Menschen keinen Fernseher haben, zeichnen sie ein realistisches Bild von einem Körper." Und bei den Befragten, die in einer Mediengesellschaft wie der unseren lebten, stimmten die Proportionen nicht, die Taille und der Körper insgesamt waren zu dünn gezeichnet.

Bei einem Thema wird Susanne Klingner besonders unruhig. "All diese Frauen über 40, die sich für den Playboy ausziehen und damit beweisen müssen, wie toll sie noch aussehen - Simone Thomalla und so weiter -, das verstehe ich einfach nicht. Genau die haben es doch nicht nötig, sie haben so viel erreicht."
Man könnte das Phänomen natürlich auch als feministische Errungenschaft deuten: Ältere Frauen gelten als schön. Allerdings nur, wenn sie mit 40 oder 50 oder 60 immer noch so knackig sind wie mit 20. Susanne Klingner meint: "Wir versagen uns, unseren Körper Geschichten davon erzählen zu lassen, was wir wirklich erlebt haben."

Am 12. März diskutiert Susanne Klingner mit Gitti Hentschel, Leiterin des Feministischen Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung über diese und andere Fragen. Die Veranstaltung des Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen findet im Künstlerhaus Hannover statt.

 

 
Leser-Kommentare
  1. Das Streben nach Schönheit ist menschlich.
    Ebenso wie das Streben nach Weisheit -- oder allgemein: das Streben nach Verbesserung.
    Die Natur ist ungerecht: Manchen legt sie alles in den Schoß, andere müssen sich anstrengen.

    Was soll also das ständige Gejammer darüber, daß Frauen sich schöner zu machen versuchen, als die Natur es vorgibt?
    Warum respektiert man diese Versuche nicht?
    Es ist ja nicht so, daß die Welt unter zuviel Schönheit zu leiden hätte.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Es hat doch niemand was dagegen, wenn sich Frauen schön machen. Ich kann auch in dem Text nicht erkennen, dass er dagegen spräche.
    Das Problem ist doch, wenn diese Frauen gesellschaftlichem Druck empfinden, schön sein zu müssen und wenn sie (wegen Kleinigkeiten) mit sich selbst unzufrieden sind.

    Es hat doch niemand was dagegen, wenn sich Frauen schön machen. Ich kann auch in dem Text nicht erkennen, dass er dagegen spräche.
    Das Problem ist doch, wenn diese Frauen gesellschaftlichem Druck empfinden, schön sein zu müssen und wenn sie (wegen Kleinigkeiten) mit sich selbst unzufrieden sind.

  2. 2. Maske

    Schminke, Mode, Frisur. Alles eine Maske, die wir Frauen glauben tragen zu müssen. Mich fragte mal ein Mann, warum ich mich nicht schminken würde. Meine Antwort: Als was sollte ich mich denn schminken.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • M.M.
    • 08.03.2010 um 17:35 Uhr

    Sehr gut !!!!

    • M.M.
    • 08.03.2010 um 17:35 Uhr

    Sehr gut !!!!

    • M.M.
    • 08.03.2010 um 17:35 Uhr
    3. Ha !!

    Sehr gut !!!!

    Antwort auf "Maske"
  3. Die ehrliche Antwort wäre: "Ich schminke mich nicht, weil es mich nicht interessiert, ob ich von anderen Menschen, insbesondere von Männern als attraktiv empfunden werde. Ich hoffe darauf, dass mich jemand für meine 'inneren Werte' zu schätzen weiss."

    • Chrina
    • 08.03.2010 um 18:18 Uhr

    Liebe Redaktion, warum genau ist ein Artikel über Schönheitsideale in der Rubrik Familie eingeordnet? Weil Frau immer automatisch an Familie denken lässt? Dann ist doch auch fast schon erklärt, warum Frauen sich angeblich immer so sehr mit ihrem Aussehen befassen. Um zur vollständigen Familien-Frau zu werden, muss man eben mindestens einem Mann gefallen...

    • reason
    • 09.03.2010 um 9:36 Uhr

    Ich verstehe das mit dem Schminken nicht so richtig, jedenfalls nicht, was seine langfristigen Effekte angeht. Spätestens dann, wenn der Mann neben der Frau im Bett aufwacht, sieht er doch - nicht das wirkliche Gesicht - sondern nur die ruinierte Fassade. Gleiches gilt für Push-Up Büstenhalter etc. Steht nicht zu vermuten, daß der Schock dann angesichts der nackten Realität umso größer ist - Ups!?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nicht hinter jedem geschminkten Gesicht steckt eine "ruinierte Fassade".Langfristig hilft Kosmetik schon. Allein wegen der darin enthaltene UV-Filter. Und das " wirkliche Gesicht " steckt nicht hinter Schminke sondern äußert sich in Sprache, Mimik und Verhalten.

    Nicht hinter jedem geschminkten Gesicht steckt eine "ruinierte Fassade".Langfristig hilft Kosmetik schon. Allein wegen der darin enthaltene UV-Filter. Und das " wirkliche Gesicht " steckt nicht hinter Schminke sondern äußert sich in Sprache, Mimik und Verhalten.

  4. Will jemand tatsächlich die Geschichte seines Körpers und der eigenen Unzulänglichkeiten jedem auf die Nase binden? Das wäre wohl dann das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass Frauen das ohne Not täten.

    Ich finde es reizvoll für mich als jüngere, dass sich ältere Frauen mit nicht vernachlässigten Körpern nach vorn wagen und finde solche auch in meinem Bekanntenkreis häufiger.

    Wenn ich dagegen die Generation davor sehe, bei denen es oft hieß, dass die Kinder die Figur ruiniert hätten, nun mit 40 (oder welches Alter als das jeweilige angesehen wurde) körperlich ohnehin alles vorbei sei und man quasi aus dem Bild der Öffentlichkeit verschwinde. Betont wurde das noch mit möglichst unsichtbar machenden Windjacken und Bequemschuhen plus "praktischer" Frisur wahlweise auch der Öko-Lagen-Look mit hennarotem Haar je nach Gruppenzugehörigkeit und fertig war die Frau, die Hannelore Hoger wohl mal als "unfuckable" bezeichnete, wenn ich mich recht erinnere.

    Ich erlebe, dass Attraktivität mehr ist als Diäten, allerdings auch mehr als Natur-pur und die damit einhergehende Vernachlässigung des Äusseren, die die Frauenbewegung uns früher mal verordnen wollte und die in manchen Kreisen, wie ich gestern wieder erleben durfte, immer noch gern gesehen ist.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mit ihrem letzten Absatz stimme ich voll überein.
    Ansonsten bin ich der Meinung, dass es durchaus nicht unattraktiv sein muss, seinen Körper ein bisschen was von seiner Geschichte erzählen zu lassen. Es kommt halt immer auf das Maß drauf an. Gepflegt zu sein und sich nicht aufzugeben sollte natürlich auf jeden Fall sein. Ich muss auch bei niemandem den Schweiß vom letzten Zum-Bus-Rennen erkennen können.
    Ich kenn da allerdings ein paar Leute, die wegen einer kleinen Narbe ein Riesendrama machen. Ich hab auch ein paar - keine entstellenden - am Knie und an der Hüfte - und finde das eigentlich schön. Zu jeder gibt es eben eine Geschichte. Und ich finde es auch schön, wenn alte Frauen zu ihren Falten stehen und man sehen kann, dass sie schon viel hinter sich haben.

    Mit ihrem letzten Absatz stimme ich voll überein.
    Ansonsten bin ich der Meinung, dass es durchaus nicht unattraktiv sein muss, seinen Körper ein bisschen was von seiner Geschichte erzählen zu lassen. Es kommt halt immer auf das Maß drauf an. Gepflegt zu sein und sich nicht aufzugeben sollte natürlich auf jeden Fall sein. Ich muss auch bei niemandem den Schweiß vom letzten Zum-Bus-Rennen erkennen können.
    Ich kenn da allerdings ein paar Leute, die wegen einer kleinen Narbe ein Riesendrama machen. Ich hab auch ein paar - keine entstellenden - am Knie und an der Hüfte - und finde das eigentlich schön. Zu jeder gibt es eben eine Geschichte. Und ich finde es auch schön, wenn alte Frauen zu ihren Falten stehen und man sehen kann, dass sie schon viel hinter sich haben.

  5. Es hat doch niemand was dagegen, wenn sich Frauen schön machen. Ich kann auch in dem Text nicht erkennen, dass er dagegen spräche.
    Das Problem ist doch, wenn diese Frauen gesellschaftlichem Druck empfinden, schön sein zu müssen und wenn sie (wegen Kleinigkeiten) mit sich selbst unzufrieden sind.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich verbesser mich noch mal:

    ...wenn sie Druck empfinden, absolut perfekt aussehen zu müssen...

    Ich verbesser mich noch mal:

    ...wenn sie Druck empfinden, absolut perfekt aussehen zu müssen...

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service