Demografie Kinder als Glücksfall oder Störfaktor

Eltern empören sich über kinderfreie Cafés, Paare ohne Kinder wollen ihre Ruhe – der Graben zwischen glücklichen Eltern und genervten Kinderlosen wird im Alltag tiefer.

Eltern sind angeblich nicht glücklicher als Kinderlose – so das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten internationalen Vergleichsstudie der Max-Planck-Gesellschaft. Gerade in jungen Jahren trüben die Sorgen um den Nachwuchs, das oft knappe Geld oder die Sorgen um den Beruf die Freude vieler Mütter und Väter. Erst wenn die Kinder erwachsen werden, profitierten die Eltern, meist in der Zeitspanne zwischen 40 und 60 Jahren, finanziell und emotional von ihnen. Ihre Lebenszufriedenheit übertreffe dann deutlich und dauerhaft die von Kinderlosen. 

Diesen Befund empfinden viele Eltern als Provokation. In den Leserbriefspalten der Zeitungen und in Internetforen widersprechen sie ihm mit Blick auf ihre persönlichen Erfahrungen vehement. Trotz aller wirtschaftlichen und beruflichen Belastungen seien Kinder unterm Strich eine Bereicherung ihres Lebens, die sie keinesfalls missen wollen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine Allensbach-Umfrage.

Anzeige

Und überhaupt: Warum stellt sich eine Gesellschaft überhaupt die Frage, ob Kinder glücklich machen oder vielleicht doch entbehrlich sind? Dass der Nachwuchs seinen unantastbaren Platz in der Gesellschaft haben muss, ist längst nicht mehr Konsens in unserem Land. Das zeigt etwa ein Vorfall, der jüngst für Schlagzeilen sorgte: Zwei ältere Passagiere eines Linienbusses in Elmshorn fühlten sich durch das Geschrei eines Babys gestört und beschwerten sich beim Busfahrer. Daraufhin veranlasste er, dass die junge Mutter auf offener Strecke aussteigen musste. Die Frau war auf diese Grenzüberschreitung nicht vorbereitet, aber auch nicht vollkommen überrascht. Gerade ältere Menschen, so berichtete sie, fühlten sich von kleinen Kindern oft gestört und hätten bereits öfters von ihr verlangt, ihr drei Monate altes Baby endlich ruhig zu stellen.

Diese eklatante Verständnislosigkeit gegenüber Eltern und ihren Kindern ist überall im Land zu spüren. Deshalb hatte etwa das Bundeskabinett im Februar das Kinderlärmgesetz verabschiedet. Damit sollen künftig Anwohnerklagen gegen den Bau von Kitas in Wohngebieten erschwert werden.

Leser-Kommentare
  1. ...sollte man die kinderlosen Grauköpfe umsiedeln - die schwäbische Halbhochebene und das norddeutsche Tiefland sind bereits bestens darauf vorbereitet. Wahlsiege von Grünen werden sich dort dann allerdings kaum erzielen lassen.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • alkyl
    • 30.03.2011 um 18:49 Uhr

    Blick aussieht, denn gerade im "Herrgottswinkel norddeutsches Tiefland", besonders in den Kreisen Cloppenburg und Vechta, ist die Kinderzahl so hoch wie nirgends sonst in Deutschland :-) .

    • alkyl
    • 30.03.2011 um 18:49 Uhr

    Blick aussieht, denn gerade im "Herrgottswinkel norddeutsches Tiefland", besonders in den Kreisen Cloppenburg und Vechta, ist die Kinderzahl so hoch wie nirgends sonst in Deutschland :-) .

  2. 2. Oasen

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ew

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

    Dass ich nicht lache! Versuchen Sie mal einen Krippenplatz für Ihr Kind zu bekommen. Da müssen Sie sich 2 Jahre vor der Geburt des Kindes anmelden, wenn Sie es mit 1 Jahr in die Krippe geben wollen. [...]

    Überhaupt, die allgemeine Stimmung ist unglaublich kinderfeindlich. Als bei uns im Mietshaus (in München) eine Kinderkrippe aufmachen wollte, wurde gleich -anonym- Stimmung gegen das Projekt gemacht. Und zwar auf einem Niveau weit unterhalb der Gürtellinie.

    Ich weiss nicht, was in Deutschland schief gelaufen ist, aber Kinder werden hier einfach nur als Störung empfunden. Kein Gedanke daran, dass ohne Kinder in spätestens 50 Jahren die Lichter ausgehen in diesem Land. Dann ist ganz Deutschland eine Oase. Schöner Gedanke, nicht wahr?
    Teil entfernt. Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/wg

    Ja nun....ich will auch keine Hunde auf der Strasse sehen, finde fette Menschen in bauchfreien Oberteilen nicht schön, ebenso wie unrasierte Männerbeine mit verhornten Füßen in Sandalen... Und überhaupt....diese Rentner, die mir mit ihren Rollatoren ständig im Weg stehen ....;-)
    Himmel, es gibt nun mal all das, auch Kinder. Und alle haben eine Existenzberechtigung.
    Wenn mich das nervt, muß ich dem, was mich nervt, aus dem Weg gehen.

    • atrum
    • 30.03.2011 um 16:44 Uhr

    Hallo.

    Herrn topomoos möchte ich erinnern, dass er auch mal ein Kind war und von einer Frau geboren wurde, [...]
    Kinder sind Zukunft so einfach ist das, das sollte allen klar sein, ohne Kinder kann eine Gesellschaft
    nicht überleben. Denn auch in 20, 30, 50 Jahren braucht man Ärzte, Krankenpfleger, Bäcker, Schlosser, u.s.w. Diese Aufgaben werden die Kinder von heute übernehmen, und das kommt allen zugute, auch den Kinderlosen.

    Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke. Die Redaktion/sh

    • th
    • 30.03.2011 um 17:38 Uhr

    in Schwulen-Oasen?

    • 2eco
    • 30.03.2011 um 19:33 Uhr

    "So will ich als schwuler Mann einfach Orte haben, wo ich keine Frauen oder eben keine Kinder sehen und hören muss. Wo ist denn da das Problem?"

    Ich will als Heterosexueller auch nicht andauernd von Homosexuellen Paaren gestört werden. Das stört mich ungemein. Ich möchte daher auch ein Schwulen-Verbot in Bars um einfach mal eine Oase der Ruhe zu haben ohne Männern beim rumknutschen zusehen zu müssen!
    *Ironie*

    Jetzt mal ganz im Ernst: Man kann sich an allem stören: Rentner, Kinder, Jugendliche, Ausländer, Punks usw...
    Dann soll man bitte zu Hause bleiben oder in die Wildnis auswandern. All diese Gruppen gehören in unsere Gesellschaft und haben alle ein Recht am öffentlichen Leben teilzunehmen.

    Entfernt wegen Geschmacklosigkeit. Die Redaktion/km

    Wie würden Sie reagieren, wenn Cafés ausdrücklich darauf hinweisen, dass Homosexuelle nicht erwünscht sind, da vor allem ältere Kunden oder generell Kunden mit Männerpaaren ihre Probleme hätten? Und worin bitteschön, besteht die staatliche Förderung der Kinder? Das Kindergeld deckt gerade einmal die Gebühren für den Kindergarten, bedenkt man die höheren Wohnkosten und weiteren Kosten dann deckt die staatliche Förderung nur einen geringen Prozentsatz ab. Kinder bedeuten eine 24 Stunden Verantwortung und Bereitschaft;die Möglichkeit, Vollzeit zu arbeiten wird mit jedem weiteren Kind schwieriger, man schmälert seine eigene Rente, um Kinder großzuziehen, die dann auch für Ihre Rente arbeiten werden. Ich, als Vater, mache dies gerne, weil meine Kinder mein großes Glück sind und verzichte auch dafür auf jegliche Oase der Ruhe. Doch jeder, der über Kinderlärm schimpft, sollte daran denken, dass es vielleicht eines dieser Kinder sein wird, das ihm später im hohen Alter den Hintern abputzt oder zur Reha fährt.

    "Ich sag's ganz ehrlich. Es muss auch ein unwidersprochenes Recht auf Ghetto geben. So will ich als schwuler Mann einfach Orte haben, wo ich keine Frauen oder eben keine Kinder sehen und hören muss. Wo ist denn da das Problem?"

    interessante einstellung.
    und deine ehrlichkeit finde ich gut.

    dann aber auch bitte keine klagen mehr über die homosexuellendiskriminierung, ja?

    • Oogie
    • 31.03.2011 um 6:29 Uhr

    vorallem sie als homosexueller Mann sollten doch ein bischen tolaranter gegen Frauen und Kinder sein! Für mehr toleranz gegen Schwule wird ja aktuell wieder richtig stark geworben. Deutschland braucht mehr Mütter mit ihren Kindern sonnst dauert es nicht mehr lange bis wir unseren Platz neben den Dinosaurieren einnehmen können. Und mal ganz ehrlich hier gehören viele in Deutschland einfach auf eine Insel abgeschoben weil ihnen wirklich ja gar nichts passt.

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

    Dass ich nicht lache! Versuchen Sie mal einen Krippenplatz für Ihr Kind zu bekommen. Da müssen Sie sich 2 Jahre vor der Geburt des Kindes anmelden, wenn Sie es mit 1 Jahr in die Krippe geben wollen. [...]

    Überhaupt, die allgemeine Stimmung ist unglaublich kinderfeindlich. Als bei uns im Mietshaus (in München) eine Kinderkrippe aufmachen wollte, wurde gleich -anonym- Stimmung gegen das Projekt gemacht. Und zwar auf einem Niveau weit unterhalb der Gürtellinie.

    Ich weiss nicht, was in Deutschland schief gelaufen ist, aber Kinder werden hier einfach nur als Störung empfunden. Kein Gedanke daran, dass ohne Kinder in spätestens 50 Jahren die Lichter ausgehen in diesem Land. Dann ist ganz Deutschland eine Oase. Schöner Gedanke, nicht wahr?
    Teil entfernt. Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/wg

    Ja nun....ich will auch keine Hunde auf der Strasse sehen, finde fette Menschen in bauchfreien Oberteilen nicht schön, ebenso wie unrasierte Männerbeine mit verhornten Füßen in Sandalen... Und überhaupt....diese Rentner, die mir mit ihren Rollatoren ständig im Weg stehen ....;-)
    Himmel, es gibt nun mal all das, auch Kinder. Und alle haben eine Existenzberechtigung.
    Wenn mich das nervt, muß ich dem, was mich nervt, aus dem Weg gehen.

    • atrum
    • 30.03.2011 um 16:44 Uhr

    Hallo.

    Herrn topomoos möchte ich erinnern, dass er auch mal ein Kind war und von einer Frau geboren wurde, [...]
    Kinder sind Zukunft so einfach ist das, das sollte allen klar sein, ohne Kinder kann eine Gesellschaft
    nicht überleben. Denn auch in 20, 30, 50 Jahren braucht man Ärzte, Krankenpfleger, Bäcker, Schlosser, u.s.w. Diese Aufgaben werden die Kinder von heute übernehmen, und das kommt allen zugute, auch den Kinderlosen.

    Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke. Die Redaktion/sh

    • th
    • 30.03.2011 um 17:38 Uhr

    in Schwulen-Oasen?

    • 2eco
    • 30.03.2011 um 19:33 Uhr

    "So will ich als schwuler Mann einfach Orte haben, wo ich keine Frauen oder eben keine Kinder sehen und hören muss. Wo ist denn da das Problem?"

    Ich will als Heterosexueller auch nicht andauernd von Homosexuellen Paaren gestört werden. Das stört mich ungemein. Ich möchte daher auch ein Schwulen-Verbot in Bars um einfach mal eine Oase der Ruhe zu haben ohne Männern beim rumknutschen zusehen zu müssen!
    *Ironie*

    Jetzt mal ganz im Ernst: Man kann sich an allem stören: Rentner, Kinder, Jugendliche, Ausländer, Punks usw...
    Dann soll man bitte zu Hause bleiben oder in die Wildnis auswandern. All diese Gruppen gehören in unsere Gesellschaft und haben alle ein Recht am öffentlichen Leben teilzunehmen.

    Entfernt wegen Geschmacklosigkeit. Die Redaktion/km

    Wie würden Sie reagieren, wenn Cafés ausdrücklich darauf hinweisen, dass Homosexuelle nicht erwünscht sind, da vor allem ältere Kunden oder generell Kunden mit Männerpaaren ihre Probleme hätten? Und worin bitteschön, besteht die staatliche Förderung der Kinder? Das Kindergeld deckt gerade einmal die Gebühren für den Kindergarten, bedenkt man die höheren Wohnkosten und weiteren Kosten dann deckt die staatliche Förderung nur einen geringen Prozentsatz ab. Kinder bedeuten eine 24 Stunden Verantwortung und Bereitschaft;die Möglichkeit, Vollzeit zu arbeiten wird mit jedem weiteren Kind schwieriger, man schmälert seine eigene Rente, um Kinder großzuziehen, die dann auch für Ihre Rente arbeiten werden. Ich, als Vater, mache dies gerne, weil meine Kinder mein großes Glück sind und verzichte auch dafür auf jegliche Oase der Ruhe. Doch jeder, der über Kinderlärm schimpft, sollte daran denken, dass es vielleicht eines dieser Kinder sein wird, das ihm später im hohen Alter den Hintern abputzt oder zur Reha fährt.

    "Ich sag's ganz ehrlich. Es muss auch ein unwidersprochenes Recht auf Ghetto geben. So will ich als schwuler Mann einfach Orte haben, wo ich keine Frauen oder eben keine Kinder sehen und hören muss. Wo ist denn da das Problem?"

    interessante einstellung.
    und deine ehrlichkeit finde ich gut.

    dann aber auch bitte keine klagen mehr über die homosexuellendiskriminierung, ja?

    • Oogie
    • 31.03.2011 um 6:29 Uhr

    vorallem sie als homosexueller Mann sollten doch ein bischen tolaranter gegen Frauen und Kinder sein! Für mehr toleranz gegen Schwule wird ja aktuell wieder richtig stark geworben. Deutschland braucht mehr Mütter mit ihren Kindern sonnst dauert es nicht mehr lange bis wir unseren Platz neben den Dinosaurieren einnehmen können. Und mal ganz ehrlich hier gehören viele in Deutschland einfach auf eine Insel abgeschoben weil ihnen wirklich ja gar nichts passt.

  3. Ich habe einen Gutteil meines Lebens in verschiedenen anderen Ländern verbracht. Was mir immer wieder aufgefallen ist: Ausserhalb Deutschlands gibt es eigentlich kaum vor sich hinschreiende Babys. Hier jedoch beobachte ich oft, dass Babys herzzerreißend schreiend im Kinderwagen liegen und die Mutter oder sonstige Begleitperson kaum Notiz davon nimmt, das Kind nicht hoch nimmt, tröstet, beruhigt - wie es einem doch eigentlich schon der pure Instinkt eingibt. Wenn die Fahrgäste im Bus also die Mutter des schreienden Babys gebeten haben, ihr Kind zu beruhigen (ruhig zu stellen?), so doch vielleicht auch aus Mitleid mit dem Kind.

    25 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie schreiben: [... Wenn die Fahrgäste im Bus also die Mutter des schreienden Babys gebeten haben, ihr Kind zu beruhigen (ruhig zu stellen?), so doch vielleicht auch aus Mitleid mit dem Kind.]

    Wenn die älteren Herrschaften wirklich Mitleid mit dem Kind gehabt hätten, dann hätten sie sich nicht beim Fahrer über Mutter und Kind beschwert, sondern hätten der Mutter z.B. ihre Hilfe anbieten können. Nach dem Artikel war das Baby ja noch ein Minisäuger und eventuell war die Mutter auch etwas überfordert. Egal. Was dem Ganzen jedoch die Krone aufsetzt ist, dass die Mutter des Busses verwiesen wurde. DAS geht meines Erachtens GAR NICHT!

    @pelmeni
    "Wenn die Fahrgäste im Bus also die Mutter des schreienden Babys gebeten haben, ihr Kind zu beruhigen (ruhig zu stellen?), so doch vielleicht auch aus Mitleid mit dem Kind."

    Ja, vielleicht. Vielleicht war es auch so wie auf dem Rückflug vom Portugal-Urlaub mit unserem 16 Monate alten Sohn. Während des gesamten Fluges versuchten wir vergeblich, ihn zu beruhigen, begleitet vom Zorn einiger "Nachbarn". Man soll sich, wie eigentlich immer, vor Pauschalurteilen hüten. Sicher gibt es auch Eltern, die Fehler machen. Aber Mutter und Kind aus dem Bus zu schmeißen, Kindergärten in Wohngebieten zu schließen, das Bildungssystem nach den Vorstellungen von Roland Koch als Sparschwein zu betrachten, ist skandalöses und asoziales Verhalten.

    Kinder groß zu ziehen ist der Modus Vivendi der Menschheit. Wer Kinder nicht toleriert, hat keinen Anspruch auf mitmenschliche Solidarität. Ich kann auf solche Leute gut verzichten.

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Realitätswahrnehmung, so kann man kinderfeindliches Verhalten auch schönreden. Nicht zu fassen, daß Ihr Beitrag so viele Leser-Empfehlungen bekommen hat. Ich jedenfalls empfinde Ihre Argumente als komplett an den Haaren herbeigezogen. Ich bin auch schon etwas herumgekommen in der Welt und mir ist keineswegs aufgefallen, daß Babys in anderen Ländern weniger schreien. Ihre implizite Behauptung, in der deutschen Öffentlichkeit begegne man mehr instinktlosen Rabenmüttern als in anderen Ländern, ist haltloser Nonsens.

    "Außerhalb-von-Deutschland"-Argumente sind inzwischen das Totschlagargument zu jeder gesellschaftlichen Problemstellung.

    Meiner bescheidenen Beobachtung nach sind Kinder einfach Kinder, ob Deutsch oder nicht. Und, o Wunder, sie schreien in der Tat auch auf der anderen Seite des Rheins / der Alpen.

    Sie schreiben: [... Wenn die Fahrgäste im Bus also die Mutter des schreienden Babys gebeten haben, ihr Kind zu beruhigen (ruhig zu stellen?), so doch vielleicht auch aus Mitleid mit dem Kind.]

    Wenn die älteren Herrschaften wirklich Mitleid mit dem Kind gehabt hätten, dann hätten sie sich nicht beim Fahrer über Mutter und Kind beschwert, sondern hätten der Mutter z.B. ihre Hilfe anbieten können. Nach dem Artikel war das Baby ja noch ein Minisäuger und eventuell war die Mutter auch etwas überfordert. Egal. Was dem Ganzen jedoch die Krone aufsetzt ist, dass die Mutter des Busses verwiesen wurde. DAS geht meines Erachtens GAR NICHT!

    @pelmeni
    "Wenn die Fahrgäste im Bus also die Mutter des schreienden Babys gebeten haben, ihr Kind zu beruhigen (ruhig zu stellen?), so doch vielleicht auch aus Mitleid mit dem Kind."

    Ja, vielleicht. Vielleicht war es auch so wie auf dem Rückflug vom Portugal-Urlaub mit unserem 16 Monate alten Sohn. Während des gesamten Fluges versuchten wir vergeblich, ihn zu beruhigen, begleitet vom Zorn einiger "Nachbarn". Man soll sich, wie eigentlich immer, vor Pauschalurteilen hüten. Sicher gibt es auch Eltern, die Fehler machen. Aber Mutter und Kind aus dem Bus zu schmeißen, Kindergärten in Wohngebieten zu schließen, das Bildungssystem nach den Vorstellungen von Roland Koch als Sparschwein zu betrachten, ist skandalöses und asoziales Verhalten.

    Kinder groß zu ziehen ist der Modus Vivendi der Menschheit. Wer Kinder nicht toleriert, hat keinen Anspruch auf mitmenschliche Solidarität. Ich kann auf solche Leute gut verzichten.

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Realitätswahrnehmung, so kann man kinderfeindliches Verhalten auch schönreden. Nicht zu fassen, daß Ihr Beitrag so viele Leser-Empfehlungen bekommen hat. Ich jedenfalls empfinde Ihre Argumente als komplett an den Haaren herbeigezogen. Ich bin auch schon etwas herumgekommen in der Welt und mir ist keineswegs aufgefallen, daß Babys in anderen Ländern weniger schreien. Ihre implizite Behauptung, in der deutschen Öffentlichkeit begegne man mehr instinktlosen Rabenmüttern als in anderen Ländern, ist haltloser Nonsens.

    "Außerhalb-von-Deutschland"-Argumente sind inzwischen das Totschlagargument zu jeder gesellschaftlichen Problemstellung.

    Meiner bescheidenen Beobachtung nach sind Kinder einfach Kinder, ob Deutsch oder nicht. Und, o Wunder, sie schreien in der Tat auch auf der anderen Seite des Rheins / der Alpen.

  4. "eine Wohnungsbau- und Schulpolitik, die verhindert, dass sich Familien in einzelnen Stadtteilen zusammenballen und in anderen fast vollständig fehlen"

    Hm? Eine solche Ballung scheint doch eher hilfreich denn problematisch. Junge Eltern unter sich, mit ihrem gegenseitigen Verständnis, genauso wie der Rest. Man gewinnt sicher nichts, wenn sich alle ärgern.

    Daher ist auch die Aussage des Kita-Lärmgesetzes eine unglückliche. Statt Räume der Ruhe zuzulassen, muß man riskieren, überall mit Lärm zwangsbeglückt zu werden. Ne, kann mir nicht vorstellen, dass das gerichtsfest ist. Kommt ja schon einen Enteignung gleich, wenn die eigene Immobilie dadurch an Wert verliert.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Und schon wieder geht es nur um's Geld. Typisch!

    • macey
    • 01.04.2011 um 14:53 Uhr

    Städtebaulich ist es nicht sinnvoll, Wohngebiete zu bauen, in denen sich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe ballt, z. B. wenn nur Familien mit Kindern zusammenwohnen. Zum einen fehlt solchen Wohngebieten die Lebendigkeit der Multifunktionalität, zum anderen
    sind Neubausiedlungen, in denen fast nur junge Familien ihr Eigenheim bauen, in spätestens 20 Jahren zu öden Altengettos mutiert, wo die alt gewordenen Eltern dann in zu groß gewordenen Häusern unter sich sind. Trotzdem werden solche "Neubausiedlungen" am Rande der Städte, auch Schlafsiedlungen genannt, immer noch in hohem Maße gebaut. Anzustreben ist aber auf jeden Fall eine Mischung von Altersgruppen und Funktionen, um die Schlafsiedlungsatmosphäre zu vermeiden. Solche altersgemischten Siedlungen bieten Kindern zudem mehr Anregungen.

    Und schon wieder geht es nur um's Geld. Typisch!

    • macey
    • 01.04.2011 um 14:53 Uhr

    Städtebaulich ist es nicht sinnvoll, Wohngebiete zu bauen, in denen sich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe ballt, z. B. wenn nur Familien mit Kindern zusammenwohnen. Zum einen fehlt solchen Wohngebieten die Lebendigkeit der Multifunktionalität, zum anderen
    sind Neubausiedlungen, in denen fast nur junge Familien ihr Eigenheim bauen, in spätestens 20 Jahren zu öden Altengettos mutiert, wo die alt gewordenen Eltern dann in zu groß gewordenen Häusern unter sich sind. Trotzdem werden solche "Neubausiedlungen" am Rande der Städte, auch Schlafsiedlungen genannt, immer noch in hohem Maße gebaut. Anzustreben ist aber auf jeden Fall eine Mischung von Altersgruppen und Funktionen, um die Schlafsiedlungsatmosphäre zu vermeiden. Solche altersgemischten Siedlungen bieten Kindern zudem mehr Anregungen.

    • cmcm
    • 30.03.2011 um 15:43 Uhr

    Wenn ich hier schreiben würde, dass ich Orte haben möchte, an denen ich keine Schwulen sehen muss (was, um Missverständnissen vorzubeugen, überhaupt nicht der Fall ist), dann würde ich gesteinigt oder zumindest mein Eintrag gelöscht werden.
    Unfassbar, was man hier so an Kommentaren lesen kann!
    Es gibt gerade in Frankfurt haufenweise kinderfreie "Oasen", vielleicht sollte sich aber jeder mal fragen, der Kinder nur nervig findet, wie weit er sich schon aus einem sozialen Gesellschaftsleben verabschiedet hat.

    32 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Selbstverständlich haben Sie auch darauf einen Anspruch und das ist zu respektieren. Es gibt ja genügend Clubs, Vereine und Einrichtungen, die sich naturgemäß nicht an Homosexuelle wenden und wir deshalb dort auch nicht anzutreffen sind, was völlig ok ist.
    In einer freien, pluralistischen Gesellschaft, muss es das Recht auf Nischen geben. Ein kinderfreies Lokal ist ja kein Statement gegen Kinder, sondern schlicht ein Angebot.
    Und was "soziales Gesellschaftleben" ist, muss jeder für sich selbst definieren.

    Selbstverständlich haben Sie auch darauf einen Anspruch und das ist zu respektieren. Es gibt ja genügend Clubs, Vereine und Einrichtungen, die sich naturgemäß nicht an Homosexuelle wenden und wir deshalb dort auch nicht anzutreffen sind, was völlig ok ist.
    In einer freien, pluralistischen Gesellschaft, muss es das Recht auf Nischen geben. Ein kinderfreies Lokal ist ja kein Statement gegen Kinder, sondern schlicht ein Angebot.
    Und was "soziales Gesellschaftleben" ist, muss jeder für sich selbst definieren.

  5. Entfernt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

    Antwort auf "Oasen"
    • th
    • 30.03.2011 um 15:49 Uhr

    Der Ruf nach immer mehr Freiheit, nach immer weniger Autorität, nach immer weniger Regelungen führt nicht zu einem fröhichen Miteinander, sondern zum Kampf aller gegen alle - hier z.B. ältere Kinderlose gegen Jüngere mit ihren Kindern. Aber es könnten z.B. auch Radfahrer gegen Fußgänger sein.

    Wären die Kinder einigermassen gut erzogen, hätte der Cafehausbesitzer vielleicht eine Spielecke, wären die alten Leute ein wenig toleranter (weil sie selbst Kinder großgezogen hätten), so kämen alle gut miteinander aus.

    So gehen die Kinder über Tische und Bänke, niemand kümmert sich drum, ob sie Krach machen oder andere Gäste belästigen, und die "Erwachsenen" sorgen am Ende dafür, dass Eltern in Begleitung von Kindern Hausverbot bekommen.

    Antiautoritäre Erziehung einerseits, egoistischer Ruf nach Lebensqualität andererseits - und schon ist der Ärger da.

    Zitat:
    "Möbel seien als Hüpfburg missbraucht und, Scheiben beschmiert worden, in aller Öffentlichkeit seien Babys gewickelt worden. Weder die Kinder noch die Eltern hätten das Café als Raum respektiert, in dem sich Erwachsene erholen wollten."

    20 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...die kinderfreie Cafés wollen!

    Und es gibt nicht nur Kinderfreunde oder "Kinderfeinde".

    Als unsere Tochter klein war und Auslauf brauchte, sind wir nur zum "Italiener" gegangen, möglichst in den Biergarten, weil da die Kinder toben konnten und die Kellner freundlich zum Nachwuchs waren.

    Mit Kind in ein ruhiges Café zu gehen, wo Erwachsene zeitungslesend sitzen oder sich ruhig unterhalten, wäre mir als junge Mutter nicht eingefallen. Wäre für die Kiddies wohl auch totlangweilig gewesen. Da müssen Kinder ja ausrasten!
    Also Treffen auf Spielplätze oder zum Spiele-Nachmittag bei Freunden, die auch Kinder und Spielzeug hatten. Das fühlte sich für Groß und Klein besser an.

    Und noch ein Geständnis: als ich zum ersten Mal wieder eine Stunde allein für mich hatte für einen Besuch im Café, mit einem neuen Buch ausgerüstet, mit Bedarf an "mal einer Stunde nur für mich", da habe ich wohl auch böse geschaut, als 2 Mütter mit Kleinkindern ins Café kamen.

    Eltern sind selbst schuld, dass es mittlerweile immer mehr Ort gibt, wo man mit Kindern gar keinen Zutritt mehr hat.

    Erlebnis beim letzten Restaurantbesuch Ende Februar: Zwei kleine Kinder beginnen wild durchs Resti zu toben. Der Vater ermuntert sie daraufhin, weiter zu machen und sogar noch schneller zu rennen. In einem normalen, mittelpreisigen Restaurant wohlgemerkt und nicht irgendeinem billigen Fast Food-Tempel. Als ich noch Kind war (noch gar nicht so lange her) haben uns unsere Eltern jeweils sofort ermahnt, still zu sitzen (zumindest eine Weile lang). Wenn wir nach einer Weile doch zu quengelig wurden, ging ein Elternteil mit uns raus, damit wir draussen etwas rumtoben konnten, wo wir nicht störten.

    Dieses Erlebnis ist leider bei Weitem nicht das Einzige seiner Art. Es ist mittlerweile wirklich eine Zumutung, was andere Eltern einem mit ihren Kindern zumuten. Nicht nur, das sie ihre erzieherischen Pflichten vernachlässigen, sondern sogar ihre Kinder geradezu ermuntern, andere mit ihrem Verhalten zu stören.

    Es hat jeder volles Verständnis, dass ein kleines Kind im Restaurant nicht so ruhig ist, wie ein Erwachsener, aber es fehlt mir schlicht an Verständnis, warum dieses Kind sich IM Restaurant austoben soll. Kinderfreie Orte? Sofort her damit! Sagt jemand, der Kinder und ihre quirlige Art durchaus mag.

    • Pterry
    • 31.03.2011 um 18:37 Uhr

    Ja, was soll man denn machen, wenn Café- und Restaurantbesitzer nicht in der Lage sind, einen billigen runterklappbaren Wickeltisch im Toilettenbereich anzubringen. Unsere Mensa hat einen!!! In der ganzen restlichen Stadt gibt es kaum ein Café/Restaurant, das sowas anbietet, obwohl manche immerhin schon Kinderstühle haben. Kinder werden aber heute zT auch bis ins 4te Lebensjahr gewickelt. Da vergrault sich so ein Betreiber doch ne Menge Kundschaft... (mal marktwirtschaftlich gesehen)

    ...die kinderfreie Cafés wollen!

    Und es gibt nicht nur Kinderfreunde oder "Kinderfeinde".

    Als unsere Tochter klein war und Auslauf brauchte, sind wir nur zum "Italiener" gegangen, möglichst in den Biergarten, weil da die Kinder toben konnten und die Kellner freundlich zum Nachwuchs waren.

    Mit Kind in ein ruhiges Café zu gehen, wo Erwachsene zeitungslesend sitzen oder sich ruhig unterhalten, wäre mir als junge Mutter nicht eingefallen. Wäre für die Kiddies wohl auch totlangweilig gewesen. Da müssen Kinder ja ausrasten!
    Also Treffen auf Spielplätze oder zum Spiele-Nachmittag bei Freunden, die auch Kinder und Spielzeug hatten. Das fühlte sich für Groß und Klein besser an.

    Und noch ein Geständnis: als ich zum ersten Mal wieder eine Stunde allein für mich hatte für einen Besuch im Café, mit einem neuen Buch ausgerüstet, mit Bedarf an "mal einer Stunde nur für mich", da habe ich wohl auch böse geschaut, als 2 Mütter mit Kleinkindern ins Café kamen.

    Eltern sind selbst schuld, dass es mittlerweile immer mehr Ort gibt, wo man mit Kindern gar keinen Zutritt mehr hat.

    Erlebnis beim letzten Restaurantbesuch Ende Februar: Zwei kleine Kinder beginnen wild durchs Resti zu toben. Der Vater ermuntert sie daraufhin, weiter zu machen und sogar noch schneller zu rennen. In einem normalen, mittelpreisigen Restaurant wohlgemerkt und nicht irgendeinem billigen Fast Food-Tempel. Als ich noch Kind war (noch gar nicht so lange her) haben uns unsere Eltern jeweils sofort ermahnt, still zu sitzen (zumindest eine Weile lang). Wenn wir nach einer Weile doch zu quengelig wurden, ging ein Elternteil mit uns raus, damit wir draussen etwas rumtoben konnten, wo wir nicht störten.

    Dieses Erlebnis ist leider bei Weitem nicht das Einzige seiner Art. Es ist mittlerweile wirklich eine Zumutung, was andere Eltern einem mit ihren Kindern zumuten. Nicht nur, das sie ihre erzieherischen Pflichten vernachlässigen, sondern sogar ihre Kinder geradezu ermuntern, andere mit ihrem Verhalten zu stören.

    Es hat jeder volles Verständnis, dass ein kleines Kind im Restaurant nicht so ruhig ist, wie ein Erwachsener, aber es fehlt mir schlicht an Verständnis, warum dieses Kind sich IM Restaurant austoben soll. Kinderfreie Orte? Sofort her damit! Sagt jemand, der Kinder und ihre quirlige Art durchaus mag.

    • Pterry
    • 31.03.2011 um 18:37 Uhr

    Ja, was soll man denn machen, wenn Café- und Restaurantbesitzer nicht in der Lage sind, einen billigen runterklappbaren Wickeltisch im Toilettenbereich anzubringen. Unsere Mensa hat einen!!! In der ganzen restlichen Stadt gibt es kaum ein Café/Restaurant, das sowas anbietet, obwohl manche immerhin schon Kinderstühle haben. Kinder werden aber heute zT auch bis ins 4te Lebensjahr gewickelt. Da vergrault sich so ein Betreiber doch ne Menge Kundschaft... (mal marktwirtschaftlich gesehen)

  6. Dass ich nicht lache! Versuchen Sie mal einen Krippenplatz für Ihr Kind zu bekommen. Da müssen Sie sich 2 Jahre vor der Geburt des Kindes anmelden, wenn Sie es mit 1 Jahr in die Krippe geben wollen. [...]

    Überhaupt, die allgemeine Stimmung ist unglaublich kinderfeindlich. Als bei uns im Mietshaus (in München) eine Kinderkrippe aufmachen wollte, wurde gleich -anonym- Stimmung gegen das Projekt gemacht. Und zwar auf einem Niveau weit unterhalb der Gürtellinie.

    Ich weiss nicht, was in Deutschland schief gelaufen ist, aber Kinder werden hier einfach nur als Störung empfunden. Kein Gedanke daran, dass ohne Kinder in spätestens 50 Jahren die Lichter ausgehen in diesem Land. Dann ist ganz Deutschland eine Oase. Schöner Gedanke, nicht wahr?
    Teil entfernt. Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/wg

    10 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Oasen"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Na ja bei einer Weltbevölkerung von ca. 7 Mrd. Menschen, denke ich, dass es mit dem Licht ausgehen noch sehr lange dauern wird.

    • Thom78
    • 30.03.2011 um 17:50 Uhr

    @artuhmj #8

    "Kein Gedanke daran, dass ohne Kinder in spätestens 50 Jahren die Lichter ausgehen in diesem Land. Dann ist ganz Deutschland eine Oase. Schöner Gedanke, nicht wahr?"

    Was wäre so schlimm daran? Ich hab jedenfalls keine Probleme mit dem Gedanken - obwohl ich Kinder mag - dass in Deutschland in ein paar Jahrzehnten ein paar Millionen Menschen weniger leben. Dann ist Mitteleuropa immer noch eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Und selbst wenn in ganzen Landstrichen niemand mehr lebt, ist das doch kein Drama. Für wen denn auch?

    • didero
    • 30.03.2011 um 20:19 Uhr

    >> Versuchen Sie mal einen Krippenplatz für Ihr Kind
    >> zu bekommen. Da müssen Sie sich 2 Jahre vor der
    >> Geburt des Kindes anmelden, wenn Sie es mit 1 Jahr
    >> in die Krippe geben wollen.

    Das mag regional sehr verschieden sein, in München ist es vielleicht besonders schwierig. Ich hab‘s in den letzten ca. drei Jahren bei mehreren Kolleginnen miterlebt, früher in Oberfranken, jetzt in der Oberpfalz – in keinem einzigen Fall gab es Probleme damit, einen Krippenplatz zu finden. Alle Mütter konnten nach Ablauf der zwölfmonatigen Elternzeit problemlos wieder anfangen und wussten die Kleinen versorgt. Aktuell sind’s zwei Kolleginnen, die eine auf dem flachen Land, die andere in einer 150.000-Einwohner Stadt. Letztere hatte übrigens die Wahl zwischen mehreren Plätzen, die ihr passend erschienen sind. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob die stereotype Klage in den Medien über fehlende Krippenplätze nicht etwas pauschal ist.

    Na ja bei einer Weltbevölkerung von ca. 7 Mrd. Menschen, denke ich, dass es mit dem Licht ausgehen noch sehr lange dauern wird.

    • Thom78
    • 30.03.2011 um 17:50 Uhr

    @artuhmj #8

    "Kein Gedanke daran, dass ohne Kinder in spätestens 50 Jahren die Lichter ausgehen in diesem Land. Dann ist ganz Deutschland eine Oase. Schöner Gedanke, nicht wahr?"

    Was wäre so schlimm daran? Ich hab jedenfalls keine Probleme mit dem Gedanken - obwohl ich Kinder mag - dass in Deutschland in ein paar Jahrzehnten ein paar Millionen Menschen weniger leben. Dann ist Mitteleuropa immer noch eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Und selbst wenn in ganzen Landstrichen niemand mehr lebt, ist das doch kein Drama. Für wen denn auch?

    • didero
    • 30.03.2011 um 20:19 Uhr

    >> Versuchen Sie mal einen Krippenplatz für Ihr Kind
    >> zu bekommen. Da müssen Sie sich 2 Jahre vor der
    >> Geburt des Kindes anmelden, wenn Sie es mit 1 Jahr
    >> in die Krippe geben wollen.

    Das mag regional sehr verschieden sein, in München ist es vielleicht besonders schwierig. Ich hab‘s in den letzten ca. drei Jahren bei mehreren Kolleginnen miterlebt, früher in Oberfranken, jetzt in der Oberpfalz – in keinem einzigen Fall gab es Probleme damit, einen Krippenplatz zu finden. Alle Mütter konnten nach Ablauf der zwölfmonatigen Elternzeit problemlos wieder anfangen und wussten die Kleinen versorgt. Aktuell sind’s zwei Kolleginnen, die eine auf dem flachen Land, die andere in einer 150.000-Einwohner Stadt. Letztere hatte übrigens die Wahl zwischen mehreren Plätzen, die ihr passend erschienen sind. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob die stereotype Klage in den Medien über fehlende Krippenplätze nicht etwas pauschal ist.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service