Mikrozensus 2010 Die Kinder Alleinerziehender sind besonders häufig arm
Die meisten Kinder in Deutschland wachsen bei verheirateten Eltern auf. Von denjenigen, die mit nur einem Elternteil groß werden, lebt ein Drittel unter der Armutsgrenze.
© Julian Stratenschulte/dpa

Eine Frau geht mit zwei kleinem Mädchen auf ein Schützenfest (Archiv).
In Deutschland leben im Verhältnis zur Bevölkerung so wenige Kinder wie in keinem anderen europäischen Land. Die Zahl der Kinder sank in den vergangenen zehn Jahren um 2,1 Millionen. Das geht aus den Zahlen des Mikrozensus 2010 hervor, die das Statistische Bundesamt vorstellte. Damit waren im Jahr 2010 16,5 Prozent der Bevölkerung jünger als 18 Jahre.
Durchschnittlich sind 15 Prozent aller Kinder arm, das entspricht dem Wert in der Gesamtbevölkerung, und dieser blieb die vergangenen Jahre über konstant. Als arm gilt in der Statistik des Bundesamtes, wer weniger als 60 Prozent des sogenannten mittleren Äquivalenzeinkommens zur Verfügung hat.
Es sind die Kinder von Alleinerziehenden, die besonders oft durch Armut gefährdet sind: 37,5 Prozent von ihnen leben unter der Armutsgrenze. "Wir reden hier von Einkommensarmut", sagte Silvia Deckl, Referentin des Bundesamtes. Das Bundesamt benutzt das Wort "armutsgefährdet" statt "arm", um auszudrücken, dass sich dieser Zustand auch wieder ändern kann.
Die elementaren Bedürfnisse der Kinder, wie Essen, Kleidung, Spielsachen und Sozialkontakte, werden laut dem Bericht trotzdem "in den allermeisten Fällen" erfüllt. Angaben, die laut Statistischem Bundesamt auf der Selbsteinschätzung der Eltern beruhen.
Große Unterschiede zwischen Ost und West
Die Zahl der Kinder in Deutschland werde weiter sinken, sagte Roderich Egeler, Chef des Statistischen Bundesamtes. War zur Jahrtausendwende noch etwa jeder fünfte Einwohner jünger als 18 Jahren, so werde es im Jahr 2060 nur noch jeder siebte sein.
Dieser Rückgang verteilt sich sehr unterschiedlich auf Ost und West: Zwischen 2000 und 2010 sank die Kinderzahl in Ostdeutschland um etwa 29 Prozent, im Westen nur um zehn Prozent. Als Grund für den Unterschied nannte Egeler sinkende Geburtenraten im Osten und Abwanderung in den Westen.
Auch die Familienformen unterscheiden sich in Ost und West deutlich. Während in den westlichen Bundesländern 79 Prozent der Kinder bei ihren verheirateten Eltern aufwachsen, sind es in den östlichen Bundesländern nur 58 Prozent. Die wilde Ehe ist im Westen kaum verbreitet, nur sechs Prozent der Kinder leben bei ihren unverheirateten Eltern, im Osten sind es 17 Prozent.
Die Zahl der Alleinerziehenden steigt in der gesamten Bundesrepublik, von 13,5 Prozent im Jahr 2000 auf 16,8 Prozent im Jahr 2010, auch hier ist die Zahl im Osten höher (24,1 Prozent).
- Datum 03.08.2011 - 16:40 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Menschen mit Kindern gelten als räumlich und zeitlich unflexibel, können nicht auf Abruf arbeiten. Kinder zu haben gilt als "hartes Vermittlungshemmnis" - gleich nach "Schulden", "psychischen Erkrankungen" und "Vorstrafen".
Betreuungseinrichtungen können nicht eingerichtet werden, weil die daür zuständigen Kommunen kein Geld haben - bzw. das Geld, was sie vom Bund dafür bekommen, gemäß den Vorgaben der EU, zur "Schuldentilgung" nutzen müssen.
Und nicht zuletzt: Familien werden seitens der neoliberalen Hardliner gerne als Sündenbock für die Staatsverschuldung ausgemacht - gerne wird von den Mietmäulern der verschiedensten Lobbyistengruppen die "vierköpfige Familie" als Beispiel heran gezogen, die den "Leistungsträgern" nicht nur die Haare vom Kopf frisst, sondern über den Staat ihnen auch noch das Geld aus der Tasche stiehlt.
Die liberalen sind schuld...
Schon mal überlegt, dass es vllt. eine Folge der Freiheit ist, welche jetzige Generationen haben? Da will man eben nicht gleich Kinder bekommen, persönliche Lebensträume zu verwirklichen ist wichtiger für die Meisten.
Und wenn ich meinen Bekanntenkreis so anschaue, die Konservativen sind auf jeden Fall mehr am Kinder kriegen als die hippen Vögel die im "Avocado Store" einkaufen....
noch nicht gehört, dass Familien als Sündenbock dargestellt werden. Wo denn bitte?
Unflexibilität ist doch nicht immer ein Nachteil! Es gilt zu differenzieren: Als Arbeitgeber habe ich doch ein starkes Interesse an Arbeitskräften, die sich an ihren Arbeitsplatz gebunden fühlen, die nicht so flexibel sind heute hier und morgen dort anzuheuern...
Eltern junger Kinder bringen nach eigener Erfahrung mehr an Motivation mit sich, selbst wenn die private Belastung um ein vielfaches ansteigt!
Differenzierend muss allerdings das Geschlecht betrachtet werden: Männer werden meiner Erfahrung nach durchs Kinderkriegen motiviert ein mehr an Karriere anzustreben, bei Frauen ist es meist konträr; leider.
Nicht Unflexibilität ist das Problem, sondern Menschen die einem dies einreden wollen!
PS: ein jedes Kind eines Angestellten erhält mit seiner Geburt ein Firmenkonto, viele Kinder von Angestellten arbeiten als Erwachsene gerne im Betrieb ihrer Eltern. Die Gehälter junger Erltern, die bereit sind ihre Doppelbelastung zu Schultern und nicht endlose Auszeiten beantragen steigen überproportional.
Also bitte keine Pauschalisierung, von wegen neoliberaler Gesellschaft!
Die liberalen sind schuld...
Schon mal überlegt, dass es vllt. eine Folge der Freiheit ist, welche jetzige Generationen haben? Da will man eben nicht gleich Kinder bekommen, persönliche Lebensträume zu verwirklichen ist wichtiger für die Meisten.
Und wenn ich meinen Bekanntenkreis so anschaue, die Konservativen sind auf jeden Fall mehr am Kinder kriegen als die hippen Vögel die im "Avocado Store" einkaufen....
noch nicht gehört, dass Familien als Sündenbock dargestellt werden. Wo denn bitte?
Unflexibilität ist doch nicht immer ein Nachteil! Es gilt zu differenzieren: Als Arbeitgeber habe ich doch ein starkes Interesse an Arbeitskräften, die sich an ihren Arbeitsplatz gebunden fühlen, die nicht so flexibel sind heute hier und morgen dort anzuheuern...
Eltern junger Kinder bringen nach eigener Erfahrung mehr an Motivation mit sich, selbst wenn die private Belastung um ein vielfaches ansteigt!
Differenzierend muss allerdings das Geschlecht betrachtet werden: Männer werden meiner Erfahrung nach durchs Kinderkriegen motiviert ein mehr an Karriere anzustreben, bei Frauen ist es meist konträr; leider.
Nicht Unflexibilität ist das Problem, sondern Menschen die einem dies einreden wollen!
PS: ein jedes Kind eines Angestellten erhält mit seiner Geburt ein Firmenkonto, viele Kinder von Angestellten arbeiten als Erwachsene gerne im Betrieb ihrer Eltern. Die Gehälter junger Erltern, die bereit sind ihre Doppelbelastung zu Schultern und nicht endlose Auszeiten beantragen steigen überproportional.
Also bitte keine Pauschalisierung, von wegen neoliberaler Gesellschaft!
"In Deutschland leben so wenige Kinder wie in keinem anderen europäischen Land."
Ich denke in Deutschland leben bestimmt mehr Kinder als die meisten EU-Länder Einwohner haben.
...aber natürlich leben hier nur im Verhältnis zu Bevölkerung die wenigsten Kinder, nicht in absoluten Zahlen. Ist geändert!
Beste Grüße,
Frida Thurm
...aber natürlich leben hier nur im Verhältnis zu Bevölkerung die wenigsten Kinder, nicht in absoluten Zahlen. Ist geändert!
Beste Grüße,
Frida Thurm
...aber natürlich leben hier nur im Verhältnis zu Bevölkerung die wenigsten Kinder, nicht in absoluten Zahlen. Ist geändert!
Beste Grüße,
Frida Thurm
Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. Danke. Die Redaktion/wg
//Bezeichnend ist, dass ein Großteil unserer Kinder in Raucherhaushalten leben muss.//
Es korreliert alles miteinander. Rauchen ist ein Unterschichtensymptom. Aber auch die Unfähigkeit zur strategischen Planung ist in der Unterschicht häufiger anzutreffen. Wer wird häufiger ungewollt von Leuten geschwängert, die höchst ungenügendes Vatermaterial abgeben? Wohl kaum die klügsten. Der Vater kann vor den Folgen seiner Dummheit fliehen, die Mutter nicht.
Man wird - tendenziell gesprochen - nicht arm, weil man alleinerziehendes Elternteil ist, sondern weil man insgesamt dumme Entscheidungen trifft und sich verantwortlungslos verhält. So kommt es zu alleinerziehenden Eltern, die rauchen und arm sind. Überraschung. Außerdem ist ein Kind eine gute Ausrede, um nicht arbeiten zu müssen und sich die ARGE vom Hals zu halten. Aber darüber läßt sich nur schwer ein troffer Artikel schreiben.
Bitte bemühen Sie um mehr Differenzierung. Danke. Die Redaktion/sc
ich entschuldige mich bei allen alleinerziehenden Müttern und Vätern für diese Art von Mitbürgern.
Rauchen und Kaffee, Dummheit und Unterschichten...
Was geht nur in solchen Köpfen vor?
Haben Sie überhaupt Freunde?
//Bezeichnend ist, dass ein Großteil unserer Kinder in Raucherhaushalten leben muss.//
Es korreliert alles miteinander. Rauchen ist ein Unterschichtensymptom. Aber auch die Unfähigkeit zur strategischen Planung ist in der Unterschicht häufiger anzutreffen. Wer wird häufiger ungewollt von Leuten geschwängert, die höchst ungenügendes Vatermaterial abgeben? Wohl kaum die klügsten. Der Vater kann vor den Folgen seiner Dummheit fliehen, die Mutter nicht.
Man wird - tendenziell gesprochen - nicht arm, weil man alleinerziehendes Elternteil ist, sondern weil man insgesamt dumme Entscheidungen trifft und sich verantwortlungslos verhält. So kommt es zu alleinerziehenden Eltern, die rauchen und arm sind. Überraschung. Außerdem ist ein Kind eine gute Ausrede, um nicht arbeiten zu müssen und sich die ARGE vom Hals zu halten. Aber darüber läßt sich nur schwer ein troffer Artikel schreiben.
Bitte bemühen Sie um mehr Differenzierung. Danke. Die Redaktion/sc
ich entschuldige mich bei allen alleinerziehenden Müttern und Vätern für diese Art von Mitbürgern.
Rauchen und Kaffee, Dummheit und Unterschichten...
Was geht nur in solchen Köpfen vor?
Haben Sie überhaupt Freunde?
Die Eltern sind arm und darum sind auch die Kinder arm. Wären die Eltern reich, so wäre auch das Kind reich. Was soll das Gerede von Kinderarmut?
Sollen noch mehr ein „armes“ Kind in die Welt setzen. Setzen sie das Kind in die Welt, so können sie arm werden.
wobei ich dem letzten Satz Ihres Kommentars nur mit Einschränkung zustimmen kann. Mich würde wirklich mal eine Statistik interessieren, wieviel von den Armen mit Kindern tatsächlích durch die Kinder in Armut geraten sind.
Ich vermute eher, daß dieser Personenkreis zum größten Teil aus Menschen besteht, die so oder so arm wären, da mangels Ausbildung und Beruf am unteren Ende des sozialen Spektrums angesiedelt. Logisch, daß deren Kinder nicht wohlhabend sein können.
wobei ich dem letzten Satz Ihres Kommentars nur mit Einschränkung zustimmen kann. Mich würde wirklich mal eine Statistik interessieren, wieviel von den Armen mit Kindern tatsächlích durch die Kinder in Armut geraten sind.
Ich vermute eher, daß dieser Personenkreis zum größten Teil aus Menschen besteht, die so oder so arm wären, da mangels Ausbildung und Beruf am unteren Ende des sozialen Spektrums angesiedelt. Logisch, daß deren Kinder nicht wohlhabend sein können.
In Deutschland leben vielleicht nicht nur die wenigsten Kinder im Verhältnis zur Bevölkerung, sondern vielleicht auch die Kinder, mit den größten psychischen und seelischen Defiziten - besonders bezogen auf die Alleinerziehermod. und auf Deutschland.
Dass natürlich die Kinder von Alleinerziehern tlw zu den ärmsten Kindern innerhalb Deutschlands gehören, ist logisch und liegt somit auf der Hand.
Man kann das auch daran ablesen, dass wir in Deutschland über Jahrzehnte das Alleinverdiener Modell hatten. ( 1 besorgt das Geld, 1 sorgt für Haus und Hof und Familie). Dieses Modell wurde dadurch aufgelöst, weil sich immer mehr herausstellte, dass zum Überleben 2 Einkommen in einer Familie tlw unabdingbar sind. Daraus kann man logisch ableiten, dass 1 Einkommen - auch für 2-3 Personen - immer in der Relation weniger ist, als das Einkommen bei ca. 4 Personen mit 2 Einkommen.
Das Leben für Alleinverdeiner ist also teurer und bedeutet daher für Kinder Frust und Verluste. Demütigung und Diffamierung.
Dann gibt es sicher noch die Gutverdiener unter den Alleinerziehern. Wer aber Gutverdiener ist, ist natürlich auch
eingespannt in ein bestimmtes Arbeitsmodell, hat also keine Zeit für Kinder. Die psychischen und seelischen Verluste wie Defekte, werden also durch Konsum ausgeglichen.
Das Problem der Alleinerzieher ist ebenfalls seit Jahrzehnten bekannt. Man hat sich aber nicht dafür interessiert. Dabei wird vergessen, dass Alleinerzieher auch unter dem Druck der Gesellschaft entstehen.
Na ja, Alleinerzieher kommen öfter vor als Eheleute mit Kind am Rand der Armutsgrenze. Und dann ist ein Kind auch schlecht dran, denn man hat keine Entschuldigung für die Armut, weder dem Kind gegenüber den reicheren Klassenkameraden aus Familien noch der Gesellschaft gegenüber.
Aber die Entdeckung der Langzeitarbeistlosigkeit ist ja auch noch nicht so alt, genau wie die die Entdeckung der möglichen Altersarmut.
Irgendwie ist das Zeitalter der Entdeckungen auf der großen Welt vorbei. Da ist es doch schön, wenn im es im Inland noch was zu entdecken gibt.
Sowohl meine Mutter, eine Fabrikarbeiterin, als auch ich wollten ein Kind, aber keinen Ehemann. Wenn man sich "nach seiner eigene Decke streckt" (also nicht dem neuesten Modetrend hinterherläuft, nicht "reif ist für einen bestimmten Reis") ist man irgendwann im "Besitz" einer wundervollen Tochter, eines Dreivierteltags-Bürojobs - der viel Zeit fürs Kind ermöglicht, einer abbezahlten ETW, eines Baugrundstückes und zweier Autos, sowie eines Abendschul-Abiturs. Zigarettenkonsum und Caffe incl. Mathenachhilfe und Flohmarktverkäufe ermöglichten Urlaube u.a. in die Südsee und nach Bali. Ich kann nicht sagen, ob es sich hierbei nur um Glück oder vergleichendes Intersse und Sparsamkeit handelt. Vielleicht von beidem etwas. Meiner Meinung nach ist die Konsumbeschränkung das A&O für ein glücklicheres Leben, nicht nur der Alleinerziehenden.
Na ja, Alleinerzieher kommen öfter vor als Eheleute mit Kind am Rand der Armutsgrenze. Und dann ist ein Kind auch schlecht dran, denn man hat keine Entschuldigung für die Armut, weder dem Kind gegenüber den reicheren Klassenkameraden aus Familien noch der Gesellschaft gegenüber.
Aber die Entdeckung der Langzeitarbeistlosigkeit ist ja auch noch nicht so alt, genau wie die die Entdeckung der möglichen Altersarmut.
Irgendwie ist das Zeitalter der Entdeckungen auf der großen Welt vorbei. Da ist es doch schön, wenn im es im Inland noch was zu entdecken gibt.
Sowohl meine Mutter, eine Fabrikarbeiterin, als auch ich wollten ein Kind, aber keinen Ehemann. Wenn man sich "nach seiner eigene Decke streckt" (also nicht dem neuesten Modetrend hinterherläuft, nicht "reif ist für einen bestimmten Reis") ist man irgendwann im "Besitz" einer wundervollen Tochter, eines Dreivierteltags-Bürojobs - der viel Zeit fürs Kind ermöglicht, einer abbezahlten ETW, eines Baugrundstückes und zweier Autos, sowie eines Abendschul-Abiturs. Zigarettenkonsum und Caffe incl. Mathenachhilfe und Flohmarktverkäufe ermöglichten Urlaube u.a. in die Südsee und nach Bali. Ich kann nicht sagen, ob es sich hierbei nur um Glück oder vergleichendes Intersse und Sparsamkeit handelt. Vielleicht von beidem etwas. Meiner Meinung nach ist die Konsumbeschränkung das A&O für ein glücklicheres Leben, nicht nur der Alleinerziehenden.
Beziehungsfähigkeit, Bindungsfähigkeit sind Tugenden, oder neudeutsch Soft-Skills, die dazu beitragen nicht zu verarmen und das Risiko mindern, dass Kinder in Armut aufwachsen.
Es wäre also an der Zeit Beziehungsfähigkeit, Bindungsfähigkeit, soziales Miteinander zu fördern, um Trennung zu vermeiden, die die Armut von Kinder bedingen.
Stundenlöhne gibt, die den arbeitenden Menschen gerade mal erlauben, nicht zu verhungern und auf der Straße zu leben, solange wird sich an der Armut nichts ändern - trotz guter sozialer Netzwerke, die ich natürlich trotzdem für unverzichtbar halte.
Stundenlöhne gibt, die den arbeitenden Menschen gerade mal erlauben, nicht zu verhungern und auf der Straße zu leben, solange wird sich an der Armut nichts ändern - trotz guter sozialer Netzwerke, die ich natürlich trotzdem für unverzichtbar halte.
Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen zur Kinderarmut für 2011 vorgestellt.
Und da werden die Zahlen, wie die Jahre vorher und die folgenden Jahre, auch wieder verschwinden.
Vorgelesen, gelocht und abgeheftet.
Interessant ist die Wortwahl: Die Kinder sind nicht arm, sondern nur Einkommensarm und,
arm ist nicht arm, sondern nur armutsgefährdet.
Nein liebes Statistische Bundesamt: arm ist arm, dem Armutsgefährdeten droht die Armut.
Und der Begriff "armutsgefährdet soll ausdrücken, dass man aus dieser Situation wieder heraus kommen kann. Diese Wortklauberei muß man mir erklären. Auch aus dem "arm sein" kann man wieder herauskommen.
Aber es ist ja nur eine Statistik.
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