Erziehung : Fast die Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder

Ein Schlag auf den Po oder eine Ohrfeige: Nach einer Umfrage schlägt fast die Hälfte der Mütter und Väter in Deutschland ihre Kinder. Grund ist meist Hilflosigkeit.

In Deutschland schlägt fast die Hälfte der Eltern ihre Kinder. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage gaben etwa 40 Prozent der Mütter und Väter an, ihre Kinder mit einem Klaps auf den Po zu strafen, 10 Prozent verteilen nach eigenen Angaben Ohrfeigen. Anders als früher schlagen die meisten Mütter oder Väter aber nicht aus Überzeugung zu, sondern aus Hilflosigkeit, so die Studie. Den Großteil der Eltern packe danach ein schlechtes Gewissen. Zudem ist im Vergleich zu den Jahren 2006/07 die Zahl der Körperstrafen zurückgegangen.

In der Umfrage für die Zeitschrift Eltern bekennen sich vier Prozent der Mütter und Väter auch zu harten Körperstrafen wie den Hintern versohlen. Vor fünf Jahren waren es noch sechs Prozent. Strafen wie ein Schlag auf den Po gingen um sechs Prozent, Ohrfeigen um ein Prozent zurück. Eine Rolle bei der Anwendung von Gewalt spielt der Umfrage zufolge das Leben der Eltern: Wer früher selbst geschlagen wurde, haut eher zu.

Der Forsa-Studie zufolge werden Jungen häufiger geschlagen als Mädchen, was die Forscher als Nachwirkung traditioneller Rollenvorstellungen werten. In großen Familien verteilen Eltern deutlich mehr Ohrfeigen als bei Einzelkindern – was mit mehr Stress in einer kinderreichen Familie zu tun haben könnte.

Recht auf gewaltfreie Erziehung

"Eltern schlagen heute fast immer aus Stress und Hilflosigkeit, aber kaum noch, weil sie glauben, ihrem Kind damit etwas Gutes zu tun", sagte Gewaltforscher Kai Bussmann, Professor für Strafrecht an der Universität Halle. Seit dem Jahr 2000 sind im Bürgerlichen Gesetzbuch deutliche Regeln für den Schutz von Kindern festgeschrieben: "Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung". Nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes stimmen diesem Grundsatz inzwischen auch über 90 Prozent der Eltern zu.

Doch erst ein gutes Drittel schaffe es, sich auch konsequent daran zu halten. Die Mehrheit greife zu leichten körperlichen Strafen vom spürbaren Klaps bis zur Ohrfeige. Nur eine Minderheit von rund 14 Prozent erzieht nach einer Analyse der Kinderschützer noch mit einer schmerzhaften Tracht Prügel – oder gar mit Stockschlägen.

In Westeuropa liegt Deutschland mit diesen Quoten im Mittelfeld: In Deutschland wird weniger geschlagen als in Frankreich , das Körperstrafen bei Kindern noch nicht mit einem Gesetz ächtet, aber deutlich mehr als in Schweden , das bereits 1979 das Recht auf gewaltfreie Erziehung festschrieb. In ganz Skandinavien führte das mit der Zeit zu einem Gesellschaftswandel. Darauf hoffen auch die deutschen Kinderschützer.

Gewalterfahrung prägt

"Gesetze ändern das Bewusstsein", sagte Oliver Steinbach, Vize-Chefredakteur der Zeitschrift. Besonders positiv sei, dass es Eltern nach dem Schlagen ihrer Kinder nicht besser gehe, sondern eher schlechter. Viele entschuldigten sich inzwischen bei ihren Kindern. Über die Hälfte der Eltern glaubt ohnehin nicht, dass Schläge Wirkung zeigen. Das sagen auch Psychologen: Körperstrafen weckten Trotz und Widerstand. Und Kinder lernten, dass Gewalt als Mittel der Konfliktlösung zulässig sei. Mit dieser Erfahrung gingen sie dann auf den Spielplatz.

Für die Umfrage wurden vom 10. bis 24. November 1.003 Eltern in Deutschland mit mindestens einem eigenen Kind bis 14 Jahre interviewt. Die Studie führte die Forsa-Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen durch.

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Kommentare

846 Kommentare Seite 1 von 70 Kommentieren

Das kommt drauf an

Zu
"Aber wenn ich zu meiner Mutter im Alter von 11 Jahren sage "Wie dumm bist Du? Du hast ja wohl n Vogel!?" Dann habe ich zu Recht eine auf den Kopf bekommen.":

Das sehe ich anders. Besonders, wenn sich die Eltern selbst eine vergleichbare Sprache gegenüber ihrem Kind rausnehmen. Man kann wohl spekulieren, dass die Hauptquelle für eine solche Ausdrucksweise das Vorbild der Eltern ist.

Auf eine Beleidigung mit Gewalt zu reagieren, geht garnicht. Das vor allem sollten Kinder so früh wie möglich lernen.

Die einzige Ausnahme, die ich beim Gewaltverbot in der Erziehung machen würde, ist, wenn das Kind selbst gegen jemanden Gewalt anwendet (also offenbar absichtlich jemanden verletzt oder das versucht). Dann müssen sofort mit allen nötigen Mitteln Grenzen gesetzt werden.

Emotionale Strafen "hauen aber mehr rein"

Bin eigentlich ganz d'accord mit Leser 0819 solange es sich um Klaps oder Ohrfeige handelt.

Die emotionale Abstrafung durch "Enttäuschung der Eltern" (wir dachten, du bist erwachsener, usw oder xy, Ich bin enttäuscht von Dir) oder durch Isolation aus der Gruppe (geh auf Dein Zimmer, Du darfst heute nicht mehr raus) sind doch viel verletzender und zerstörerischer.

Ich bin froh, dass ich das nie erleben musste und ziehe die ca 2-4 Ohrfeigen meines Lebens - die ich sehr gerechtfertigterweise erhalten habe - eindeutig vor.

Nun die Grentzlinie

Gewalt gegen Kinder sollte man wohl nicht bei etwas rupigeren Anfassen ansetzen, aber SChläge sind nun mal schon eine andere sache, auch wenn sie nicht zu blauen fleken führen oder nur Schein-Schläge sind die nur angetäuscht aber nicht ausgeführt werden.

Aber die Studie zeigt ja das es eher vorkommt das Eltern nicht mehr weiter wissen, aber schon verstehen das sie was tun müssen. SO sollte man villeicht ein zentrales Forum erschaffen bei den Lösungsvorschläge zu konkreten Situationen gesammelt wernde, und bei den sich dann Eltern anregungen hohlen können wie sie weider "Herr" der Lage werden, und so das Schlagen unterlassen können.

Bei frechen Sprüchen hab ich nie irgenteine Sprche gekommen, kann aber verstehen das Eltern in der Stress Situation schnell Handeln zu müssen um eine Erzihungs Masnahme in Zusammenhang mit der Tat herzustellen, aber ebend nicht zu wissen wie es ohne einen kleine Klaps gehen soll.

Nein, es stimmt überhaupt nicht, was ...

... Sie da schreiben. Kinder muss man nicht schlagen, auch dann nicht, wenn sie frech werden.

Richtige Eltern können das auch anders.

Und die, die ihre Kinder schlagen, sind keine richtigen Eltern.

Noch schlimmer finde ich allerdings diese Leute, die da rumrennen und jedem, der es nicht wissen will erzählen, dass Schläge ja gar nicht schaden. Die sind besonders schäbig.

Mein Sohn wird in wenigen neun Jahre alt. Er ist noch nie geschlagen worden. Und wir streiten uns hin und wieder - na klar, das gehört zum Zusammenleben dazu.

Ach ja: Ich bin als Kind sehr oft und sehr heftig geschlagen worden. Und es war NICHT richtig.

Jein...

...ich habe auch einen kleinen Sohn, der gelegentlich sehr wild ist, Phasen hat, in denen er alle Regeln austestet usw. daher weiß ich wie schwer es ist, gewaltfrei zu erziehen. Es benötigt unendlich viel Geduld und Geschick.

Insbesondere wenn Kinder müde sind und "leer drehen" und rational nicht mehr ansprechbar sind. Schläge nützen dann auch nichts, aber ich gebe zu, dass ich z.B. schon mal am Ohr ziehe oä um beispielsweise das Abendprogramm irgendwie zu Ende zu bringen. Das sind zum Glück immer nur Phasen, die nur alle Wochen mal auftreten und der Kleine nimmt das mit Humor, ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Aber ganz ohne Einsatz der körperlichen Überlegenheit und somit eines Minimums an "Gewalt" (nicht Schläge) kommt man manchen Kindern nicht bei, zumindest ich habe noch ncht rausbekommen wie. Von daher habe ich Verständnis für Eltern, die emotional überfordert sind, insbesondere bei vielen Kindern.

Wenn ich schon "Man muss" lese, ...

"Das Man ist überall dabei, doch so, daß es sich auch schon immer davongeschlichen hat, wo das Dasein auf Entscheidung drängt. Weil das Man jedoch alles Urteilen und Entscheiden vorgibt, nimmt es dem jeweiligen Dasein die Verantwortlichkeit ab. Das Man kann es sich gleichsam leisten, daß »man« sich ständig auf es beruft. Es kann am leichtesten alles verantworten, weil keiner es ist, der für etwas einzustehen braucht. Das Man »war« es immer und doch kann gesagt werden, »keiner« ist es gewesen. In der Alltäglichkeit des Daseins wird das meiste durch das, von dem wir sagen müssen, keiner war es."
Martin Heidegger, Sein und Zeit, 1927, S. 127

toller Kommentar

So und was wollen Sie damit sagen? Das ich mich falsch ausdrücke? Dass ich besser schreiben sollte: Derjenige der sich genug Zeit hat sich mit seinen Kindern auseinander zu setzen, sich ihrer Bedürfnisse anzunehmen und auf sie einzugehen sollte es schaffen sie ohne Schläge zu erziehen. Derjenige, der nicht so viel Zeit investieren will, darf ihnen ruhig mal zeigen wo der Hammer hängt. So jetzt habe ich auf jedes pauschalisierendes "Man soll" verzichtet. Ist das jetzt eher in Ihrem Sinne?

Mein Gott was für ein sinnfreier Beitrag Ihrerseits...

Schlagen oder nicht schlagen

Natürlich ist Gewalt in der Erziehung absolut abzulehnen und schlagende Eltern sind zu verurteilen. Aber wie beurteilt man denn Strafe.

Eine Ohrfeige tut 5 Minuten weh und man lernt enorm daraus, aber nach 5 Minuten ist der Schmerz auch rum. Wenn ich eine Woche Hausarrest im Sommer habe und meine Freunde draussen spielen, dann sind das psychische Schläge, oder etwa nicht?

Dürfen wir dort einen Unterschied ziehen zwischen seelischen Schmerzen und körperlichen?

Natürlich darf es keinesfalls zu Verletzungen kommen und ich lehne so einen Schwachsinn wie Hausarrest genau so ab wie Schläge, aber wir sollten es nicht übertreiben mit der zarten Hand und Eltern die mal eine Ohrfeige geben sind keineswegs schlecht!

Im Gegenteil, ich bin 24 Jahre alt und habe ein liebevolles Verhältnis zu meiner Super Mutter. Sie ist immer für mich da und hat mich nie im Stich gelassen. Wir respektieren uns, erzählen uns und haben ein schlichtweg perfektes Verhältnis.

Mit 15 Jahren (voll in der Pubertät!) hab ich aber einmal massiv gelogen und meine Mutter maßlos enttäuscht und dafür hat se mir weinend ordentlich eine geknallt und nichts weiter gesagt.

Das hat mehr gebracht als jeder Hausarrest, Fernsehverbot oder Taschengeldkürzung.

Wer deswegen meine Mutter nicht als Mutter bezeichnet und das assozial findet, der ist nach meiner Meinung nicht nur in höchstem Maße unverschämt und anmaßend, sonder ebenfalls nicht in der Lage ein Kind zu erziehen und Grenzen festzulegen.

@Fachnir

Bin eigentlich ganz d'accord mit Leser 0819 solange es sich um Klaps oder Ohrfeige handelt.
Und dabei nehmen Sie billigend in Kauf, Ihrem Kind evtl. körperliche Langzeitschäden zuzufügen - besonders mit den sog. Ohrfeigen.

Die emotionale Abstrafung durch "Enttäuschung der Eltern" ... oder durch Isolation aus der Gruppe (geh auf Dein Zimmer ...) sind doch viel verletzender und zerstörerischer.
Entäuschung und damit umgehen müssen ist eines der ersten Dinge die ein Kind lernen sollte, dazu gehört auch, dass Eltern enttäuscht sein können. Wie oft ist ein Kind von den Eltern enttäuscht, da es "sein Eis etc." nicht bekommt, wenn es nicht lernt damit umzugehen ....
Isolation muss doch gar nicht sein. Bei der Aussage "Du bist dumm" hätte ich andere Mittel, um dem Kind zu beweisen wer denn nun dümmer ist.

Würden Sie

eine ähnliche Reaktion von einem Kumpel, Freundin auch akzeptieren?
Nein? Warum nicht?

Was ich nicht versteh ist: Sie haben eine Ohrfeige bekommen, ihre eigenen (positiven) Erfahrung gsammelt, lesen andre Kommentare von negativen Erfahrungen - woher kommt der Drang, dann keine Unterscheidung treffen zu können, dass offensichtlich ein Unterscheid zu der Ohrfeige bei Ihnen zu der Ohrfeige bei einem anderen bestehen muss?

Oder glauben Sie, der andere wäre irgendwie wehleidiger, oder sensibler - oder Sie eben stärker?

Ja, sie haben eine einemalige Erfahrung positiv umgedeutet und abgeschlossen und können damit leben. Schön.
Dann können Sie jetzt bemerken, dass es noch etwas anderes auf der Welt geben muss, das obgleich in der Form sehr ähnlich, dem Inhalt nach aber etwas völlig anderes sein muss, will man einfach nur den anderen negativen Erfahrungsbereichten glauben schenken und sie in ihrer Wahrhaftigkeit achten und akzeptieren, anstatt diese immer nur mit seiner eigenen Welt zu überdecken.

Sie könnten auch lernen, dass Sie selbst offensichtlich nicht derjenige sind, der entsprechende dem Inhalt nach negative Erfahrungen gemacht hat, und dass es somit nicht um eine falsche Bewertung der anderen geht, denen Sie das sagen müssten, und dass nich Sie es sind oder sein sollte, der darüber urteilt, wann etwas nicht 'überbewertet' werden sollte - nur weil Sie der Form nach mitreden zu können glauben, und die bitteren Erfahrungen der anderen nicht gelten lassen.

Differenzierung

@Teletappy

unfassbar differenzierend mit meinem Kommentar auseinander gesetzt! Weiter so!
...

@masera

Vielen Dank für Ihren Kommentar

Nein, ich glaube weder, dass ich stärker bin noch Menschen mit negativer Erfahrung wehleidig sind. Was ich mit meinem Kommentar ausdrücken wollte ist, dass man im Bereich der Erziehung und eben der Frage "Ohrfeige ja oder nein" nicht eine Schwarz oder Weiß Unterscheidung machen kann.

Ich wollte mit meiner Meinung keineswegs den lapidaren Satz "Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet" vertreten oder gut heißen. Sollte dies der Fall gewesen sein, so bedauere ich das und weise das entschieden von mir.

Ich wollte jedoch nur mitteilen, dass
1. Schlagen nicht gleich Gewalt bedeutet
2. die Gesellschaft nicht zwischen psychischer und physischer Gewalt unterscheiden darf
3. ein Erziehungsweg gewählt werden sollte, der gehen lassen und disziplinieren beinhaltet.

Meine eine Ohrfeige kann ich für mich als unfassbar positiv beurteilen und ich würde niemals behaupten, dass meine Mutter mich geschlagen hat. Im Gegenteil hat sie mich immer vor meine doch etwas konservativen Großelter,n die obigen Satz "Schadet doch nicht" natürlich aus eigener Erfahrung kennen, gestellt.

Ich wehre mich lediglich gegen diese Vereinfachung der Lage. Das bedeutet nicht, dass ich per se Gewalt (Was ist Gewalt?) begrüße!

Jede Form von Misshandlung (körperlich und seelisch) ist abzulehnen, aber hat mich meine Mutter mit der Ohrfeige misshandelt? Nein hat sie nicht!

Moralisch falsch!

Wenn ein Kind mit Worten einen Erwachsenen beleidigt, dann hat sich ein anständiger Erwachsener auch mit Worten zu wehren.
Was Ihre Mutter getan hat war falsch, auch wenn Sie zu ihr frech gewesen sind. Hier wäre längeres Überlegen ein Zeichen von Stärke gewesen und nicht von Hilflosigkeit.

Wenn man fremde Kinder schlägt, dann kommt gleich die Polizei, aber bei eigenen Kindern wird nichts unternommen. Das zeugt auch von einem moralisch schwachen Staat. Genau so verkommen ist es, Hausarrest zu erteilen. Eine Schande für alle Eltern die das tun, und damit selber beweisen, dass sie menschliche Versager sind. Wenn ein Kind sich "daneben" benimmt, dann muss man den Finger auf sich selber richten.

Warum nicht einfach Anstand bewahren

Ein Schlag ist immer ein Gewaltakt. Symbolisch, wie auch körperlich.
Welche Motivation, ob negative Gewalt oder ein positiver Fehlgriff dahintersteckt ist für die Betroffenen immer ganz klar. Da kann es vorkommen dass ein Schlag zur berechtigten Massregelung eingesetzt wird, was aber nur die Massregelung rechtfertigt, nicht die Methode.

Allerdings erleben wir gerade beim negativen Gewaltakt einen Machtanspruch auf Deutungshoheit und Umdeutung, die die authentischen Gefühle und Bewertungen des geschlagenen an sich reißen.
Deswegen kann nur und ausschließlich der Betroffene sagen, wie er es eintaxiert, und nicht der Schlagende - und auf gar keinen Fall kann man darüber ganz generell eine Aussage treffen.

Wenn der ach so gut gemeinte RatSchlag daneben ging, müsste sofort ei e Entschuldigung kommen, und die Einsicht dass es falsch war.

Aber keineswegs kann man vorher Entschuldigung aussprechen. Sie können das für sich und ihrem Erlebnis tun, aber niemand anderer.

Das ist wie mit der Liebe. Wen man liebt, kann niemand generell sagen, und auch nicht einen generellen Verkuppelungsversuch rechtfertigen.
Denn es ist ja nicht ihre Otarget="_blank" hrefeige gewesen, sondern Sie und ihre Einsicht, die aus der Methode einen guten Ausgang gewhält haben, weil Sie auf die rechte Motivation und Sinnhaftigkeit vertrauen konnten.

Heißt, ein Verkuppelungsversuch kann zu Liebe führen, aber kann nicht behaupten, er hätte die Liebe erzeugt.

Der Schlag wäre wegen des Vertrauen/Einsicht nicht notwendig gewese

Was für eine Verdrehung von Tatsachen!

Sie ziehen Ihr Kind am Ohr und ducken sich anschließend schnell hinter das Schutzschild "emotional überfordert". Und wie gut das Sie uns Leser mit der Tatsache "beruhigen", dass Ihr Kind das mit Humor nimmt, da kommen wir gar nicht auf den Gedanken, dass uns das Kind leid tun könnte. Nein, das Mitleid wollen Sie für sich selbst, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, wie Sie schreiben. Zurecht.

Und wo ist dann die Grenze?

Wofür ein Kind einen Schlag verdient hat, und wofür nicht?
Mein Vater hat mich damals dafür geohrfeigt, dass ich meine Socken vor dem Haus vergessen hab.
Meine Schwester hat er dafür geschlagen, weil sie mein Windrat aus Neid zerbrochen hat.
Ist DAS gerechtfertigt? Haben die Eltern tatsächlich das Recht, darüber zu bestimmen?
Nein, meiner Meinung nach nicht. ICH werde die Vorfälle zumindest nie vergessen, als Kind prägt sich sowas noch viel stärker ein. Mein Vater hat übrigens damit aufgehört, als ich in ein Alter kam, indem ich begriff dass sowas strafbar ist und es Mittel und Wege gibt, dagegen vorzugehen. Davor ist man als Kind aber absolut hilflos.

wofür ein Kind einen Schlag verdient hat@367

Aber sind Ihre Kindheitserinnerungen-die schon sehr lange zurückliegen dürften-nicht doch etwas sehr wehleidig?War all das in Wahrheit nicht nur halb so schlimm?Übertreiben sich da Ihre Erinnerungen nicht?Mir wenigstens ,erlauben Sie,kommt das reichlich eben so vor.Aber deswegen bin ich freilich kein Befürworter der Klapse nicht mal auf den Po.Denke ich an meine Kindheit zurück,so gab es schon kochlöffelzerbrechende Prügel von meiner Mama:Das schlimmste Verdikt gegen mich aber war,dass ich nicht mehr mit Mädchen(ich war Bube)spielen solle,-was ich aber dennoch tat.Denn Mädchen bereiteten mir irgend ein irgendwie größeres Vergnügen.

Hörte sich schlimm an

Ich will noch Mal korrigieren:Ich bekam nur e i n M a l den Kochlöffel zu spüren-und das tat nicht weh.Nicht dass jemand denke,ich sei ständig mit dem Kochlöffel traktiert worden.Nein,nein.Ich war ein geliebtes Kind.Der Mädchen göttlich-erglänzendes Erscheinen verbleibt in Unvergeßlichkeiten.Sie er-,wie ge-sehen zu haben,rücket in wundervollsten Seins Ausstrahlen und Glanz:
Herrlich DER Tanz,der ihnen gilt.Wenn er völlig frei.
Ja,und nach der Kindergartenzeit ,welche ich mit Mädchen verspielte,kam die Grundschulzeit,wo die Mädchen zumeist verschwanden.Aber immerzu blieben sie gegenwärtig:Dieses Gegenwärtigseins Erscheinen berücket mich auch heute noch in die höchsten Beglückseligungen.

@ Luis Tränker: Bewusst missverstehen ...

es geht eindeutig nicht um Ohrfeigen, die "körperliche Langzeitschäden" verursachen. Wollen Sie das bewusst missverstehen?

Ihr Ansicht zur "Enttäuschung" und dass Kinder erfahren müssen, dass sie ihre Eltern enttäuschen, teile ich nicht. Ich glaube, die rückhaltlose Erfahrung, dass es zwar mal kurz "krachen" kann als Ausnahme - aber die emotionale Bindung zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt wird, finde ich - aber das scheint individuell zu sein - wichtiger.

"Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung"

Man muss seine Kinder so erziehen, dass die gar nicht auf die Idee kommen so respektlos mit den Eltern zu reden, dass die ausflippen und ihnen ein scheuern. Wenn es mal soweit ist, ist doch alles schon zu spät.

Das ist leicht gesagt, aber fern an der Praxis vorbei. Ich bin überzeugter Pazifist und meine Frau ist aufgeklärte Pädagogin. Wir halten beide nichts von Gewaltanwendung und trotzdem sind unsere Kinder mal ausgeflippt, haben gekratzt oder gebissen. Natürlich haben wir sehr eindringlich erklärt, dass das so nicht geht, aber hin und wieder kam es eben doch noch vor. Es sind nämlich nicht nur allein die Eltern verantwortlich, sondern auch der Umgang mit anderen Kindern. Darüberhinaus neigen Kinder von sich aus zu gewaltätigen Maßnahmen, wenn ihnen etwas nicht passt oder wenn es für sie zunächst zweckmäßig erscheint. Kinder spielen anfangs nur, merken dann aber vielleicht, dass es hilfreich ist, oder eben nicht. Wenn es also mal soweit ist, dann ist es nicht zu spät, sondern dann ist es ganz normal. Wie man darauf reagiert, ist entscheidend. Zu spät ist es erst, wenn das Kind Gewalt als adäquates Mittel zur Willensverteidigung gefunden und verinnerlicht hat.

Unsere Gesellschaft bietet (Gott sei Dank) auch Pazifisten

eine Nische!

Dennoch sehe ich einen legitimen/begründbaren Standpunkt darin, "Gewalt als adäquates Mittel zur Willensverteidigung" anzusehen.

Es kommt mir alles viel zu schnell aus den Tasten, dass "Kinder ein Recht bauf gewaltfreie Erziehung haben" etc. etc.

Ich für meinen Fall mach da nicht mit.

Warum?

Weil es nicht funktioniert.

Und deshalb bin ich auch kein Pazifist. :-)

Herzlichst Crest

Pazifismus und Gewaltfreiheit

Reinen Pazifismus gibt es in meinen Augen nicht. Wenn ich mich als überzeugten Pazifisten bezeichne, dann bedeutet das nicht, dass ich völlig auf Gewalt verzichte. Streng genommen ist es schon Gewalt, wenn ich meinem Kind eine Hose anziehen möchte, es die Beine wegreißt, ich die Beine nehme und in die Hose zwinge. Ich wende Gewalt an, um meinen Willen erfüllt zu bekommen. Ist es deswegen illegitim, mich als Pazifisten zu bezeichnen? Es gibt kein Kind bei dem keine Gewalt nötig ist. Die Kunst besteht darin, für jede Situation die passende Gewalt anzuwenden. Es gibt von Natur aus schwierigere Kinder, die mehr Gewaltanwendung verlangen, weil sie sonst entgleiten. Es gibt auch schwierige Eltern, die grundsätzlich gewalttätigere Methoden anwenden, als erforderlich ist.

Ich bezeichne mich als Pazifisten, weil ich jegliche Form von Hilfsmitteln zur Gewaltausübung ablehne und denke, dass die in keiner Weise zur Kindererziehung erforderlich sind. Weiterhin darf Gewalt keine kurzfristig oder längerfristig bleibenden Schäden verursachen, wie zum Beispiel Wunden und Narben sowie seelische Störungen.

Außerdem bin ich Pazifist, weil ich die Einstellung vertrete, dass das oberste Ziel sein sollte, dass mit Gewalt äußerst sparsam umgegangen und nicht als alltägliches Mittel gebraucht werden sollte, um Kinder nach sehr engen Vorstellungen zu formen - wie es leider viel zu viele Eltern praktizieren.

Mit dieser Einstellung bin ich ganz und gar keine Minderheit in dieser Gesellschaft.

Nicht lange zurück

Tatsächlich leigt es noch gar nicht so lange zurück, ich bin 19 und wohne noch bei meinen Eltern.
Für mich als Kind war das definitiv schlimm, ich habe zumindest noch ein detailiertes Tagebuch aus dieser Zeit.
Jedes Kind empfindet es eben anders, vor allem ist das persönliche Empfinden von der Beziehung des Kindes zu den Eltern abhängig. Deshalb sind die Folgen ja auch so schwer zu bewerten sind.

Da sie aber, wie sie geschrieben haben, auch kein Befürworter sind, widerspreche ich ihnen sonst nicht und wollte das nur richtig stellen.

Ich hab das schon richtig verstanden, ...

... Sie befürworten Schläge auf den Kopf bzw. auf die Ohren.

es geht eindeutig nicht um Ohrfeigen, die "körperliche Langzeitschäden" verursachen. Wollen Sie das bewusst missverstehen?

Aber Sie wollen anscheinend bewusst verkennen, dass jede Ohrfeige Schäden, auch Langzeitschäden verursachen kann. Was Sie als Erwachsener als kleinen Klaps empfinden kann, und ist meistens auch, für ein kleines Kind schon zu viel. Besonders wenn diese Schläge aus einem Affekt heraus gegeben werden, hat keiner mehr die Stärke dazu unter Kontrolle.

einseitige und ideologische Diskussion

Meiner Meinung wird das Thema sehr ideologisch und einseitig diskutiert. Es wird außer Acht gelassen, dass sich Kinder charakterlich sehr stark voneinander unterscheiden- dementsprechend müssen auch die pädagogischen Maßnahmen angepasst werden.
Manche Kinder sind zwar unglaublich süß und liebenswert, aber auch außergewöhnlich stur und dickköpfig. Die brauchen dann manchmal leider auch extrem eindeutige Signale um zu kapieren, wann Schluss ist und sie sich eben mal nicht durchsetzen können. Eine Pädagogik, die nicht nur Ohrfeigen, sondern auch ‚laut werden‘ verurteilt, wird hier auf Granit beißen und dem Kind letztlich keinen Gefallen tun.
Wihtig ist, dass diese 'eindeutigen Signale' nur selten gesetzt werden und dass das Kind jederzeit spürt, dass man es liebt.

Klar Herr Paul

... das Kind wird die volle Liebe mit jeder Ohrfeige spüren.
Eltern können auch ohne Gewalt einzusetzen, sehr wohl in vernünftiger Form Grenzen setzen.
Nur sind wenige Erwachsene bereit, dies auch umzusetzen, sei es, weil ihnen entweder die Intelligenz fehlt, sie ihrem Kind nicht anderes gewachsen sind, oder sie einfach keine Zeit haben. Schlag' das Kind und es ist erst einmal ruhig (nachdem es aufgehört hat, vor Schmerzen zu schreien).
Ohrfeigen sind unglaublich gefährlich, nicht zuletzt dadurch, dass das Trommelfell leicht perforieren kann.
Es ist interessant zu sehen, dass da die Eltern aber nie zugeben, dass sie ihrem Kind eine verpasst haben (jedenfalls habe ich das nie erlebt). Da schämen sie sich auf einmal, während sie sonst damit herumprahlen (mein Kind ist wenigstens gut erzogen!) und Ohrfeigen und schlimmeres beführworten.

@Leser0819 & Co.: Respekt bedeutet nicht Angst und Schrecken!

Auch Eltern müssen sich den Respekt verdienen und Gewalt sollte immer nur zur Selbstverteidigung dienen, aber wie kann Gewalt gegen die eigenen Kinder zum eigenen Schutze dienen? Erziehung sollte fürsorglich sein und nicht TYRANNISCH und jegliche Gewalt ist ein Zeichen von Hilfslosigkeit oder Unterdrückung, egal wie man es versucht zu rechtfertigen und Kinder mit dem selben Maß wie Erwachsene zu bemessen ist völlig haltlos, denn diese wachsen noch und sind nich immer rational, man sollte lieber aufklärend und mitfühlend sein! Wenn jedoch ein Kind zu extrem wird und nichts mehr hilft (Und jeder weiß, dies kann auch durch Einfluss von außerhalb kommen.), dann sollte man eventuell darüber nachdenken, sich und den Kindern Hilfe zu beschaffen, bevor die Familie daran auf die eine oder andere Weise zerbricht. Doch leider lassen sich nur die wenigstens "reinreden" und Regeln es auf ihre Weise, selbst wenn dann das Geschreie los ist und eventuell sogar "die Fäuste/Fetzen fliegen". Stattdessen werden die Eltern über Generationen agressiv und Kinder zu Opfern der eigenen Erziehungsberechtigten. Später wird dies dann oftmals runtergespielt, denn es sei ja nur ganz selten gewesen und das Kind war ja auch selber schuld und irgendwann glauben die Kinder es auch selber wenn sie vorher nicht daran auf die eine oder andere Weise zerbrechen, aber was passiert dann? Richtig! Sie geben es selber auch weiter an ihre eigenen... Alles weitere wurde schon von meinen Vorrednern kritisiert.

Kirche im Dorf lassen

Verprügeln, wie Sie suggerieren, wird in diesem Artikel nicht behandelt. Eine Ohrfeige oder ein Klaps auf den Hintern hat nun wirklich nichts mit verprügeln zu tun. Sonst wäre ich auch in meiner Kindheit verprügelt worden und die habe ich eigentlich in sehr guter Erinnerung. Das eine vollkommen gewaltfreie Kindererziehung wünschenswert ist, steht auf einem anderen Blatt, aber für mich lassen sich die diesbezüglichen Fragen nicht so leicht klären. Alle schreien furchtbar, aber mich würde interessieren, da Fehler nun mal menschlich sind, wie die entsprechenden Zahlen im "gewaltfreien" Schweden sind.

Keine Grauzone...

Das sehen Psychologen / Psychiater aber anders! Auch wenn Sie ein Musterbeispiel für "gelungene" Erziehung mit Klaps sein mögen, aus dem "was geworden" ist. Auch ein Klaps und eine Ohrfeige (ein Schlag ins Gesicht! das muss man sich mal vor Augen führen!) ist eine Gewalterfahrung und Ihre "Akzeptanz" zweifelhaft, allein schon weil ein Kind ja nicht per se so ist wie Sie, im Gegenteil, für ein feinfühliges Kind kann ein Klaps schon viel zu viel sein, ich spreche aus Erfahrung.

Ich dulde in der Argumentation auch keine Grauzone, man kann sich den "Klaps" schwach reden, er ist aber eine körperliche Züchtigung. Natürlich keine Misshandlung mit sonstwas, aber schon ein Klaps reisst Wunden.

Sie haben nicht ganz genau gelesen worum es ging

Erst einmal Herr Student, ging es um den Begriff verprügeln. Ich denke, dass Sie ebenfalls meiner Ansicht sind, dass ein Klaps auf den Hintern nicht verprügeln ist. Gewalterfahrung ja, sehe ich genau so. Eine Ohrfeige, in dem Sinne habe ich nie bekommen. Einen Klaps auf den Hintern und Hinterkopf gab es schon mal. Nach dem Motto: Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen.
Anm.: Das ist ein Sprichwort und ich möchte damit nicht Gewalt verharmlosen.

Hysterie?

Ok, nix gegen Sie persönlich!

Aber nur weil bei Ihnen alles "klar" gegangen ist, können Sie doch bitte nicht ernsthaft Gewalt in irgendeiner Form (Klaps, Ohrfeige etc.) legitimieren?

Es gibt leider genug Menschen, denen hat die Gewalt (auch in einfacher Form) sehr viel geschadet. Der Kampf gegen Elterngewalt ist kein "schlechtreden"! Denken Sie mal an die armen Kinder und nicht an Ihre geglückte Erziehung.
Ich habe manchmal das Gefühl wenn jemand seinen Hund schlägt erntet er mehr Protest...

ach du grosser gott!

ich hoffe ihr kommentar war satirisch gemeint!
was ist den dann hausarrest, und abwasch machen, einkaufen gehen müssen?
der ganze artikel ist etwas grotesk... verwunderlicherweise in der "ZEIT"...
jede art gewalt gegen kinder ist ein verbrechen, keine frage, jeder der seine kinder grün und blau schlägt, oder mit missachtung straft, sich nicht für sie interessiert, sich nicht kümmert ist ein täter...

Erzählen Sie doch nichts

Genau das Gegenteil ist meist der Fall:

Da wird nicht von Verprügeln geredet, sondern verharmlost, von 'einer' Ohrfeige, so'n paar mal, als käme das zwei mal im Jahr vor, und Gründe, ja die klingen immer schön gerechtfertigt.
In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter oft ein Terror, bei dem der Schlag nur das offensichtlichste ist.
Wir schlagen keine Katzen, keine Hunde, keine Kühe, aber die Kinder schon - was glauben denn Sie, wozu solche 'Charackterdefizite' noch fähig sind.

Vor der 'Ohrfeige' werden laufen oft ganzen andere subtile Machtmissbräuche, weil es keine Grenze und keinen Anstand - kein Selbstbeherrschung - gibt. Wer seine Hand nicht unter Kontrolle hat, der hat oft auch seine Ansprüche nicht unter Kontrolle. Es geht um Macht.
Der reine Schlag - ist da oft das kleinste Übel. Der emotionale Missbrauch, der voraus geht, das Brechen des Menschen und seiner ureigensten Impulse.

Und solche Leute können sich und über ihre Motive herrlich selbst belügen:

Sie wissen ganz genau, dass die Gesellschaft ihre Taten als eindeutig schlecht bewertet, und nicht die harmlosen Fälle meint - trotzdem wird hintenrum doch stests gleichzeitig der Versuch der Relativierung unternommen, des (diesbezüglich) In-Frage-stellens, oder des 'Die-Kirche-im-Dorfe-belassens'.

Damit outen Sie sich. Und es kommt einem so bekannt vor!

Jeder Mensch kann Harmloses sehr genau und richtig einschätzen: Nur Täter nicht, bei denen diese Umdeutung zur Machterhaltung und Eigenbewertungsbrechung dient.

Ein Machtspielchen

in einem Thema, wo es um Machtmissbrauch geht.

Eltern meinen sie können ihre Kinder schlagen, und bräuchten kein Rechenschaft für ihre Handlung abgeben, weil 1. es in ihren vier Wändern geschieht, somit 2. die eigene 'Netiquette' zu gelten hat, und 3. sie auch die Macht haben, dies zu tun. 4. So tun sie es auch.

Was man davon zu halten hat, wird hier eindeutig kommuniziert.

Nicht zu vergessen

Jeder Mensch hat ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Seine Würde ist unantasbar und bedarf keiner Abwägung. Sie sollte immer zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Die Würde, den Körper, die Psyche des anderen, des Kindes, des eigenen Kindes zu achten, und als Eltern auch zu schützen - darum geht es. Darauf hat ein Kind einen Rechtsanspruch. Der Staat, als der Gewaltmonopolist, hat dafür Sorge zu tragen.

Nicht so aber beim Abbruch. Hier zählt ein willkürlicher nicht nachzuprüfender Grund, um all dies zu brechen.
Und obwohl es ganz klar als Mord eingestuft wurde, haben Frauen für sich durchgesetzt: 1. Straflosigkeit trotz Mord, 2. keine notwendige Angabe von Gründen/Nachweis einer Notlage, und 3. keine Nachprüfbarkeit dieser Gründe(=Gerichtsbarkeit)

Wären die Schlägereltern genauso so dreist, würden sie in einer Medeinaktion mit Schildern sich ablichten lassen und "Mein Familie- Ich habe geschlagen" inszenieren, und wir hätten den Fall, dass Eltern straflos Kinder schlagen könnten. Beratungsgespräch, fertig.

Wenn über Kinderschutz geredet wird, und über die Achtung der Würde, der psychischen und physischen Unversehrtheit, dann sollte man immer wieder dieses Skandalthema, die feministische Urschuld, erwähnen, und nicht unter den Tisch fallen lassen.
Immerhin geht es auch um die Täter, die selbstherrlich über andere Körper/Leben verfügen möchten, sei es durch strafbare Schläge oder straflose Morde.

Vielen Dank für Ihren Beitrag!

Ich kann Sie nur, wie dem anderen Kommentator, der auf meine Erläuterung nicht eingegangen ist, bitten den Kommentar den Bezug und die Erläuterung zu lesen. Was charakterliches betrifft, so fällt doch dies immer auf die zurück, die sich die Lanze der Toleranz anlegen, um alles in ihrer Umgebung stehende niederzuwalzen. Inhaltlich hätte ich mich gerne zu ihrem Beitrag geäußert, vielleicht helfen Sie mir beim nächsten Mal, dann schaffe ich das auch.

das ist mal wieder ganz typisch ...

... im artikel steht etwas von "klapps auf den hintern" und das wird natürlich gleich mal in brutales verprügeln umdefiniert, differenzierung natürlich völlig unnötig. typischer schlagzeilenfetischismus.

... verprügeln geht gar nicht, gar kein thema

... beim klapps auf den hintern seh ich das anders: nein kinder sind nicht immer nur süss lieb und nett, sie testen gerne ihre grenzen aus und das manchmal mit regelrechter hingabe. da ist auch mal ein gehöriger schuss bösartigkeit dabei. das ist ganz natürlich und gehört einfach bei kindern dazu. das ist leben ausprobieren und daraus lernen. manchmal kommen sie in solchen situationen mit reden, gut zureden, klaren worten keinen deut weiter. das heisst dann für das kind: wunderbar, mit meinem verhalten komme ich durch.

... manchmal (aber nur in extremsituationen) kann da ein klapps auf den hintern wunder wirken, ohne dass das kind sich in irgendeiner form mißhandelt fühlt, im gegenteil, es weiss meistens, ok ich habs etwas überzogen ....

... wer behauptet, kinder würden nie so an die grenzen gehen, der hat entweder keine, oder hat sich gehorsam dressierte affen als kinder geschaffen. so etwas ist für mich missbrauch.

... vom verprügeln und verschlagen redet hier keiner. aber bestimmt schiebt jetzt der eine oder andere heinz dieses post genau in die ecke. geht mir allerdings ehrlich gesagt am allerwertesten vorbei.

Wer fragt bekommt Antworten

...und fertig ist die Umfrage! Ab in die Zeitung damit.

Was ist das Ziel der Umfrage?

- Sollen Eltern kriminalisiert werden?
- Sollen junge Erwachsene abgehalten werden, Kinder zu bekommen, weil sie fürchten auch alles falsch zu machen?
- Gab es schon mal eine Zeit, in der Kinder weniger geschlagen wurden, als unsere?
- Gab es schon mal eine Zeit, in der weniger Kinder geboren wurden, als unsere?

Vor kurzem las ich über das 40 jährige Bestehen des Kinderschutzbundes (Ich weiss allerdings nicht mehr, ob das nur unser lokaler Kinderschutzbund war oder der für ganz Deutschland.)

Wie auch immer: Mir fiel auf, dass die Gründung dieses Vereins mit dem Pillenknick zusammenfiel. Kinder sind schützenswert, seit es sie nicht mehr in genügender Zahl gibt? Klingt doch logisch, oder? Eine bedrohte Art sozusagen.

Ich bin natürlich auch dagegen, dass Eltern ihre Kinder schlagen. Dennoch halte ich diese Umfrage für "nicht hilfreich".

Naja!

Ob mit dieser Studie nun Eltern kriminalisiert werden sollen, halte ich für zweifelhaft, immerhin kommt die Studie zu dem Schluss, dass die fraglichen Eltern aus Stress oder Hilflosigkeit schlagen und es im Grunde auch nicht richtig finden.
Ich denke die Studie wäre eine gute Gelegenheit zu fragen, woher der Stress und die Hilfslosigkeit kommt.
Habe zwar selber keine Kinder, aber ich habe oft den Eindruck, dass Eltern ihre Kinder für kleine Erwachsene halten und dann enttäuscht sind, wenn sich herausstellt, dass sie halt Kinder sind.
Beispiel: Quengelware im Supermarkt. Heutzutage riesige Kämpfe und Geschrei an der Kasse ohne jegliche Erklärung, warum es die Süßigkeiten nicht gibt.
Meine Eltern haben mir damals erklärt, dass die Sachen an der Kasse nur für "Doofe" sind, die zu blöd sind einen Einkaufszettel zu schreiben und es verschlafen die "Großpackung" mit der zehnfachen Menge zum halben Preis zu kaufen.
Und schon war Ruhe!
Im Übrigen waren die Süßigkeiten in meiner Familie rationiert (einen Schokoriegel am Tag), nicht dass jemand denkt, dass ich jeden Tag eine Großpackung gefuttert habe :-)
Wer aber meint mit:
"Lass das!"
"Nein"
"Aus"
ohne weitere Erklärung irgendetwas zu erreichen, der soll sich überlegen, ob Kinder für ihn wirklich eine so gute Idee sind oder waren....

Lieber Teilnehmer

"der soll sich überlegen, ob Kinder für ihn wirklich eine so gute Idee sind oder waren...."

einer 'ergebnisoffenen Diskussion'...;
bitte unterlassen Sie es in Zukunft, Ihre Mitmenschen
mit Ihrer Alleinseligmachenden EzriehungsIdeologie
zu schulmeistern, das, was Sie hier als 'alternativ-
lose' Vorgehensweise für Erziehungssituationen
beisteuern, erfüllt den Tatbestand von geradezu
faschistoider GesinngunsVerantwortung..., wer seinen
Mitmenschen keine Option für die jeweilige Lebens-
situation eröffnet, der ist nicht demokratiefähig.

Kindergarten

Natürlich, und je weniger das sind, umso mehr werden sie gehegt und gepflegt.
Kindererziehung (im Sinne einer freien Entfaltung, nicht Indoktrinierung) als große Wissenschaft ausgeübt von den Eltern, nicht von Pädagogen, gibt es doch erst seit einiger Zeit.

Ob das nun gut oder schlecht ist, mag ich nicht zu beurteilen.

Finde es nicht wirklich schlecht, wenn auf dem Planeten weniger, aber dafür besser erzogene Menschen leben. (ok, das klingt jetzt sehr optimistisch, eigentlich schon utopisch)