Studie Bild der "guten Mutter" ist Mitgrund für niedrige Geburtenrate
Die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedingt die geringen Geburtenzahlen in Deutschland. Laut einer Studie setzen die Deutschen zudem andere Prioritäten.
Kinderkriegen wird in Deutschland laut einer neuen Studie immer unattraktiver. Als Gründe für die sinkende Geburtenrate nenne die Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung vor allem die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Hinzu komme die fehlende gesellschaftliche Anerkennung für berufstätige Mütter.
Das kulturelle Leitbild von einer "guten Mutter", die zu Hause bei den Kindern zu bleiben habe, sei vor allem in den alten Bundesländern noch so stark verbreitet, dass berufstätige Frauen sich im Zweifel eher gegen als für ein Kind entschieden.
Erstmals hat das Institut, das dem Bundesinnenministerium unterstellt ist, demnach die Gefühlslage der Deutschen bei der Frage des dauerhaften Geburtenrückgangs berücksichtigt und dies mit bekannten Daten zur Familienforschung kombiniert. In Europa gebe es nur zehn Länder, in denen die Geburtenziffern niedriger seien als in Deutschland. Hier betrage die Zahl 1,39. Lettland liege mit einer Quote von 1,17 ganz hinten, Island führe mit 2,20 Kindern die Statistik an.
Im weltweiten Vergleich habe Deutschland den höchsten Anteil dauerhaft kinderloser Frauen. Der Studie zufolge haben Beruf und Hobby für die Deutschen einen höheren Stellenwert als Kinder. Der Trend könne jedoch durch eine strategische Familienpolitik positiv beeinflusst werden.
- Datum 17.12.2012 - 08:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
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Was das Geld betrifft, also die finanzielle Unterstützung von Eltern, scheint dies, wie ich schon immer gedacht habe, nicht der ausschlaggebende Grund zu sein, warum sich Menschen für oder gegen Kinder entscheiden. Denn davon gibt es genug, also von der finanziellen Unterstützung.
Doch wer etwas rechnen kann weiß, dass ihm jetzt ein paar hundert Euro mehr oder weniger, langfristig nicht helfen. Denn wenn Frau (oder auch Mann), davon ausgehen muss, dass Kinderkriegen ihr oder ihm langfristig die Karriere verhagelt, Frau oder Mann also den Rest des Berufslebens eher in Aushilfsjobs (Mini-, befristet, Teilzeit) fristen müssen, der entscheidet sich dann im Zweifel gegen Kinder, auch wenn ihnen der Staat jetzt noch so viel Euro hinterherschmeißt.
Was wir also in Wahrheit brauchen (man kann es gar nicht oft genug wiederholen), ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und Unternehmen, die von Fachkräftemangel faseln, sollten ihren Angestellten diese Möglichkeit gewähren, statt Menschen, die sich für Kinder entscheiden, unterschwellig mit Karriereende zu drohen. Denn die Kinder von heute sind die Kunden von morgen.
Es kann nicht immer nur in eine Richtung gehen. Ständig nur zu fordern, wir bräuchten Fachkräfte, die eigenen Leute aber karrieremäßig im Falle des Kinderkriegens aufs Abstellgleis zu stellen, funktioniert eben nicht. Da kann die CSU noch so viel Betreuungsgeld ausschütten, es hilft nichts.
Natürlich haben Sie mit einem Recht, dass beruflich gesehen ein Kind Einschränkungen bedeuten kann, abgesehen davon weiß ich nicht, ob die Statistik auch mal Väter dazu befragen will, aber sie verneinen hier, dass Geld keine Rolle spielt.
Leider ist es eine Kombination aus Beruf und Geld, denn wenn ich im Beruf nicht mehr aufsteigen kann oder gar Teilzeit nehme, dann ist es für mich auch ein finanzielles Problem.
Eins nämlich vergessen sehr viele bei dieser Diskussion: Arbeit gibt es in Städten, Familien, bzw. Kinder brauchen Platz, eine 3 oder gar 4 Zimmer Wohnung kann sich ein "Normalverdiener" nicht wirklich leisten, dazu noch berufliche Einschränkungen? Da hilft kein Kinderhort (und vor allem, wenn Vater und Mutter sich entscheiden ihr Kind zu erziehen, ist daran nichts auszusetzen, Familien sind ja (theoretisch) keine Gebärmaschinen).
Kinder bedeuten durch mehr Wohnraum, mehr Kosten. Das wiegt kein Kindergeld auf. Natürlicherweise ist es dann einfacher Hartz 4 zu beantragen bzw. Wohngeld o.ä.. Dies ist aber ein Fehlweg und unfair gegenüber Arbeitenden. Von Arbeit sollte man eine Familie ernähren können.
Leider ist dies nicht so. Ein Kind bedeutet für viele den Sozialen Abstieg - und solange das nicht wirklich geklärt ist, muss auch die Wirtschaft sich überlegen, ob sie wirklich durch die niedrigen Löhne mit dafür verantwortlich sein will, dass Fachkräfte in Zukunft tatsächlich fehlen.
So sehe ich das und erfahre es selbst - auch bei meinen Eltern damals.
Jedes Krankenhaus, jedes Altersheim und auch jede Familie hat nach unternehmerischen Kriterien zu funktionieren.
Da werden Kosten / Nutzen gegeneinander aufgerechnet.
Welchen Profit werfen Kinder ab?
Da steht immer unterm Strich: Kinder lohnen sich nicht, da legt man drauf.
Man bindet sich über einen unüberschaubaren Zeitraum, man schränkt sich finanziell und in seiner persönlichen Freiheit ein.
Und ein guter Kapitalist muss frei sein.
Frei, auch mal 50, oder 60 Stunden die Woche zu arbeiten.
Frei, von heute auf morgen, wegen einem Job in eine andere Stadt zu ziehen.
Das ist das neoliberale Gift, dass unsere Gesellschaft zersetzt.
JaJa,Kinder verhageln die Karriere...Auch Kinderlosen verhagelt es nicht selten die Karriere;offensichtlich gibt es noch andere,bisher unbenannte Gründe hierfür!
Aber laut schreien und einfordern kann man ja mal?Gleichheit und Gerechtigkeit lassen sich offenbar so nicht einrichten-finden sie aber vielleicht doch Ausdruck,gerade in den so unterschiedlichen Lebenswegen? Dazu kann man ja mal als Hypothese die Reinkarnation miteinbeziehen...
aber ich mache mir wesentlich mehr Gedanken darüber, ein Kind in eine Welt ohne jede Zukunft zu setzen. Wenn keine vernünftige Zukunftsplanung wegen andauernder Einmischung von Staat und Politik möglich ist (natürlich nur zum Wohl des Kindes), kann man nur kinderlos bleiben. Im Übrigen habe ich selbst vier Kinder, die allerdings noch in ruhigerem Fahrwasser ihr Leben gestalten konnten - alle sind über Fünfzig.
http://www.welt.de/debatt...
Entscheidend ist, was man unter Vereinbarkeit versteht. Das kann und darf nicht die Vollzeit-Doppelverdiener-Partnerschaft wärend der gesamten Erwerbstätigkeitsdauer sein, auch wenn die Wirtschaftslobby massiv in diese Richtung drängt.
Kinder brauchen, insbesondere wenn sie klein sind, die Gegenwart ihrer Eltern wie die Luft zum Atmen. Mütter und Väter brauchen daher finanziell und beruflich abgesicherte Familienzeiten, die über das eine Jahr hinausgehen, das Wirtschaft und Politik ihnen jetzt gnädig belassen wollen.
Es ist unfassbar, dass Eltern nicht auf die Barrikaden gehen, sondern sich lammfromm vor diesen Karren spannen lassen.
Natürlich haben Sie mit einem Recht, dass beruflich gesehen ein Kind Einschränkungen bedeuten kann, abgesehen davon weiß ich nicht, ob die Statistik auch mal Väter dazu befragen will, aber sie verneinen hier, dass Geld keine Rolle spielt.
Leider ist es eine Kombination aus Beruf und Geld, denn wenn ich im Beruf nicht mehr aufsteigen kann oder gar Teilzeit nehme, dann ist es für mich auch ein finanzielles Problem.
Eins nämlich vergessen sehr viele bei dieser Diskussion: Arbeit gibt es in Städten, Familien, bzw. Kinder brauchen Platz, eine 3 oder gar 4 Zimmer Wohnung kann sich ein "Normalverdiener" nicht wirklich leisten, dazu noch berufliche Einschränkungen? Da hilft kein Kinderhort (und vor allem, wenn Vater und Mutter sich entscheiden ihr Kind zu erziehen, ist daran nichts auszusetzen, Familien sind ja (theoretisch) keine Gebärmaschinen).
Kinder bedeuten durch mehr Wohnraum, mehr Kosten. Das wiegt kein Kindergeld auf. Natürlicherweise ist es dann einfacher Hartz 4 zu beantragen bzw. Wohngeld o.ä.. Dies ist aber ein Fehlweg und unfair gegenüber Arbeitenden. Von Arbeit sollte man eine Familie ernähren können.
Leider ist dies nicht so. Ein Kind bedeutet für viele den Sozialen Abstieg - und solange das nicht wirklich geklärt ist, muss auch die Wirtschaft sich überlegen, ob sie wirklich durch die niedrigen Löhne mit dafür verantwortlich sein will, dass Fachkräfte in Zukunft tatsächlich fehlen.
So sehe ich das und erfahre es selbst - auch bei meinen Eltern damals.
Jedes Krankenhaus, jedes Altersheim und auch jede Familie hat nach unternehmerischen Kriterien zu funktionieren.
Da werden Kosten / Nutzen gegeneinander aufgerechnet.
Welchen Profit werfen Kinder ab?
Da steht immer unterm Strich: Kinder lohnen sich nicht, da legt man drauf.
Man bindet sich über einen unüberschaubaren Zeitraum, man schränkt sich finanziell und in seiner persönlichen Freiheit ein.
Und ein guter Kapitalist muss frei sein.
Frei, auch mal 50, oder 60 Stunden die Woche zu arbeiten.
Frei, von heute auf morgen, wegen einem Job in eine andere Stadt zu ziehen.
Das ist das neoliberale Gift, dass unsere Gesellschaft zersetzt.
JaJa,Kinder verhageln die Karriere...Auch Kinderlosen verhagelt es nicht selten die Karriere;offensichtlich gibt es noch andere,bisher unbenannte Gründe hierfür!
Aber laut schreien und einfordern kann man ja mal?Gleichheit und Gerechtigkeit lassen sich offenbar so nicht einrichten-finden sie aber vielleicht doch Ausdruck,gerade in den so unterschiedlichen Lebenswegen? Dazu kann man ja mal als Hypothese die Reinkarnation miteinbeziehen...
aber ich mache mir wesentlich mehr Gedanken darüber, ein Kind in eine Welt ohne jede Zukunft zu setzen. Wenn keine vernünftige Zukunftsplanung wegen andauernder Einmischung von Staat und Politik möglich ist (natürlich nur zum Wohl des Kindes), kann man nur kinderlos bleiben. Im Übrigen habe ich selbst vier Kinder, die allerdings noch in ruhigerem Fahrwasser ihr Leben gestalten konnten - alle sind über Fünfzig.
http://www.welt.de/debatt...
Entscheidend ist, was man unter Vereinbarkeit versteht. Das kann und darf nicht die Vollzeit-Doppelverdiener-Partnerschaft wärend der gesamten Erwerbstätigkeitsdauer sein, auch wenn die Wirtschaftslobby massiv in diese Richtung drängt.
Kinder brauchen, insbesondere wenn sie klein sind, die Gegenwart ihrer Eltern wie die Luft zum Atmen. Mütter und Väter brauchen daher finanziell und beruflich abgesicherte Familienzeiten, die über das eine Jahr hinausgehen, das Wirtschaft und Politik ihnen jetzt gnädig belassen wollen.
Es ist unfassbar, dass Eltern nicht auf die Barrikaden gehen, sondern sich lammfromm vor diesen Karren spannen lassen.
Jedenfalls wenn wir Kinder wollen.
Möglichkeiten gäbe es viele.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Mütterquote bei den Einstellungen im öffentlichen Dienst?
Wie wäre es bei einer Berücksichtigung der Kinder bei der Studienplatzvergabe?
Wie wäre es mit einem Familiengründungsdarlehen das, wie weiland in der DDR, "abgekindert" werden kann? Alternativ das "abkindern" von Bafög?
Aber an Ansätzen die funktionieren ist offensichtlich niemand interessiert. Dazu müsste man ja aus den eingefahrenen Gleisen des politischen Diskurses ausbrechen. Der ist bei Licht besehen das grundlegende Problem.
In der Familienpolitik sind Männer und Frauen höchstens gleichberechtigt, aber nicht gleich.
Solange wir nicht anerkennen das Kinder bekommen etwas wert ist und Frauen weiterhin nur danach bewerten welchen Beitrag sie zum Arbeitskräftereservoir der deutschen Wirtschaft liefern, werden wir weiterhin das bekommen was wir haben: Jede Menge wirtschaftlich erstklassig positionierte Frauen _ohne_ Kinder.
von Pflegeaufgaben in der Familie, dazu gehört die Betreuung von Kindern und Alten nicht berufstätig sein kann/möchte.
Vor allen Diskussionen sollte es im widervereinigten Deutschland erst einmal ein interkultureller Ost-West Dialog stattfinden, denn immer gibt es Mißverständnisse, Vorurteile und aus allem dem heraus ein unerträgliches Ablästern.
Das zeigt nur eins: in Deutschland kommen wir auch deswegen nicht weiter weil es keinen innergeselllschaftlichen Konsens in der Familienpolitik gibt. Das ist eine Last des kalten Krieges, und die Menschen tun sich schwer diese Last über Bord zu werfen oder zu einem neuen Konsens der für alle Beteigligten gut ist zu gelangen.
Während „Kinderarmut“ in Medien und Gremien von Politik, Kirchen und Sozialverbänden zu Recht thematisiert wird, werden die dazugehörigen Mütter NICHT mit einbezogen - als ob es nicht die Mütterarmut wäre, die die Armut ihrer Kinder zur Folge hat!
Von ihren Partnern häufig allein gelassen (dazu zählt auch deren fehlende tatkräftige Unterstützung), leben sie nicht selten am Rande des Existenzminimums, nicht selten darunter, verarmen gesellschaftlich isoliert und werden im öffentlichen Fokus einfach vergessen.
Doch s t e t s sollen sie präsent sein, wenn es „brennt“, immer a l l e s „unter einen Hut“ bringen können, werden aber zugleich diffamiert, wenn sie das Unmögliche nicht schaffen.
Kurzum: Mütter werden für fast alles verantwortlich gemacht, was in unserem System schief läuft; ein System, das sich nicht im Stande sieht, eine müttergerechte soziale Infrastruktur bereitzustellen!
Allenfalls ernten sie mediale Aufmerksamkeit als „Rabenmütter“, „Übermütter“, „Nur-Familienmütter“ (im Sinne von horizontal beschränkt oder unemanzipiertes Vorbild), als „Ausnahmemütter“ (wie z.B.unsere derzeitige Arbeitsministerin),
- oder im Gegensatz dazu, besonders medientauglich - als kriminelle Versagerinnen!
Passende Buchempfehlung
Christa Mulack: "Der Mutterschaftsbetrug - Vom Un Wert zum MehrWert des Mutterseins", 2008 2.Aufl.
Ein Buch über das Muttersein in Deutschland, das als Beitrag zur Wertedebatte in seiner aufrüttelnden Art längst überfällig war.
Prinzipiell halte ich ihre Idee für sehr spannend, würde jedoch vorschlagen, dass es dann auch eine Väterquote braucht, da zum Kinderkriegen zwei gehören :)
Gilt sie nur für Mütter, die ihre Kinder selber betreuen? Und gibt es für betreuende Väter dann auch eine "Väterquote"?
Mutterquote im öffentlichen Dienst? Oh man.
Im öffentlichen Dienst ist es ja noch recht EINFACH Kinder zu kriegen. Gehen Sie mal in privatwirtschaftliche Unternehmen! DA sieht es gruselig aus.
Der öffentliche Dienst ist ein Traum (richtig rosig nicht, aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen schon)!
Und was auch vergessen wurde ist die Arroganz der "Oberen" die nicht einsehen, warum sie Steuern zahlen sollten damit Menschen mehr Kinder bekommen(nicht meine Idee, ich sehe diese Argumente nur schon rollen) "Ja, dann kriegen die Hartz-IV-Empfänger und der andere ungebildete Pöbel wieder verdummende Kinder damit sie das Geld einstecken können".
Und noch eine Frage (generell): Gibt es eigentlich genügend Männer, die überhaupt einen Kinderwunsch haben oder sollen die Frauen sich per One-night-Stand schwängern lassen, damit die Statistik wieder besser ausseieht? Aber dann sieht das "Mutterbild" wieder sche*** aus.
sind Kinder das Kriterium, das die Ungleichgewicht verursacht, nicht das Geschlecht.
"Möglichkeiten gäbe es viele.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Mütterquote bei den Einstellungen im öffentlichen Dienst?
Wie wäre es bei einer Berücksichtigung der Kinder bei der Studienplatzvergabe?
Wie wäre es mit einem Familiengründungsdarlehen das, wie weiland in der DDR, "abgekindert" werden kann? Alternativ das "abkindern" von Bafög?"
- eine größere zahl und vor allem eine größere bandbreite an teilzeitstellen.
Zu der derzeitigen Situation trägt ja wohl noch einiges mehr bei,
als die Sorge der Frauen, sie könnten dem Bild der "idealen Mutter" nicht gerecht werden - wobei dieses Bild mir ohnehin aus einer Zeit "herübergerettet" zu sein scheint, in der -nach Erfüllung ihrer Pflicht- "der deutschen Mutter" noch Kreuze aus Edelmetall verliehen wurden. Kommt mir fast so vor, als ob es nicht mehr lange dauern wird, bis die Neueinführung einer solchen Praxis gefordert wird.
Weitere Gründe sind sicher die Unbereitschaft zur Selbstaufgabe, bestimmt auch der Mangel an geeigneten Männern, sowie die in aufgeklärten Gesellschaften sich immer weiter verstärkende Erkenntnis, dass es sich bei der Monogamie um einen kulturellen Fehlversuch handelt.
Danke für Ihren Beitrag, Sie sprechen mir aus der Seele!
von Pflegeaufgaben in der Familie, dazu gehört die Betreuung von Kindern und Alten nicht berufstätig sein kann/möchte.
Vor allen Diskussionen sollte es im widervereinigten Deutschland erst einmal ein interkultureller Ost-West Dialog stattfinden, denn immer gibt es Mißverständnisse, Vorurteile und aus allem dem heraus ein unerträgliches Ablästern.
Das zeigt nur eins: in Deutschland kommen wir auch deswegen nicht weiter weil es keinen innergeselllschaftlichen Konsens in der Familienpolitik gibt. Das ist eine Last des kalten Krieges, und die Menschen tun sich schwer diese Last über Bord zu werfen oder zu einem neuen Konsens der für alle Beteigligten gut ist zu gelangen.
Während „Kinderarmut“ in Medien und Gremien von Politik, Kirchen und Sozialverbänden zu Recht thematisiert wird, werden die dazugehörigen Mütter NICHT mit einbezogen - als ob es nicht die Mütterarmut wäre, die die Armut ihrer Kinder zur Folge hat!
Von ihren Partnern häufig allein gelassen (dazu zählt auch deren fehlende tatkräftige Unterstützung), leben sie nicht selten am Rande des Existenzminimums, nicht selten darunter, verarmen gesellschaftlich isoliert und werden im öffentlichen Fokus einfach vergessen.
Doch s t e t s sollen sie präsent sein, wenn es „brennt“, immer a l l e s „unter einen Hut“ bringen können, werden aber zugleich diffamiert, wenn sie das Unmögliche nicht schaffen.
Kurzum: Mütter werden für fast alles verantwortlich gemacht, was in unserem System schief läuft; ein System, das sich nicht im Stande sieht, eine müttergerechte soziale Infrastruktur bereitzustellen!
Allenfalls ernten sie mediale Aufmerksamkeit als „Rabenmütter“, „Übermütter“, „Nur-Familienmütter“ (im Sinne von horizontal beschränkt oder unemanzipiertes Vorbild), als „Ausnahmemütter“ (wie z.B.unsere derzeitige Arbeitsministerin),
- oder im Gegensatz dazu, besonders medientauglich - als kriminelle Versagerinnen!
Passende Buchempfehlung
Christa Mulack: "Der Mutterschaftsbetrug - Vom Un Wert zum MehrWert des Mutterseins", 2008 2.Aufl.
Ein Buch über das Muttersein in Deutschland, das als Beitrag zur Wertedebatte in seiner aufrüttelnden Art längst überfällig war.
Prinzipiell halte ich ihre Idee für sehr spannend, würde jedoch vorschlagen, dass es dann auch eine Väterquote braucht, da zum Kinderkriegen zwei gehören :)
Gilt sie nur für Mütter, die ihre Kinder selber betreuen? Und gibt es für betreuende Väter dann auch eine "Väterquote"?
Mutterquote im öffentlichen Dienst? Oh man.
Im öffentlichen Dienst ist es ja noch recht EINFACH Kinder zu kriegen. Gehen Sie mal in privatwirtschaftliche Unternehmen! DA sieht es gruselig aus.
Der öffentliche Dienst ist ein Traum (richtig rosig nicht, aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen schon)!
Und was auch vergessen wurde ist die Arroganz der "Oberen" die nicht einsehen, warum sie Steuern zahlen sollten damit Menschen mehr Kinder bekommen(nicht meine Idee, ich sehe diese Argumente nur schon rollen) "Ja, dann kriegen die Hartz-IV-Empfänger und der andere ungebildete Pöbel wieder verdummende Kinder damit sie das Geld einstecken können".
Und noch eine Frage (generell): Gibt es eigentlich genügend Männer, die überhaupt einen Kinderwunsch haben oder sollen die Frauen sich per One-night-Stand schwängern lassen, damit die Statistik wieder besser ausseieht? Aber dann sieht das "Mutterbild" wieder sche*** aus.
sind Kinder das Kriterium, das die Ungleichgewicht verursacht, nicht das Geschlecht.
"Möglichkeiten gäbe es viele.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Mütterquote bei den Einstellungen im öffentlichen Dienst?
Wie wäre es bei einer Berücksichtigung der Kinder bei der Studienplatzvergabe?
Wie wäre es mit einem Familiengründungsdarlehen das, wie weiland in der DDR, "abgekindert" werden kann? Alternativ das "abkindern" von Bafög?"
- eine größere zahl und vor allem eine größere bandbreite an teilzeitstellen.
Zu der derzeitigen Situation trägt ja wohl noch einiges mehr bei,
als die Sorge der Frauen, sie könnten dem Bild der "idealen Mutter" nicht gerecht werden - wobei dieses Bild mir ohnehin aus einer Zeit "herübergerettet" zu sein scheint, in der -nach Erfüllung ihrer Pflicht- "der deutschen Mutter" noch Kreuze aus Edelmetall verliehen wurden. Kommt mir fast so vor, als ob es nicht mehr lange dauern wird, bis die Neueinführung einer solchen Praxis gefordert wird.
Weitere Gründe sind sicher die Unbereitschaft zur Selbstaufgabe, bestimmt auch der Mangel an geeigneten Männern, sowie die in aufgeklärten Gesellschaften sich immer weiter verstärkende Erkenntnis, dass es sich bei der Monogamie um einen kulturellen Fehlversuch handelt.
Danke für Ihren Beitrag, Sie sprechen mir aus der Seele!
...von einer "guten Mutter", die zu Hause bei den Kindern zu bleiben habe, sei vor allem in den alten Bundesländern noch so stark verbreitet, dass berufstätige Frauen sich im Zweifel eher gegen als für ein Kind entschieden."
Tja, ich schlage vor, das Betreuunggeld in "Gute-Mütter-Prämie" umzubenennen, "Mutterorden" gilt ja wohl (hoffentlich) selbst bei Anhängern der Herdprämie als nicht mehr zeitgemäß.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls
Also, ich lebe nicht mehr in Deutschland, aber ich kenne niemanden der von einer Mutter erwartet zu Hause zu sitzen und auf das Kind/die Kinder aufzupassen.
Das kann sich heute kein Durchschnittsmensch mehr leisten - ausnahmen gibts natürlich.
Interessant ist auch das ausgerechnet Krisenländer (Island, Irland) hohe Geburtenraten haben.
Am Geld kanns also nicht oder nicht nur liegen.
Ich würde eher sagen dass das Gegenteil der Fall ist: Man erwartet von einer Mutter mittlerweile, dass sie spätestens nach einem Jahr wieder arbeiten geht. Gleichzeitig soll sie aber Kind und Haushalt perfekt schmeißen.
Ich kann gut verstehen, dass es Einige gibt, die sich dieser Doppelbelastung nicht stellen wollen.
Ich bin tatsächlich nach einem halben Jahr wieder arbeiten gegangen, dafür ist mein Mann zuhause und kümmert sich um meine Kleine. Die Reaktionen darauf reichten von "das finde ich ja toll!" bis "aber kannst du das (den Haushalt) nicht viel besser als dein Mann?", wobei die meisten der Kategorie "Erstaunen" zugeordnet werden können, als sei unser Modell etwas Außergewöhnliches...
Es liegt wohl daran, dass es in Irland keinen Schwangerschaftsabbruch gibt ! Ob die Verhütungsmittel freigegeben sind, weiss ich leider nicht zu sagen, aber mich würde es nicht wundern, wenn nicht !
Und in Island, ... die haben kein Kabelfernsehen !
;)
Ich würde eher sagen dass das Gegenteil der Fall ist: Man erwartet von einer Mutter mittlerweile, dass sie spätestens nach einem Jahr wieder arbeiten geht. Gleichzeitig soll sie aber Kind und Haushalt perfekt schmeißen.
Ich kann gut verstehen, dass es Einige gibt, die sich dieser Doppelbelastung nicht stellen wollen.
Ich bin tatsächlich nach einem halben Jahr wieder arbeiten gegangen, dafür ist mein Mann zuhause und kümmert sich um meine Kleine. Die Reaktionen darauf reichten von "das finde ich ja toll!" bis "aber kannst du das (den Haushalt) nicht viel besser als dein Mann?", wobei die meisten der Kategorie "Erstaunen" zugeordnet werden können, als sei unser Modell etwas Außergewöhnliches...
Es liegt wohl daran, dass es in Irland keinen Schwangerschaftsabbruch gibt ! Ob die Verhütungsmittel freigegeben sind, weiss ich leider nicht zu sagen, aber mich würde es nicht wundern, wenn nicht !
Und in Island, ... die haben kein Kabelfernsehen !
;)
die Unvereinbarkeit Arbeit - Familie liegt - unter anderem - auch daran, dass in den Unternehmen noch das alte (auch gegenseitige) Misstrauens - Verhältnis stattfindet: der Arbeitnehmer muss sich möglichst den ganzen Tag "unter Aufsicht" im Betrieb aufhalten, damit er
- auch was tut und nicht nur seine Zeit absitzt (genau das findet trotzdem statt)
- immer greifbar ist, wenn leitende Personen "neue Ideen" haben, die sofort ausgeführt werden müssen etc.
Somit ist selbständiges Arbeiten im Home-Office nicht gern gesehen, weil der Beauftragte sich aus dem Machtbereich des Unternehmens / Unternehmers hinausbegibt, und das ist nicht gewünscht.
Ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Entscheidungen und Aktivitäten sehr oft auf Basis archaischer Haltungen (der "innere Steinzeit - Mensch") getroffen werden.
In 100 000 Jahren mag sich das bessern, "If man is still alive" (alter Song "In the year 2525"). Nun ja.
Zitat: „...Im weltweiten Vergleich habe Deutschland den höchsten Anteil dauerhaft kinderloser Frauen. Der Studie zufolge haben Beruf und Hobby für die Deutschen einen höheren Stellenwert als Kinder...“
Dies suggeriert, dass Deutschlands Frauen einfach nur zu selbstsüchtig sind und lieber Partys feiern, statt Kinder in die Welt zu setzen. Etwas anderes habe ich von einer Studie, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums erstellt wurde auch nicht erwartet.
Dabei ist der Grund ein völlig anderer. Viele junge Paare können sich es finanziell einfach nicht mehr leisten, Kinder in die Welt zu setzen. Kein Wunder, bei all den prekären Arbeitsverhältnissen, befristeten Arbeitsverträgen, hohen Lebenshaltungskosten und damit extrem unsicherer Planungssicherheit.
Und wenn dann doch ein Kind kommt, ist der Gang zum Amt schon vorprogrammiert. Genauso wie die Perspektiven für das Kind: schlecht ausgestattete KITAs, marode Schulen und insgesamt schlechte Bildungsmöglichkeiten.
Mal nebenbei gefragt: Wie viele Milliarden wurden erst kürzlich nach Griechenland überwiesen?
"Dabei ist der Grund ein völlig anderer. Viele junge Paare können sich es finanziell einfach nicht mehr leisten, Kinder in die Welt zu setzen. Kein Wunder, bei all den prekären Arbeitsverhältnissen, befristeten Arbeitsverträgen, hohen Lebenshaltungskosten und damit extrem unsicherer Planungssicherheit."
Nein, nein und nochmals nein. Dieses Argument ist und bleibt ein Mythos. Es ist eine Mentalitätsfrage. Die Planungsunsicherheit haben Sie in anderen Ländern auch, teilweise sogar noch schlimmer als hier. Und trotzdem werden dort Kinder in die Welt gesetzt. Der Deutsche will das Rundumsorglospaket. Kündigungsschutz bis zum Lebensende, garantierte Lohnsteigerungen oberhalb der Inflationsrate bis zum Lebensende. Eine Mischung also aus Beamtenstatus, Flexibilität für sich, Erklimmen der Karriereleiter garantiert und megainteressanter Berufsperspektive, also irgendwas mit Medien und/oder Marketing, um es überspitzt auszudrücken.
Nur gibt es dieses Modell hier nicht mehr und in anderen Ländern gab es das teilweise nie. Bis das aber beim sicherheitsfanatischem Deutschen angekommen ist, braucht es wohl noch 1-2 Generationen.
Sie tun so, als ob die Milliardenüberweisung nach Griechenland reiner Altruismus wäre - das Gegenteil ist der Fall: Es handelt sich um Geld, das gut angelegt ist im Interesse eines friedlichen und vor allem wirtschaftlich prosperierenden Europas.
"Dabei ist der Grund ein völlig anderer. Viele junge Paare können sich es finanziell einfach nicht mehr leisten, Kinder in die Welt zu setzen. Kein Wunder, bei all den prekären Arbeitsverhältnissen, befristeten Arbeitsverträgen, hohen Lebenshaltungskosten und damit extrem unsicherer Planungssicherheit."
Nein, nein und nochmals nein. Dieses Argument ist und bleibt ein Mythos. Es ist eine Mentalitätsfrage. Die Planungsunsicherheit haben Sie in anderen Ländern auch, teilweise sogar noch schlimmer als hier. Und trotzdem werden dort Kinder in die Welt gesetzt. Der Deutsche will das Rundumsorglospaket. Kündigungsschutz bis zum Lebensende, garantierte Lohnsteigerungen oberhalb der Inflationsrate bis zum Lebensende. Eine Mischung also aus Beamtenstatus, Flexibilität für sich, Erklimmen der Karriereleiter garantiert und megainteressanter Berufsperspektive, also irgendwas mit Medien und/oder Marketing, um es überspitzt auszudrücken.
Nur gibt es dieses Modell hier nicht mehr und in anderen Ländern gab es das teilweise nie. Bis das aber beim sicherheitsfanatischem Deutschen angekommen ist, braucht es wohl noch 1-2 Generationen.
Sie tun so, als ob die Milliardenüberweisung nach Griechenland reiner Altruismus wäre - das Gegenteil ist der Fall: Es handelt sich um Geld, das gut angelegt ist im Interesse eines friedlichen und vor allem wirtschaftlich prosperierenden Europas.
Natürlich haben Sie mit einem Recht, dass beruflich gesehen ein Kind Einschränkungen bedeuten kann, abgesehen davon weiß ich nicht, ob die Statistik auch mal Väter dazu befragen will, aber sie verneinen hier, dass Geld keine Rolle spielt.
Leider ist es eine Kombination aus Beruf und Geld, denn wenn ich im Beruf nicht mehr aufsteigen kann oder gar Teilzeit nehme, dann ist es für mich auch ein finanzielles Problem.
Eins nämlich vergessen sehr viele bei dieser Diskussion: Arbeit gibt es in Städten, Familien, bzw. Kinder brauchen Platz, eine 3 oder gar 4 Zimmer Wohnung kann sich ein "Normalverdiener" nicht wirklich leisten, dazu noch berufliche Einschränkungen? Da hilft kein Kinderhort (und vor allem, wenn Vater und Mutter sich entscheiden ihr Kind zu erziehen, ist daran nichts auszusetzen, Familien sind ja (theoretisch) keine Gebärmaschinen).
Kinder bedeuten durch mehr Wohnraum, mehr Kosten. Das wiegt kein Kindergeld auf. Natürlicherweise ist es dann einfacher Hartz 4 zu beantragen bzw. Wohngeld o.ä.. Dies ist aber ein Fehlweg und unfair gegenüber Arbeitenden. Von Arbeit sollte man eine Familie ernähren können.
Leider ist dies nicht so. Ein Kind bedeutet für viele den Sozialen Abstieg - und solange das nicht wirklich geklärt ist, muss auch die Wirtschaft sich überlegen, ob sie wirklich durch die niedrigen Löhne mit dafür verantwortlich sein will, dass Fachkräfte in Zukunft tatsächlich fehlen.
So sehe ich das und erfahre es selbst - auch bei meinen Eltern damals.
Wenn ich dieses "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" lese, kriege ich das kalte Grauen. Allein darin versteckt sich doch ein erwünschtes Rollenbild. Für die FRAU sei es schwierig, FAMILIE und Beruf zu vereinbaren. Warum scheint das für den männlichen Part nicht so schwierig zu sein? Warum wird der MUTTER ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie zu Hause bleibt oder eben nicht? Bekommt der Vater auch eines, wenn er und ihre Frau am Morgen das Haus verlässt und die Kinder in die Kita müssen, weil ER nicht bei ihnen bleiben will?
Was aufgrund politischer Entscheidungen und weiblicher (!) Zerfleischungslust bleibt ist die Flucht ins Private. Wir persönlich kriegen Kinder, wir gehen arbeiten, wir organisieren uns die entsprechende Betreuung, wir kennen die Zuschuss- und Finanzierungsmöglichkeiten, wir stellen unsere eigenen Teilzeitregelungen familienintern auf und teilen sie anschließend unseren Arbeitgebern nur noch mit und wir sagen eine Konferenz am Freitag um 17 Uhr auch einfach mal ab - weil es nicht geht. Dafür bekommen wir kein Dankeschön, weder von der Politik noch den Chefs (natürlich nicht!), aber wir kommen klar. Karriere können wir in 20 Jahren noch machen. Oder auch nicht.
(Aber wir sind auch privilegiert. Wir sind Fachkräfte mit großem AG. Andere können das nicht, und die verzichten halt - auf Arbeit ODER Kinder. Meine Kollegen, die sich keine Kinder "leisten" können, lache ich nur noch aus. Oft geht es nicht ums Können, sondern ums Wollen und Erwachsenwerden.)
"Warum scheint das für den männlichen Part nicht so schwierig zu sein? Warum wird der MUTTER ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie zu Hause bleibt oder eben nicht?"
Nunja, da müsste man mal eine systematische Studie durchführen. Ich bin Anfang 30 und der Eindruck über meine Altersgenossen ist
- Es sind in den allermeisten Fällen die Frauen, die in einer Partnerschaft aufs Kinderkriegen drängen.
- Männer, die noch etwas warten wollen, willigen trotzdem ein, weil sie die Frau lieben und nicht verlieren wollen. Oder weil "man das halt Anfang 30 so macht" und die Eltern dauernd nachfragen.
- Ist das Kind dann da, schwebt unterschwellig ständig der Gedanke "DU wolltest ja unbedingt das Kind" über allem. Wenn das Kind Arbeit bereitet, ist also erst mal intuitiv die Frau zuständig, weil sie ja unbedingt wollte.
Natürlich gibt es alle möglichen Menschen; es gibt auch Frauen, die gar keine Kinder wollen, und Männer, denen es nicht schnell genug gehen kann. Aber im Durchschnitt erlebe ich es wie oben beschrieben.
"Warum scheint das für den männlichen Part nicht so schwierig zu sein? Warum wird der MUTTER ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie zu Hause bleibt oder eben nicht?"
Nunja, da müsste man mal eine systematische Studie durchführen. Ich bin Anfang 30 und der Eindruck über meine Altersgenossen ist
- Es sind in den allermeisten Fällen die Frauen, die in einer Partnerschaft aufs Kinderkriegen drängen.
- Männer, die noch etwas warten wollen, willigen trotzdem ein, weil sie die Frau lieben und nicht verlieren wollen. Oder weil "man das halt Anfang 30 so macht" und die Eltern dauernd nachfragen.
- Ist das Kind dann da, schwebt unterschwellig ständig der Gedanke "DU wolltest ja unbedingt das Kind" über allem. Wenn das Kind Arbeit bereitet, ist also erst mal intuitiv die Frau zuständig, weil sie ja unbedingt wollte.
Natürlich gibt es alle möglichen Menschen; es gibt auch Frauen, die gar keine Kinder wollen, und Männer, denen es nicht schnell genug gehen kann. Aber im Durchschnitt erlebe ich es wie oben beschrieben.
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