Die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen in der gesetzlichen Krankenversicherung kostet den Staat jährlich rund 27 Milliarden Euro. Die Maßnahme zielt auf die finanzielle Entlastung der Familien und garantiert kostenfreie ärztliche Untersuchungen – vor allem für Neugeborene und Kinder.

Beitragsfrei mitversichert sind Familienangehörige, die kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen haben. Das gilt grundsätzlich für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Sind die Kinder danach weiterhin nicht beschäftigt oder selbständig tätig, ist die Familienversicherung bis zum 23. Lebensjahr möglich. Noch einmal kann sich der Anspruch bis zum 25. Lebensjahr verlängern, wenn die Kinder noch zur Schule gehen oder studieren.

Elf der 27 Milliarden Euro entfallen derzeit an die mitversicherten Ehepartner. Darauf zielt die Hauptkritik der Studie: Durch die Mitversicherung des Ehepartners würden verheiratete Frauen tendenziell davor zurückschrecken, einer regulären Arbeit mit eigener Sozialversicherung nachzugehen.