Das Elterngeld gibt es seit 2007. Es ersetzt das bis dahin geltende Erziehungsgeld, das nur an einen Elternteil in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes ausgezahlt wurde. Das Elterngeld wird nur etwa ein Jahr gezahlt und sollte zum einen den Müttern eine schnellere Rückkehr in den Beruf ermöglichen und zum anderen beide Elternteile gleich stark an der Kindererziehung beteiligen. Es wird für maximal 14 Monate nach der Geburt gezahlt und kann von den Eltern flexibel aufgeteilt werden. Das Minimum je Elternteil sind zwei Monate, das Maximum zwölf Monate.

Der Betrag des Elterngelds orientiert sich am bisherigen Einkommen und beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat. In der Regel liegt das Elterngeld bei 67 Prozent des letzten Netto-Einkommens.

Mehr Väter kümmern sich

Laut Elterngeld-Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat dies dazu geführt, dass 2012 mittlerweile 25 Prozent der Väter mindestens zwei Monate Elternzeit nahmen. Der Studie zufolge setzen mehr Mütter im ersten Lebensjahr des Kindes im Beruf aus; im zweiten Jahr nach der Geburt kehren die meisten Frauen jedoch wieder ins Arbeitsleben zurück.

4,6 Milliarden gab der Staat 2011 für das Elterngeld aus. Dieses Geld sollte auch Anreiz sein, sich für Kinder zu entscheiden. 2011, vier Jahre nach Einführung des Elterngeldes, war die Geburtenrate in Deutschland allerdings auf dem bisherigen Tiefstand.