Bundesregierung: Merkel verspricht familienfreundlichere Arbeitswelt
Die Kanzlerin will Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. Ihre Familienministerin lehnt aber zu viele Gesetze ab, die Unternehmen seien in der Pflicht.
© Marc Tirl/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern in Berlin
Das Arbeitsleben soll noch familienfreundlicher werden. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Familiengipfel mit Spitzenvertretern der Wirtschaft gefordert. Eine größere Bereitschaft zur Flexibilität sei heute ein Kernpunkt für die Arbeitswelt: "Zeit für die Familie, das ist etwas, was ganz wesentlich den Wünschen der Familien entspricht", sagte die Kanzlerin.
Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfe nicht nur den Arbeitnehmern, sondern komme auch Unternehmen beim Wettbewerb um die besten Fachkräfte zugute, sagte Merkel. "Das ist eine wirkliche Win-win-Situation." Jedoch müsse dabei beachtet werden, dass es bei Firmen Grenzen der Flexibilität gebe.
Als positives Beispiel für Veränderungen lobte die Kanzlerin die Vätermonate. Der Erfolg dieser Idee reiche "weit über das Wickelvolontariat hinaus", trotz anfänglicher Skepsis auch innerhalb der Union.
Künftig werde die Bundesregierung einmal im Jahr darüber berichten, wie Familie und Beruf in Einklang zu bringen seien, wie sich Teilzeitangebote entwickelten und wie es um die Kinderbetreuung bestellt sei, sagte Merkel.
Familienministerin gegen zu viel Staat
Familienministerin Kristina Schröder lehnte allerdings zu viele gesetzliche Regelungen ab. Es sei in erster Linie Sache der Tarifpartner, für familienfreundliche Arbeitszeiten zu sorgen, sagte sie. Nur da, wo sich nicht genügend bewege, sei der Gesetzgeber gefordert.
Dies gelte etwa für die Rückkehr erwerbstätiger Eltern aus Teilzeit- in Vollzeitjobs. Sie forderte dafür einen Rechtsanspruch, Vertreter von SPD und Grünen unterstützten den Vorschlag in ersten Reaktionen.





Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.
Weiss Merkel doch nicht einmal ansatzweise, was eine funktionierende Familie ausmacht.
Merkel gibt sich generös.
Die Ministerin muss die Spassbremse spielen.
Alles nur Bauernfängerei.
Merkel gibt sich generös.
Die Ministerin muss die Spassbremse spielen.
Alles nur Bauernfängerei.
Vollzeitjob (= Vollzeitberuf) gibt es doch schon - soll das nun nochmals in Gesetzesworte gegossen oder nicht endlich umgesetzt werden? - Mir scheint, sowohl Kristina Schröder als auch Angela Merkel wissen genau, welche Schieflage sich in der Vergangenheit ergeben hat und auch von der Politik toleriert wurde, sind aber jetzt mit einem Male überrascht, daß sich die Betroffenen wehren. Dafür gibt es jetzt die Versprechungen auf die Zukunft - immer wieder die Zukunft - und sicher, Zukunft ... - Das Schiff scheint zu schlingern. -
die beste Familienpolitik ist ordentlich Finanz-, Steuer-, Infrastruktur- und Wohnbaupolitik.
Das können leider keine der Parteien weder Grün, noch Rot, noch Geld, noch Schwarz, noch Links.
Lasst den Familen mehr Geld, schafft Freiräume und "Unterstützung" (nicht wie es Rot-Grün haben möchte Abnahmestellen zur politisch korrekten Erziehung).
Wenn wie in Berlin das Jül scheitert weil nicht Multi-Kulti Affin kommt massig Arbeit auf die "Familie" zu, den nacharbeiten nimmt der Staat nie ab.
Wie hat mein alleinverdienender Vater als einfacher Arbeiter seine Frau und 5 Kinder ernährt und versorgt? Das könnte heute kaum eine Familie, selbst wenn Vater und Mutter vollzeitbeschäftigt sind.
Was soll die sinnlose Kindersubvention und die ganze Industrie dahinter die sowieso verschwendetes Geld ist - die Geburtenrate steigt einfach nicht, trotz Milliarden.
Das hat vor 30 Jahren funktioniert, herausfinden warum und dann nachmachen. Man braucht das Rad nicht jede Generation neu erfinden.
Und es liegt nicht am Geld und auch nicht an der Flexibilität der Industrie.
Die meisten Kinder in Europa werden in Irland und Island geboren (sogar wenn man die Türkei dazu zählt) und man vergleiche die Wirtschaft dieser Länder mit Deutschland. Sowohl Regierung als auch Opposition irren da.
größeres Risiko für die verfassungsmäßig zu schützende Familie als durch jene gleichgeschlechtlichen Paare, die Kinder großziehen und dabei jede Unterstützung verdienten.
Allein die Anzahl familien- und kinderfeindlichen Fern- und Wochenendbeziehungen aufgrund von geografisch weit auseinanderliegenden Arbeitsplätzen dürfte die Zahl der gleichgeschlechtlichen Familien mit Kindern stark überschreiten. Aber auf diesem Auge sind die Verteidiger der Heteroehe und -familie offenbar blind.
Man sollte schon in der Wirtschaft, die auch mal gern Arbeitsplätze aus- und verlagert, genauer danach fragen, wie sie es mit dem verfassungsmäßig garantierten Schutz von Ehe und Familie hält.
@ DerDoktor:
Laut "Die Familie in der amtlichen Statistik" (2003, Seite 48) herausgegeben vom Statistischen Bundesamt lebten im Jahr 2000 mindestens 47.000 gleichgeschlechtliche Paare zusammen. In jeder 8. gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft leben Kinder. Bei 80 Mio Einwohnern kann man diese Gruppe getrost in Ruhe lassen und sich um wichtigere Themen kümmern. Aber da das Thema so schön emotional und stammtischtauglich ist, nimmt man es immer wieder gern zur Verkleisterung der wirklich wichtigen Familienthemen.
Solange bestens und vor allem teuer ausgebildete Frauen an der Dickfelligkeit und Trägheit der Unternehmen scheitern, wird kein Subventionspäckchen auch nur einen Funken Wirkung zeigen. Warum schafft es denn die Schweiz, Arbeitstellen als 40, 50, 70%-Stellen anzubieten? Das würde auch bei uns funktionieren. Die Schweitzer Pharmaindustrie gibt bestimmt gern Nachhilfe, wie man das in großen und international agierenden Unternehmen installiert.
@ DerDoktor:
Laut "Die Familie in der amtlichen Statistik" (2003, Seite 48) herausgegeben vom Statistischen Bundesamt lebten im Jahr 2000 mindestens 47.000 gleichgeschlechtliche Paare zusammen. In jeder 8. gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft leben Kinder. Bei 80 Mio Einwohnern kann man diese Gruppe getrost in Ruhe lassen und sich um wichtigere Themen kümmern. Aber da das Thema so schön emotional und stammtischtauglich ist, nimmt man es immer wieder gern zur Verkleisterung der wirklich wichtigen Familienthemen.
Solange bestens und vor allem teuer ausgebildete Frauen an der Dickfelligkeit und Trägheit der Unternehmen scheitern, wird kein Subventionspäckchen auch nur einen Funken Wirkung zeigen. Warum schafft es denn die Schweiz, Arbeitstellen als 40, 50, 70%-Stellen anzubieten? Das würde auch bei uns funktionieren. Die Schweitzer Pharmaindustrie gibt bestimmt gern Nachhilfe, wie man das in großen und international agierenden Unternehmen installiert.
Sondern es gibt Elternzeit, die sich beide Eltern untereinander aufteilen können.
Der Begriff "Vätermonate" bringt mich auf die Palme, denn er suggeriert, daß Väter nur diese ominösen, meistens vermuteten zwei Monate in Elternzeit gehen können.
Das ist Quatsch. Väter können auch alle Elternzeit in Anspruch nehmen, wenn sie dies so mit der Mutter aushandeln.
"Vätermonate" verschleiert, daß beide Eltern die gleichen, geschlechtsunabhängigen Rechte haben und zementiert ein völlig überholtes Elternbild.
Die hartnäckige Verwendung dieses Wortes kann man getrost als sexistisch - in beide Richtungen - bezeichnen.
Jeder Vater - der die Mutter nicht gegen sich aufgebracht hat - hat das Recht, Elternzeit zu nehmen, auch die volle Zeit.
Ungerecht ist, dass alleinstehende Mütter 14 Monate Elternzeit für sich als Mutter beanspruchen können und verheiratete Mütter nur 12. Wenn der Vater nämlich keine Elternzeit beansprucht, endet sie bei einem Paar nach 12 Monaten. Warum also bekommen Alleinerziehende 14 Monate? Noch dazu, wenn sie dem Vater untersagen, das Kind zu betreuen?
Gerade, wenn man argumentiert, die lange persönl Betreuungszeit mit Verdienstausfallersatz käme dem Kind zugute, sollte man darauf Wert legen, dass Väter, auch die, die die Mutter am liebsten nie wieder sehen würden, aber Kontakt zum Kind haben wollen, diese Elternzeitmonate nehmen dürfen und den innigen Konakt zum Kind aufbauen können. Jedenfalls scheint es mir sehr fragwürdig, warum ein Elternteil allein 14 Monate für sich beanspruchen kann, wenn er nicht will, dass der andere das Kind ebenso betreut.
Insbesondere, wenn Eltern nicht zusammen leben, könnte mit geteilter Elternzeit die Bindung zum Kind verstärkt werden und dem jeweils alleinerziehenden mehr Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit gegeben werden. So würden Bedürftigkeiten gemindert, alleinstehende Eltern würden nicht so lange aus dem Beruf aussteigen und die Kinderarmut würde damit auch gemindert. Eine berufstätige Alleinerziehende ist seltener von Armut bedroht und Väter haben weniger Belastungen. Das kommt immer dem Kind zugute.
Jeder Vater - der die Mutter nicht gegen sich aufgebracht hat - hat das Recht, Elternzeit zu nehmen, auch die volle Zeit.
Ungerecht ist, dass alleinstehende Mütter 14 Monate Elternzeit für sich als Mutter beanspruchen können und verheiratete Mütter nur 12. Wenn der Vater nämlich keine Elternzeit beansprucht, endet sie bei einem Paar nach 12 Monaten. Warum also bekommen Alleinerziehende 14 Monate? Noch dazu, wenn sie dem Vater untersagen, das Kind zu betreuen?
Gerade, wenn man argumentiert, die lange persönl Betreuungszeit mit Verdienstausfallersatz käme dem Kind zugute, sollte man darauf Wert legen, dass Väter, auch die, die die Mutter am liebsten nie wieder sehen würden, aber Kontakt zum Kind haben wollen, diese Elternzeitmonate nehmen dürfen und den innigen Konakt zum Kind aufbauen können. Jedenfalls scheint es mir sehr fragwürdig, warum ein Elternteil allein 14 Monate für sich beanspruchen kann, wenn er nicht will, dass der andere das Kind ebenso betreut.
Insbesondere, wenn Eltern nicht zusammen leben, könnte mit geteilter Elternzeit die Bindung zum Kind verstärkt werden und dem jeweils alleinerziehenden mehr Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit gegeben werden. So würden Bedürftigkeiten gemindert, alleinstehende Eltern würden nicht so lange aus dem Beruf aussteigen und die Kinderarmut würde damit auch gemindert. Eine berufstätige Alleinerziehende ist seltener von Armut bedroht und Väter haben weniger Belastungen. Das kommt immer dem Kind zugute.
"Ihre Familienministerin lehnt aber zu viele Gesetze ab,"
Frau Schröder ist nicht die Familienministerin. Frau Schröder ist die
Ministerin für Familie, Senioren, FRAUEN und Jugend. Soviel Zeit muss sein.
"Rückkehr erwerbstätiger Eltern aus Teilzeit- in Vollzeitjobs. Sie forderte dafür einen Rechtsanspruch, Vertreter von SPD und Grünen unterstützten den Vorschlag in ersten Reaktionen."
Hat sich von denen einmal jemand Gedanken gemacht, wie das umzusetzen sei? Einen staatlichen Eingriff in ein privates Unternehmen? Aber das paßt zu Grünen und SPD.
"Auch die Unternehmenskultur müsse sich wandeln. Es dürfe nicht sein, dass es in die berufliche Sackgasse führe"
Dann muss sich nicht die Unternehmenskultur ändern, sondern das Wirtschaftssystem. In einer globalen Wirtschaft gibt es keinen Grund, in Deutschland zu bleiben, wenn staatliche Regulierungen Oberhand gewinnen.
MfG
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