Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) rechnet damit, dass die Bundesländer ab August genügend Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen können. Schröder rechnet daher nicht mit einer Klagewelle wegen fehlender Kita-Plätze. Das Ministerium bezieht sich dabei auf Zahlen, welche die Länder bis Ende Juni gemeldet haben.

Den Angaben von Schröders Ministerium zufolge werden im Laufe des kommenden Kita-Jahres 2013/14 etwas mehr als 813.000 Betreuungsplätze für ein- und zweijährige Kinder geschaffen. Das sind gut 30.000 Plätze mehr als von Bund und Ländern veranschlagt wurde. Diese Möglichkeiten zur Betreuung werden allerdings teilweise erst im Verlauf des Kita-Jahres zur Verfügung stehen. Dennoch geht das Ministerium davon aus, dass ab August "zahlenmäßig nahezu ausreichend Kita-Plätze real in Betrieb sein werden".

Ab dem 1. August haben Eltern von Kleinkindern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Auf einem Gipfeltreffen 2007 waren dafür 780.000 Kita-Plätze versprochen worden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war die Zahl der Kita-Plätze in Deutschland bis zum März bereits auf rund 597.000 gestiegen. Das waren etwa 37.000 mehr als im Vorjahr. Schröder sagte, dass diese Zahlen aber nicht den aktuellen Ausbaustand wiedergeben würden. Die Statistiker zählten nicht die real vorhandenen Plätze, sondern die Kinder, die zum Zeitpunkt 1. März "in einer öffentlich geförderten Kinderbetreuung waren".

Allerdings bedeutet auch die absolute Zahl der Betreuungsplätze nicht, dass damit allen Eltern ein Betreuungsplatz tatsächlich in ihrer Nähe zur Verfügung steht. Vor allem in westdeutschen Ballungszentren werde es Engpässe geben, berichtete der NDR.