Eine schwangere Frau und ihr Mann im Wartezimmer einer Arztpraxis © Michael Rehle/Reuters

In Deutschland bleiben immer mehr Frauen kinderlos. Jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren hat nach Angaben des Statistischen Bundesamts keinen Nachwuchs. Dies habe maßgebliche Auswirkungen auf das allgemeine Geburtenniveau.

Der Anteil kinderloser Frauen ist im Westen mit 23 Prozent zwar immer noch deutlich höher als im Osten (15 Prozent). Dort jedoch ist der Anteil in wenigen Jahren deutlich gestiegen: um fünf Prozent seit dem Jahr 2008.


Besonders ausgeprägt ist die Kinderlosigkeit demnach in den Stadtstaaten. Am auffälligsten ist dies in Hamburg, wo 2012 fast jede dritte Frau (32 Prozent) keinen Nachwuchs hatte. Deutschlandweit die geringsten Quoten bei der Kinderlosigkeit haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 14 Prozent. Unter den westlichen Flächenländern war der Anteil im Saarland (20 Prozent) und in Baden-Württemberg (21 Prozent) am niedrigsten.

Viele Akademikerinnen bleiben kinderlos

Die Zahlen bestätigen einmal mehr, dass viele Akademikerinnen kinderlos bleiben. In den alten Bundesländern erreichte 2012 die Kinderlosenquote bei Akademikerinnen zwischen 45 und 49 Jahren mit 30 Prozent einen neuen Höchststand. Bei den fünf Jahre jüngeren Akademikerinnen wird die Kinderlosenquote hingegen voraussichtlich etwas geringer ausfallen. Bei den westdeutschen Frauen ohne akademischem Abschluss wird dagegen der Anteil der Frauen ohne Kind steigen.

Im Osten war dieser Unterschied zwischen Frauen mit und ohne akademische Abschlüsse bislang weniger ausgeprägt. Die Kinderlosigkeit nimmt in den neuen Ländern derzeit allerdings bei den Frauen mit Hochschul- oder Fachschulabschluss schneller zu als bei den Nicht-Akademikerinnen.

Die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes basieren auf den Daten des Mikrozensus 2012.