Schon wieder so spät dran. Auf dem Weg vom Büro zur Kita schnell die Bestellung an den Supermarkt geschickt, damit heute Abend Brot und Käse auf dem Tisch stehen. Zum Glück war heute morgen die Putzfrau da, sonst wäre kein sauberer Teller im Schrank.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Die Zeit, die Familien für Hausarbeit aufwenden, ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken. Warum das so ist, darüber gibt es keine Daten, doch eine These liegt nahe: Eltern bezahlen andere, damit sie einkaufen, putzen, die Kinder abholen. Wie wichtig sind diese Dienstleistungen für die moderne Familie geworden, ginge es überhaupt noch ohne? Ist das ein Fortschritt, weil dadurch mehr Zeit für die Familie bleibt, oder gar ein Grund, sich zu schämen, wie unsere Autorin Julia Friedrichs schreibt?

Wir möchten gerne wissen, wie Sie sich als berufstätige Eltern die Erwerbsarbeit und die Hausarbeit untereinander aufteilen, und in welchen Fällen sie auf Dienstleistungen zurückgreifen und wie viel Geld sie dafür monatlich ausgeben.

Vielen Dank für die rege Beteiligung. Bis zum Ende der Befragung am 24. November 2016 haben rund 3.500 Leserinnen und Leser mitgemacht. In Kürze erscheint unsere Auswertung der Daten.