Studie zu Ehrenmorden Was den Mord zum Ehrenmord macht
Eine neue Studie zeigt: Manches Tötungsdelikt aus Eifersucht im muslimischen Milieu wird falsch eingeordnet. Aus Expertensicht sind die offiziellen Zahlen zu hoch.
Wenn in Deutschland eine muslimische Frau von einem muslimischen Mann ermordet wird, ist schnell die Rede von einem "Ehrenmord". Also eine Bluttat aus einer vermeintlichen kulturellen Verpflichtung. Doch oft trifft diese vorschnelle Zuschreibung nicht zu, heißt es in einer neuen Studie der Universität Freiburg. 55 Fälle von sogenannten Ehrenmorden hat das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt, nachdem 2006 alle Bundesländer beauftragt worden waren, ihre polizeiliche Kriminalitätsstatistik der vergangenen zehn Jahre nach Ehrmotiven zu untersuchen.
70 Opfer sind somit registriert, davon 48 weiblich. Bei den männlichen Opfern handelt es sich um "für die Entehrung der Frau Mitverantwortliche", heißt es beim BKA, also etwa um den Geliebten einer muslimischen Frau. "Die offiziellen Zahlen sind zu hoch gegriffen", sagt nun Anna Caroline Cöster, Expertin für Geschlechterverhältnisse, die zum Ehrbegriff unter Türken forscht. Für ihre Studie "Ehrenmord in Deutschland" hat sie 25 abgeschlossene Gerichtsverfahren analysiert, die zwischen 1997 bis 2005 in den Medien als Ehrenmorde bezeichnet wurden. Nur in zehn Fällen habe es sich tatsächlich um einen geplanten Mord im Namen der Ehre gehandelt. "Die anderen Taten waren meist Affekthandlungen, zum Beispiel aus Eifersucht."
Der Unterschied? Ehrbezogene Gewalt ist nach Cösters Auffassung eine sehr spezifische Form von häuslicher Gewalt, die gesondert betrachtet werden muss. Anders als bei der "normalen" Beziehungstat stehe beim Ehrenmord in der Regel eine ganze Familie dahinter. Der Mord habe eine lange Vorgeschichte mit psychischem Druck, Sanktionen und Gewalt. In dieser Zeit versuche die Familie, eine junge Frau von ihrem Verhalten abzubringen, weil es als ehrlos betrachtet wird. Der Mord werde als letzter Ausweg gesehen, von der Verwandschaft gemeinsam geplant und häufig von jüngeren Familienmitgliedern in die Tat umgesetzt, weil sie vom Jugendstrafrecht geschützt werden und manipulierbar sind. "Das hat völlig andere Ursachen, als wenn ein Mann seine Frau im Affekt verprügelt oder umbringt." Grundsätzlich sei es für Außenstehende extrem schwer, den Begriff der Ehre unter Migranten nachzuvollziehen, stellt Cöster fest.
Das sieht auch das BKA so. Um festzustellen, wie viele der bundesweit registrierten Ehrenmorde tatsächlich welche sind, hat die Kriminalbehörde 2008 beim Max Planck Institut eine Auswertung der abgeschlossenen Prozessakten in Auftrag gegeben. Die Studie, die inzwischen fertig ist und 2010 vom BKA veröffentlicht werden soll, soll eine polizeiliche Definitionsgrundlage für das heikle Phänomen bieten und Ursachen analysieren.
Auch Cöster hat in ihrer Studie die Hintergründe für das heikle Phänomen untersucht. Dabei ist sie eher zufällig darauf gestoßen, dass die meisten Fälle in der Öffentlichkeit falsch eingeordnet wurden. Aus Cösters Sicht sei es unangemessen, daran eine Integrationsdebatte aufzuziehen. Es handele sich um eine relativ geringe Zahl von Menschen, die es betreffe. "Dennoch brauchen diese Männer und Frauen Anlaufstellen, die helfen", sagt sie. Und die gebe es bislang noch nicht.
Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.12.2009
- Datum 07.12.2009 - 14:49 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Die Ehre hat Millionen umgebracht und niemanden gerettet!" (J. B. E. Zorc in "Das fünfte Element").
Davon abgesehen: 25 Fälle wurden untersucht, davon erwiesen sich 10 als Ehrenmorde. Zwar ist die statistische Basis ein bißchen schwach, aber das sind immerhin 40%. Wenn man also diese Zahl mal als Grundlage nimmt - oha, von was bitte soll man da sonst ausgehen, als von einem kulturell bedingten Phänomen?
"25 Fälle wurden untersucht, davon erwiesen sich 10 als Ehrenmorde. ...das sind immerhin 40%."
O Gott, bitte zwischen verschiedenen Stichproben unterscheiden: Es wurden nicht 25 Mordfälle mit muslimischen Tätern untersucht, sondern 25 Mordfälle, die in den Medien als Ehrenmorde bezeichnent wurden. Davon waren nur 40% tatsächlich Ehrenmorde.
Das bedeutet, dass die tatsächliche Anzahl deutlich unter der Wahrgenommen liegt und nicht, dass 40% aller Morde Ehrenmorde sind.
Sind es Filme? :-). gibt,s bei Kinoevents keine Discussions Moeglichkeit?
"25 Fälle wurden untersucht, davon erwiesen sich 10 als Ehrenmorde. ...das sind immerhin 40%."
O Gott, bitte zwischen verschiedenen Stichproben unterscheiden: Es wurden nicht 25 Mordfälle mit muslimischen Tätern untersucht, sondern 25 Mordfälle, die in den Medien als Ehrenmorde bezeichnent wurden. Davon waren nur 40% tatsächlich Ehrenmorde.
Das bedeutet, dass die tatsächliche Anzahl deutlich unter der Wahrgenommen liegt und nicht, dass 40% aller Morde Ehrenmorde sind.
Sind es Filme? :-). gibt,s bei Kinoevents keine Discussions Moeglichkeit?
Im übrigen glaube ich, dass hier falsch an die Sache dran gegangen wird. Es mag nur wenige "echte" Ehrenmorde geben, aber es gibt massenhaft Unterdrückung und Quasi-Versklavung von Frauen. Diese Frauen werden -metaphorisch - gefangen halten, damit Männer die Macht über sie ausüben können. Mir ist egal, ob das Muslime oder Christen sind, diese Scheiße muss beendet werden.
In Deutschland gibt es auch tötumgsfälle Spezifischer art ohne Migranten hintergrund, also ist es kein Phänomen sondern bestandteil des Menschen bzw. Mann und Frau ,die Motive können auch Spezifisch sein, das grund prinzip und Motiv bleibt das gleische.
aber keiner in unserem Kulturkreis behauptet ER WOLLE DIE
EHRE DER FAMILIE RETTEN , das "Motto" in Wahrheit ist doch
oft: wir wollen uns mit den Unglaeubigen nich liieren !bin
lernfaehig, wenn SIE meinen .
aber keiner in unserem Kulturkreis behauptet ER WOLLE DIE
EHRE DER FAMILIE RETTEN , das "Motto" in Wahrheit ist doch
oft: wir wollen uns mit den Unglaeubigen nich liieren !bin
lernfaehig, wenn SIE meinen .
ob die nun in einer christliche oder islamischen Ehe vorkommt, ist stets ein sicheres Anzeichen dafür, dass den "Combatanten" die verbalen Argumente ausgegangen sind. Diesem Umstand dürfte in aller Regel ein zu geringes Maß an intellektuellen Ressourcen zugrunde liegen, bzw. eine Erziehung/Konditionierung, die ein Gespräch auf partnerschaftlicher Augenhöhe bereits von vornherein auf tönerne Füße stellt.
Dies wirkt sich im Ergebnis um so drastischer aus, als sich (zumeist) der Mann in der Ehe als unumschränkter Beherrscher wähnt, weil ihm eben seine Prägung, die ihn seit Kindesbeinen an indoktriniert hat, dieses als sein gewachsenes 'Vorrecht' eingeflößt hat. Da geschieht es leider allzu oft, dass "Mann" nicht aus seiner zu engen Haut kann und sich mit schierer Gewalt den Weg zu seinem überkommenen 'Vorrecht' zu bahnen sucht. Fühlt sich dann auch noch das im Grunde nur kleine Ego in seinem bisschen Ehre und Stolz verletzt, klinkt sich der vollends überforderte Verstand ganz aus, und wir müssen aus den Medien einmal mehr die traurigen Berichte über Ehrenmord und ähnlich intendierte Verbrechen an Menschen erfahren:
Wieder einmal hat mangelnder Verstand, vorsätzlich herbeigeführte geistige Verblendung, in Verbindung mit einem kranken Verständnis dessen was ehrbar ist und die nur hohle Empfindung eines überbordendem Stolz, zu einer menschlichen Tragödie geführt; Die einstmals geliebte (weil damals noch nach der eigenen Pfeife tanzende) Schwester/Ehefrau wurde der "Ehre" geopfert!
"25 Fälle wurden untersucht, davon erwiesen sich 10 als Ehrenmorde. ...das sind immerhin 40%."
O Gott, bitte zwischen verschiedenen Stichproben unterscheiden: Es wurden nicht 25 Mordfälle mit muslimischen Tätern untersucht, sondern 25 Mordfälle, die in den Medien als Ehrenmorde bezeichnent wurden. Davon waren nur 40% tatsächlich Ehrenmorde.
Das bedeutet, dass die tatsächliche Anzahl deutlich unter der Wahrgenommen liegt und nicht, dass 40% aller Morde Ehrenmorde sind.
"Anders als bei der "normalen" Beziehungstat stehe beim Ehrenmord in der Regel eine ganze Familie dahinter"
Damit wird der Begriff Ehrenmord auf einen Punkt verkürzt. Wenn man Ehrenmord so definiert sind es natürlich weniger Fälle.
"Grundsätzlich sei es für Außenstehende extrem schwer, den Begriff der Ehre unter Migranten nachzuvollziehen, stellt Cöster fest."
Wenn Frau Cöster nicht weiß was für einen Migranten Ehre bedeutet, wie sich seine Ehre definiert, dann kann sie auch nicht sagen ob es ein Mord aus Ehre war oder nicht. Macher mag sich in seiner Ehre schon verletzt fühlen wenn ein Frau NEIN zu ihm sagt.
keine Verharmlosung der Tat einhergehen soll, bin ich einverstanden.
Infos darüber, daß sich viele Frauen vor ihren Familien versteckt halten müssen, nachdem sie von ihnen mit dem Tod bedroht wurden.
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