Rollenbilder für Mädchen Das Trauma in Rosa
Verschont Mädchen mit rosa Geschenken! Die britischen Aktivistinnen von "Pink Stinks" wenden sich gegen den Prinzessinnenkult. Wir denken an die Jungs in Kaki und Blau.
Rosa riecht ranzig. Die Gründerinnen von "Pinkstinks" Emma und Abi Moore finden, es stehe für überholte Rollenmodelle. Sie fordern: Boykottiert rosa Traumschlösser, Puppenküchen, Prinzessinnenbücher und Feenkleider zu Weihnachten! Sonst werden eure Töchter keine selbstbewussten Frauen. Eine Prinzessin macht nicht Karriere, sie wartet nur auf ihren Prinzen.
Das Selbstbewusstsein schon kleiner Mädchen verschlechtere sich seit Jahren, behauptet "Pinkstinks". Das läge daran, dass sie sich immer früher an Schönheitsidealen messen. In den Medien bekämen sie nur die dünnen, reichen, berühmten und die mit wichtigen Männern ausgestatteten Frauen als Vorbilder präsentiert. Mode zählt in dieser Welt mehr als intellektuelle Herausforderung, Netzwerke mehr als Freundschaft. All dies wird laut "Pinkstinks" symbolisiert durch die Hassfarbe der emanzipierten Frau: rosa.
Trainieren Mädchen beim Puppenanziehen also schon für den Verzicht auf die Eigenständigkeit? Gibt es also gar keine gläserne Decke, an der die Frauen scheitern? Frauen verdienen weniger als Männer, weil sie im Grunde ihres Herzens immer nur Prinzessin werden wollen? Nachdem sie die Jungs in der Schule und im Studium ausgestochen haben, holt sie das Rosa-Trauma auf irgendwelchen geheimen Umwegen wieder ein?
Gerechtigkeitshalber müsste man dann auch die Rolle der gleichaltrigen Prinzen beleuchten. Dunkelblau ist ihr Schicksal. Der kleine Mann wird eingeschworen auf ein Dasein im blauem Einheitsanzug, gedrillt zum Familienernährer und skrupellosen Bankenvernichter. Unter den wenigen anderen Farben, die den Jungen noch zur Verfügung stehen, bleibt Kaki. Denn der kleine Prinz ist immer auch ein kleiner Krieger. Aus seinem Mund kommen Befehle in zackiger Sprache, und natürlich hat er immer nur Gewalt im Kopf: "Ich schieß dich tot. Peng." Ganz klar, wo das hinführt, Schulversagen, Ballerspiele, Amoklauf, Neonazi-Karriere, S-Bahn-Schläger. Alles wegen Kaki-Hose und Camouflage-Shirt.
Was also ist die Lösung? Vielleicht einfach den Spieß umdrehen? Den kleinen Kerlen rosa Rüschen verordnen! Kaki-Hosen für die Mädchen!
Wie wäre es einfach mit etwas mehr Gelassenheit? Seid Vorbilder, die selbst Klischees vermeiden. Und schaut genau hin: Die weltoffenen Mädels sind nämlich spätestens mit sieben oder acht Jahren weg von dem Rosa-Trip. Besonders die, die mit vier Jahren am konsequentesten Prinzessin spielten, verbannen all die 1000 rosa Sachen zwei Jahre später verächtlich aus dem Kleiderschrank. Plötzlich stehen ihnen dunkelblaue Jeans, die kakifarbene Cargohose ebenso zur Verfügung wie ein knallrotes Röckchen und ein lila Kleid, das herrlich schwingt beim Drehen. Und sie haben gelernt: Es ist so toll, eine Frau zu werden. Vor Kurzem mussten sie das noch ordentlich feiern in einem Rosa-Rüschen-Rausch. Na und? Jetzt tragen sie auch mal Dunkelblau und Kaki, sind gut in Mathe und kochen auch mal gern.
Auch die Jungen feiern ihre neu entdeckte Männlichkeit mit vier. Allerdings haben sie einen gravierenden Nachteil gegenüber den Mädchen. Ihnen öffnet sich nämlich keine neue Farbwelt. Für sie bleibt es bei dunkelblau und kaki. Wie traurig.
- Datum 15.12.2009 - 19:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 30
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... finden wir zurück zu Rosa. Mit pinken Haaren.
Die Safarilook-Farbe hat keineswegs mit der Kaki-Frucht zu tun, dafür aber umso mehr mit dem persischen Wort für "Erde" - khak... daher bitte mit "kh"!
ich wollte es auch nicht glauben... aber Khaki darf man auch ohne h schreiben.
Was nicht heißt, dass man es sollte.
ich wollte es auch nicht glauben... aber Khaki darf man auch ohne h schreiben.
Was nicht heißt, dass man es sollte.
Kann mich Ihnen nur anschliessen, Frau Sadigh. Ein bisschen mehr Gelassenheit. Und Humor. Ich dachte auch, wir wären inzwischen etwas weiter und dieser Grabenkrieg wäre irgendwann in den späten 80ern begraben worden. Pink als Symbolfarbe für die nichtintellektuelle uneigenständige Frau? Versteh ich nicht? Früher war Frau's billige Pluderhose lila, und nach ein paarmal Waschen sah das gefährlich rosa aus....
Übrigens, mein Auto ist puderrosa. Total cool! Meine Söhne fahren ihn nur im Notfall und manche Männer finden ihn absolut attraktiv - als Zweitwagen für ihre Frauen, jeje.
Ich sehe das nich tso. Kennt hier jemand die Sendung "Wir sind Schwanger"? Da wird die Schwangrschaft vom Model Jana-Ina "dokumentiert". Als sie erfuh, dass es ein Junge ist, war sie furchtbar traurig, dass sie kein Rosa Prinzessinenzimmer herrichten durfte, sondern es jetzt an ein blaues Fußballzimmer geht. ich war erschrocken, welche Rollen heut zu tage, immernoch die Kinder durchleben müssen. Ich finde das nicht gut. Eine Erziehung muss sicherlich einem Kind einen Platz im leben geben, es die Möglichkeit geben sich selsbt zu entfalten, aber das passiert siche rnicht, wenn die üblichen Klischees bedient werden, nur damit dann Mädchen die Blau tragen und Fußball spielen in der Schule ausgelacht oder nicht akzeptiert werden.
Woher ich das weiß? Mit ging es genau so. ich war das einzige Mädchen, dass nichts von Make-Up und hübscher kleidung hielt. Ich hab Fußball gespielt und mich dreckig gemacht, wie die Jungs. Spätestens ab der 5. Klasse wurde ich nicht mehr akzeptiert und durfte nicht mehr mitspielen. Weil die Jungs eben schon in dem Alter die Klischees der Eltern aufgesaugt haben und auf dem Schulhof transportieren.
(Ist noch nicht so lange her, ich bin 22 Jahre alt)
Daher plädire ich: Schenkt den Mädchen einen fußbal und den Jungs eine Puppenküche! Bringt die Rollen durcheinander, bis sie sich selbst auflösen, und jeder einen individuellenW ert, jenseits von Vorgaben erhällt.
Ich sehe das nich tso. Kennt hier jemand die Sendung "Wir sind Schwanger"? Da wird die Schwangrschaft vom Model Jana-Ina "dokumentiert". Als sie erfuh, dass es ein Junge ist, war sie furchtbar traurig, dass sie kein Rosa Prinzessinenzimmer herrichten durfte, sondern es jetzt an ein blaues Fußballzimmer geht. ich war erschrocken, welche Rollen heut zu tage, immernoch die Kinder durchleben müssen. Ich finde das nicht gut. Eine Erziehung muss sicherlich einem Kind einen Platz im leben geben, es die Möglichkeit geben sich selsbt zu entfalten, aber das passiert siche rnicht, wenn die üblichen Klischees bedient werden, nur damit dann Mädchen die Blau tragen und Fußball spielen in der Schule ausgelacht oder nicht akzeptiert werden.
Woher ich das weiß? Mit ging es genau so. ich war das einzige Mädchen, dass nichts von Make-Up und hübscher kleidung hielt. Ich hab Fußball gespielt und mich dreckig gemacht, wie die Jungs. Spätestens ab der 5. Klasse wurde ich nicht mehr akzeptiert und durfte nicht mehr mitspielen. Weil die Jungs eben schon in dem Alter die Klischees der Eltern aufgesaugt haben und auf dem Schulhof transportieren.
(Ist noch nicht so lange her, ich bin 22 Jahre alt)
Daher plädire ich: Schenkt den Mädchen einen fußbal und den Jungs eine Puppenküche! Bringt die Rollen durcheinander, bis sie sich selbst auflösen, und jeder einen individuellenW ert, jenseits von Vorgaben erhällt.
Man glaubt es kaum: Jungen werden auch kritisch beleuchtet? Nicht einfach der Vorwurf: Mädchen sind ja soooooooo... "benachteiligt" und Jungen sooooooo... "privilegiert"?
Endlich. Grau, schwarz, grün und rot sind übrigens auch schön- mindestens ebenso schön, wie pink, khaki und dunkelblau. Für beide Geschlechter. Und so herrlich unpolitisch...
ich wollte es auch nicht glauben... aber Khaki darf man auch ohne h schreiben.
Was nicht heißt, dass man es sollte.
bei diesen themen (frauenbenachteiligung) bin ich immer wieder geneigt auf den kalender zu schauen und mich davon zu überzeugen, dass doch nicht der 1. april ist - der knaller ist aber dass solche auswüchse auch noch in zeitungen veröffentlicht werden
jaja der neid ist schon was schlimmes, buben dürfen sooo viel mädchen sooo wenig
spritzen dann diese aktivistinnen frauen in pinken klamotten mit blauem farbspray an, so wie die von peta die pelzträgerinnen??
Oh wie schön, ein antifeminist und ein spziesit in einer Person. Na mit ihnen hätte ich keine Freude!
Oh wie schön, ein antifeminist und ein spziesit in einer Person. Na mit ihnen hätte ich keine Freude!
Von wegen den Jungen öffne sich keine neue Farbwelt: schließlich laufen doch unzählige Jungs in rosa Polohemden rum. Manche haben sogar einen Glitzerstein im Ohr, was dem Vorurteil "Glitzerglamour nur für Mädels" widerspricht ;)
Was man davon hält, bleibt wieder jedem selbst überlassen; manchen steht's - anderen eben nicht. Verallgemeinerung ist hier also mal wieder Schwachfug.
Schließe mich in diesem Sinne der Meinung "mehr Humor, mehr Gelassenheit" an ;)
Hier im Aritkel geht es aber um junge Kinder und nich tum Metrosexuelle Jugendliche, die in der tat immer häufiger einem Stil verfallen,w elcher alle Rollen sprengt. Find ich Super.
Hier im Aritkel geht es aber um junge Kinder und nich tum Metrosexuelle Jugendliche, die in der tat immer häufiger einem Stil verfallen,w elcher alle Rollen sprengt. Find ich Super.
war nie frei von Komplikationen, unbeschwert war sie nie.Aber heute ist sie dermaßen ueberfrachtet mit Ideen,Forderungen und vorstellungen,dass man sich erstaunt fragen kann ob die Paarbindung in der westlichen hemispäre ueberhaupt noch funzt .Und das soll jetzt nicht heissen,frueher war alles besser.War es nicht,aber obs heute soviel besser ist?
Wenn man jetzt schon Kindern in die Hirne einzutrichtern versucht was politisch korrekt ist und was nicht (nach Meinung der Eltern),statt dass sie unbeschwert ihrer Beschäftigungen nachgehen können,dann muss man hier die Notbremse ziehen.
Ich bitte Sie! Natürlich ist so gut wie alles was wir sagen in irgendeiner form politisch. aber hier geht es noch nichteinmal direkt um Politik sondenr um die gesellschaft in der wir leben. Meine Kinder sollen mal in eienr Leben, in der frauen nicht schlechter bezahlt werden als männer, i der frauen nicht die meisten niedriglohn-jobs abbekommen, in der frauen nicht nur selten führungspersönlichkeiten sind. Und ja, ich finde, dass auch so etwas kleines, wie die kleidung, durchaus etwas sehr radikales aussagen kann. Oder warum werdn Hosen tragende Frauen in amcnhen teilen der welt gesteinigt?
Auch in Europa musste sich die frau die Hose hart erkämpfen. Kleider machen leute, das sollte man nicht zu leicht nehmen. Das fängt selbstverständlich im keiensten alter an. Ich möchte mal mein kind soerziehen, dass es nich denkt, es müsse Prinzessin sein, sondern dass es wählen kann ob es Karatekit, Ritter, Prinzessin oder Prinz sein möchte. Das geht nicht, wenn es von den eltern in einen angeblich weiblichen stil gedrängt wird, welcher nur warme Farben und schwache Rollen erlaubt.
es sind genau solche artikel wie diese, die dazu führen, daß beide geschlechter immer wieder gegeneinander aufgewiegelt werden.
ein paar klischees / antiklischees, und sofort tut sich eine diskussionsrunde aus whinern beider seiten auf, die fröhlich auf einander loshacken, weil beide furchtbar benachteiligt sind.
;-)
Ich bitte Sie! Natürlich ist so gut wie alles was wir sagen in irgendeiner form politisch. aber hier geht es noch nichteinmal direkt um Politik sondenr um die gesellschaft in der wir leben. Meine Kinder sollen mal in eienr Leben, in der frauen nicht schlechter bezahlt werden als männer, i der frauen nicht die meisten niedriglohn-jobs abbekommen, in der frauen nicht nur selten führungspersönlichkeiten sind. Und ja, ich finde, dass auch so etwas kleines, wie die kleidung, durchaus etwas sehr radikales aussagen kann. Oder warum werdn Hosen tragende Frauen in amcnhen teilen der welt gesteinigt?
Auch in Europa musste sich die frau die Hose hart erkämpfen. Kleider machen leute, das sollte man nicht zu leicht nehmen. Das fängt selbstverständlich im keiensten alter an. Ich möchte mal mein kind soerziehen, dass es nich denkt, es müsse Prinzessin sein, sondern dass es wählen kann ob es Karatekit, Ritter, Prinzessin oder Prinz sein möchte. Das geht nicht, wenn es von den eltern in einen angeblich weiblichen stil gedrängt wird, welcher nur warme Farben und schwache Rollen erlaubt.
es sind genau solche artikel wie diese, die dazu führen, daß beide geschlechter immer wieder gegeneinander aufgewiegelt werden.
ein paar klischees / antiklischees, und sofort tut sich eine diskussionsrunde aus whinern beider seiten auf, die fröhlich auf einander loshacken, weil beide furchtbar benachteiligt sind.
;-)
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