Nachhilfe Gutes Geld mit schlechten NotenSeite 2/2

Außerdem gelte es, die Gründe für die Nachhilfe auszuloten. Denn auch Probleme mit der Klasse, dem Lehrer oder der Schule können für Defizite in der Schule verantwortlich sein. Zudem sollten sich Eltern genauestens über die Qualität des zusätzlichen Lehrangebotes informieren. Bei Nachhilfeinstituten wie beispielsweise Schülerhilfe und Studienkreis sollten Eltern auf kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen achten.

Außerdem: Kennt sich der Nachhilfelehrer mit Lernstörungen wie etwa Legasthenie und Dyskalkulie aus? Über welche Vorkenntnisse, auch aus dem pädagogischen Bereich, verfügt er? Welche Methoden und Materialien verwendet er? Auch sollten mehrere Probestunden vereinbart werden. Denn als besonders wichtig erachtet Vintz, dass das Kind sich wohl fühlt. "Die Räume müssen nett gestaltet sein. Obendrein müssen Kind und Lehrer zueinander passen. Die Chemie zwischen Lehrer und Schüler muss stimmen." Dazu gehört laut Vintz auch, dass der Nachhilfelehrer dem Schüler den Unterrichtsstoff klar vermitteln kann.

Das sieht auch Lena Henning so. Sie prüft ihre Lehrer daher im Vorfeld sehr genau: "Für mich ist ein abgeschlossenes Pädagogikstudium noch kein Beweis dafür, dass jemand ein guter Lehrer ist. Unter Didaktik im Nachhilfebereich verstehe ich vor allem, dass man "einen guten Draht" zu den Schülern findet und den Stoff so zu erklären weiß, dass er beim Schüler auch wirklich ankommt. Dafür muss echtes Interesse an den Schülern vorhanden sein und nicht nur Liebe zur Mathematik oder Goethes Werther."

Klare Aussagen darüber, ob nun der private Nachhilfelehrer, oder das Nachhilfeinstitut in Sachen Qualität die Nase vorn haben, liegen nicht vor. Umfragen unter Eltern und Schülern haben sowohl Nachhilfeinstituten als auch privaten Nachhilfelehrern gute und schlechte Kritiken beschert. Laut Vintz gäbe es einen leichten Vorteil für den privaten Unterricht, da dieser üblicherweise einzeln erfolgt. Der Lehrer könne intensiver auf die Kinder eingehen. Henning ergänzt: "Im Einzelunterricht sind die Schüler am besten aufgehoben, die sich leicht ablenken lassen." Der Kleingruppenunterricht bietet laut Hennig andere Vorteile: "Schüler gehen motivierter in die Nachhilfestunde, weil sie nicht allein büffeln müssen. Zudem lernen die Schüler, miteinander umzugehen und anderen zu helfen."

Längerfristig ist es jedoch fraglich, ob Schulen die Förderung der Kinder als teure Privatangelegenheit der Eltern ansehen sollten. Denn nicht alle Familien können sich Nachhilfeunterricht leisten. Wenn er zur Selbstverständlichkeit wird, wird sich die ungerechte Bildungssituation der Kinder in Deutschland nicht verändern können. Die Bertelsmann-Stiftung weist in ihrer Studie darauf hin, dass manche skandinavische Länder oder auch die Niederlande und Kanada es schaffen, die individuelle Förderung in der Schule zu belassen. Kinder kommen hier weitgehend ohne Nachhilfe aus.

* Name von der Redaktion geändert

 

 
Leser-Kommentare
    • eins2
    • 06.03.2010 um 9:09 Uhr

    Es scheint eine Tatsache, dass die Verantwortlichen für Bildung in diesem Land seit den 60er Jahren komplett versagt haben.
    Zuvor gab es noch Nachwehen der alten Zeit. Hiernach hatte es niemand für notwendig gehalten oder war dazu fähig, die Bildung den wachsenden Anforderungen anzupassen; und das bei mehr finanziellen und personellen Möglichkeiten.
    Das Geld wurde woanders verpulvert, das durch weniger Schüler (Kinder) sowie Zusammenlegungen und sonstigen Maßnahmen über war.
    Alle haben gewusst, dass Deutschland künftig nur die Resourcen im Kopf zur Verfügung standen. Von kluger Bildungspolitik kann nicht die Rede sein. Seither wurde dort experimentiert, wo hätte richtig gute Schulpolitik betrieben werden müssen. Und nun zum Thema, warum ist es eigentlich (finanzielle) und sonstige Sache von Eltern, ihren Kindern Nachhilfe zu gewähren, wo doch hierfür die Bildungseinrichtrungen des Staates zuständig und gefordert sind.
    Zu wenige, auch qualuifizierte Lehrer, dann natürlich zu große Klasseneinheiten, und das bei einer Zuwandererproblematik. Das sind die wirklichen Gründe für die jetzige fatale Situation. Aber, es wird sich wieder alles schön geredet in dieser Republik so, wie es auch in anderen Bereichen üblich ist.
    Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
    Schaden vom Volke abwenden geht anders.

    • Eiseob
    • 06.03.2010 um 10:04 Uhr

    Mal abgesehen davon, dass das dreigliedrige Bildungssystem schon lange ein Relikt der alten Zeit sein müsste, liegt das eigentliche Problem der schlechten Ergebnisse des Schulsystems vor allem in der Umgebung, in der die Kinder aufwachsen. Ein Kind das zu Hause an den Fernsehr abgeschoben wird, in seiner Familie falsch behandelt wird, keine Erziehung genießt, wird es zwangsweise schwer haben in der Schule. Wir brauchen Ganztagsschulen, die die Kinder nicht nur mit Blick auf Unterrichtsmaterial fördern. Die Kinder brauchen gerade in einer Ganztagsschule auch Freiräume. Gut ausgebildtete Pädagogen sollten von 8:00 bis 19:00 zur Verfügung stehen. Es sollte Frühstück, Mittag und Abendbrot geben. Die Kosten sollten keine Rolle spielen. Eine verbesserte Chancengleichheit und eine gebildete Bevölkerung sollten Antrieb genug sein, auch wenn dafür woanders Geld gestrichen werden muss.

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    • lepkeb
    • 06.03.2010 um 10:34 Uhr

    Nein man muss Kindern Erfolgserlebnisse verschaffen und ganz wichtig, ihnen ihr Kindsein lassen.
    Aber das ist in der heutigen Zeit kaum noch von Interesse, denn die meisten Kinder werden von ihren Eltern schon ab 3 Jahren als Erwachsene betrachtet mit den Selben Leistungsansprüchen.
    Auch kann ich aus der Erfahrung aus dem näheren Verwandtenkreis sagen, das die meisten Lehrer vollkommen überfordert sind. So war es mehrmals möglich mit einer Stunde Nachhilfe die Woche Realschüler von einer 5 auf eine Eins und Zwei in Mathematik zu bringen.
    Und es lag immer an den Pädagogen, die oftmals ihre eigenen Aufgaben nicht lösen konnten. Auch war mir nicht klar was ein Schüler in der 9. Klasse mit vollständiger Induktion und Stochastik soll, wenn er noch nicht mal die Grundkenntnisse der Bruchrechnung beherrscht. Mal ausgenommen, dass damit auch eine Vielzahl von Studenten übefordert wären.

    Bitte erlauben Sie mir Ihre Idee weiter zudenken. Wenn Eltern die Möglichkeit haben sollten, ihre Kinder von 8 bis 19 Uhr in eine Ganztagsschule schicken zu können, möchte ich Ihnen empfehlen, die Kinder doch gleich in der Schule schlafen zu lassen. Oder besser. Nach der Geburt nimmt der Staat die Kinder sofort in Obhut und erzieht und bildet sie in Internaten zu mündigen Bürgern aus.
    Allerdings steht im GG (Art. 6 Absatz 3):
    "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern (!)und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."
    Wie sehr sollten wir, die staatliche Gemeinschaft, wachen?

    Denn da gibt es ja so viele weise Leute, die viel besser wissen, was für das Kind gut ist.

    Helft nicht den Leuten mit Arbeitsplätzen, von denen sie leben können und die Kraft und den Mut finden, ihre Kinder anständig zu erziehen.

    Sorgt nicht dafür, dass diese Gesellschaft weg von Blödzeitungen und -sendern kommt - nein, der Weg ist viel einfacher: Nehmt die Kinder weg und formt aus ihnen den neuen Menschen.

    Und was sagen die Kinder dazu? Ach so - das wissen diese weisen Leute natürlich auch besser.

    Und nun im Ernst: Wenn die Gesellschaft anfängt, Kinder nach Ihren abstrusen Ideen in zu internieren gehe ich in den Untergrund.

    • Hickey
    • 11.03.2010 um 9:45 Uhr

    Sie haben wohl keine Zeit für Kinder, dann schaffen sie sich auch keine an.

    Es gibt nichts schlimmeres als Karrieregeile Eltern, die auch noch glauben das ihre Kinder in der Schule/Kitas/etc. erzogen werden. Kindererziehung ist nunmal Elternsache, vor allem wenn sie selbst bestimmen wollen wie sich ihr Kind entwickelt.

    Genau diese Kinder, egal ob aus reichen oder mittelständischen verhältnissen sind die die immer Ärger machen, dazu gibt es auch Studien etc... und das passiert eben wenn die richtigen Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern wollen.

    • lepkeb
    • 06.03.2010 um 10:34 Uhr

    Nein man muss Kindern Erfolgserlebnisse verschaffen und ganz wichtig, ihnen ihr Kindsein lassen.
    Aber das ist in der heutigen Zeit kaum noch von Interesse, denn die meisten Kinder werden von ihren Eltern schon ab 3 Jahren als Erwachsene betrachtet mit den Selben Leistungsansprüchen.
    Auch kann ich aus der Erfahrung aus dem näheren Verwandtenkreis sagen, das die meisten Lehrer vollkommen überfordert sind. So war es mehrmals möglich mit einer Stunde Nachhilfe die Woche Realschüler von einer 5 auf eine Eins und Zwei in Mathematik zu bringen.
    Und es lag immer an den Pädagogen, die oftmals ihre eigenen Aufgaben nicht lösen konnten. Auch war mir nicht klar was ein Schüler in der 9. Klasse mit vollständiger Induktion und Stochastik soll, wenn er noch nicht mal die Grundkenntnisse der Bruchrechnung beherrscht. Mal ausgenommen, dass damit auch eine Vielzahl von Studenten übefordert wären.

    Bitte erlauben Sie mir Ihre Idee weiter zudenken. Wenn Eltern die Möglichkeit haben sollten, ihre Kinder von 8 bis 19 Uhr in eine Ganztagsschule schicken zu können, möchte ich Ihnen empfehlen, die Kinder doch gleich in der Schule schlafen zu lassen. Oder besser. Nach der Geburt nimmt der Staat die Kinder sofort in Obhut und erzieht und bildet sie in Internaten zu mündigen Bürgern aus.
    Allerdings steht im GG (Art. 6 Absatz 3):
    "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern (!)und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."
    Wie sehr sollten wir, die staatliche Gemeinschaft, wachen?

    Denn da gibt es ja so viele weise Leute, die viel besser wissen, was für das Kind gut ist.

    Helft nicht den Leuten mit Arbeitsplätzen, von denen sie leben können und die Kraft und den Mut finden, ihre Kinder anständig zu erziehen.

    Sorgt nicht dafür, dass diese Gesellschaft weg von Blödzeitungen und -sendern kommt - nein, der Weg ist viel einfacher: Nehmt die Kinder weg und formt aus ihnen den neuen Menschen.

    Und was sagen die Kinder dazu? Ach so - das wissen diese weisen Leute natürlich auch besser.

    Und nun im Ernst: Wenn die Gesellschaft anfängt, Kinder nach Ihren abstrusen Ideen in zu internieren gehe ich in den Untergrund.

    • Hickey
    • 11.03.2010 um 9:45 Uhr

    Sie haben wohl keine Zeit für Kinder, dann schaffen sie sich auch keine an.

    Es gibt nichts schlimmeres als Karrieregeile Eltern, die auch noch glauben das ihre Kinder in der Schule/Kitas/etc. erzogen werden. Kindererziehung ist nunmal Elternsache, vor allem wenn sie selbst bestimmen wollen wie sich ihr Kind entwickelt.

    Genau diese Kinder, egal ob aus reichen oder mittelständischen verhältnissen sind die die immer Ärger machen, dazu gibt es auch Studien etc... und das passiert eben wenn die richtigen Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern wollen.

    • lepkeb
    • 06.03.2010 um 10:34 Uhr

    Nein man muss Kindern Erfolgserlebnisse verschaffen und ganz wichtig, ihnen ihr Kindsein lassen.
    Aber das ist in der heutigen Zeit kaum noch von Interesse, denn die meisten Kinder werden von ihren Eltern schon ab 3 Jahren als Erwachsene betrachtet mit den Selben Leistungsansprüchen.
    Auch kann ich aus der Erfahrung aus dem näheren Verwandtenkreis sagen, das die meisten Lehrer vollkommen überfordert sind. So war es mehrmals möglich mit einer Stunde Nachhilfe die Woche Realschüler von einer 5 auf eine Eins und Zwei in Mathematik zu bringen.
    Und es lag immer an den Pädagogen, die oftmals ihre eigenen Aufgaben nicht lösen konnten. Auch war mir nicht klar was ein Schüler in der 9. Klasse mit vollständiger Induktion und Stochastik soll, wenn er noch nicht mal die Grundkenntnisse der Bruchrechnung beherrscht. Mal ausgenommen, dass damit auch eine Vielzahl von Studenten übefordert wären.

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    Ich zitiere:
    "... die meisten Lehrer [sind] vollkommen überfordert ..."
    "Und es lag immer an den Pädagogen, die oftmals ihre eigenen Aufgaben nicht lösen konnten."
    Interessant! Kennen Sie etwa alle Pädagogen, um solche Verallgemeinerungen ziehen zu können?
    Nun können sich die Kinder und die Eltern beruhigt zurücklehnen! Im Sofa vor dem Fernseher!
    Abschließend würde ich gerne von Ihnen wissen, was Sie sich unter Kindheit vorstellen. Ihrer Aussage (sinngemäß)jedoch, Kinder brauchen Erfolgserlebnisse, möchte ich zustimmen. Aber dazu müssen sie zuvor auch etwas geleistet haben. Wie sollten sich sonst Erfolgserlebnisse einstellen? Allerdings überfordern manche Elten ihre Kinder, indem sie diese bei einer Realschulempfehlung auf das Gymnasium schicken.

    Ich zitiere:
    "... die meisten Lehrer [sind] vollkommen überfordert ..."
    "Und es lag immer an den Pädagogen, die oftmals ihre eigenen Aufgaben nicht lösen konnten."
    Interessant! Kennen Sie etwa alle Pädagogen, um solche Verallgemeinerungen ziehen zu können?
    Nun können sich die Kinder und die Eltern beruhigt zurücklehnen! Im Sofa vor dem Fernseher!
    Abschließend würde ich gerne von Ihnen wissen, was Sie sich unter Kindheit vorstellen. Ihrer Aussage (sinngemäß)jedoch, Kinder brauchen Erfolgserlebnisse, möchte ich zustimmen. Aber dazu müssen sie zuvor auch etwas geleistet haben. Wie sollten sich sonst Erfolgserlebnisse einstellen? Allerdings überfordern manche Elten ihre Kinder, indem sie diese bei einer Realschulempfehlung auf das Gymnasium schicken.

  1. Was für ein durcchsichtiger Artikel! In den Schulen sitzen die Kinder und Jugendlichen bis zu 35 Personen in einer Klasse.
    Das G8-Abitur ( das Gequake bezüglich der Anpassung an andere Länder) überfordert Schüler und Lehrer.
    Das Bildungssystem wird kaputtgespart. Die, die es sich leisten können, zahlen Privatschulen und Nachhilfe.
    Die Politik gibt das Geld lieber den Zockern in den Banken.

  2. Der Nachhilfeboom ist der Spiegel einer Pädagogik, die Null Risiko und NUll Verantwortung für ihr Tun übernimmt. Der Unterrichtsvollzugsbeamte hat jeden Tag die Schablonen bereitzuhalten, in die sich die Schüler einzufügen haben. Wenn die sich noch sträuben oder bereits apathisch resigniert haben, sind sie auffällig und defekt. Dafür gibt es dann wieder einen neuen fachchinesischen Begriff, mit dem man davon ablenkt, dass man weder was kann noch was können lernen will. Die Kinder werden einfach neu etikettiert und die Schablone für sie werden noch enger gestanzt. Man beschwört, dass man mit mehr als 0,5 Schülern den Schüler nicht individuell genug fördern kann. Dabei sind die "Förderergebnisse im Vergleich zu der Zeit, wo man noch doppelt soviele Kinder fördern musste, geradezu katastrophal gesunken. Wir schreiben z.B. heute doppelt soviele Rechtschreibfehler wie vor 32 Jahren, als man die Masche mit der "Legasthenieförderung" einführte. Das daraus resultierende Milliarden-Pleite-Geschäft der Pädagogik finanzieren zu 100% die Eltern.
    Wer würde sich so etwas von seiner Autowerkstatt bieten lassen??? Für Autos gehen wir auf die Barrikaden, für Kinder unterwerfen wir uns und sie scheints jedem beliebigen Irrsinn.
    Not amused.
    Franz Josef Neffe

  3. kallewestrich - Also ob die ländlichen Institute immer so diesen vollen Häuser haben (siehe oben)? Ganz sicher nicht, es ist eher so, dass wenige Schüler quer durch die Klassen zusammenhocken und nicht viel mitbekommen! Das Institut am Rande der Rentabilität! Das ksotet nämlich seit EURO auch mehr als früher. Aber dass die Eltern Lösungen außerhalb der Schule suchen, ist doch klar. Dort klappt es ja eben nicht, mit dem Verstehen! Das kann auch Förderunterricht nicht beseitigen. Nur in sehr wenigen Fällen. Das Gros bleibt so wie zuvor. Allerdings schicken berufstätige Eltern gerne in Förderunterricht oder Privatunterricht, um die Kinder den Nachmittag über unter zu haben. Ich votiere klar für Einzelunterricht. Wer keine jahrelangen Lücken hat ist in kurzer Zeit wieder auf den Beinen.

  4. Also ob die ländlichen Institute immer so diesen vollen Häuser haben (siehe oben)? Ganz sicher nicht, es ist eher so, dass wenige Schüler quer durch die Klassen zusammenhocken und nicht viel mitbekommen! Das Institut am Rande der Rentabilität! Das ksotet nämlich seit EURO auch mehr als früher. Aber dass die Eltern Lösungen außerhalb der Schule suchen, ist doch klar. Dort klappt es ja eben nicht, mit dem Verstehen! Das kann auch Förderunterricht nicht beseitigen. Nur in sehr wenigen Fällen. Das Gros bleibt so wie zuvor. Allerdings schicken berufstätige Eltern gerne in Förderunterricht oder Privatunterricht, um die Kinder den Nachmittag über unter zu haben. Ich votiere klar für Einzelunterricht. Wer keine jahrelangen Lücken hat ist in kurzer Zeit wieder auf den Beinen.

  5. Bitte erlauben Sie mir Ihre Idee weiter zudenken. Wenn Eltern die Möglichkeit haben sollten, ihre Kinder von 8 bis 19 Uhr in eine Ganztagsschule schicken zu können, möchte ich Ihnen empfehlen, die Kinder doch gleich in der Schule schlafen zu lassen. Oder besser. Nach der Geburt nimmt der Staat die Kinder sofort in Obhut und erzieht und bildet sie in Internaten zu mündigen Bürgern aus.
    Allerdings steht im GG (Art. 6 Absatz 3):
    "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern (!)und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."
    Wie sehr sollten wir, die staatliche Gemeinschaft, wachen?

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    • Eiseob
    • 06.03.2010 um 16:28 Uhr

    Meiner Meinung nach sollte man weniger das Recht der Eltern betonen. Die Kinder müssen im Mittelpunkt stehen, denn sie sind es, die an einer verkorksten Kindheit leiden. Wenn also die Eltern nicht ihrer Pflicht der Pflege und Erziehung nachkommen (leider viel zu viele), sollte der Staat Aternativen zur Verfügung stellen. Die Liebe und Geborgenheit einer unmittelbaren Bezugsperson (Eltern) ist wichtig. Sollte diese aber nicht gegeben sein, wäre ein Internat für das Kind und seine Zukunft wünschenswert. Das einzige was Schule nicht bieten kann ist dieses spezielle Verhältnis zwischen Eltern und Kind, das laut Entwicklungspsychologen wichtig ist. Dafür muss das Kind aber nicht durchgehend mit seinen Eltern zusammen sein. Der Abend und das Wochenende sind sowieso größtenteils die Zeiträume in denen sich Eltern und Kinder sehen. Frühstück und Abendbrot in der Schule sollten auch keine Pflicht, sondern ein Angebot sein.

    • Eiseob
    • 06.03.2010 um 16:28 Uhr

    Meiner Meinung nach sollte man weniger das Recht der Eltern betonen. Die Kinder müssen im Mittelpunkt stehen, denn sie sind es, die an einer verkorksten Kindheit leiden. Wenn also die Eltern nicht ihrer Pflicht der Pflege und Erziehung nachkommen (leider viel zu viele), sollte der Staat Aternativen zur Verfügung stellen. Die Liebe und Geborgenheit einer unmittelbaren Bezugsperson (Eltern) ist wichtig. Sollte diese aber nicht gegeben sein, wäre ein Internat für das Kind und seine Zukunft wünschenswert. Das einzige was Schule nicht bieten kann ist dieses spezielle Verhältnis zwischen Eltern und Kind, das laut Entwicklungspsychologen wichtig ist. Dafür muss das Kind aber nicht durchgehend mit seinen Eltern zusammen sein. Der Abend und das Wochenende sind sowieso größtenteils die Zeiträume in denen sich Eltern und Kinder sehen. Frühstück und Abendbrot in der Schule sollten auch keine Pflicht, sondern ein Angebot sein.

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