Bildungsstudie Im Süden lernt es sich besser

Schüler aus dem Norden hängen ihren Altersgenossen aus Bayern oder Sachsen Jahre hinterher. Wer nicht gerade zur Oberschicht gehört, hat schlechtere Bildungschancen.

Die Schüler im Süden Deutschlands haben bei einem neuen Länder-Schulleistungsvergleich wieder einmal am besten abgeschnitten. Klare Sieger sind die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Sachsen und Rheinland-Pfalz konnten sich in der Spitzengruppe platzieren. Zum Teil gilt dies auch für Hessen. Schlusslicht in fast allen Disziplinen ist Bremen.

Die Untersuchung, die Fachleute erstmals auf Basis neuer bundesweiter Bildungsstandards unternahmen, löst den bisherigen Pisa-Bundesländer-Vergleich ab. Getestet wurden die Leistungen von 41.000 Schülern der 9. Klasse in Deutsch und Englisch. 1500 Schulen nahmen teil.

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Wie schon bei früheren Pisa-Bundesländervergleichen stellten die Forscher vom Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen ein großes Leistungsgefälle zwischen dem Norden und dem Süden der Bundesrepublik fest. Beim Leseverständnis im Fach Deutsch – der wichtigsten Schlüsselkompetenz für das Lernen – hatten bayerische Schüler gegenüber Gleichaltrigen aus Bremen im Schnitt einen Wissensfortschritt von über einem Schuljahr. Beim mündlichen Textverständnis betrug der Abstand sogar fast eineinhalb Jahre.

Erneut belegt der Test die extrem hohe Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland. Bundesweit hat ein Kind aus der Oberschicht gegenüber einem Schüler aus einer Facharbeiterfamilie auch bei gleicher Intelligenz und Lernvermögen eine 4,5 mal so große Chance, ein Gymnasium zu besuchen.

Besonders ausgeprägt ist das soziale Bildungsgefälle in Baden-Württemberg und Bayern, wo die Chancen von Akademikerkindern gegenüber gleichintelligenten Facharbeiterkindern 6,6 beziehungsweise 6,5 mal so hoch sind. Negativ-Werte in Sachen sozialer Förderung werden auch in Niedersachsen (5,8 mal), Schleswig-Holstein (5,6) und Nordrhein- Westfalen (5,5) erreicht – während Berlin mit 1,7 den besten Wert erzielt.

Fast 18 Prozent aller Neuntklässler in Deutschland haben laut der Untersuchung einen Migrationshintergrund – in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen werden Spitzenwerte um 30 Prozent erreicht. Dabei fanden die Forscher erhebliche Lernunterschiede zwischen den jeweiligen nationalen Gruppen.

Jugendliche türkischer Herkunft erzielten in der Schlüsselkompetenz Lesen/Textverständnis die schlechtesten Werte, während zugewanderte Jugendliche aus Polen und aus der ehemaligen Sowjetunion deutlich besser abschnitten. Innerhalb der einzelnen Herkunftsgruppen wurde zudem eine erhebliche Spreizung der Leistungen festgestellt.

Sowohl in Deutsch als auch in der ersten Fremdsprache Englisch testeten die Bildungsforscher Lesen und Zuhören. In Deutsch untersuchten sie zudem die Kenntnisse in Orthografie.

Die Entwicklung bundeseinheitlicher Bildungsstandards durch die Kultusministerkonferenz war eine Folge der verheerenden Ergebnisse der ersten deutschen Pisa-Studie von 2000. Deutschland hatte bei dem internationalen Leistungsvergleich in der wichtigen Schlüsselkompetenz Lesen/Textverständnis nur mäßig abgeschnitten.

Die Ergebnisse zeigten zudem, dass fast ein Viertel der 15- Jährigen in Deutschland nur auf Grundschulniveau Texte verstehen konnte. Inzwischen gibt es Bildungsstandards für die Grundschule, für den Hauptschulabschluss und für die Mittlere Reife. Ein Katalog für die gymnasiale Oberstufe ist in Arbeit.

Der deutsche Pisa-Forscher Jürgen Baumert verlangte in Kenntnis der Ergebnisse eine konsequente Frühförderung und noch mehr individuelle Hilfen für Risiko-Schüler in Deutschland. Kinder aus Migrantenfamilien und aus bildungsfernen Schichten benötigten noch mehr Unterstützung, sagte Baumert dem Tagesspiegel .

Dabei hätten die nunmehr seit fast zehn Jahren in Deutschland regelmäßig vorgelegten Schultests einen Mentalitätswandel in Politik und Öffentlichkeit bewirkt. "Die Aufmerksamkeit für Bildung ist größer und differenzierter geworden und die deutsche Überheblichkeit hat einen Dämpfer erhalten".
 

 
Leser-Kommentare
  1. Je weniger Gesamtschulen es in einem Bundesland gibt, desto besser sind die Schüler. Tja.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Je weniger Gesamtschulen es in einem Bundesland gibt, desto ausgeprägter ist das soziale Bildungsgefälle. Tja.

    Check your premises.

    Akademikerkinder machen Abitur, Kinder von Facharbeiten Realschule. Schöne heile Welt. Leider die von vor 100 Jahren. Was nützt uns eine gut ausgebildete Elite, wenn der Unterbau fehlt? Warum schaffen es Bayern und Baden-Württemberg nicht, auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu guten Leistungen zu führen? Warum schaffen es wesentlich weniger Facharbeiterkinder oder Hartz IV-Kinder nicht? Sind die etwa dümmer? Wir verschleudern wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial, wenn wir einer großen Bevölkerungsgruppe den Zugang zu Bildung verbauen.
    Es muss ja nicht die Gesamtschule sein, aber das System muss verdammt nochmal offen und durchlässig für alle soziale Schichten sein, sodass grundsätzlich jeder gleiche Aufstiegschancen hat. Und das scheint es in Bayern und Baden-Württemberg nicht zu sein.
    Ich war als Schüler übrigens auf einer Gesamtschule und bin dann auf ein renommiertes altsprachlich-humanistisches Gymnasium gewechselt um dort Abitur zu machen. In den Naturwissenschaften waren wir Gesamtschüler fast ein Jahr im Vorsprung, in Mathe mindestens ein paar Wochen.. Und dabei wurde ich in den Naturwissenschaften Zweigübergreifend mit Real- und Gymnasialschülern unterrichtet.

    Es muss doch möglich sein, dass man Schüler_innen aus sozial schwächeren Schichten bei entsprechenden Fähigkeiten hohe Abschlüsse ermöglicht UND einen hohen Standard erreicht.

    Man sollte Bayern und Baden-Württemberg nicht überbewerten..

    Da schließt einer...

    Weniger Gesamtschulen = bessere Schüler

    Implikation: weg mit Gesamtschulen!

    Ich schließe...

    Weniger Feuerwehrautos am Brandherd = geringerer Sachschaden

    Implikation: weg mit der Feuerwehr!

    Je weniger Gesamtschulen es in einem Bundesland gibt, desto ausgeprägter ist das soziale Bildungsgefälle. Tja.

    Check your premises.

    Akademikerkinder machen Abitur, Kinder von Facharbeiten Realschule. Schöne heile Welt. Leider die von vor 100 Jahren. Was nützt uns eine gut ausgebildete Elite, wenn der Unterbau fehlt? Warum schaffen es Bayern und Baden-Württemberg nicht, auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu guten Leistungen zu führen? Warum schaffen es wesentlich weniger Facharbeiterkinder oder Hartz IV-Kinder nicht? Sind die etwa dümmer? Wir verschleudern wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial, wenn wir einer großen Bevölkerungsgruppe den Zugang zu Bildung verbauen.
    Es muss ja nicht die Gesamtschule sein, aber das System muss verdammt nochmal offen und durchlässig für alle soziale Schichten sein, sodass grundsätzlich jeder gleiche Aufstiegschancen hat. Und das scheint es in Bayern und Baden-Württemberg nicht zu sein.
    Ich war als Schüler übrigens auf einer Gesamtschule und bin dann auf ein renommiertes altsprachlich-humanistisches Gymnasium gewechselt um dort Abitur zu machen. In den Naturwissenschaften waren wir Gesamtschüler fast ein Jahr im Vorsprung, in Mathe mindestens ein paar Wochen.. Und dabei wurde ich in den Naturwissenschaften Zweigübergreifend mit Real- und Gymnasialschülern unterrichtet.

    Es muss doch möglich sein, dass man Schüler_innen aus sozial schwächeren Schichten bei entsprechenden Fähigkeiten hohe Abschlüsse ermöglicht UND einen hohen Standard erreicht.

    Man sollte Bayern und Baden-Württemberg nicht überbewerten..

    Da schließt einer...

    Weniger Gesamtschulen = bessere Schüler

    Implikation: weg mit Gesamtschulen!

    Ich schließe...

    Weniger Feuerwehrautos am Brandherd = geringerer Sachschaden

    Implikation: weg mit der Feuerwehr!

    • hatem
    • 23.06.2010 um 7:24 Uhr

    Entfernt. Verzichten Sie auf diskriminierenden Zynismus. Die Redaktion/sh

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das ist hier die Frage.

    Man kann sich auch selbst ausgrenzen. Es gehören immer zwei Seiten dazu.

    Die Universität Maastricht hat in einer EU-weiten Studie die Auswirkungen von Migrantenkindern auf das Lernverhalten von ethnischen europäischen Schülern untersucht. Danach können Migranten als Schüler in Schulklassen extrem positive Auswirkungen haben, wenn sie etwa aus bildungsbeflissenen Staaten in Asien stammen. Genau das Gegenteil ist der Fall bei Schülern aus islamischen Ländern. Wo sie auftauchen, da ziehen sie alle ethnischen europäischen Schüler mit ihren Leistungen herunter. Am schlimmsten sind diese Auswirkungen in hierarchischen Schulsystemen wie in den Niederlanden und in Deutschland. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Dieser Effekt hat absolut nichts mit der sozialen Lage des Elternhauses der Migranten zu tun und auch nichts mit dem Schulsystem. Es liegt einzig an der Einstellung des Elternhauses zu Bildung. Und da bilden die Mitbürger aus der islamischen Welt das Schlusslicht. Jeder Schüler aus dem islamischen Schulkreis verschlechtert die Leistung der ganzen Klasse.

    http://www.maastrichtuniv...

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Studie eines dänischen Gefängnisspsychologen über die "4 Mythen" der Integration. Diese und ähnliche Studien bestätigen immer wieder die besondere Problematik, die im Zusammenhang mit muslimischen Migranten stehen und die unsere Gesellschaft gerne ausblendet und nicht wahrhaben möchte

    • germi
    • 24.06.2010 um 21:13 Uhr

    Erst mal die "Schuld" auf die anderen schieben, das ist am bequemsten. Wenn die Statistik das schlechtere Abschneiden von türkischstämmigen Schülern bei uns bestätigt, würde ich mir erst mal Gedanken machen, woran das liegen könnte.

    • asx
    • 25.06.2010 um 0:32 Uhr

    1.Grundschule:
    Ein intelligentes Kind, dass die Sprache nicht kann wird nicht aufs Gymnasium kommen. Man könnte die Sprache auch in der Schule noch lernen, aber man spielt lieber mit Leuten, die die gleiche Sprache sprechen.

    2.Und für die, die ans Gymnasium kommen:
    Bis zur 7-8 klasse läuft die Sache ganz gut, dann kommt die Pubertät, es wird Anschluss gesucht und den findet man bei den Leuten, die die gleiche Muttersprache haben. Da man in der Schule immer der Türke/Schwarze/Libanese/Albaner/Russe ist, hängt man auch mit denen ab und kommt mit der entsprechenden Unterschicht in Kontakt.
    Hier setzt eine Geschlechtertrennung ein:
    Frau rennt rum wie eine Gewerbliche, hat binnen kürzester Zeit einen "Assi" als Freund, es wird Schule geschwänzt, geraucht und die Noten schmieren ab. Am ende steht meist eine schlechte mittlere Reife.
    Mann wird aufmüpfig, fängt an zu saufen und sonstige Späße auszuprobieren und landet nach mehreren schweren Regelverstößen auf der Hauptschule.

    Nr. 2 tritt auch bei Deutschen immer stärker auf. Migranten sind häufig noch über ältere Verwandte und räumliche Konzentration stärker gefährdet.

    Allerdings wird Mustafa gerne mit Kevin in eine Schublade gesteckt.

    Das ist hier die Frage.

    Man kann sich auch selbst ausgrenzen. Es gehören immer zwei Seiten dazu.

    Die Universität Maastricht hat in einer EU-weiten Studie die Auswirkungen von Migrantenkindern auf das Lernverhalten von ethnischen europäischen Schülern untersucht. Danach können Migranten als Schüler in Schulklassen extrem positive Auswirkungen haben, wenn sie etwa aus bildungsbeflissenen Staaten in Asien stammen. Genau das Gegenteil ist der Fall bei Schülern aus islamischen Ländern. Wo sie auftauchen, da ziehen sie alle ethnischen europäischen Schüler mit ihren Leistungen herunter. Am schlimmsten sind diese Auswirkungen in hierarchischen Schulsystemen wie in den Niederlanden und in Deutschland. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Dieser Effekt hat absolut nichts mit der sozialen Lage des Elternhauses der Migranten zu tun und auch nichts mit dem Schulsystem. Es liegt einzig an der Einstellung des Elternhauses zu Bildung. Und da bilden die Mitbürger aus der islamischen Welt das Schlusslicht. Jeder Schüler aus dem islamischen Schulkreis verschlechtert die Leistung der ganzen Klasse.

    http://www.maastrichtuniv...

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Studie eines dänischen Gefängnisspsychologen über die "4 Mythen" der Integration. Diese und ähnliche Studien bestätigen immer wieder die besondere Problematik, die im Zusammenhang mit muslimischen Migranten stehen und die unsere Gesellschaft gerne ausblendet und nicht wahrhaben möchte

    • germi
    • 24.06.2010 um 21:13 Uhr

    Erst mal die "Schuld" auf die anderen schieben, das ist am bequemsten. Wenn die Statistik das schlechtere Abschneiden von türkischstämmigen Schülern bei uns bestätigt, würde ich mir erst mal Gedanken machen, woran das liegen könnte.

    • asx
    • 25.06.2010 um 0:32 Uhr

    1.Grundschule:
    Ein intelligentes Kind, dass die Sprache nicht kann wird nicht aufs Gymnasium kommen. Man könnte die Sprache auch in der Schule noch lernen, aber man spielt lieber mit Leuten, die die gleiche Sprache sprechen.

    2.Und für die, die ans Gymnasium kommen:
    Bis zur 7-8 klasse läuft die Sache ganz gut, dann kommt die Pubertät, es wird Anschluss gesucht und den findet man bei den Leuten, die die gleiche Muttersprache haben. Da man in der Schule immer der Türke/Schwarze/Libanese/Albaner/Russe ist, hängt man auch mit denen ab und kommt mit der entsprechenden Unterschicht in Kontakt.
    Hier setzt eine Geschlechtertrennung ein:
    Frau rennt rum wie eine Gewerbliche, hat binnen kürzester Zeit einen "Assi" als Freund, es wird Schule geschwänzt, geraucht und die Noten schmieren ab. Am ende steht meist eine schlechte mittlere Reife.
    Mann wird aufmüpfig, fängt an zu saufen und sonstige Späße auszuprobieren und landet nach mehreren schweren Regelverstößen auf der Hauptschule.

    Nr. 2 tritt auch bei Deutschen immer stärker auf. Migranten sind häufig noch über ältere Verwandte und räumliche Konzentration stärker gefährdet.

    Allerdings wird Mustafa gerne mit Kevin in eine Schublade gesteckt.

  2. "Dass türkische Schüler schlechter abschneiden kann eigentlich nur an systematischer Benachteiligung durch die Lehrer liegen"

    Oder es liegt daran, dass die Eltern meist Arbeiter sind. Stellt sich die Frage, ob dieser Faktor herausgerechnet wurde.

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    Achtung Hatem, es folgt Ironie: Ich bin selber Lehrer und unterrichte an einer Berufsschule. Ich lasse mir, bevor ich die Klassen betrete eine Liste aller Schüler geben. Wenn türkische Namen auftauchen mache ich mir eine Notiz - diese Schüler werde ich im Unterricht völlig ignorieren, sie haben keine Chance, mit einer guten Note den Unterricht zu verlassen. Schüler aus der ehemilgen Sowjetunion bzw. aus östlichen Nachbarländern bekommen eine Note Abzug, Schüler aus westlichen Staaten werden gleichbehandelt. Vietnamnesen und andere Asiaten werden eine Note besser eingestuft als die deutschen Schüler (das erklärt deren gute Abschlüsse). Übrigens handhaben das die meisten Kollegen, die ich kenne, ähnlich. Man kann also völlig ausschließen, dass die unzureichenden schulischen Erfolge vieler türkischer Kinder und Jugendlicher eventuell mit einem wenig ausgeprägten Bildungswillen, mangelndem Fleiß oder der unzureichenden Förderung durch das Elternhaus zu tun haben könnten.

    Achtung Hatem, es folgt Ironie: Ich bin selber Lehrer und unterrichte an einer Berufsschule. Ich lasse mir, bevor ich die Klassen betrete eine Liste aller Schüler geben. Wenn türkische Namen auftauchen mache ich mir eine Notiz - diese Schüler werde ich im Unterricht völlig ignorieren, sie haben keine Chance, mit einer guten Note den Unterricht zu verlassen. Schüler aus der ehemilgen Sowjetunion bzw. aus östlichen Nachbarländern bekommen eine Note Abzug, Schüler aus westlichen Staaten werden gleichbehandelt. Vietnamnesen und andere Asiaten werden eine Note besser eingestuft als die deutschen Schüler (das erklärt deren gute Abschlüsse). Übrigens handhaben das die meisten Kollegen, die ich kenne, ähnlich. Man kann also völlig ausschließen, dass die unzureichenden schulischen Erfolge vieler türkischer Kinder und Jugendlicher eventuell mit einem wenig ausgeprägten Bildungswillen, mangelndem Fleiß oder der unzureichenden Förderung durch das Elternhaus zu tun haben könnten.

  3. Je weniger Gesamtschulen es in einem Bundesland gibt, desto ausgeprägter ist das soziale Bildungsgefälle. Tja.

    Check your premises.

    Antwort auf "An inconvenient truth"
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    muß mehr und nicht weniger arbeiten als der Durchschnitt. So ist das nun einmal

    Das Gefälle im Norden ist kleiner, da dort alle gleich dumm werden. Wozu soll das gut sein, außer sozialistische Neidreflexe zu bedienen? Der Kommunismus macht bekanntlich alle gleich arm, sozialistische Bildungspolitik macht alle gleich dumm.

    Der Unterschied ist dass die Grundhaltung gegenüber Schülern in Bayern der Leistungsgedanke ist, nicht das "Fördern" a lá 'wieviel wollt ihr denn heute lernen?'. "Ein Abitur gibt's nicht geschenkt, wir tun alles für euch damit ihr es erreicht, die Arbeit müsst ihr aber selber machtn" - das hat uns mein Deutschlehrer gleich zu Anfang gesagt. Und so war es. Spätabends war er noch per Email erreichbar, hat sich reingekniet, ...aber er hat von uns auch nicht weniger verangt als das selbe Engagement. Und das - nur das - hat mich auch weitergebracht.

    Ich finde auch immer interessant wie selektiv Vergleiche gezogen werden. Von wegen Finnland uns so weiter. Bleiben wir doch mal im näheren Kulturkreis. In Baden-Württemberg gibt es ein dreigliedriges Schulsystem mit starker Auslese, ebenso wie in Bayern, Österreich und der von den Teutonen so heissgeliebten Schweiz! Was haben alle diese Länder sonst noch gemeinsam? Geringe Arbeitslosigkeit durch alle Schichten hindurch, hohe Einkommen.

    Es braucht eben nicht nur Akademiker. Und weil sich die Teutonen seit Jahren vor allem auf's Gymnasium fixiert haben wurden die anderen Schulformen sträflich vernachlässigt, so dass jeder der es dort dann nicht auf's Gymnasium schafft dann wirklich ein Problem hat. Das liegt aber nicht daran dass am Eingang des Gebäudes "Hauptschule" steht!

    Übrigens...die überflüssige Verwendung von Fremdwörtern, Anglizismen eingeschlossen, wirkt nicht ge- sondern eingebildet.

    • jojocw
    • 23.06.2010 um 18:27 Uhr

    Ja, denn in den Ländern mit Gesamtschulen gibt es nur Mittelmaß und das untere Drittel.

    Das obere Drittel wurde seiner Chancen beraubt, weil ja alles gleich sein muss.

    muß mehr und nicht weniger arbeiten als der Durchschnitt. So ist das nun einmal

    Das Gefälle im Norden ist kleiner, da dort alle gleich dumm werden. Wozu soll das gut sein, außer sozialistische Neidreflexe zu bedienen? Der Kommunismus macht bekanntlich alle gleich arm, sozialistische Bildungspolitik macht alle gleich dumm.

    Der Unterschied ist dass die Grundhaltung gegenüber Schülern in Bayern der Leistungsgedanke ist, nicht das "Fördern" a lá 'wieviel wollt ihr denn heute lernen?'. "Ein Abitur gibt's nicht geschenkt, wir tun alles für euch damit ihr es erreicht, die Arbeit müsst ihr aber selber machtn" - das hat uns mein Deutschlehrer gleich zu Anfang gesagt. Und so war es. Spätabends war er noch per Email erreichbar, hat sich reingekniet, ...aber er hat von uns auch nicht weniger verangt als das selbe Engagement. Und das - nur das - hat mich auch weitergebracht.

    Ich finde auch immer interessant wie selektiv Vergleiche gezogen werden. Von wegen Finnland uns so weiter. Bleiben wir doch mal im näheren Kulturkreis. In Baden-Württemberg gibt es ein dreigliedriges Schulsystem mit starker Auslese, ebenso wie in Bayern, Österreich und der von den Teutonen so heissgeliebten Schweiz! Was haben alle diese Länder sonst noch gemeinsam? Geringe Arbeitslosigkeit durch alle Schichten hindurch, hohe Einkommen.

    Es braucht eben nicht nur Akademiker. Und weil sich die Teutonen seit Jahren vor allem auf's Gymnasium fixiert haben wurden die anderen Schulformen sträflich vernachlässigt, so dass jeder der es dort dann nicht auf's Gymnasium schafft dann wirklich ein Problem hat. Das liegt aber nicht daran dass am Eingang des Gebäudes "Hauptschule" steht!

    Übrigens...die überflüssige Verwendung von Fremdwörtern, Anglizismen eingeschlossen, wirkt nicht ge- sondern eingebildet.

    • jojocw
    • 23.06.2010 um 18:27 Uhr

    Ja, denn in den Ländern mit Gesamtschulen gibt es nur Mittelmaß und das untere Drittel.

    Das obere Drittel wurde seiner Chancen beraubt, weil ja alles gleich sein muss.

  4. führt zu zuverlässigen Aussagen.
    Ihre Aussage:
    "Schließlich sind Türken genauso intelligent"
    sollte hinterfragt werden.

    Das müßte erst empirisch nachgewiesen werden, ob es für die türkische Bevölkerung Deutschlands zutrifft. Gibt es belastbare Daten darüber?

    Grundsätzlich würde ich dem zustimmen, wenn die Grundgesamtheit die ganze türkische Bevölkerung, einschließlich aller Menschen in der Türkei, betrifft. Es handelt sich aber bei der türkischen Bevölkerung Deutschlands um eine spezifische Teilmenge der Gesamtbevökerung. In ihr widerspiegelt sich nicht zwingend ein ähnliches Merkmalsbild, wie das der Grundgesamtheit aller Türken. Es kann durchaus Unterschiede hinsichtlich des durchschnittlichen IQ geben. Man kann es jedenfalls nicht ausschließen.

  5. muß mehr und nicht weniger arbeiten als der Durchschnitt. So ist das nun einmal

  6. Das ist hier die Frage.

    Antwort auf "Diskriminierung"
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    Vielleicht hat Intelligenz tatsächlich nichts mit der Herkunft zu tun.
    Ein weiterer Unterschied zwischen Deutschen und vielen Migranten ist ja, daß Deutsche (wenn überhaupt) ihre ersten Kinder erst mit weit über 30 in die Welt setzen.
    Migranten, jedenfalls der noch nicht so assimilierte Teil von ihnen, fangen damit, wie einst von Mutter Natur gewollt, schon weitaus früher an als die Deutschen der Verfallszeit (die vor langer, langer Zeit ja auch mal mit 18 oder 19 Jahren anfingen; heute spricht man da von “Teenagerschwangerschaften“).
    Ich stelle mal eine gewagte These auf: Vielleicht sezten junge Eltern, egal welcher Herkunft, eher sportliche und gesunde Menschen in die Welt, die draußen Fußball spielen, während Ü-30-Eltern eher schwächliche, dafür aber superintelligente Computer-Nerds produzieren, die in online-Foren debattieren? :-)

    Vielleicht hat Intelligenz tatsächlich nichts mit der Herkunft zu tun.
    Ein weiterer Unterschied zwischen Deutschen und vielen Migranten ist ja, daß Deutsche (wenn überhaupt) ihre ersten Kinder erst mit weit über 30 in die Welt setzen.
    Migranten, jedenfalls der noch nicht so assimilierte Teil von ihnen, fangen damit, wie einst von Mutter Natur gewollt, schon weitaus früher an als die Deutschen der Verfallszeit (die vor langer, langer Zeit ja auch mal mit 18 oder 19 Jahren anfingen; heute spricht man da von “Teenagerschwangerschaften“).
    Ich stelle mal eine gewagte These auf: Vielleicht sezten junge Eltern, egal welcher Herkunft, eher sportliche und gesunde Menschen in die Welt, die draußen Fußball spielen, während Ü-30-Eltern eher schwächliche, dafür aber superintelligente Computer-Nerds produzieren, die in online-Foren debattieren? :-)

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