Kinder auf dem Schulweg © Andreas Rentz/Getty Images

Politiker aller Parteien sehen eine ihrer wichtigsten Aufgaben darin, in die Bildung der Kinder zu investieren. Bildung ist ein Schlüsselbegriff in jedem Wahlkampf geworden, das Allheilmittel nicht nur gegen schlechte Pisa-Ergebnisse, sondern auch gegen Jugendkriminalität, die misslungene Integration von Einwandererkindern, die demografische Entwicklung und gegen Hartz-IV-Karrieren. Und es soll in den meisten Bundesländern auch viel geschraubt werden am Bildungssystem. Hauptschulen werden abgeschafft, Gemeinschaftsschulen eingerichtet. Schulen sollen möglichst in ernst zu nehmende Ganztagsschulen umgebaut werden. In Grundschulen versucht man sich am individualisierten Lernen.

Aber angekommen ist bei den Menschen vor allem: Es wird geschwafelt aber nicht gezahlt. Die Deutschen in Ost und West, FDP-Wähler genauso wie Grünen-Anhänger wünschen sich, dass mehr Geld in die Schulen fließt. Laut einer Forsa-Umfrage sagen 84 Prozent der Bundesbürger, dass nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt wird, damit Deutschland wirklich zu einer "Bildungsrepublik" werden kann, wie sie Angela Merkel 2008 ausgerufen hatte.

Gerade mal 19 Prozent glauben, dass die Bundesregierung und die Länderregierungen eine solche Bildungsrepublik überhaupt wirklich wollen. Sogar nur ein knappes Drittel der CDU/CSU- und FDP-Wähler glaubt daran.

Fast alle Befragten (96 Prozent) wünschen sich, dass die Bildungsausgaben nicht gekürzt werden, auch wenn es in Zukunft aus demografischen Gründen weniger Schüler gibt. So sollen die Bedingungen des Lernens besser werden.  Und 70 Prozent halten es für falsch, das Budget für die Bildung an die Wirtschaftslage zu koppeln. Im Gegenteil, ein absoluter Mindestbetrag sollte ihrer Ansicht  nach festgelegt werden.

Für die StudieMeinungen der Bundesbürger zur Bildungsrepublikim Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung wurden 1000 repräsentativ ausgewählte Menschen befragt.