OECD-Studie 2009 Pisa-Chef rät Deutschland zu besserem Personal
Heute wird die neue Pisa-Studie vorgestellt. Der Chef der Untersuchung sagt: Deutschland muss seine Lehrer besser auswählen.
Seit 2000 testet die OECD die Bildungssysteme europäischer Staaten. Zehn Jahre später liegen deutsche Schüler merklich über dem Durchschnitt – angesichts der Ausgangsbedingungen in Deutschland keineswegs selbstverständlich.
Nach den niederschmetternden Ergebnissen der ersten Jahre reformierten die Kultusminister kräftig, sie führten Bildungsstandards ein, schafften in vielen Ländern die Hauptschulen ab, gründeten Ganztagsschulen, kehrten sich vom Frontalunterricht ab und verbesserten die Lehrer- und Erzieherbildung.
Dem Chef der Expertengruppe, dem OECD-Bildungsexperten Andreas Schleicher, reicht das nicht. Deutschland müsse die Auswahl seiner Lehrer verbessern, verlangte er. "Man muss versuchen, die besten Köpfe für die Schulen zu gewinnen. Länder wie Finnland machen das recht erfolgreich vor", sagte der er der Frankfurter Rundschau.
In Deutschland folge der Lehrerberuf oft noch dem Modell des Industriearbeiters. "Irgendjemand entwirft einen Lehrplan und der Pädagoge sitzt in seiner Klasse und soll das dann umsetzen." Fortschritte sieht Schleicher dagegen bei der Qualität der Ausbildung, die praxisorientierter sei als früher.
Im Detail stellt die OECD die Ergebnisse der Pisa-Studie 2009 am heutigen Dienstag vor. Insgesamt habe sich in Deutschland seit dem Start der ersten Erhebung von 2000 viel bewegt , sagte Schleicher. Verbesserungen sieht er bei der frühkindlichen Bildung und der Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund. Positiv sei auch die Entwicklung von der Drei- zur Zweigliedrigkeit des Schulsystems in manchen Bundesländern: "Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen ist ein entscheidender Schritt, um Bildungsbarrieren abzubauen." Das werde sich langfristig auch in den Resultaten des internationalen Pisa-Tests niederschlagen.
An dem Schulleistungsvergleich hatten diesmal 65 Staaten teilgenommen. Getestet wurden fast eine halbe Million 15-jährige Schüler. Schwerpunkt der Untersuchung war diesmal Lesen und Textverständnis. Aber auch die Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften wurden miterfasst.
Zwar haben sich Deutschlands Schüler leicht verbessert, wie vorab bekannt wurde. Allerdings sind ihnen die 15-Jährigen in Finnland oder den asiatischen Pisa-Spitzenländern mit ihrem Wissen und Können immer noch um ein bis zwei Schuljahre voraus.
Die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marianne Demmer, sagte, Appelle an Eltern und Lesepaten reichten nicht aus. "Lesen und Textverständnis muss in den Schulen genauso systematisch geübt und betrieben werden wie Mathematik und Naturwissenschaften." Dazu müssten die Lehrer in allen Fächern und auf allen Schulstufen "das entsprechende Handwerkszeug lernen, das heißt Fortbildung und geeignete Unterrichtsmaterialien erhalten".
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte am Montag ein weiteres Programm zur Leseförderung angekündigt. Mit der Aktion Lesestart sollen Kinder aus sozialen Brennpunkten bereits vor dem Schulbeginn Bücher kennenlernen und zum Selberlesen ermuntert werden.
- Datum 07.12.2010 - 08:42 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 131
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wäre es, wenn Deutschland auch seine _Eltern_ besser auswählen könnte, nämlich dahin gehend, dass Kinder auch zuhause Zuwendung (schonmal was von Vorlesen gehört? Von zusammen _Singen_?) und nicht zuletzt so etwas NOCH Altmodischeres wie Erziehung bekämen. Es nutzt doch überhaupt nichts, wenn immer besser qualifizierte Lehrer (sofern das denn wirklich nötig wäre!) mit _von Haus aus_ immer schlechter "konditionierten" Kindern immer höher gesteckte Lernziele in immer kürzerer Zeit (G8...) erreichen sollen. Das kann nur scheitern.
Wenn man so viel von ausgebrannten LehrerInnen hört, dann hat das ganz bestimmt weniger mit _fachlicher_ Überforderung zu tun als vielmehr damit, dass Lehrer (das ist natürlich kein neues, aber ein wucherndes Problem) systematisch, von Schuljahr zu Schuljahr schlimmer und über Jahre hinweg, von Minderheiten fertig gemacht werden. Minderheiten, die sich auf Kosten des Gesamtsystems austoben dürfen, von denen aber in praktisch jeder Klasse / Lerngruppe mindestens ein kreatives Mitglied zu finden ist.
Vollends setzt es aus, wenn ich lese, dass mittels mehr Plätzen in Kindertagesstätten vorschulische Lernstände _verbessert_ werden sollen. Das wird bei dem Trend, unterbezahlten Erzieherinnen auch noch _Wickelkinder_ unterzujubeln, sicherlich ein voller Erfolg...
Ich bin übrigens kein Lehrer, aber habe selbst Kinder, die sich zu Schulzeiten über genau die vorstehend beschriebenen disziplinarischen Probleme beklagt haben.
@1 Natürlich wirkt ihr Kommentar auf den ersten Blick etwas pauschal oder polemisierend. Ich muss jedoch zugeben, dass ich beim zweiten Lesen viel gesellschaftliche und schulische Wirklichkeiten wiedererkannt habe. Deshalb vielen Dank für diesen zum Nachdenken anregenden Beitrag.
Fangen wir vielleicht mit einer Revision unserer Vorstellungen von "Kindheit", "Erziehung" und "Gesellschaft" an. Wie funktioniert unserer Gesellschaft eigentlich und wäre es nicht schön, wenn die Kinder ein wenig auf diese Gesellschaft vorbereitet wären. Und was wäre dann unter Erziehung zu verstehen?
Ich stimme Ihnen ja zu, dass auf beiden Seiten nachgebessert werden muss. Allerdings steht im Mittelpunkt dieser Studie nun mal die Qualität des Unterrichts an deutschen Schulen. Und die ist in den letzten Jahren immer miserabler geworden.
Aus eigener Erfahrung vom Gymnasium weiss ich, dass deutlich mehr als die Hälfte der Lehrer keine Fortbildungen besuchen, wenig pädagogische Kompetenz haben und unglaublicherweise 30 Jahre lang den exakt gleichen Stoff präsentieren. Selten kam mir der Eindruck, dass ein Lehrer tatsächlich am Erfolg seiner Schüler interessiert war, sondern vielmehr nur das nötigste gemacht hat. Was sogar bis zur Erlaubnis zum Schlafen im Unterricht nach einer Disconacht gereicht hat.
Da ich glücklicherweise die Möglichkeit hatte mein Abitur dann an einer privaten Schule zu machen, habe ich einen meilenweiten Unterschied zwischen den Lehrern festgestellt. Die mit anderen Methoden und einer völlig anderen Einstellung unterrichten - trotzdem weniger als Studienräte verdienen. Schade nur, dass die qualitativ gute Schule einen "flüssigen" Familienhintergrund erfordert und jene mit wenig finanziellen Mitteln auf der Strecke bleiben. Deshalb bin ich ein klarer Befürworter des Statements: Die Lehrer an staatlichen Schulen verlieren an Qualität und Leistungsbereitschaft. Natürlich möchte ich nicht jene schlecht darstellen die einen wirklich guten Job machen, die gibt es auch und ich honoriere es. Aber es sind zu wenige! Die meisten ruhen sich zu sehr auf ihrer Verbeamtung aus und haben mehr ihre Pension vor Augen als die jungen Geister, die eigentlich für ihre Pension einmal aufkommen sollen.
MFG
@1 Natürlich wirkt ihr Kommentar auf den ersten Blick etwas pauschal oder polemisierend. Ich muss jedoch zugeben, dass ich beim zweiten Lesen viel gesellschaftliche und schulische Wirklichkeiten wiedererkannt habe. Deshalb vielen Dank für diesen zum Nachdenken anregenden Beitrag.
Fangen wir vielleicht mit einer Revision unserer Vorstellungen von "Kindheit", "Erziehung" und "Gesellschaft" an. Wie funktioniert unserer Gesellschaft eigentlich und wäre es nicht schön, wenn die Kinder ein wenig auf diese Gesellschaft vorbereitet wären. Und was wäre dann unter Erziehung zu verstehen?
Ich stimme Ihnen ja zu, dass auf beiden Seiten nachgebessert werden muss. Allerdings steht im Mittelpunkt dieser Studie nun mal die Qualität des Unterrichts an deutschen Schulen. Und die ist in den letzten Jahren immer miserabler geworden.
Aus eigener Erfahrung vom Gymnasium weiss ich, dass deutlich mehr als die Hälfte der Lehrer keine Fortbildungen besuchen, wenig pädagogische Kompetenz haben und unglaublicherweise 30 Jahre lang den exakt gleichen Stoff präsentieren. Selten kam mir der Eindruck, dass ein Lehrer tatsächlich am Erfolg seiner Schüler interessiert war, sondern vielmehr nur das nötigste gemacht hat. Was sogar bis zur Erlaubnis zum Schlafen im Unterricht nach einer Disconacht gereicht hat.
Da ich glücklicherweise die Möglichkeit hatte mein Abitur dann an einer privaten Schule zu machen, habe ich einen meilenweiten Unterschied zwischen den Lehrern festgestellt. Die mit anderen Methoden und einer völlig anderen Einstellung unterrichten - trotzdem weniger als Studienräte verdienen. Schade nur, dass die qualitativ gute Schule einen "flüssigen" Familienhintergrund erfordert und jene mit wenig finanziellen Mitteln auf der Strecke bleiben. Deshalb bin ich ein klarer Befürworter des Statements: Die Lehrer an staatlichen Schulen verlieren an Qualität und Leistungsbereitschaft. Natürlich möchte ich nicht jene schlecht darstellen die einen wirklich guten Job machen, die gibt es auch und ich honoriere es. Aber es sind zu wenige! Die meisten ruhen sich zu sehr auf ihrer Verbeamtung aus und haben mehr ihre Pension vor Augen als die jungen Geister, die eigentlich für ihre Pension einmal aufkommen sollen.
MFG
"Deutschland muss seine Lehrer besser auswählen."
Viele Deutschen Lehrer haben vergessen was es heisst Lehrer zu sein sie flüchten lieber in die Bequemlichkeit, vertragen keinen Stress ,sollte auch stresstest für Lehrer geben.
und zwar sogar zweimal. der erste heißt Referendariat und der zweite heißt Berufsalltag.
Interessant wären nun die Hintergründe der Ergebnisse. Wie läuft die Lehrerausbildung in Finnland etc. ab?
Für die Aneignung der Praxisfähigkeiten gibt es bei uns ja Stresstest 1 = Referendariat. Über die Note (und späteren Einstellungschancen) des Referendars entscheiden einzelne Seminarleiter. Wenn die nix von der Eigeninitiative des Lehrers bzgl. Lehrplan und Unterrichtsmethoden halten, werden die ewiggestrigen Konzepte einfach in die nächste Generation weitervererbt.
(Beispiel: Preisträger Andreas Lisson aus dem Parallel Artikel, http://www.zeit.de/2010/4...)
Hinzu kommen die unter @1 angesprochenen gesellschaftlichen Probleme. Viele Lehrer die ich kenne, sind glücklich, wenn sie den Berufsalltag ohne eigene gesundheitliche Schäden überstehen. Hierbei noch nebenbei die Gesellschaft zu reformieren, ist eine Aufgabe, der Lehrer frühestens dann nachkommen können, wenn sie von der Erziehung der Eltern ein Mindestmaß an Unterstützung erfahren.
[...]
Entfernt. Bitte diskutieren Sie zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg
und zwar sogar zweimal. der erste heißt Referendariat und der zweite heißt Berufsalltag.
Interessant wären nun die Hintergründe der Ergebnisse. Wie läuft die Lehrerausbildung in Finnland etc. ab?
Für die Aneignung der Praxisfähigkeiten gibt es bei uns ja Stresstest 1 = Referendariat. Über die Note (und späteren Einstellungschancen) des Referendars entscheiden einzelne Seminarleiter. Wenn die nix von der Eigeninitiative des Lehrers bzgl. Lehrplan und Unterrichtsmethoden halten, werden die ewiggestrigen Konzepte einfach in die nächste Generation weitervererbt.
(Beispiel: Preisträger Andreas Lisson aus dem Parallel Artikel, http://www.zeit.de/2010/4...)
Hinzu kommen die unter @1 angesprochenen gesellschaftlichen Probleme. Viele Lehrer die ich kenne, sind glücklich, wenn sie den Berufsalltag ohne eigene gesundheitliche Schäden überstehen. Hierbei noch nebenbei die Gesellschaft zu reformieren, ist eine Aufgabe, der Lehrer frühestens dann nachkommen können, wenn sie von der Erziehung der Eltern ein Mindestmaß an Unterstützung erfahren.
[...]
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... Finnland als Beispiel vorgehalten bekommen, platzt mir ein Gefäss !! Finnland hat 5 Millionen Einwohner, d.h. halb so viele Menschen als das Ruhrgebiet ! Wieviele davon sind Kinder und Jugendliche ? Man kann doch nicht die gleichen Maßstäbe anlegen !!!
Warum nicht?????????
Was hat die Kopfzahl mit der Qualität zu tun?
Dann muss es bei uns eben absolut mehr gute Lehrer geben, damit das Verhältnis relativ wieder stimmt.
Weil viele Kinder viele Lehrer brauchen ! Und das kostet viel Geld ! Und wenn man wenig Kinder hat, braucht man weniger Lehrer und das kostet nicht so viel Geld ! Du verstehen ?
Abgesehen davon, Finnland hat ein Migrantenproblem, das zu vernachlässigen ist.
Jedes dieser Länder hat weniger Einwohner als Finnland.
Jedes dieser Länder pflegt seinen eigenen Kult der Nicht-Bildung unserer Kinder.
Jedes dieser Länder gibt viel Geld für einen Behörden-Wasserkopf aus, der sich Lehrpläne ausdenkt und in langen und sehr atmigen Arbeitskreissitzungen kaffeetrinkend stillsteht.
16 Bundesländer, 16 mal bildungspolitisches Versagen, 16 mal die verpasste Chance, so gut wie Finnland zu werden.
Ich finde es nur noch peinlich.
Ihr Mathelehrer bekäme wohl beim Lesen ihres Beitrages einen saftigen Stich in die Magengegend. Frustriert muss er feststellen, dass sie die Dreisatzregeln nicht verstanden haben...
.... Dreisatz beherrschen, adelt ihren Stand ! :) Noch einmal für die Jungs aus der hinteren Reihe : Man kann keine Schablone fertigen und auf alles passend anlegen. Ich bin kein VWLer (Gott sei Dank nicht !!), aber genau das sollte man sich von eben Ihm erklären lassen. Ich glaube kaum, dass das Zeitforum der richtige Ort ist Nachhilfestunden zu nehmen ! Aber man sollte nicht immer rechnen wie die "schwäbische Hausfrau" !!
Frohes Neues Jahr !
Warum nicht?????????
Was hat die Kopfzahl mit der Qualität zu tun?
Dann muss es bei uns eben absolut mehr gute Lehrer geben, damit das Verhältnis relativ wieder stimmt.
Weil viele Kinder viele Lehrer brauchen ! Und das kostet viel Geld ! Und wenn man wenig Kinder hat, braucht man weniger Lehrer und das kostet nicht so viel Geld ! Du verstehen ?
Abgesehen davon, Finnland hat ein Migrantenproblem, das zu vernachlässigen ist.
Jedes dieser Länder hat weniger Einwohner als Finnland.
Jedes dieser Länder pflegt seinen eigenen Kult der Nicht-Bildung unserer Kinder.
Jedes dieser Länder gibt viel Geld für einen Behörden-Wasserkopf aus, der sich Lehrpläne ausdenkt und in langen und sehr atmigen Arbeitskreissitzungen kaffeetrinkend stillsteht.
16 Bundesländer, 16 mal bildungspolitisches Versagen, 16 mal die verpasste Chance, so gut wie Finnland zu werden.
Ich finde es nur noch peinlich.
Ihr Mathelehrer bekäme wohl beim Lesen ihres Beitrages einen saftigen Stich in die Magengegend. Frustriert muss er feststellen, dass sie die Dreisatzregeln nicht verstanden haben...
.... Dreisatz beherrschen, adelt ihren Stand ! :) Noch einmal für die Jungs aus der hinteren Reihe : Man kann keine Schablone fertigen und auf alles passend anlegen. Ich bin kein VWLer (Gott sei Dank nicht !!), aber genau das sollte man sich von eben Ihm erklären lassen. Ich glaube kaum, dass das Zeitforum der richtige Ort ist Nachhilfestunden zu nehmen ! Aber man sollte nicht immer rechnen wie die "schwäbische Hausfrau" !!
Frohes Neues Jahr !
Weder Schüler noch Eltern werden von den Schulen zur Qualität der Lehrer befragt. Lehrer sind schließlich Beamten und diese machen natürlich nie Fehler. Das Baden-Württembergische Schulsystem ist in dieser Hinsicht ganz besonders arrogant. Ein Beispiel aus unserer eigenen Erfahrung. Ein Junger Sportlehrer veranstaltet eine Mutprobe mit den Kindern und lässt sie von einem 5 (!) Meter Gerüst auf eine 20cm Schaumstoffmatte springen. Resultat: Stauchung der Halswirbelsäule unseres Sohnes. Reaktion des Sportlehrers: Er wird sich nicht in den Sportunterricht reinreden lassen und diese Praxis auch in Zukunft fortführen. Reaktion des Direktors: Er habe den Sportlehrer dazu befragt und der sagt, dass es statt 5 Metern nur 1,30 m waren. Die Kinder werden zu dem Vorfall natürlich nicht befragt, denn ein Lehrer lügt natürlich nie und damit basta. Der Direktor befragt die Kinder auch nach wiederholter Aufforderung nicht. Reaktion des Schulamtes: Der Sportlehrer wird befragt und lügt nochmals. Die Kinder werden nicht befragt. Warum nicht? Keine Auskunft. Basta!
Dieser Vorfall ist symptomatisch für ein Schulsystem planwirtschaftlicher Prägung bei der es keine vernünftige Qualitätskontrolle gibt.
Natürlich gibt es auch viele gute Lehrer. Diese machen aber guten Unterricht nicht wegen sondern trotz des Bildungssystems.
Das entspricht einem Sprung aus dem 2. Stock eines Mehrfamilienhauses. Nun, das glaube ich Ihnen und Ihrem Kind, mit Verlaub, auch nicht. Wenn alle Kinder aus dieser Höhe auf eine Matte mit 20cm Schaumstoff hätten springen müssen, wären mit Sicherheit alle, teils schwer, verletzt worden.
[...]
Entfernt. Bitte kehren Sie zum Thema der Diskussion zurück. Danke. Die Redaktion/wg
Dann würde der Staatsanwalt den Fall untersuchen und eventuell auch die Kinder befragen.
Wenn das wirklich so war, wei sie es berichten, dann kann ich nur den Kopf schütteln, wie sie sich verhalten.
Das ist doch logisch das der Lehrer sich da rausquatschen will. Warscheinlich haben sie den Ruf eines quengelnden Elternteils, der alles besser weiss. Ein Staatsanwalt geht da emotionsloser an die Sache ran.
Wenn es denn wirklich so war...
[...]
Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir die Diskussion möglichst nah am Thema halten möchten. Bei Fragen zur Moderation wenden Sie sich bitte direkt an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/wg
[...]
Nicht immer die intelligentesten einer Abiturklasse streben den Lehrerberuf an.
Es gibt bestimmt gute Lehrer von ihrer Einstellung zum Beruf. Und darauf kommt es an.
[...]
Gekürzt. Bitte diskutieren Sie zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg
Das entspricht einem Sprung aus dem 2. Stock eines Mehrfamilienhauses. Nun, das glaube ich Ihnen und Ihrem Kind, mit Verlaub, auch nicht. Wenn alle Kinder aus dieser Höhe auf eine Matte mit 20cm Schaumstoff hätten springen müssen, wären mit Sicherheit alle, teils schwer, verletzt worden.
[...]
Entfernt. Bitte kehren Sie zum Thema der Diskussion zurück. Danke. Die Redaktion/wg
Dann würde der Staatsanwalt den Fall untersuchen und eventuell auch die Kinder befragen.
Wenn das wirklich so war, wei sie es berichten, dann kann ich nur den Kopf schütteln, wie sie sich verhalten.
Das ist doch logisch das der Lehrer sich da rausquatschen will. Warscheinlich haben sie den Ruf eines quengelnden Elternteils, der alles besser weiss. Ein Staatsanwalt geht da emotionsloser an die Sache ran.
Wenn es denn wirklich so war...
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Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir die Diskussion möglichst nah am Thema halten möchten. Bei Fragen zur Moderation wenden Sie sich bitte direkt an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/wg
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Nicht immer die intelligentesten einer Abiturklasse streben den Lehrerberuf an.
Es gibt bestimmt gute Lehrer von ihrer Einstellung zum Beruf. Und darauf kommt es an.
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Herr Schleicher, ein bekennender Befürworter der Ganztagsschule, haut mit jeder Veröffentlichung einer neuen Studie die immer währende These auf den tisch, eine Ganztagsschule muss her, dann wird alles besser; der Sommer wird schöner, der Winter so wie er einmal war und so weiter und so weiter.
Hört man sich einmal die Aussagen der Wirtschaft an, der kleinen Handwerksbetriebe, dann mangelt es den Schülern nicht nur an den klassischen Kenntnissen wie Mathe etc., sondern zunehmend auch an den sog. Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Disziplin. Dafür sind nun einmal die Eltern zuständig, dass kann Schule nur begrenzt leisten.
Will sagen, Eltern dürfen nicht glauben, dass Schule wie eine chemische Reinigung funktioniere, ich geben mein Kind ungewaschen und ungebügelt ab und bekommen nach Durchlauf der Schulzeit ein sauberes und gebügeltes Kind wieder. Ohne Mitwirkung von Eltern geht gar nichts.
Leider findet Herr Schleicher, da kommt mir gerade ein Schlager in den Sinn, genügend Epigonen in der Politik, die in die gleiche Kerbe hauen.
Seit mindestens 20 Jahren werden vor jeder Wahl die schlechten Leistungen an den Schulen mit fehlender finanzieller Ausstattung begründet.
Seit über 20 Jahren hat die Politik immer mehr Geld für die Bildung zur Verfügung gestellt, mit dem Ergebnis, die Leistungen der Schüler sind immer schlechter geworden.
Woran liegt das, haben sie darauf eine Antwort?
Die Leistungen der Lehrer an staatlichen Schulen stehen in keinem Verhältnis zu dem, was Lehrer an Privatschulen an messbarer Leistung erbringen müssen.
Nicht umsonst schicken immer mehr Eltern ihre Kinder in Privatschulen, u.a. auch Politiker, das muss doch einen Grund haben.
Selbstverständlich ist der Lehrerberuf nicht einfach, aber wenn sie vergleichbare Berufe in der freien Wirtschaft heranziehen, die das gleiche verdienen wollen wie die Lehrer, bei der Arbeitszeit und der Freizeit und Arbeitsplatz Garantie und der Pension, dann müssen sie aber lange suchen.
Das sind dann richtige Knochenjobs, mit richtiger Verantwortung und richtigem Leistungsnachweis und selbst dann schaffen sie es auch nur annähernd.
Nur mit der einfachen Begründung:
Lerne Klagen ohne zu Leiden ist es nicht mehr getan.
Weitere treffende Nägel können Sie im ZEIT-Leserartikel und den dazu passenden Kommentaren finden unter:
http://community.zeit.de/...
und
http://community.zeit.de/...
MfG
Seit mindestens 20 Jahren werden vor jeder Wahl die schlechten Leistungen an den Schulen mit fehlender finanzieller Ausstattung begründet.
Seit über 20 Jahren hat die Politik immer mehr Geld für die Bildung zur Verfügung gestellt, mit dem Ergebnis, die Leistungen der Schüler sind immer schlechter geworden.
Woran liegt das, haben sie darauf eine Antwort?
Die Leistungen der Lehrer an staatlichen Schulen stehen in keinem Verhältnis zu dem, was Lehrer an Privatschulen an messbarer Leistung erbringen müssen.
Nicht umsonst schicken immer mehr Eltern ihre Kinder in Privatschulen, u.a. auch Politiker, das muss doch einen Grund haben.
Selbstverständlich ist der Lehrerberuf nicht einfach, aber wenn sie vergleichbare Berufe in der freien Wirtschaft heranziehen, die das gleiche verdienen wollen wie die Lehrer, bei der Arbeitszeit und der Freizeit und Arbeitsplatz Garantie und der Pension, dann müssen sie aber lange suchen.
Das sind dann richtige Knochenjobs, mit richtiger Verantwortung und richtigem Leistungsnachweis und selbst dann schaffen sie es auch nur annähernd.
Nur mit der einfachen Begründung:
Lerne Klagen ohne zu Leiden ist es nicht mehr getan.
Weitere treffende Nägel können Sie im ZEIT-Leserartikel und den dazu passenden Kommentaren finden unter:
http://community.zeit.de/...
und
http://community.zeit.de/...
MfG
in großer Anzahl sehr gute Lehrer gibt.
Aber leider haben sich in den Schulalltag auch ca. 30% der Lehrkräfte eingenistet, die ausschließlich von den staatlichen Vorzügen einer Verbeamtung und den schulischen Freiräumen angezogen werden. Wiederkehrende Leistungsüberüfung der jeweiligen Lehrkräfte findet faktisch eh nicht statt.
Und wenn nichts mehr geht, sind eben die Eltern schuld. So einfach kann die Begründung des eigenen Versagens sein.
Im übrigen ist es auch eine Frage, in welchem Bundesland die Vorauswahl zur Anwartschaft getroffen wird.
Woher haben Sie diese Zahl.
Woher haben Sie diese Zahl.
> "Irgendjemand entwirft einen Lehrplan und der Pädagoge sitzt in seiner Klasse und soll das dann umsetzen." <
Wer bitte ist "irgendjemand"? Die Lehrpläne werden doch wohl von den Länder-Kultusministerien erstellt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/w...
> Chef der Expertengruppe, dem OECD-Bildungsexperten Andreas Schleicher <
Da habe ich aber arge Probleme mit einem "Expertenverständnis".
und zwar sogar zweimal. der erste heißt Referendariat und der zweite heißt Berufsalltag.
Interessant wären nun die Hintergründe der Ergebnisse. Wie läuft die Lehrerausbildung in Finnland etc. ab?
Für die Aneignung der Praxisfähigkeiten gibt es bei uns ja Stresstest 1 = Referendariat. Über die Note (und späteren Einstellungschancen) des Referendars entscheiden einzelne Seminarleiter. Wenn die nix von der Eigeninitiative des Lehrers bzgl. Lehrplan und Unterrichtsmethoden halten, werden die ewiggestrigen Konzepte einfach in die nächste Generation weitervererbt.
(Beispiel: Preisträger Andreas Lisson aus dem Parallel Artikel, http://www.zeit.de/2010/4...)
Hinzu kommen die unter @1 angesprochenen gesellschaftlichen Probleme. Viele Lehrer die ich kenne, sind glücklich, wenn sie den Berufsalltag ohne eigene gesundheitliche Schäden überstehen. Hierbei noch nebenbei die Gesellschaft zu reformieren, ist eine Aufgabe, der Lehrer frühestens dann nachkommen können, wenn sie von der Erziehung der Eltern ein Mindestmaß an Unterstützung erfahren.
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