Bildungsstudie Bessere Pisa-Ergebnisse für Deutschland
Bei dem internationalen Test haben die deutschen Schüler offenbar besser abgeschnitten als vor zehn Jahren. Von der Bildungselite sind sie aber noch weit entfernt.
Offiziell wird die neue Pisa-Studie erst am Dienstag vorgestellt. Vorab sickerten jedoch schon erste Ergebnisse durch: Zehn Jahre nach dem ersten Leistungsvergleich haben sich die deutschen Schüler demnach im internationalen Vergleich leicht verbessert, wie die Magazine Focus und Spiegel berichten. Gleichzeitig liegen die getesteten 15-Jährigen aus Deutschland aber immer noch erheblich hinter Gleichaltrigen aus Pisa-Spitzenländern wie Finnland oder den asiatischen Staaten.
Focus zufolge schneiden die deutschen Jugendlichen in Mathematik und Naturwissenschaften besser ab und erreichen"zufrieden stellende" Ergebnisse in der Schlüsselkompetenz Lesen und Textverständnis. Der Spiegel schreibt, die Bundesrepublik dürfe darauf hoffen, "dass ihre Schüler im Durchschnitt ein bisschen besser geworden sind, und sie muss befürchten, dass Migranten und andere Risikokandidaten erneut erschreckend schlecht dastehen".
Konkrete Zahlen nannten beide Magazine nicht. Der Sprecher der deutschen Pisa-Forscher, Eckhard Klieme, bezeichnete die Vorabmeldungen als "Ratespiele, die man von früheren Studien her kennt". Der Wissenschaftler verwies auf die internationalen Abmachungen, die Ergebnisse nicht vorab zu kommentieren.
Pisa ist der weltweit größte Schulleistungstest . Die Abkürzung steht für "Programme for International Student Assessment". Ausgerichtet wird der Test von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Mit den Tests wird überprüft, ob die 15-Jährigen das in der Schule Erlernte auch im Alltagsleben einsetzen können. Dafür müssen die Schüler lebensnahe Aufgaben lösen. Neben den Leistungen werden familiärer, sozialer und schulischer Hintergrund der jungen Menschen erfasst sowie Motivation, Lernmethoden und Unterstützung durch die Lehrer untersucht.
Die Veröffentlichung der ersten Studie aus dem Jahr 2000 hatte in Deutschland für Wirbel gesorgt. Die Schüler aus Deutschland hatten in allen drei Wissensdisziplinen schlechter als der Durchschnitt der 30 wichtigsten Industrienationen abgeschnitten. Die Studie förderte zudem zu Tage, dass über ein Fünftel der 15-Jährigen in Deutschland nur auf Grundschulniveau lesen und rechnen konnte. Auch zeigte sich, dass in keiner vergleichbaren Industrienation die Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft so ausgeprägt ist wie in Deutschland. Weitere Pisa-Tests gab es 2003 und 2006.
An der jüngsten Untersuchung nahmen fast eine halbe Millionen 15- jährige Schüler aus 65 Nationen teil. In Deutschland machten diesmal 4970 Schüler aus 223 Schulen mit. Weltweit arbeiten mehr als 300 Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter an Erstellung und Auswertung der Tests.
- Datum 04.12.2010 - 20:10 Uhr
- Quelle dpa
- Kommentare 10
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das hier nun gebessert, ist es gleich oder schlechter geworden ?
"Auch zeigte sich, dass in keiner vergleichbaren Industrienation die Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft so ausgeprägt ist wie in Deutschland. Weitere Pisa-Tests gab es 2003 und 2006."
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Naja, es ist leider ein Faktum, dass die Länder die am höchsten an der Pisa-Spitze stehen den geringsten Migrantenanteil haben. Was man daraus ableiten möchte oder nicht überlasse ich jedem selbst.
Dieser PISA-Test ist nämlich weder in seiner Ausrichtung noch in seiner Funktion in irgendeiner Art und Weise korrekt; Es werden Zahlen verfälscht bzw. unterschlagen, beispielsweise dass alleine die Übersetzungen oftmals fehlerhaft sind;
Ferner entscheiden die Länder selbst welche Schulen wie daran teilnehmen, ergo werden einige lernschwächere Gruppen systematisch ausgeschlossen.
Wer nun also von dem "Pisa-Ergebnis" redet dem sollte klar sein, dass dadurch nur ein kleiner Teil der Realität wiedergegeben wird.
Im Zuge der Verschlechterung der deutschen Bildung neige ich übrigens dazu, bei PISA von einer Gefälligkeitsstudie der neoliberalen OECD zu sprechen.
Anm.: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen und differenzierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
Naja, es ist leider ein Faktum, dass die Länder die am höchsten an der Pisa-Spitze stehen den geringsten Migrantenanteil haben. Was man daraus ableiten möchte oder nicht überlasse ich jedem selbst.
Dieser PISA-Test ist nämlich weder in seiner Ausrichtung noch in seiner Funktion in irgendeiner Art und Weise korrekt; Es werden Zahlen verfälscht bzw. unterschlagen, beispielsweise dass alleine die Übersetzungen oftmals fehlerhaft sind;
Ferner entscheiden die Länder selbst welche Schulen wie daran teilnehmen, ergo werden einige lernschwächere Gruppen systematisch ausgeschlossen.
Wer nun also von dem "Pisa-Ergebnis" redet dem sollte klar sein, dass dadurch nur ein kleiner Teil der Realität wiedergegeben wird.
Im Zuge der Verschlechterung der deutschen Bildung neige ich übrigens dazu, bei PISA von einer Gefälligkeitsstudie der neoliberalen OECD zu sprechen.
Anm.: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen und differenzierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
Naja, es ist leider ein Faktum, dass die Länder die am höchsten an der Pisa-Spitze stehen den geringsten Migrantenanteil haben. Was man daraus ableiten möchte oder nicht überlasse ich jedem selbst.
Dieser PISA-Test ist nämlich weder in seiner Ausrichtung noch in seiner Funktion in irgendeiner Art und Weise korrekt; Es werden Zahlen verfälscht bzw. unterschlagen, beispielsweise dass alleine die Übersetzungen oftmals fehlerhaft sind;
Ferner entscheiden die Länder selbst welche Schulen wie daran teilnehmen, ergo werden einige lernschwächere Gruppen systematisch ausgeschlossen.
Wer nun also von dem "Pisa-Ergebnis" redet dem sollte klar sein, dass dadurch nur ein kleiner Teil der Realität wiedergegeben wird.
Im Zuge der Verschlechterung der deutschen Bildung neige ich übrigens dazu, bei PISA von einer Gefälligkeitsstudie der neoliberalen OECD zu sprechen.
Anm.: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen und differenzierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv
"Naja, es ist leider ein Faktum, dass die Länder die am höchsten an der Pisa-Spitze stehen den geringsten Migrantenanteil haben. Was man daraus ableiten möchte oder nicht überlasse ich jedem selbst."
Dann bin ich mal so frei und leite davon ab, dass in den Ländern mit vielen Migranten, die Integration derer schwerer ist, als wenn es prozentual weniger sind - und das heißt, da muss man ansetzen! Nicht bei populistischen Parolen wie "die machen uns die Statistik schlecht", sonder bei "wir machen uns die Statistik schlecht, wenn wir nicht für gute Integration und gute Bildung sorgen" - das geht leider nur mit viel Geld und damit gewinnt man (bisher) nie die Wahlen - mal sehen wie es den Grünen ergehen wird, die sich auf ihrem Parteitag ja klar für deutlich höhere Bildungsausgaben ausgesprochen haben, auch auf die Gefahr hin, nicht gewählt zu werden...
"Naja, es ist leider ein Faktum, dass die Länder die am höchsten an der Pisa-Spitze stehen den geringsten Migrantenanteil haben. Was man daraus ableiten möchte oder nicht überlasse ich jedem selbst."
Dann bin ich mal so frei und leite davon ab, dass in den Ländern mit vielen Migranten, die Integration derer schwerer ist, als wenn es prozentual weniger sind - und das heißt, da muss man ansetzen! Nicht bei populistischen Parolen wie "die machen uns die Statistik schlecht", sonder bei "wir machen uns die Statistik schlecht, wenn wir nicht für gute Integration und gute Bildung sorgen" - das geht leider nur mit viel Geld und damit gewinnt man (bisher) nie die Wahlen - mal sehen wie es den Grünen ergehen wird, die sich auf ihrem Parteitag ja klar für deutlich höhere Bildungsausgaben ausgesprochen haben, auch auf die Gefahr hin, nicht gewählt zu werden...
So schlecht schnitten die deutschen Schüler im letzten Pisatest doch gar nicht ab:
532 Pkt. ("Einheimische")
Das ist gemeinsam mit Taiwan ein respektabler 4. Platz.
Nur 2 Pkt hinter Kanada.
Quelle:
http://www.spiegel.de/sch...
Es grüßt freundlich,
der bonifaz
"Naja, es ist leider ein Faktum, dass die Länder die am höchsten an der Pisa-Spitze stehen den geringsten Migrantenanteil haben. Was man daraus ableiten möchte oder nicht überlasse ich jedem selbst."
Dann bin ich mal so frei und leite davon ab, dass in den Ländern mit vielen Migranten, die Integration derer schwerer ist, als wenn es prozentual weniger sind - und das heißt, da muss man ansetzen! Nicht bei populistischen Parolen wie "die machen uns die Statistik schlecht", sonder bei "wir machen uns die Statistik schlecht, wenn wir nicht für gute Integration und gute Bildung sorgen" - das geht leider nur mit viel Geld und damit gewinnt man (bisher) nie die Wahlen - mal sehen wie es den Grünen ergehen wird, die sich auf ihrem Parteitag ja klar für deutlich höhere Bildungsausgaben ausgesprochen haben, auch auf die Gefahr hin, nicht gewählt zu werden...
Leistungsvergleiche gleich Leistungsanreiz oder Streßfaktor? Was sagt PISA eigentlich wirklich über unsere Schüler aus, über unsere Lehrer und die Eltern? - Wie wärs wenn einfach alle versuchten ihr bestes zu geben? Mehr können wir eh nicht bekommen. Bezogen auf die Erkenntnisse wie Motivation bei Menschen funktioniert erscheint es mir mehr als anchronistisch, wenn hier mit schlechten Vergleichsergebnissen eingeschüchtert wird. Mehr Ermutigung der Akteure, Aktivierung vorhandener Potenziale und der Ausbau vorhandener Stärken wäre sicher ein stärkerer Hebel zur Veränderung. So jedenfalls sehen wir es bei www.das-macht-schule.net
bei Schulen und Lehrern sind ja nicht erwünscht und werden bis aufs Blut bekämpft.
Gäbe es diese nervige PISA-Studie nicht, wäre doch noch alles toll im Bildungsbehördenland...
... Ja, Ok, das war jetzt nicht besonders... nett, trifft aber meiner Meinung nach doch einen Teil der Geschichte recht gut.
bei Schulen und Lehrern sind ja nicht erwünscht und werden bis aufs Blut bekämpft.
Gäbe es diese nervige PISA-Studie nicht, wäre doch noch alles toll im Bildungsbehördenland...
... Ja, Ok, das war jetzt nicht besonders... nett, trifft aber meiner Meinung nach doch einen Teil der Geschichte recht gut.
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