Schule: Großkampfstimmung zwischen Eltern und Lehrern
Eltern empfinden Lehrer oft als achtlos. Lehrer sehen in Eltern manchmal Erziehungsversager. Eine Lehrerin und Mutter plädiert für einen Perspektivwechsel.
Die Gründe für das Misstrauen und die Aggressionen zwischen Eltern und Lehrern sind leicht zu beschreiben. Einer von ihnen ist, dass die Familie nicht mehr grundsätzlich der Ort der Erziehung ist. Viele Eltern sind verunsichert oder finden nicht die nötige Zeit oder Kraft dazu. Die Schule kann wiederum nicht mehr ausschließlich ein Ort der Lehre sein. Die Zuständigkeiten verschwimmen und der Druck wächst von allen Seiten – die Kritik ebenso. Oft genug entlädt sich diese Kritik pauschal an den Lehrern. Oder der Lehrer schiebt, ebenso pauschal, allen Eltern die Schuld am Fehlverhalten der Kinder in die Schuhe.
Eltern und Lehrer stehen außerdem in einem besonders emotionalen Verhältnis. Denn Mütter und Väter hatten selbst einmal Lehrer und übertragen deshalb manchmal das Gefühl der Machtlosigkeit, das sie damals empfunden haben, auf die Lehrer ihrer Kinder. Dann kann die Lehrkraft des Kindes nicht nur wie ein Herr über dessen schulische Laufbahn wirken, sondern auch als einen Mensch empfunden werden, der sich in Familienbelange einmischt und grenzübertretende Forderungen stellt. Lehrer wiederum sehen Eltern als Überwacher und Einmischer, nicht selten auch als Versager in Erziehungsfragen. Der Kontakt zu den Eltern findet meist über das Kind statt. Das Kind erzählt zu Hause von der Schule, und die Eltern machen sich ihr Bild.
Heidemarie Brosche ist selbst Lehrerin und die Autorin des Buches "Warum Lehrer gar nicht so blöd sind - und was kluge
Eltern tun können, wenn die Verständigung nicht klappt", Kösel 2010
Was kann man also tun? Ein Perspektivenwechsel würde allen wohl tun. "Die anderen", die verstehen wir oft nicht. Und ziehen falsche Schlüsse. Wenn wir jedoch versuchen, uns in "die anderen" hineinzuversetzen, sind ihre Ansichten schon nicht mehr ganz so fremd.
Als Mutter und Lehrerin wechsele ich zwar oft die Seiten – aber ich weiß aus Erfahrung, dass es bequemer ist, die anderen blöd zu finden als sich einzufühlen. In der Schule verkünde ich mit ernster Miene: "Ich muss mit deiner Mutter reden." Dazu bewegt hat mich die ehrliche Sorge um das mir anvertraute Kind. Ich hoffe auf Besserung, die nicht nur mir, sondern vor allem dem Schüler zugute kommt. Ich will weder das Kind, noch die Eltern niedermachen. Und dann empfängt mich zu Hause mein eigenes Kind und sagt: "Die Lehrerin will mit dir reden." Und siehe da, flugs stellen sich mir die Nackenhaare auf. Was will denn die von mir?
- 1. Tipp
Nehmen Sie Ihr Kind ernst beziehungsweise seien Sie Ihren pädagogischen Überzeugen treu. Aber bemühen Sie sich trotzdem die Perspektive des jeweils anderen zu verstehen.
- 2. Tipp
Erwarten Sie kein fehlerfreies Verhalten! Sowohl Eltern als auch Lehrer kämpfen mit kleineren bis größeren Alltagsproblemen.
- 3. Tipp
Für Eltern: Machen Sie sich bewusst, dass die Pädagogen Lehrer vieler Kinder sind. Für Lehrer: Machen Sie sich bewusst, dass den Eltern das eigene Kind immer am wichtigsten ist.
- 4. Tipp
Gehen Sie nicht automatisch auf Abwehr, wenn ihr Gegenüber den Kontakt zu Ihnen sucht. Suchen Sie das Gespräch, wenn ein Problem auftaucht.
- 5. Tipp
Im Gespräch machen Sie sich klar, worum es geht: nicht um einen Sieg nach Punkten, sondern um das Beste für das Kind.
Beispiele gibt es genug für großen Ärger auf beiden Seiten. Der Lehrer, der dem simsenden Schüler das nagelneue Handy in der Pause abnimmt, der hat sie wohl nicht alle! Da hat man so viel Geld ausgegeben, um dem eigenen Kind seinen Herzenswunsch zu erfüllen. Außerdem will man, dass es jederzeit erreichbar ist. Und jetzt liegt das teure Stück in der Schule – weggesperrt.
Der Vater, der für den Wechsel seines Kindes aufs Gymnasium kämpft, ist doch wohl krankhaft ehrgeizig! Da ist man ein Schuljahr lang zu der Erkenntnis gelangt, dass genau dieses Kind kein Fall für die höhere Schule ist – und jetzt führt dieser Mann einen Tanz auf wegen einer Drei in Mathematik.
Die Lehrerin, die dem Grundschüler ins Heft ein "schlampig!" schreibt, weiß nicht, dass das Kind sich vor den Augen der Mutter heftig gemüht hat. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, Schüler zum sorgfältigen Arbeiten zu erziehen. Womöglich hat sie selbst ein Kind, das stets sauber arbeitet, und denkt: Die Mutter könnte mehr hinterher sein!
Die Mutter wiederum war Augenzeugin des kindlichen Bemühens, hat sich bewusst ein Eingreifen verkniffen – aus Angst, die Motivation zu zerstören. Sie versteht nicht, warum eine Lehrerin so unpädagogisch handelt und fällt ihr Urteil: Blöde Lehrerin!
Ein Perspektivenwechsel könnten in diesem Beispiel die Fronten entschärfen und helfen, einen Weg zu finden, um das Kind auf die richtige Weise zu fördern. Wenn die Lehrerin sich fragen würde: Wie hätte ich mich als Mutter dieses Kindes verhalten, wenn ich es nicht demotivieren will? Und: Ist jedes Geschmiere wirklich ein Zeichen von mangelnder Sorgfalt? Ist dieses Kind motorisch vielleicht noch nicht so weit? Und die Mutter könnte sich fragen: Wie gut könnte ich als Lehrerin von vielen Schülern wahrnehmen, wie viel Mühe sich ein einzelner gibt? Und fände ich es sinnvoll, schlechte Leistungen mit Wertschätzung zu belegen? Würde ich nicht auch das Kind zu mehr Disziplin anspornen wollen?
Wir müssen nicht alles verstehen, können uns aber bewusst machen, dass der andere vieles nicht wissen kann. Wir können uns auch Gedanken darüber machen, wie er oder sie unser Verhalten interpretieren könnte. Wenn wir nicht von vornherein das Negative unterstellen, uns mit Wertschätzung begegnen, können wir auch lösungsorientierter miteinander reden. Wenn Eltern und Lehrer diese Mühe nicht scheuen, profitieren alle davon: Eltern, Lehrer – und vor allem die Kinder.






Wer selber Kinder hat und diese in eine Schule schicken durfte, wird über diesen "Artikel" nur den Kopf schütteln
das ist ja wohl ein nutzloser Kommentar!
das ist ja wohl ein nutzloser Kommentar!
war ich als Elternbeirat auf der Grundschule tätig und oft als Mittler zwischen Eltern und Lehrer gefragt. Letztlich konnten viele Probleme gelöst werden, wenn beide Seiten vernünftig, in Ruhe und verständnisvoll miteinander geredet haben. Ich habe erlebt, dass beide Seiten schon das Wohl des Kindes im Auge hatten, jeder aber eine unterschiedliche Sichtweise hatte. Dies ist auch m.E. ganz normal, da jede Seite das Kind in anderer Umgebung wahrnimmt. Oftmals gab´es auch Aha-Erlebnisse, wenn Eltern einmal hören, wie sich ihr Kind in anderer Umgebung gibt (wie ich selbst als Mutter eines Sohnes ebenfalls erlebt habe).
Heutzutage ist es nicht mehr so selbstverständlich, sich in andere hineinzudenken und miteinander gut zu kommunizieren, das weitet sich mittlerweile auf viele Lebensbereiche aus und betrifft nicht nur Eltern und Lehrer. Unsere schnelle und vielfältige Lebensweise geht zu Lasten des freundlichen Miteinanders, der Selbstreflektion und letztlich auch vielfach zu Lasten unserer Kinder.
Ich finde ein guter Artikel, dessen Thema durchaus seine Berechtigung hat.
Ich gebe meinen Erziehungsauftrag und mein Erziehungsrecht aber trotzdem nicht an die Lehrerschaft wie, wie implizit im Artikel anklinkt.
Ich akzeptiere die Einmischung der Schule in die Familie nicht, niemals, auch wenn der Artikel versucht zu relativieren und die Einmischung zu rechtfertigen.
Ich sage Nein!
Ich gebe meinen Erziehungsauftrag und mein Erziehungsrecht aber trotzdem nicht an die Lehrerschaft wie, wie implizit im Artikel anklinkt.
Ich akzeptiere die Einmischung der Schule in die Familie nicht, niemals, auch wenn der Artikel versucht zu relativieren und die Einmischung zu rechtfertigen.
Ich sage Nein!
"Viele Eltern sind verunsichert oder finden nicht die nötige Zeit oder Kraft dazu. Die Schule kann wiederum nicht mehr ausschließlich ein Ort der Lehre sein. "
Dann sollte man daran mal etwas ändern, also den Root-Cause beseitigen.
Doch Familie ist ja "retro" und Erziehung "fascho". Da sourced man Education lieber in die School out. Und dann meint man, dass wäre cool und "The School of 21st Century".
Ich gebe meinen Erziehungsauftrag und mein Erziehungsrecht aber trotzdem nicht an die Lehrerschaft wie, wie implizit im Artikel anklinkt.
Ich akzeptiere die Einmischung der Schule in die Familie nicht, niemals, auch wenn der Artikel versucht zu relativieren und die Einmischung zu rechtfertigen.
Ich sage Nein!
Ich akzeptiere die Einmischung der Schule in die Familie nicht, niemals, auch wenn der Artikel versucht zu relativieren und die Einmischung zu rechtfertigen.
Ich sage Nein!
-----------------------------
ich akzeptiere die Einmischung sehr.Wie oft wurden
Kinder immer wieder mit blauen Flecken beim Sport entdeckt.
Gut wenn Lehrer nachhaken.Wie häufig verschließen sich
Mädchen und es stellt sich ein häuslicher Mißbrauch heraus.
Ich bin sogar dafür,das Pädagogen in die Familie gehen und sich die Lebenswirklichkeit des Kindes nahe bringen.
Wer so vehement wie sie verneint und sich jede Einmischung verbietet,dem würde ich erst recht auf die Pelle rücken.Zum Wohle des Kindes,wohlbemerkt.
Ich akzeptiere die Einmischung der Schule in die Familie nicht, niemals, auch wenn der Artikel versucht zu relativieren und die Einmischung zu rechtfertigen.
Ich sage Nein!
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ich akzeptiere die Einmischung sehr.Wie oft wurden
Kinder immer wieder mit blauen Flecken beim Sport entdeckt.
Gut wenn Lehrer nachhaken.Wie häufig verschließen sich
Mädchen und es stellt sich ein häuslicher Mißbrauch heraus.
Ich bin sogar dafür,das Pädagogen in die Familie gehen und sich die Lebenswirklichkeit des Kindes nahe bringen.
Wer so vehement wie sie verneint und sich jede Einmischung verbietet,dem würde ich erst recht auf die Pelle rücken.Zum Wohle des Kindes,wohlbemerkt.
Lösungsorientiert wird m. E. die überwiegende Mehrheit der Beteiligten sein.
Sie haben es allerdings schwer damit, zum Zug zu kommen. Denn Hektik, Vorschriften sowie die Unentschiedenheiten und starren Sichtweisen derjenigen, die zu bestimmen haben, dominieren das Feld. Nicht zuletzt wird weniger über sie berichtet.
Man vergleiche es einfach mit Problemen in der Infrastruktur, Gesundheitswesen und auch im Energiebereich. Mit dem Ausland wächst der Friede und im Innern wachsen die Auseinandersetzungen, da der Kuchen kleiner wird, und einige scheinbar übermässig davon haben wollen. Sie müssen aber auch, damit sie über die Runden kommen. Also müssen einige vom Kuchen fern gehalten werden.
Und wer das sein wird, entscheidet sich im kommenden Zeitraum. Das ist m. E. weder eine Verschwörung noch der böse Mensch schuld, sondern eine Entwicklung, die eben nicht auf gemeinsame Lösungen, sondern auf Durchsetzung aus sein muss, um die "hehren" Ziele zu erreichen.
Danke für diesen Artikel!
Auch wenn es selbstverständlich erscheint, was hier beschrieben wird, ist es immer wieder wichtig, auf die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens hinzuweisen: Verständnis und Rücksichtnahme.
Man kann derzeit den Eindruck bekommen, dass die Grabenkämpfe nicht nur zwischen Lehrern und Eltern härter werden, gerade weil die Grundlagen vergessen wurden.
Alte vs. Junge, Eltern vs. Kinderlose, Singles vs. Verbundene, Städter vs. Ländler, Gebildet vs. Ungebildet, etc.
Das Schema ist das gleiche, wenn ich aufhöre den anderen zu respektieren auch wenn ich ihn nicht verstehen kann, sind Verhärtungen der Fronten unausweichlich.
Sorry, ich habe kein Verständnis, wenn sich jemand in meine Erziehungspflichten und Erziehungsrechte einmischen möchte und mir sagen will, wie ich mein Kind zu erziehen habe.
Da nehme ich auch keinerlei Rücksicht auf staatliche Vorgaben wie im Bildungsplan für Kleinkinder des bayerischen Staatsministeriums.
Es nimmt ja auch keiner Rücksicht darauf, dass mich eine Einmischung stört und Verständnis haben die Erzieher/Lehrers schon gar nicht.
Wer von Verständnis und Rücksicht redet, in Wirklichkeit sichaber einmischen möchte, der heuchelt doch nur.
Sorry, ich habe kein Verständnis, wenn sich jemand in meine Erziehungspflichten und Erziehungsrechte einmischen möchte und mir sagen will, wie ich mein Kind zu erziehen habe.
Da nehme ich auch keinerlei Rücksicht auf staatliche Vorgaben wie im Bildungsplan für Kleinkinder des bayerischen Staatsministeriums.
Es nimmt ja auch keiner Rücksicht darauf, dass mich eine Einmischung stört und Verständnis haben die Erzieher/Lehrers schon gar nicht.
Wer von Verständnis und Rücksicht redet, in Wirklichkeit sichaber einmischen möchte, der heuchelt doch nur.
Sorry, ich habe kein Verständnis, wenn sich jemand in meine Erziehungspflichten und Erziehungsrechte einmischen möchte und mir sagen will, wie ich mein Kind zu erziehen habe.
Da nehme ich auch keinerlei Rücksicht auf staatliche Vorgaben wie im Bildungsplan für Kleinkinder des bayerischen Staatsministeriums.
Es nimmt ja auch keiner Rücksicht darauf, dass mich eine Einmischung stört und Verständnis haben die Erzieher/Lehrers schon gar nicht.
Wer von Verständnis und Rücksicht redet, in Wirklichkeit sichaber einmischen möchte, der heuchelt doch nur.
ich kann nicht verstehen warum man sich generell einer Verantwortung der Schulen in Erziehungsfragen verwehrt. Wie bereits im Text erwähnt ist es teilweise so dass Eltern keine Ahnung haben wie sich ihre Kinder außerhalb ihrer Wahrnehmung verhalten. Zuhause sind sie die lieben kleinen und an der Schule drangsalieren sie andere Kinder. (hab ich selbst erlebt) Ich finde hier sollte es schon zu einer "Absprache" zwischen Eltern und Lehrern kommen. Wie sollten es die Eltern sonst erfahren, ihre KInder werden es ja wohl kaum selbst zugeben und wer das glaubt hat es eh hinter sich.
Auch muss man bedenken dass es leider Eltern gibt die es mit der Erziehung ihrer Kinder nicht ganz so ernst nehmen oder schlichtweg überfordert sind, dann kann es schon mal passieren dass ihr Kind nicht fähig ist sich in eine soziale Struktur einzuleben, auf Kosten der anderen, sich "normal" verhaltenen Schüler. Ist das gerecht?
Eltern sollten sich einfach öfter nach dem Verhalten ihrer Kinder in der Schule ERKUNDIGEN, dann macht das auch nen ganz anderen Eindruck als wenn der Lehrer auf einen zukommt und anfänngt:
"Frau ... ihr Kind hat schon wieder ...."
ich kann nicht verstehen warum man sich generell einer Verantwortung der Schulen in Erziehungsfragen verwehrt. Wie bereits im Text erwähnt ist es teilweise so dass Eltern keine Ahnung haben wie sich ihre Kinder außerhalb ihrer Wahrnehmung verhalten. Zuhause sind sie die lieben kleinen und an der Schule drangsalieren sie andere Kinder. (hab ich selbst erlebt) Ich finde hier sollte es schon zu einer "Absprache" zwischen Eltern und Lehrern kommen. Wie sollten es die Eltern sonst erfahren, ihre KInder werden es ja wohl kaum selbst zugeben und wer das glaubt hat es eh hinter sich.
Auch muss man bedenken dass es leider Eltern gibt die es mit der Erziehung ihrer Kinder nicht ganz so ernst nehmen oder schlichtweg überfordert sind, dann kann es schon mal passieren dass ihr Kind nicht fähig ist sich in eine soziale Struktur einzuleben, auf Kosten der anderen, sich "normal" verhaltenen Schüler. Ist das gerecht?
Eltern sollten sich einfach öfter nach dem Verhalten ihrer Kinder in der Schule ERKUNDIGEN, dann macht das auch nen ganz anderen Eindruck als wenn der Lehrer auf einen zukommt und anfänngt:
"Frau ... ihr Kind hat schon wieder ...."
Leider ist ein Thema nicht berücksichtigt in ihrem Artikel, die Tatsache nämlich, dass Lehrerinnen und Lehrer in unserem Schulsystem nicht nur die Aufgabe haben zu fördern, sondern eben auch für Selektion zuständig sind (ich verwende absichtlich diesen drastischen Begriff). Sie vergeben also Zukunftschancen oder schränken sie zumindest ein. Eltern sind dann diejenigen, die ihr Kind auch weiter begleiten und die Folgen mit zu tragen haben. Insofern ist es nicht nur ein Übertragungsphänomen, wenn Eltern sich gegenüber Lehrern in einer unterlegenen Position fühlen, es ist ein reales Machtgefälle. Dies wird noch unterstützt dadurch, dass die meisten Lehrerinnen und Lehrer Beamte sind und es deshalb sehr schwer ist, gegen unfähige Lehrerinnen oder Lehrer vorzugehen. Dass es sie gibt, brauche ich nicht näher ausführen.
Beim unseligen Begriff "Selektion" geht es schon los. Wenn man ihn absichtlich verwendet, wie hier ja ausdrücklich gesagt wird, dann fragt man sich: Weshalb?
Ich frage mich, wie Schule ohne das "Reale Machtgefälle" zwischen Lehrer und Eltern aussehen soll. Ich biete mehrere Möglichkeiten an:
a)
Wir trennen die den fördernden Lehrer vom prüfenden (externen) Prüfer. Dann kann das Kind aber nur in den Prüfungen punkten; sein Lernverhalten während des Unterrichts bleibt unberücksichtigt.
b)
Wir machen das gleichberechtigt. Die Eltern bekommen eine Stimme, die Lehrer auch eine (eine für alle Lehrer). Aber wer möchte Eltern das Recht absprechen, wider alle Vernunft und Tatsachen die prestige-trächtigste weiterführende Schulform zu nehmen, hoffentlich in der Absicht, den Nutzen für das eigene Kind zu maximieren?
Und zur Beamtung:
Was ist uns lieber: Dass jemand über die Zukunft von Kindern mit-entscheidet, der in höchstem Maß juristisch auf die Loyalität gegenüber Staat und Gesellschaft verpflichtet ist. Oder ein austauschbarer akademischer Zeitarbeiter, den man mal eben feuert, wenn er missliebig wird -- z.B. weil er die Wahrheit sagt.
"Dies wird noch unterstützt dadurch, dass die meisten Lehrerinnen und Lehrer Beamte sind und es deshalb sehr schwer ist, gegen unfähige Lehrerinnen oder Lehrer vorzugehen. "
Es ist immer wieder spannend, dass diejenigen Kommentare, die das deutsche Schulsystem der "Selektion" bezichtigen, besonders dafür plädieren, angeblich unfähige Lehrerinnen und Lehrer zu selektieren.
Die Frage also: Ab wann darf man einem Menschen guten Gewissens sagen, dass er bestimmte Fähigkeiten wohl nicht hat.
Kennen Sie denn gar keine unfähigen Lehrer? Ich meine damit solche, die sagen: "Dich bringe ich auch noch auf die Hauptschule" - um nur ein Beispiel zu nennen. An diesem Beispiel mögen Sie erkennen, dass es hier nicht um einen Fall geht, der sich an der prestigeträchtigsten Schule abspielt. Und gestehen Sie nicht zu, dass Lehrer die Zukunft von Kindern massiv beeinträchtigen können?
Beim unseligen Begriff "Selektion" geht es schon los. Wenn man ihn absichtlich verwendet, wie hier ja ausdrücklich gesagt wird, dann fragt man sich: Weshalb?
Ich frage mich, wie Schule ohne das "Reale Machtgefälle" zwischen Lehrer und Eltern aussehen soll. Ich biete mehrere Möglichkeiten an:
a)
Wir trennen die den fördernden Lehrer vom prüfenden (externen) Prüfer. Dann kann das Kind aber nur in den Prüfungen punkten; sein Lernverhalten während des Unterrichts bleibt unberücksichtigt.
b)
Wir machen das gleichberechtigt. Die Eltern bekommen eine Stimme, die Lehrer auch eine (eine für alle Lehrer). Aber wer möchte Eltern das Recht absprechen, wider alle Vernunft und Tatsachen die prestige-trächtigste weiterführende Schulform zu nehmen, hoffentlich in der Absicht, den Nutzen für das eigene Kind zu maximieren?
Und zur Beamtung:
Was ist uns lieber: Dass jemand über die Zukunft von Kindern mit-entscheidet, der in höchstem Maß juristisch auf die Loyalität gegenüber Staat und Gesellschaft verpflichtet ist. Oder ein austauschbarer akademischer Zeitarbeiter, den man mal eben feuert, wenn er missliebig wird -- z.B. weil er die Wahrheit sagt.
"Dies wird noch unterstützt dadurch, dass die meisten Lehrerinnen und Lehrer Beamte sind und es deshalb sehr schwer ist, gegen unfähige Lehrerinnen oder Lehrer vorzugehen. "
Es ist immer wieder spannend, dass diejenigen Kommentare, die das deutsche Schulsystem der "Selektion" bezichtigen, besonders dafür plädieren, angeblich unfähige Lehrerinnen und Lehrer zu selektieren.
Die Frage also: Ab wann darf man einem Menschen guten Gewissens sagen, dass er bestimmte Fähigkeiten wohl nicht hat.
Kennen Sie denn gar keine unfähigen Lehrer? Ich meine damit solche, die sagen: "Dich bringe ich auch noch auf die Hauptschule" - um nur ein Beispiel zu nennen. An diesem Beispiel mögen Sie erkennen, dass es hier nicht um einen Fall geht, der sich an der prestigeträchtigsten Schule abspielt. Und gestehen Sie nicht zu, dass Lehrer die Zukunft von Kindern massiv beeinträchtigen können?
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