Schulwissen Hirnforscher empfiehlt entschlackte und reformierte Lehrpläne
Weniger Wissen, mehr Förderung und motivierte Lehrer: Was der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth der Schule vorschlägt.
Als der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth vor einigen Jahren Aufsehen mit der These erregte, wissenschaftliche Studien sprächen gegen die Existenz eines freien Willens, erntete er nicht selten Ignoranz. Die Hirnforschung hat mir nichts zu sagen, konterten manche Juristen, und wollten nicht an der Willensfreiheit als einem Pfeiler des Rechtssystems rütteln lassen. Jetzt könnte sich der Vorgang wiederholen. Diesmal geht es um Erziehung und Lernen, Prozesse, für deren Verstehen das Gehirn von großer Wichtigkeit ist. Sein Plädoyer dürfte vielen Erziehungswissenschaftlern nicht geheuer sein. Hinzu kommt, dass er sich auch noch herausnimmt, sie zu kritisieren.
"Die an den Hochschulen betriebene Didaktik und Pädagogik" sei "für die Schulpraxis in großem Maße irrelevant", weil die Hochschul-Didaktiker die "von Psychologen und Neurobiologen gewonnenen Einsichten nicht aufnehmen oder sogar vehement ablehnen", schreibt Roth in seinem neuen Buch "Bildung braucht Persönlichkeit".
Lehrer wiederum würden das an der Universität Gelernte rasch vergessen und sich per Versuch und Irrtum durchs Berufsleben wursteln. Es ist eine ernüchternde Diagnose, die Roth stellt. Seit etlichen Jahren beschäftigt sich der Wissenschaftler und Präsident der Studienstiftung mit Fragen der Hochschuldidaktik und der schulischen Bildung, hält Vorträge vor Lehrern und besucht Schulstunden. Das deutsche Schulsystem besitze einen Wirkungsgrad, "der gegen Null strebt", lautet sein Urteil.
Intelligenz, Motivation und Fleiß sind die drei Säulen, auf denen für Roth der Lernerfolg fußt. Bildung ist dabei mehr als erlerntes Wissen, in ihrem Zentrum steht auch die zu fördernde Persönlichkeit des Lernenden. Die Schüler müssen lernen, Stress zu verarbeiten und Enttäuschungen zu verkraften, sie sollen dazu in der Lage sein, sich selbst zu beruhigen und zu motivieren, sich im Griff zu haben und negative Gefühle zu kontrollieren. Zugleich sollen sie Bindungen aufbauen können, einfühlsam und realistisch sein und Risiken erkennen. Zugegeben, eine solche reife Persönlichkeit entsteht nicht in ein paar Jahren – aber in Kindheit und Jugend lässt sich viel mehr erreichen als später, sagt Roth.
Unterschiede in der Intelligenz sind etwa zur Hälfte angeboren, also genetischen oder vorgeburtlichen Ursprungs, zitiert Roth Ergebnisse der Zwillingsforschung. Das ist ein erheblicher Anteil, aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Umwelteinflüsse können den Intelligenzquotienten (IQ) um bis zu 20 Punkte nach oben oder unten verschieben, wobei mit den Jahren das Gewicht der Gene zunimmt. Das ist beachtlich, hat doch ein durchschnittlicher Erwachsener einen IQ von 100 und ein Abiturient einen IQ von im Durchschnitt 110.
Roth weist auf den großen Einfluss hin, den die "Bildungsnähe" des Elternhauses hat. Die Aufgabe des Staates sieht er vor allem darin, "bildungsfern" aufwachsenden Kindern zu helfen. Etwa mit Ganztagsschulen und frühzeitigen Sprachkursen für Kinder aus Einwandererfamilien. Nicht nur an diesem Beispiel zeigt sich, dass Hirnforschung und Mainstream in der Bildungspolitik kein Widerspruch sein müssen. Roth befürwortet auch ein langes gemeinsames Lernen.
In den Bildungsbehörden existiere der Wahn, Schüler müssten immer mehr wissen und lernen, kritisiert Roth. Statt nach dem Prinzip des Nürnberger Trichters Unmengen von Wissen in die Schüler hineinzupressen, sollten die Lernpläne radikal reformiert und entschlackt werden, schlägt er vor. Denn das Gehirn ist keine Festplatte mit fast beliebiger Kapazität. Lerninhalte sollten anschaulich und alltagsnah präsentiert werden, entscheidend für das Einprägen ins Gedächtnis sei Wiederholen in zunehmend längeren Abständen: nach sechs Stunden, nach einem Tag, nach zwei Wochen.
- Datum 05.04.2011 - 15:59 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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So überfällig es sein mag wissentschaftliche Belege für das althin bekannte zu liefern, fürchte ich doch daß es auch ebensowenig interesse stoßen wird.
Gerade weil es langhin bekannt und ebenso lang ignoriert ist, ist anzunehmen, daß unsere Bildungsreformen weitergehen wie bisher. Im Eilverfahren von politikern durchgeprügelt die sich an ihre eigene Schulzeit schon nichtmehr erinnern können oder wollen. Und wenn das Kind im Brunnen liegt könnte man ja Bildungsysteme von der skandinavischan Halbinsel importieren, die die Nordlicher seinerzeit aus der DDR (ja da war nicht alles schlecht) importiert haben.
So viel Weitblick wie das Bildungswesen braucht wird die Politik leider nie aufbringen können, denn es sind weit mehr als 4-5 Jahre.
"Lerninhalte sollten anschaulich und alltagsnah präsentiert werden, entscheidend für das Einprägen ins Gedächtnis sei Wiederholen in zunehmend längeren Abständen: nach sechs Stunden, nach einem Tag, nach zwei Wochen."
Da könnten die höher begabten Kids, die mitunter schon am Gymnasium unter zeitweiser Langeweile leider aber leicht zum Einschlafen gezwungen werden. Hier muß also unbedingt erst ein passendes Konzept der individuellen Förderung her, sonst könnte die Gesamtschule zu Schrumpfungsprozessen der äußeren Hirnrinde einzelner Schüler führen. Das wäre dann ein klassischer Negativerfolg und schade um die Talente.
Ja, ich weiss schon: Sie können ja notfalls auf die Privatschule wechseln, um der verordneten Unterforderung zu entfliehen...
Dies ist ein typisches Argument von Personen, die für ein dreigliedriges Schulsystem eintreten. Dabei ist jedoch fraglic, warum sich ein gesamtgesellschaftliches Schulsystem ausgerechnet an den 2% der Schüler mit Hochbegabung orientieren sollten. Wir müssen aufhören so zu tun, als würde die Erhöhung des Leistungsdruck auch die Leistungen verbessern. Bis zu einem gewissen Maß mag das stimmen, aber extrinsische Motivation (als solche gilt der Versuch eine bestimmte Leistungserwartung zu erfüllen) führt bekanntlich zu geringeren Einsatz als intrinsische. Ich sage, und damit verstoße ich wohl gegen ein Sakrileg, lieber 2 % gelangweilte Schüler, als 98 %.
Überdies wäre es ja keine Schwierigkeit sich im Umgang mit Hochbegabten an anderen Ländern, die sicher nicht weniger intelligente Kinder haben, zu orientieren, und nicht nur auf Tradition zu setzen.
haben die anderen, erfoglreichen Länder ja gerade diese indfividuelle Förderung. Darauf wollte ich ja hinaus. Einfach eine primitive Gesamtschule installieren, wird nicht viel verbessern. Es braucht schon ein Konzept für die große Vielfalt, die Natur und Gesellschaft hervorbringen.
Ihre Meinung, lieber 2% Langeweile halte ich für gefährlich ignorant.
Ich bin übrigens für! ein richtig konzeptiertes und umgesetztes Gesamtschulsystem. Aber nicht für ein einfaches Zusammenlegen der Schulsysteme. Das haben unsere Kinder nicht verdient.
Dies ist ein typisches Argument von Personen, die für ein dreigliedriges Schulsystem eintreten. Dabei ist jedoch fraglic, warum sich ein gesamtgesellschaftliches Schulsystem ausgerechnet an den 2% der Schüler mit Hochbegabung orientieren sollten. Wir müssen aufhören so zu tun, als würde die Erhöhung des Leistungsdruck auch die Leistungen verbessern. Bis zu einem gewissen Maß mag das stimmen, aber extrinsische Motivation (als solche gilt der Versuch eine bestimmte Leistungserwartung zu erfüllen) führt bekanntlich zu geringeren Einsatz als intrinsische. Ich sage, und damit verstoße ich wohl gegen ein Sakrileg, lieber 2 % gelangweilte Schüler, als 98 %.
Überdies wäre es ja keine Schwierigkeit sich im Umgang mit Hochbegabten an anderen Ländern, die sicher nicht weniger intelligente Kinder haben, zu orientieren, und nicht nur auf Tradition zu setzen.
haben die anderen, erfoglreichen Länder ja gerade diese indfividuelle Förderung. Darauf wollte ich ja hinaus. Einfach eine primitive Gesamtschule installieren, wird nicht viel verbessern. Es braucht schon ein Konzept für die große Vielfalt, die Natur und Gesellschaft hervorbringen.
Ihre Meinung, lieber 2% Langeweile halte ich für gefährlich ignorant.
Ich bin übrigens für! ein richtig konzeptiertes und umgesetztes Gesamtschulsystem. Aber nicht für ein einfaches Zusammenlegen der Schulsysteme. Das haben unsere Kinder nicht verdient.
/Zitat
"Die an den Hochschulen betriebene Didaktik und Pädagogik" sei "für die Schulpraxis in großem Maße irrelevant",
Zitat/
Richtig erkannt, seit Jahrzehnten bekannt, mediale Verbreitung bisher verweigert,falsche und wiederum unwisschenschaftliche Schlussfolgerung:
/Zitat
"Der Lehrer ist für den Schüler eine Leitfigur, ein Vorbild, und alle Schulreformen können daran nichts ändern"
Zitat/
Im Land gibt es ca. 800.000 Lehrkräfte. Wo um Himmels willen will Herr Roth da die von ihm erträumten Leitfiguren und Vorbilder nehmen? Da arbeitet gesellschaftlicher Durchschnitt. Das ist nicht herabsetzend oder kritisch gemeint, sondern beschreibt den vorfindbaren und nicht zu ändernden Sachverhalt. Eine Pädagogik wird nur dann erfolgreiche Modelle anbieten können, wenn sie davon ausgeht. Ihr bisheriges Scheitern liegt doch genau darin, dass sie versuchte umzusetzen, was Herr Roth fordert: den Lehrer als Vorbild.
Diese Forderung widerspricht auch dem Forschungsstand der Hirnforschung. Das Gehirn bildet sich im Austausch und Zusammenspiel (Interaktion) zwischen Individuum und Umwelt. Die Lehrkraft ist nur ein sehr kleiner Teil der Umwelt. Wirklich gelernt wird nur, wenn aus Interesse an der Sache, nicht um der Person willen gelernt wird. Und dann gilt das Gesetz: Kinder programmieren sich selbst.
Lehrkräfte spielen dabei nur die Rolle des Lernbegleiters auf Abruf. Nur auf dieser Grundlage lassen sich auch allgemein erfolgversprechende päd. Modelle entwickeln.
Zum einen steht nirgendwo, dass das zweite Zitat eine Folgerung des ersten ist und zum anderen fordert Herr Roth auch nicht, dass ein Lehrer ein Vorbild sein soll, sondern er stellt heraus, dass es seines Erachtens nach einfach so ist.
"Wirklich gelernt wird nur, wenn aus Interesse an der Sache, nicht um der Person willen gelernt wird."
Auch diese Aussage steht in keinem Widerspruch zum Artikel. Nur ist dort beschrieben, dass der Lehrer eben der Motor für das Interesse ist ("Sein Engagement und seine Begeisterungsfähigkeit entscheiden darüber, ob auch die Schüler mitgerissen werden.").
Schule ist außerdem ein Ort, ja ein Raum, engster Begegnung und Wechselwirkung zwischen Schüler und Lehrer, Lehrer und Schüler.
Daher trifft Roths Aussage, "der Lehrer sei für den Schüler eine Leitfigur, ein Vorbild, und alle Schulreformen könnten daran nichts ändern", mitten ins Schwarze.
Dies ist die Erfahrung eines Praktikers aus 41-jähriger Tätigkeit als Mathematik- und Physiklehrer(!), ohne vorausgehende didaktische und pädagogische Ausbildung.
"Im Land gibt es ca. 800.000 Lehrkräfte. Wo um Himmels willen will Herr Roth da die von ihm erträumten Leitfiguren und Vorbilder nehmen? Da arbeitet gesellschaftlicher Durchschnitt" schreibt Ionetal und suggeriert damit, "gesellschaftlicher Durchschnitt" könne nicht Leitfigur und Vorbild sein.
Dieses Urteil ist eher ein Produkt intellektueller Schreibtisch-Arroganz als empirischer Wahrnehmung.
Es steht in vollem Gegensatz zur Realität - in und außerhalb der Schule.
Zum einen steht nirgendwo, dass das zweite Zitat eine Folgerung des ersten ist und zum anderen fordert Herr Roth auch nicht, dass ein Lehrer ein Vorbild sein soll, sondern er stellt heraus, dass es seines Erachtens nach einfach so ist.
"Wirklich gelernt wird nur, wenn aus Interesse an der Sache, nicht um der Person willen gelernt wird."
Auch diese Aussage steht in keinem Widerspruch zum Artikel. Nur ist dort beschrieben, dass der Lehrer eben der Motor für das Interesse ist ("Sein Engagement und seine Begeisterungsfähigkeit entscheiden darüber, ob auch die Schüler mitgerissen werden.").
Schule ist außerdem ein Ort, ja ein Raum, engster Begegnung und Wechselwirkung zwischen Schüler und Lehrer, Lehrer und Schüler.
Daher trifft Roths Aussage, "der Lehrer sei für den Schüler eine Leitfigur, ein Vorbild, und alle Schulreformen könnten daran nichts ändern", mitten ins Schwarze.
Dies ist die Erfahrung eines Praktikers aus 41-jähriger Tätigkeit als Mathematik- und Physiklehrer(!), ohne vorausgehende didaktische und pädagogische Ausbildung.
"Im Land gibt es ca. 800.000 Lehrkräfte. Wo um Himmels willen will Herr Roth da die von ihm erträumten Leitfiguren und Vorbilder nehmen? Da arbeitet gesellschaftlicher Durchschnitt" schreibt Ionetal und suggeriert damit, "gesellschaftlicher Durchschnitt" könne nicht Leitfigur und Vorbild sein.
Dieses Urteil ist eher ein Produkt intellektueller Schreibtisch-Arroganz als empirischer Wahrnehmung.
Es steht in vollem Gegensatz zur Realität - in und außerhalb der Schule.
Dass Abiturienten im Schnitt einen zehn Punkte höheren IQ haben, liegt wohl daran, dass nicht jeder Schüler ein Abitur erhält...
Zudem erkenne ich eher einen "Wahn", falls man das überhaupt so nennen kann, in Richtung kürzerer Schulzeit und abgespeckten Lehrplänen. Nicht, dass nicht manche Inhalte getrost weggelassen werden könnten - als diesjähriger Abiturient kann ich ein Lied davon singen - doch viele wichtige Bildungsinhalte kommen jetzt schon zu kurz. Wann ist denn sonst soviel Zeit sich Allgemeinwissen zu beschaffen?
Wenn man lernen soll Stress zu verarbeiten, Enttäuschungen zu verkraften, sich selbst zu beruhigen und zu motivieren, sich im Griff zu haben und negative Gefühle zu kontrollieren, dann braucht man dazu nicht weniger Unterricht oder weniger Inhalte, sondern einfach etwas Hilfe. Wenn man den Unterricht richtig gestaltet, lernt das der Schüler zusammen mit dem Stoff.
aber das abitur ist nun wirklich keine große hürde.
das wirst du am ende deines ersten uni-semesters bemerken.
aber das abitur ist nun wirklich keine große hürde.
das wirst du am ende deines ersten uni-semesters bemerken.
"Die Schüler müssen lernen, Stress zu verarbeiten und Enttäuschungen zu verkraften, sie sollen dazu in der Lage sein, sich selbst zu beruhigen und zu motivieren, sich im Griff zu haben und negative Gefühle zu kontrollieren. Zugleich sollen sie Bindungen aufbauen können, einfühlsam und realistisch sein und Risiken erkennen."
Das ist die Aufgabe der Familie, insbesondere der Eltern. Aufgabe der Schule ist das geordnete Vermitteln von Wissen. Denn nur die Kombination von Verhalten und Wissen ermöglich eine vollständige Entfaltung von Fähigkeiten. Und, unnützes Wissen gibt es nicht.
Sie haben m.E. nach recht, wenn sie schreiben, dass das die Aufgabe der Familien ist. Der Punkt ist aber doch, dass nicht jede Familie dem nachkommt - bzw. auch nicht nachkommen können. Das komplett auf die Familien auszulagern verhindert jeden sozialen Aufstieg!
Ob es unnützes Wissen gibt - vielleicht können sie mir den Vorteil um das Wissen von z.B. Tom Hanks Geburtstag erklären.
Für meinen Teil bin ich der Meinung, dass in der Schule zu viel Wert auf Wissen gelegt wird und zu wenig auf abstraktes Denken, Lernen und Wissbegierigkeit. Wenn ich weiß wie ich vernünftig Lerne und Neugierig bin, habe ich kein Problem mir selber Algebra, Geschichte oder Chemie beizubringen. Wenn ich allerdings ignorant bin und Lernen nur als notwendiges Übel sehe kann mir auch die Wissensvermittlung der Schule nicht helfen.
Sie schreiben: "Das ist die Aufgabe der Familie, insbesondere der Eltern."
1. Noch nie in der Geschichte haben Eltern so viel Zeit, Geduld, Arbeit, Mühe für die Betreuung ihrer Kinder und für deren Unterstüzung bei Schularbeiten aufgewandt wie in den letztn dre/vier Jahrzehnten. Das lässt sich empirisch problemlos nachprüfen, z. B. an Hand der Arbeiwszeiten und wohnverhältnisse, etwa mit
Gestrich: Geschichte der Familie. Oldenbourg1999.
2. Die Folgen der seit vielen Jahren üblichen Überforderung und Beschimpfung der Eltern sind zu bsichtigen. Junge Eltern setzen einfach keine Kinder mehr in die Welt: keine Kinder - keine Elternbeschimpfung.
Eineinfache und prima funktionierende Lösung.
Sie haben m.E. nach recht, wenn sie schreiben, dass das die Aufgabe der Familien ist. Der Punkt ist aber doch, dass nicht jede Familie dem nachkommt - bzw. auch nicht nachkommen können. Das komplett auf die Familien auszulagern verhindert jeden sozialen Aufstieg!
Ob es unnützes Wissen gibt - vielleicht können sie mir den Vorteil um das Wissen von z.B. Tom Hanks Geburtstag erklären.
Für meinen Teil bin ich der Meinung, dass in der Schule zu viel Wert auf Wissen gelegt wird und zu wenig auf abstraktes Denken, Lernen und Wissbegierigkeit. Wenn ich weiß wie ich vernünftig Lerne und Neugierig bin, habe ich kein Problem mir selber Algebra, Geschichte oder Chemie beizubringen. Wenn ich allerdings ignorant bin und Lernen nur als notwendiges Übel sehe kann mir auch die Wissensvermittlung der Schule nicht helfen.
Sie schreiben: "Das ist die Aufgabe der Familie, insbesondere der Eltern."
1. Noch nie in der Geschichte haben Eltern so viel Zeit, Geduld, Arbeit, Mühe für die Betreuung ihrer Kinder und für deren Unterstüzung bei Schularbeiten aufgewandt wie in den letztn dre/vier Jahrzehnten. Das lässt sich empirisch problemlos nachprüfen, z. B. an Hand der Arbeiwszeiten und wohnverhältnisse, etwa mit
Gestrich: Geschichte der Familie. Oldenbourg1999.
2. Die Folgen der seit vielen Jahren üblichen Überforderung und Beschimpfung der Eltern sind zu bsichtigen. Junge Eltern setzen einfach keine Kinder mehr in die Welt: keine Kinder - keine Elternbeschimpfung.
Eineinfache und prima funktionierende Lösung.
Zum einen steht nirgendwo, dass das zweite Zitat eine Folgerung des ersten ist und zum anderen fordert Herr Roth auch nicht, dass ein Lehrer ein Vorbild sein soll, sondern er stellt heraus, dass es seines Erachtens nach einfach so ist.
"Wirklich gelernt wird nur, wenn aus Interesse an der Sache, nicht um der Person willen gelernt wird."
Auch diese Aussage steht in keinem Widerspruch zum Artikel. Nur ist dort beschrieben, dass der Lehrer eben der Motor für das Interesse ist ("Sein Engagement und seine Begeisterungsfähigkeit entscheiden darüber, ob auch die Schüler mitgerissen werden.").
Sie schreiben: "Zum einen steht nirgendwo, dass das zweite Zitat eine Folgerung des ersten ist"
Im Artikel steht ziemlich am Ende: "Sein Engagement und seine Begeisterungsfähigkeit entscheiden darüber, ob auch die Schüler mitgerissen werden. "Der Lehrer ist für den Schüler eine Leitfigur, ein Vorbild, und alle Schulreformen können daran nichts ändern", sagt Roth."
Wenn das keine Folgerung aus den vorhergehenden Ausführungen ist, was ist es dann? Herrn Roths private Wunschphantasien oder Hirngespinste?
Sie zitieren mich und schreiben: "'Wirklich gelernt wird nur, wenn aus Interesse an der Sache, nicht um der Person willen gelernt wird.'
Auch diese Aussage steht in keinem Widerspruch zum Artikel."
Selbstverständlich ist das ein Widerspruch: Wenn mich eine Sache interessiert, brauche ich niemanden, der mich dafür begeistert. Wenn mich jemand für eine Sache begeistert, interessiert mich die Sache häufig gar nicht, sondern die Person und die Art der Vermittlung.Dadurch kann bei mir der Eindruck entstehen, ich würde mich auch für die Sache interessieren. Wechselt dann der Fachlehrer - sagen wir in Geschichte -, stelle ich plötzlich fest, dass mich Geschichte überhaupt nicht interessiert, aber der Geschichsunterricht des vorigen Geschichtslehrers mich faszinierte.
Das ist häufig der Fall. Studienabbrüche und Wechsel des Studienfachs sind die Folge mitsamt dem daraus entstehende wirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden.
Sie schreiben: "Zum einen steht nirgendwo, dass das zweite Zitat eine Folgerung des ersten ist"
Im Artikel steht ziemlich am Ende: "Sein Engagement und seine Begeisterungsfähigkeit entscheiden darüber, ob auch die Schüler mitgerissen werden. "Der Lehrer ist für den Schüler eine Leitfigur, ein Vorbild, und alle Schulreformen können daran nichts ändern", sagt Roth."
Wenn das keine Folgerung aus den vorhergehenden Ausführungen ist, was ist es dann? Herrn Roths private Wunschphantasien oder Hirngespinste?
Sie zitieren mich und schreiben: "'Wirklich gelernt wird nur, wenn aus Interesse an der Sache, nicht um der Person willen gelernt wird.'
Auch diese Aussage steht in keinem Widerspruch zum Artikel."
Selbstverständlich ist das ein Widerspruch: Wenn mich eine Sache interessiert, brauche ich niemanden, der mich dafür begeistert. Wenn mich jemand für eine Sache begeistert, interessiert mich die Sache häufig gar nicht, sondern die Person und die Art der Vermittlung.Dadurch kann bei mir der Eindruck entstehen, ich würde mich auch für die Sache interessieren. Wechselt dann der Fachlehrer - sagen wir in Geschichte -, stelle ich plötzlich fest, dass mich Geschichte überhaupt nicht interessiert, aber der Geschichsunterricht des vorigen Geschichtslehrers mich faszinierte.
Das ist häufig der Fall. Studienabbrüche und Wechsel des Studienfachs sind die Folge mitsamt dem daraus entstehende wirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden.
Sie haben m.E. nach recht, wenn sie schreiben, dass das die Aufgabe der Familien ist. Der Punkt ist aber doch, dass nicht jede Familie dem nachkommt - bzw. auch nicht nachkommen können. Das komplett auf die Familien auszulagern verhindert jeden sozialen Aufstieg!
Ob es unnützes Wissen gibt - vielleicht können sie mir den Vorteil um das Wissen von z.B. Tom Hanks Geburtstag erklären.
Für meinen Teil bin ich der Meinung, dass in der Schule zu viel Wert auf Wissen gelegt wird und zu wenig auf abstraktes Denken, Lernen und Wissbegierigkeit. Wenn ich weiß wie ich vernünftig Lerne und Neugierig bin, habe ich kein Problem mir selber Algebra, Geschichte oder Chemie beizubringen. Wenn ich allerdings ignorant bin und Lernen nur als notwendiges Übel sehe kann mir auch die Wissensvermittlung der Schule nicht helfen.
Natürlich, um bessere Ergebnisse (für alle)zu bekommen, entschlacken wir erst einmal. Anstatt Spitze zu bleiben, würgen wir der Bildungselite eines rein, um dann endlich unteren Durchschnitt, für alle zu haben.
Dann sind endlich alle gleich, gleich schlecht. :-)
Ja dann, weiter so im Sozialistenstadel!
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Und jetzt überlegen sie mal was wichtiger ist für die Gesellschaft. Faktenwissen oder Phantasie und Einfallsreichtum?
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Und jetzt überlegen sie mal was wichtiger ist für die Gesellschaft. Faktenwissen oder Phantasie und Einfallsreichtum?
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