Bildungspolitik: Rat verlangt gemeinsames Kernabitur aller Länder
In Deutsch, Mathe und Englisch sollen alle deutschen Abiturienten dieselben Aufgaben lösen – der Aktionsrat Bildung will zehn Prozent der Note davon abhängig machen.
© Armin Weigel/dpa

Abiturprüfung im Fach Deutsch im niederbayerischen Straubing
Der Aktionsrat Bildung fordert für alle Bundesländer eine einheitliche schriftliche Abiturprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. In dem Gutachten "Gemeinsames Kernabitur" wird vorgeschlagen, dass die Ergebnisse dieser Prüfungen zehn Prozent der Abiturnote ausmachen sollen.
Damit wäre nach Ansicht der Experten ein vergleichbarer Qualitätsstandard gesichert, um zentrale Voraussetzungen für den Hochschulzugang zu testen. Andererseits hätten die Bundesländer und Schulen angemessenen Raum für eigene Schwerpunkte.
Der Vorsitzende des Aktionsrates, Dieter Lenzen, sagte bei der Vorstellung des Gutachtens in München: "Das gemeinsame Kernabitur stellt sicher, dass die nationalen Bildungsstandards für die gymnasiale Oberstufe umgesetzt werden. Es gewährleistet eine einheitlich hohe Qualität des Abiturs."
Der Aktionsrat empfiehlt den Kultusministern, 2012 einen Staatsvertrag aller Bundesländer über die Einführung des Kernabiturs zu schließen. Dieses soll spätestens mit dem Abiturjahrgang 2018 umgesetzt sein. So bleibe den Bundesländern ausreichend Zeit, ihre Prüfungsordnungen dem Staatsvertrag anzupassen.
Konkurrenz und Kooperation
Nach Ansicht von Randolf Rodenstock, dem Initiator des Aktionsrates Bildung, kann das Kernabitur "zeigen, dass die Bundesländer in der Lage sind, da zu kooperieren, wo es sinnvoll ist". Eine gesunde Mischung aus Konkurrenz und Kooperation werde den Bildungsföderalismus langfristig stärken und zukunftsfähig machen. Außerdem biete das Kernabitur die Chance, "das Reifezeugnis zu modernisieren und bundesweit auf ein hohes Qualitätsniveau zu heben".






Wieso dann überhaupt eine Abschlussprüfung machen?
Für so etwas hätte ich wahrscheinlich gar nicht gelernt...
Man könnte als Malus die halbe Differenz zwischen Abiturnote und Kernabiturprüfungsergebnis annehmen.
Wenn Sie also im Bundesland A die Ergebnisse 2,0 und 4,0 erzielen und sich an der Uni im Bundesland B bewerben und in B im Durchschnitt jeweils eine 3,0 erreicht werden, dann haben Sie die gleichen Zulassungschancen wie ein Bewerber aus B mit der Abiturnote 3,0.
Man könnte als Malus die halbe Differenz zwischen Abiturnote und Kernabiturprüfungsergebnis annehmen.
Wenn Sie also im Bundesland A die Ergebnisse 2,0 und 4,0 erzielen und sich an der Uni im Bundesland B bewerben und in B im Durchschnitt jeweils eine 3,0 erreicht werden, dann haben Sie die gleichen Zulassungschancen wie ein Bewerber aus B mit der Abiturnote 3,0.
Man könnte als Malus die halbe Differenz zwischen Abiturnote und Kernabiturprüfungsergebnis annehmen.
Wenn Sie also im Bundesland A die Ergebnisse 2,0 und 4,0 erzielen und sich an der Uni im Bundesland B bewerben und in B im Durchschnitt jeweils eine 3,0 erreicht werden, dann haben Sie die gleichen Zulassungschancen wie ein Bewerber aus B mit der Abiturnote 3,0.
Das Problem mit der Bewertung sehe ich auch.
Allerdings sind meiner Meinung nach besagte zentrale Tests kein Vorbild: Sie signalisieren zunächst, dass die eigene Abschlussprüfung offenbar nicht viel wert ist. Weitaus schwerer wiegt die Tatsache, dass diese Tests inhaltlich meist eben nicht die Anforderungen des jeweiligen Fachs prüfen - sie sind stattdessen auf Massenprüfungen zugeschnitten und bis zur Aussagelosigkeit standardisiert. Zuletzt verbringen jedes Jahr Schüler und Studenten wertvolle Zeit damit, zusätzlich zu Schule und Studium stupide für besagte Tests zu pauken.
An sich halte ich das Kernabitur also für eine gute Sache: Standardisierung ohne weitere Tests. Aber es müsste entsprechend anonym und zentral korrigiert werden, ansonsten ist es reiner Selbstbetrug zur Gewissensberuhigung.
Des Pudels (schlechter) Kern ist der Föderalismus in der Schul- und Bildungspolitik.
Man stelle sich vor, in der Verteidigungspolitik würden wir so verfahren.
Doch die Landespolitiker hüten Bildung als ein Teil ihrer Kompetenzen und als ihr Spielfeld für den Einsatz von
Quotenfrauen, die hier ihr "Multitasking" uneingeschränkt persönlich und von Land zu Land ausleben können.
Zuständig in der Regierung: Quotenfrau und Theologin, Schavan.
Gescheitert mit ihrem Konzept in der Landespolitik feiert sie hier eine Wiederauferstehung eigener Art. So lange unsere Politker Politik für die Parteien und nicht für das Wohl der Betroffenen machen, wird sich daran nichts ändern, auch nicht an der völlig desolaten Schul- und Bildungspolitik in diesem Lande.
Trost findet man nur darin, wenn man weiß, das mehr als 20% unserer erforderlichen Eliten niemals dieses auf den Hund gekommene Bildungssystem durchlaufen. Der Rest sind dann wenige Aufsteiger aus der Masse, die besonderes Talent und persönlicher Antrieb auszeichnet und viele Könner aus dem Ausland. Sonst wären auch das Niveau der Deutschen Wirtschaft, seine Innovationskraft, seine Effektivität nicht erklärbar.
Die Lösung kann nur heißen: Weg mit dem Föderalismus in der Schul-und Bildungspolitik. Einheitliche Regelungen für Form und Inhalt des Abiturs!
wir hatten bereits entsprechende Aufnahmetests in Deutschland für Medizin, den TMS, er ist wiedereingeführt worden, und viele Universitäten nutzen diesen bei Aufnahmeentscheidungen.
Staatsexamina der Medizin sind zu großem Bestandteil (mehr als 50%) staatlich einheitliche, vorgegebene MPC (Multiple Choice Tests). Ich halte die Idee nicht für schlecht.
Natürlich sollten entsprechende Aufnahmetests nicht alleingültig dastehen, aber sie zur Aussagelosigkeit abzustempeln halte ich für fragwürdig.
Für solche Aufnahmetests kann man üben/lernen, aber nicht einfach auswendig.
Vor allem geht es mir aber um ein zentralistisches Abitur, dass eben tatsächlich anonym abgeprüft wird.
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