Schulsprache DeutschLehrer mit multikultureller Kompetenz gesucht
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Sprungbrett Kita


Besonders wichtig ist darüber hinaus die Förderung der kleinen Kinder, möglichst lange vor dem Schulbeginn. "Erfolge in der Schulsprache setzen immer eine möglichst frühe Förderung in der Kita voraus", betont Turgut Hüner von der Föderation türkischer Elternvereine in Deutschland. Das von der Bundesregierung alternativ geplante Betreuungsgeld bezeichnet er als "Rückschlag für die Integration". Vorbildlich sind für Hüner vielmehr die amtlichen "Sprachstandsfeststellungen" für Vierjährige, die viele Bundesländer durchführen.

Alle Kinder werden getestet, also auch deutsche Muttersprachler. "Defizite sind ja nicht einfach ein Problem der Zuwanderung", so Hüner, "sondern der sozialen Herkunft aus jedwedem bildungsfernen Milieu." Jedes Kind, ob mit deutschem oder fremdem Pass, hat die Chance, im Jahr vor Schulbeginn noch einen gebührenfreien Deutschkurs zu absolvieren. Ein guter Rat an die Eltern, aber kein Zwang. Hier muss nur auch evaluiert werden, welche Programme wirken.

Außerdem kritisiert KMK-Präsident Rabe: "Alle staatlichen Angebote werden indes durch die gesetzliche Schuldenbremse in Bund und Ländern gefährdet". Um die Neuverschuldung auf Null zu bringen, müsse beispielsweise Hamburg in den nächsten Jahren rund zehn Prozent seines Landeshaushalts kürzen. Dabei wird auch an Lehrerstellen gespart. Die übrig gebliebenen haben dann weniger Zeit für das einzelne Kind, zum Beispiel mit Sprachdefiziten. "Aber mit zehn Prozent weniger Lehrern drohen später soziale und wirtschaftliche Schäden in unabsehbarer Größe." Deshalb die klare Forderung der KMK: "Was Deutschland jetzt braucht, sind 10.000 und mehr Lehrer zusätzlich, und zwar mit multikultureller Kompetenz".

 
Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/lv

  2. einer Amtssprache zum Eintrittszeitpunkt in eine "weitergehende" Bildungseinrichtung nicht als Ablehnungsgrund?

    Wer ist für die Defizite wie verantwortlich und warum werden Die Länder hier zu "Reformen" ermutigt?

    MfG KM

    13 Leserempfehlungen
  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/lv

    Eine Leserempfehlung
  4. Also muss doch mit dem Quatsch aufgehört werden, von Lehrern Weiterbildung in deren Freizeit zu verlangen. Dann dreht sich das Verhältnis ev. um. Dennoch kann man aus Unbegabten und Ungebildeten nicht so leicht die gewünschten Schulstars machen, die die Politik so gerne sähe. Es ist vielfach kein Fach- oder Sachproblem der Unterrichtenden, wo sie Nachhilfe brauchten. Es sind eher schichtspezifische Probleme der sozialen Herkunft, die es immer für den sozialen Aufstieg gab. In Wirklichkeit will man das doch auch nicht ändern. Was sollen wir mit viel zu viel Qualifizierten denn anfangen?

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    Exakt so ist, auch wenn es kaum laut ausgesprochen werden darf:

    Es gibt schlicht intelligentere und dümmere Kinder.

    Nein, die Menschen sind nicht alle gleich. Und sie gehören auch nicht alle der gleichen IQ-Familie an. Auch wenn man dies seit den 1970ern durch Reformen und teilweise aberwitzigen Verbiegungen eines Bildungssystems, das gleichmacherisch immer weniger selektiert, bis ins Bizarre hinein verbogen hat:

    Zum Zweck der Gleichmacherei wurden Bildungsabschlüsse geradezu inflationär entwertet, das System der öffentlichen Schulen durch hochgestochene "Bildungsstandards" sinnlos verkompliziert und das Prinzip der Selektion dem Scheinprinzip "Bildung für alle" grotesk verwässert - die Folgen sind hinlänglich bekannt.

    Je komplizierter das Bildungssystem, desto wertloser der einzelne Bildungsabschluss.

    Nicht erst seit PISA!

    Exakt so ist, auch wenn es kaum laut ausgesprochen werden darf:

    Es gibt schlicht intelligentere und dümmere Kinder.

    Nein, die Menschen sind nicht alle gleich. Und sie gehören auch nicht alle der gleichen IQ-Familie an. Auch wenn man dies seit den 1970ern durch Reformen und teilweise aberwitzigen Verbiegungen eines Bildungssystems, das gleichmacherisch immer weniger selektiert, bis ins Bizarre hinein verbogen hat:

    Zum Zweck der Gleichmacherei wurden Bildungsabschlüsse geradezu inflationär entwertet, das System der öffentlichen Schulen durch hochgestochene "Bildungsstandards" sinnlos verkompliziert und das Prinzip der Selektion dem Scheinprinzip "Bildung für alle" grotesk verwässert - die Folgen sind hinlänglich bekannt.

    Je komplizierter das Bildungssystem, desto wertloser der einzelne Bildungsabschluss.

    Nicht erst seit PISA!

  5. Exakt so ist, auch wenn es kaum laut ausgesprochen werden darf:

    Es gibt schlicht intelligentere und dümmere Kinder.

    Nein, die Menschen sind nicht alle gleich. Und sie gehören auch nicht alle der gleichen IQ-Familie an. Auch wenn man dies seit den 1970ern durch Reformen und teilweise aberwitzigen Verbiegungen eines Bildungssystems, das gleichmacherisch immer weniger selektiert, bis ins Bizarre hinein verbogen hat:

    Zum Zweck der Gleichmacherei wurden Bildungsabschlüsse geradezu inflationär entwertet, das System der öffentlichen Schulen durch hochgestochene "Bildungsstandards" sinnlos verkompliziert und das Prinzip der Selektion dem Scheinprinzip "Bildung für alle" grotesk verwässert - die Folgen sind hinlänglich bekannt.

    Je komplizierter das Bildungssystem, desto wertloser der einzelne Bildungsabschluss.

    Nicht erst seit PISA!

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    Antwort auf "Nachsitzen?"
  6. Freier Autor

    Zu Kommentar 2, Reformdefizite: Marianne Demmer vom Bundesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht einen Hauptgrund für die Benachteiligung / das Nachhinken von Schülern mit nichtdeutscher Erstsprache im dreigliedrigen Schulsystem, der Selektion nach Klasse 4 der Grundschule. "Wer dann auf der Hauptschule landet,", so Demmer zu ZEIT Online, "ist von seiner Zukunft oft entmutigt, so dass die Lernbereitschaft schon deshalb nachlässt."

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    die deutsche Sprache beherrschten, wäre das Risiko geringer auf Hauptschulen zu "landen" und es könnte weiter gelernt werden.

    Wenn wir aber Extra-Unterricht für Menschen, die zwar hier leben, nicht aber unsere Sprache beherrschen, anbieten, ist auch der letzte Reiz noch weg.

    Henne und Ei, würde ich sagen, denn hier wird nichts zerstört, was zunächst vorhanden war, da es bis zur Einschulung oftmals wenig Engagement der Eltern gab, das Kind in der Sprache des Landes, in dem es lebt, aufwachsen zu lassen und dies sich nur fortsetzt.

    Aber schön, wenn die Schule und die nicht mulit-kulti-ausreichend-tätigen Lehrer die Schuld tragen dürfen.

    ... derjenige hat auch allen Grund entmutigt zu sein.

    Alle Problemfälle, die den Mitschülern an Gymnasium und Realschule das Leben durch ständige Störaktionen schwer machen und die deswegen über die Notengebung in der Unterstufe aussortiert werden, landen schließlich auf der Hauptschule.

    Am Gymnasium kann man danach in Ruhe lernen, an der Hauptschule dürfte ein geregelter Unterricht oftmals unmöglich sein. Die Lehrer haben darauf dann praktisch keinen Einfluß mehr.

    Letztlich ist es ein Schutzmechanismus für die normal und höher begabten Schüler, die in der Lage sind einen normalen sozialen Umgang miteinander zu pflegen. Und dieser Mechanismus muß unbedingt erhalten bleiben, sonst untergräbt man sich seiner intellektuellen Basis.

    Macht man das nicht und vermischt alle, dann wird darauf zwangsläufig als "Rettungsmaßnahme" die Privatschule die Antwort sein, an der man die sozialen Problemfälle und leider auch die normal begabten, aber finanzschwachen Schüler auspreist.

    Dazu noch hohe Studiengebühren und man hat angelsächsische Verhältnisse und letztlich schrumpft sogar die Mittelschicht.

    die deutsche Sprache beherrschten, wäre das Risiko geringer auf Hauptschulen zu "landen" und es könnte weiter gelernt werden.

    Wenn wir aber Extra-Unterricht für Menschen, die zwar hier leben, nicht aber unsere Sprache beherrschen, anbieten, ist auch der letzte Reiz noch weg.

    Henne und Ei, würde ich sagen, denn hier wird nichts zerstört, was zunächst vorhanden war, da es bis zur Einschulung oftmals wenig Engagement der Eltern gab, das Kind in der Sprache des Landes, in dem es lebt, aufwachsen zu lassen und dies sich nur fortsetzt.

    Aber schön, wenn die Schule und die nicht mulit-kulti-ausreichend-tätigen Lehrer die Schuld tragen dürfen.

    ... derjenige hat auch allen Grund entmutigt zu sein.

    Alle Problemfälle, die den Mitschülern an Gymnasium und Realschule das Leben durch ständige Störaktionen schwer machen und die deswegen über die Notengebung in der Unterstufe aussortiert werden, landen schließlich auf der Hauptschule.

    Am Gymnasium kann man danach in Ruhe lernen, an der Hauptschule dürfte ein geregelter Unterricht oftmals unmöglich sein. Die Lehrer haben darauf dann praktisch keinen Einfluß mehr.

    Letztlich ist es ein Schutzmechanismus für die normal und höher begabten Schüler, die in der Lage sind einen normalen sozialen Umgang miteinander zu pflegen. Und dieser Mechanismus muß unbedingt erhalten bleiben, sonst untergräbt man sich seiner intellektuellen Basis.

    Macht man das nicht und vermischt alle, dann wird darauf zwangsläufig als "Rettungsmaßnahme" die Privatschule die Antwort sein, an der man die sozialen Problemfälle und leider auch die normal begabten, aber finanzschwachen Schüler auspreist.

    Dazu noch hohe Studiengebühren und man hat angelsächsische Verhältnisse und letztlich schrumpft sogar die Mittelschicht.

  7. Richtig, besonders in der Schule steht und faellt alles mit den Kenntnissen der Landessprache.
    Richtig ist auch, dass Kinder besonders schnell eine Sprache lernen, sei es nun die eigene Muttersprache oder eine Weitere.
    Wo ist eigentlich das Problem?
    Deutschland hat keine Pflicht, schlimmer schafft nicht die Moeglichkeit, zum Besuch der Vorschule oder eines Kindergartens. Dort haetten Kinder, deren erste Sprache nicht Deutsch ist, die Gelegenheit die Sprache zu lernen.

    Wie machen das nur die vielen Immigranten-Kinder in den USA?
    Wie lernen Schueler aus Deutschland, die z.B. ein Highschool-Jahr in den USA einlegen, die Sprache soweit, um in der Highschool folgen zu koennen?
    Learning by doing.

    Typisch deutscher Loesungsansatz - noch eine Fortbildung, noch eine neue Institution, der m.E. zu theoretisch und nicht zielfuehrend ist.

    8 Leserempfehlungen
  8. die deutsche Sprache beherrschten, wäre das Risiko geringer auf Hauptschulen zu "landen" und es könnte weiter gelernt werden.

    Wenn wir aber Extra-Unterricht für Menschen, die zwar hier leben, nicht aber unsere Sprache beherrschen, anbieten, ist auch der letzte Reiz noch weg.

    Henne und Ei, würde ich sagen, denn hier wird nichts zerstört, was zunächst vorhanden war, da es bis zur Einschulung oftmals wenig Engagement der Eltern gab, das Kind in der Sprache des Landes, in dem es lebt, aufwachsen zu lassen und dies sich nur fortsetzt.

    Aber schön, wenn die Schule und die nicht mulit-kulti-ausreichend-tätigen Lehrer die Schuld tragen dürfen.

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    Antwort auf ""Entmutigte" Schüler"

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