Schüler einer fünften Klasse in Dresden © Joern Haufe/dapd

Viele Kinder und Jugendliche arbeiten für die Schule so viel wie Erwachsene in Vollzeitjobs. Rund 38,5 Stunden pro Woche verbringen viele Schüler mit ihren Schuldingen. Bei den Jüngeren ist es weniger, mit zunehmendem Alter steigt die Arbeitsbelastung aber bis zur 45-Stunden-Woche in der neunten bis dreizehnten Klasse . Das geht aus einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage hervor, die Unicef und Deutsches Kinderhilfswerk am Mittwoch vorstellten .

An der im Juni gestarteten Umfrage beteiligten sich rund 2.000 Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland. In einem Wochenplan gaben sie an, wie sie ihre Zeit zwischen sieben Uhr morgens und zehn Uhr abends verbringen.

Dabei zeigte sich erneut: Mädchen tun im Schnitt mehr für die Schule als Jungen (40 bzw. 37 Stunden). Dafür verbringen Jungen gut 17 Stunden vor PC oder Fernsehgerät, während Mädchen das nur zehn Stunden lang tun. Die gewonnene Zeit investieren sie gerne ins "Chillen", wozu Faulenzen, Tagträumen, Musik hören, Lesen oder Basteln gehören. Die Mädchen verbringen damit etwa 16 Stunden Zeit pro Woche, die Jungen knapp 14. Elf bis zwölf Stunden wöchentlich werden mit Freunden verbracht, für Hobbys wie Sport im Verein, Musik machen oder Haustiere bleiben rund acht Stunden.

"Es ist Zeit, darauf hinzuweisen, dass Kinder und Jugendliche keinen Fulltime-Stundenplan wie an der Uni oder im Berufsleben haben sollten", sagte der Schauspieler Axel Pape als Botschafter des Kinderhilfswerks.