Grundschulstudien Es ist der Unterricht!
Die neue Grundschulstudie ist ein Weckruf. Jetzt müssen die Lehrer unterstützt werden. Alles andere ist Schnickschnack, kommentiert Thomas Kerstan.
Ja, wer am deutschen Bildungssystem verzweifeln will, dem bietet der neue internationale Grundschulvergleich wieder Stoff. Elf Jahre nachdem der Pisa-Schock unser Land aufgerüttelt hat, können die deutschen Viertklässler nicht besser lesen als damals. Weiterhin lesen mehr als zehn Prozent von ihnen so schlecht, dass sie dem Unterricht auf der weiterführenden Schule nicht folgen können.
Im internationalen Vergleich geben die deutschen Grundschulen im Durchschnitt damit zwar kein schlechtes Bild ab, aber viele haben insgeheim mit einem Sprung nach vorn gerechnet. Starteten nach dem Pisa-Schock doch zahlreiche Vorleseinitiativen, wurden Sprachtests zur Regel und diverse Förderprogramme aufgelegt. Und nun die Ernüchterung.
Doch genau in dieser Ernüchterung liegt die Chance. Wären die Leseleistungen gestiegen, hätte die Bildungspolitik sich weiter durchwursteln können – indem sie irgendwelche Fördermaßnahmen startet, bei Kindergartenplätzen nur auf Masse achtet, bei Ganztagsschulen das Geld nur in Mensen investiert statt in pädagogische Konzepte.
Doch nun zwingt die Grundschulstudie neu zum Nachdenken. Das Signal an die Bildungspolitik lautet: Volle Konzentration auf die Qualität des Unterrichts, alles zur Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer! Alles andere ist Schnickschnack. Viele Fördermaßnahmen (ein Skandal für sich) wurden nicht auf ihre Wirksamkeit getestet.
Heute wissen wir jedoch mehr über die Erfolgsfaktoren der Schule als vor elf Jahren und haben mehr Mittel, Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern. Wir wissen zum Beispiel, dass kleinere Klassen (dem Volksglauben zum Trotz) den Schülern nicht helfen, aber irre teuer sind. Sinnvoller wäre es, das Geld in den Einsatz von Zusatzlehrern zu investieren, die schwache und starke Schüler gezielt fördern.
Mit den Bildungsstandards und Vergleichsarbeiten haben die Lehrkräfte ein gutes Instrument, um die Leistungen ihrer Schüler objektiv zu testen. Die Politik ist hier gefordert, die Lehrer im Einsatz dieser Mittel zu schulen – und ihnen die nötige Unterstützung zu geben, wenn sie Hilfe brauchen, um ihre Schüler so gezielt wie möglich zu fördern.
Wir wissen aus anderen Ländern auch, dass – wenn die Unterstützungsmaßnahmen nicht greifen – ein neuer Schulleiter oder eine neue Schulleiterin leistungssteigernd wirken kann. Oder dass chronisch schwache Schulen auch geschlossen werden können. Wir wissen, dass auch in der 5. und 6. Klasse noch expliziter Leseunterricht nötig ist.
Und wir wissen, dass die Änderung von Schulstrukturen keine Auswirkung auf die Leistungen hat. Wie viel Kraft wird frei, wenn die leidige Strukturdebatte endlich begraben ist! Wenn die Bildungspolitik in diesem Sinne ihre Kraft darauf konzentriert, Lehrer zu unterstützen und die Qualität des Unterrichts zu heben, dann wäre die neue Grundschulstudie ein Weckruf zur richtigen Zeit gewesen.
- Datum 11.12.2012 - 12:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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... und nachdem ich in den Genuss gekommen bin, das Lehramtstudium und die zugehörigen Studenten der Mathematik an der Universität kennenzulernen, wundert mich nicht, dass bei den Schülern nicht viel ankommt.
Auf eine staatliche Schule werden meine Kinder jedenfalls nicht gehen.
denn auch nicht-studierte Mathelehrer?
Reformpädagogik gibt's seit über hundert Jahren, freie Konzepte werden seit 30..40 Jahren praktiziert, oft gegen den Widerstand der staatlichen Bildungsbürokratie. Im Großen und Ganzen hat das "offizielle" Bildungssystem sich als weitgehend resistent gg. deren Einflüsse erwiesen...Der Eindruck drängt sich auf, das keine Veränderung erwünscht ist. Vorschläge und unterstützenswerte Initiativen gibt's jedenfalls zu Hauf:
http://www.schule-im-aufb...
http://www.roadshow-lernl...
http://www.apfelundei.org...
http://www.mit-ein-anders...
http://sinn-stiftung.eu/
die Mathekompetenz an Privatschulen freuen.
Da diese freier in der Unterrichtsgestaltung sind, darf sich dort auch ein Religions- oder Musiklehrer im Matheunterricht verwirklichen.
Mein älterer Sohn geht auf eine Privatschule und was wir da schon erlebt haben geht auf keine Kuhhaut. Und Sie haben dort weder mehr noch bessere Lehrer. Und das was Sie an einer öffentlichen Schule haben sind hier die Helikoptereltern, die jedem Lehrer gleich mit Klage drohen, weil ihr Sprössling in der Arbeit die Leistung nicht erbracht hat. Und natürlich die Wohlstandsverwahrlosten.
Der Artikel bringt es schon auf den Punkt. Es kommt auf die Lehrer an. Ein Lehrer, der vom Unterrichten und von seinem Fach begeistert ist und die Kinder begeistern kann, bringt mehr, als alle Strukturreformen.
Studien belegen, dass deutsche Privatschulen nicht leistungsstärker sind als die Staatlichen. Das Geld können Sie also sparen.
denn auch nicht-studierte Mathelehrer?
Reformpädagogik gibt's seit über hundert Jahren, freie Konzepte werden seit 30..40 Jahren praktiziert, oft gegen den Widerstand der staatlichen Bildungsbürokratie. Im Großen und Ganzen hat das "offizielle" Bildungssystem sich als weitgehend resistent gg. deren Einflüsse erwiesen...Der Eindruck drängt sich auf, das keine Veränderung erwünscht ist. Vorschläge und unterstützenswerte Initiativen gibt's jedenfalls zu Hauf:
http://www.schule-im-aufb...
http://www.roadshow-lernl...
http://www.apfelundei.org...
http://www.mit-ein-anders...
http://sinn-stiftung.eu/
die Mathekompetenz an Privatschulen freuen.
Da diese freier in der Unterrichtsgestaltung sind, darf sich dort auch ein Religions- oder Musiklehrer im Matheunterricht verwirklichen.
Mein älterer Sohn geht auf eine Privatschule und was wir da schon erlebt haben geht auf keine Kuhhaut. Und Sie haben dort weder mehr noch bessere Lehrer. Und das was Sie an einer öffentlichen Schule haben sind hier die Helikoptereltern, die jedem Lehrer gleich mit Klage drohen, weil ihr Sprössling in der Arbeit die Leistung nicht erbracht hat. Und natürlich die Wohlstandsverwahrlosten.
Der Artikel bringt es schon auf den Punkt. Es kommt auf die Lehrer an. Ein Lehrer, der vom Unterrichten und von seinem Fach begeistert ist und die Kinder begeistern kann, bringt mehr, als alle Strukturreformen.
Studien belegen, dass deutsche Privatschulen nicht leistungsstärker sind als die Staatlichen. Das Geld können Sie also sparen.
Eine weitere rot-grüne Landesregierung macht gerade (ohne Not) eine der am besten funktionierenden Bildungslandschaften Deutschlands in BaWü platt, jetzt fehlen nur noch Bayern und Sachesen. Dann hat man endlich alle Bildungssysteme klein gekriegt, die Bremer Lehrern zeigen könnten, dass höhere Leistungsanforderungen auch zu höheren Leistungen führen.
Da das nicht sein darf, werden sozialistische Gleichmacher weiter dafür "kämpfen", dass endlich, endlich das deutsche Schulsystem auf dem niedrigsten gemeinsamen Niveau vergesamtschult wird. Unter dem Label der Chancengerechtigkeit oder unter Berufung auf obskure bildungspädagogische Studien aus den siebzigern.
Ja, ich halte das für Absicht. Weshalb Ihr Appell nicht nur zu spät kommt, sondern auch noch vergeblich bleiben wird. Wer ihn dringend hören müsste, hat eine andere Agenda, als das Bildungsniveau von Schülern.
"Unter dem Label der Chancengerechtigkeit oder unter Berufung auf obskure bildungspädagogische Studien aus den siebzigern."
Das Fundament für diese bildungspolitische Ideologie wurde in den 60ern gelegt, 68 um genau zu sein.
Danke für Ihren Kommentar, der das Problem des deutschen Schulsystems, wie ich finde, auf den Punkt bringt - all die Vergleichsstudien haben für Deutschland durchgängig und wiederholt ein Ergebnis erbracht:
BY/BW/SA/TH teilen sich (selbst sozialkontextbereinigt) die Spitzenpositionen und vertreten zugleich die Antithese zur 68er-Beschulungsideologie.
Diese erkennt ob der frapierend eindeutigen Beweise ihr Scheitern aber nicht an, sondern beharrt weiter auf den als nicht funktionsfähig bewiesenen Grundannahmen.
Solange ein erheblicher Teil der Bildungspolitiker diese Realitäten wegen einer psychopatholgisch anmutenden ideologischen Verblendung (oder aber aus Machtkalkül?) nicht wahrnimmt, kann wohl auch keine Besserung kommen.
Zum Glück kann ich in Bayern meinen Kindern das Dasein als schulideologisches Versuchskaninchen ersparen und mit ansehen, wie sie an vernünftigem Gefordert-Sein wachsen!
"Unter dem Label der Chancengerechtigkeit oder unter Berufung auf obskure bildungspädagogische Studien aus den siebzigern."
Das Fundament für diese bildungspolitische Ideologie wurde in den 60ern gelegt, 68 um genau zu sein.
Danke für Ihren Kommentar, der das Problem des deutschen Schulsystems, wie ich finde, auf den Punkt bringt - all die Vergleichsstudien haben für Deutschland durchgängig und wiederholt ein Ergebnis erbracht:
BY/BW/SA/TH teilen sich (selbst sozialkontextbereinigt) die Spitzenpositionen und vertreten zugleich die Antithese zur 68er-Beschulungsideologie.
Diese erkennt ob der frapierend eindeutigen Beweise ihr Scheitern aber nicht an, sondern beharrt weiter auf den als nicht funktionsfähig bewiesenen Grundannahmen.
Solange ein erheblicher Teil der Bildungspolitiker diese Realitäten wegen einer psychopatholgisch anmutenden ideologischen Verblendung (oder aber aus Machtkalkül?) nicht wahrnimmt, kann wohl auch keine Besserung kommen.
Zum Glück kann ich in Bayern meinen Kindern das Dasein als schulideologisches Versuchskaninchen ersparen und mit ansehen, wie sie an vernünftigem Gefordert-Sein wachsen!
Zitat: "Mit den Bildungsstandards und Vergleichsarbeiten haben die Lehrkräfte ein gutes Instrument, um die Leistungen ihrer Schüler objektiv zu testen".
Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass standardisierte Tests die Qualität einer schulischen "Ausbildung" wirklich messen können. So schneiden Länder wie China oder Südkorea in der Pisa-Studie oder bei TIMSS immer sehr gut ab, aber doch nur, weil das pädagogische Konzept in den asiatischen Ländern stures Auswendiglernen und Kasernenhof-Paukerei vorsieht. Mit diesen Methoden bekomme ich Schüler, die hervorragend Wissen und Fakten reproduzieren können, die aber kaum kreativ sind.
Gut möglich, dass man Leistung nur schlecht messen kann. (In vielen Bereichen, insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern würde ich allerdings widersprechen.) Das gilt allerdings für zentrale Tests genauso wie für dezentrale. Individuelle Leistungsbeurteilungen mögen zwar akkurater sein, dort scheitert es aber an der Vergleichbarkeit. Außerdem steht dolosen Handlungen hier Tür und Tor offen.
Ich bin klar für zentrale Prüfungskataloge und eine unabhängige Leistungsbeurteilung durch zufällig gewählte Korrektoren. Die Fragenkataloge sollten dabei der wissenschaftlichen Diskussion offen stehen.
Ich halte diesen Ansatz für vollkommen falsch!
Wir sprechen hier von der Grundschule und hier geht es um Basics.
Dazu gehören Lesen, Schreiben, Rechnen und sonstiges, dem Lernalter angemessenes Wissen.
Einerseits um um die Grundfähigkeiten für das "Überleben" in unserer Gesellschaft zu erlernen. Einkaufen, Preise vergleichen können, etc. Weiterhin die Fähigkeit zur Kommunikation durch Lesen und Schreiben.
Und diese Dinge fliegen einen Kind nicht "kreativ" zu, sondern müssen auch geübt und wiederholt werden.
Dadurch hat das Kind Zugang zu weiterführender Bildung, etwa über das Lesen eines Buches.
Nicht, dass ich pures Pauken gutheiße. Was dem Kind interessant vermittelt wird und Spaß macht, wird im Regelfall besser gelernt. Dabei gibt es aber Grenzen, wie oben angesprochen.
Alles andere ist ein genauso unsinniges Extrem wie eine chinesische Paukschule.
Ja, in China wird viel auswendig gelernt und deshalb nur reproduziert.
Aber die wenigen Genies die dort entsehen, in der Masse, wegen der Größe Chinas letzendlich dann doch viele sind und das Land sich um diese kümmert! Deshalb darf sich keiner auf seinen vermeindlichen Lorbeeren ausruhen.
Ich arbeite in einem Kindergarten. Wenn dort Kinder mit vier oder fünf Jahren lesen können, werden die Eltern argwöhnisch betrachtet, weil die ihre Kinder "bestimmt abgerichtet" haben. Diese"armen "Kinder leiden doch, dürfen"bestimmt nie" draußen spielen.
Dieses Verhalten setzt sich , wenn die Kinder Pech haben in der Grundschule fort.
Das sind dann manches mal die Klassenkasper, weil die Schule so langweilig ist. Umgekehrt werden Kinder die das Klassenziel nur unter größten Schwierigkeiten erreichen, schnell auf eine Förderschule verbracht.
Da möchte ich mal sehen, wenn Inklusion endlich durchgesetzt wird, was dann an den Schulen los ist. Bis jetzt heisst es jedenfals, Pisa geschafft, alles ist gut!
Natürlich ist ein Vergleich mit Südkorea etc. immer etwas problematisch. Wenn ein Lehrer/eine Lehrerin in NRW aber für seine/ihre Klasse ein Ergebnis zurückgemeldet bekommt, das besser/vergleichbar/schlechter als der Landesschnitt für vergleichbare Schulen ist, dann ist dies schon ein wertvolles Indiz und Anlass zu schauen, was die besten denn anders gemacht haben.
Wenn Föderalismus als Wettbewerb um die besten Ideen verstanden wird, dann sind Vergleichsstudien das Instrument, diese besten Ideen zu identifizieren.
Was allerdings in der Tat fehlt, ist die Förderung von Unterricht. Geld für Bildungsstudien auszugeben, ist ein sinnvoller erster Schritt, ich vermisse aber den zweiten, denn:
Vom Wiegen alleine wird die Sau nicht fetter.
Gut möglich, dass man Leistung nur schlecht messen kann. (In vielen Bereichen, insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern würde ich allerdings widersprechen.) Das gilt allerdings für zentrale Tests genauso wie für dezentrale. Individuelle Leistungsbeurteilungen mögen zwar akkurater sein, dort scheitert es aber an der Vergleichbarkeit. Außerdem steht dolosen Handlungen hier Tür und Tor offen.
Ich bin klar für zentrale Prüfungskataloge und eine unabhängige Leistungsbeurteilung durch zufällig gewählte Korrektoren. Die Fragenkataloge sollten dabei der wissenschaftlichen Diskussion offen stehen.
Ich halte diesen Ansatz für vollkommen falsch!
Wir sprechen hier von der Grundschule und hier geht es um Basics.
Dazu gehören Lesen, Schreiben, Rechnen und sonstiges, dem Lernalter angemessenes Wissen.
Einerseits um um die Grundfähigkeiten für das "Überleben" in unserer Gesellschaft zu erlernen. Einkaufen, Preise vergleichen können, etc. Weiterhin die Fähigkeit zur Kommunikation durch Lesen und Schreiben.
Und diese Dinge fliegen einen Kind nicht "kreativ" zu, sondern müssen auch geübt und wiederholt werden.
Dadurch hat das Kind Zugang zu weiterführender Bildung, etwa über das Lesen eines Buches.
Nicht, dass ich pures Pauken gutheiße. Was dem Kind interessant vermittelt wird und Spaß macht, wird im Regelfall besser gelernt. Dabei gibt es aber Grenzen, wie oben angesprochen.
Alles andere ist ein genauso unsinniges Extrem wie eine chinesische Paukschule.
Ja, in China wird viel auswendig gelernt und deshalb nur reproduziert.
Aber die wenigen Genies die dort entsehen, in der Masse, wegen der Größe Chinas letzendlich dann doch viele sind und das Land sich um diese kümmert! Deshalb darf sich keiner auf seinen vermeindlichen Lorbeeren ausruhen.
Ich arbeite in einem Kindergarten. Wenn dort Kinder mit vier oder fünf Jahren lesen können, werden die Eltern argwöhnisch betrachtet, weil die ihre Kinder "bestimmt abgerichtet" haben. Diese"armen "Kinder leiden doch, dürfen"bestimmt nie" draußen spielen.
Dieses Verhalten setzt sich , wenn die Kinder Pech haben in der Grundschule fort.
Das sind dann manches mal die Klassenkasper, weil die Schule so langweilig ist. Umgekehrt werden Kinder die das Klassenziel nur unter größten Schwierigkeiten erreichen, schnell auf eine Förderschule verbracht.
Da möchte ich mal sehen, wenn Inklusion endlich durchgesetzt wird, was dann an den Schulen los ist. Bis jetzt heisst es jedenfals, Pisa geschafft, alles ist gut!
Natürlich ist ein Vergleich mit Südkorea etc. immer etwas problematisch. Wenn ein Lehrer/eine Lehrerin in NRW aber für seine/ihre Klasse ein Ergebnis zurückgemeldet bekommt, das besser/vergleichbar/schlechter als der Landesschnitt für vergleichbare Schulen ist, dann ist dies schon ein wertvolles Indiz und Anlass zu schauen, was die besten denn anders gemacht haben.
Wenn Föderalismus als Wettbewerb um die besten Ideen verstanden wird, dann sind Vergleichsstudien das Instrument, diese besten Ideen zu identifizieren.
Was allerdings in der Tat fehlt, ist die Förderung von Unterricht. Geld für Bildungsstudien auszugeben, ist ein sinnvoller erster Schritt, ich vermisse aber den zweiten, denn:
Vom Wiegen alleine wird die Sau nicht fetter.
Ich bin doch etwas erstaunt über die apodiktische Art und Weise, in der hier sogenanntes "Wissen" behauptet wird. Dass es keinen Zusammenhang zwischen Klassengröße und Lernerfolg gibt, ist meines Wissens keineswegs so klar, wie das hier dargestellt wird. Sie sollten außerdem mal eine Umfrage bei Lehrern machen, welche Wirkung kleinere Klassen auf deren Stressempfinden und Arbeitshaltung haben. Ich bin mir sicher es würde zu deutlichen Ergebnissen kommen. Wenn Sie sich dann zusätzlich mal die Burnout-Quote unter Lehrern anschauen, stellt sich die Aussage, kleiner Klassen seien viel zu teuer, unter Umständen ganz schnell als Milchmädchenrechnung heraus...
Ich bin Referendar an einem Gymnasium in Niedersachsen. Die Klassen werden bei uns momentan teilweise verkleinert. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob 32 oder 25 Schüler in einer Klasse sitzen. Es geht in einer kleinen Klasse in der Regel ruhiger zu. Schön wäre auch die Möglichkeit, notorisch störende Schüler auf andere Parallelklassen verteilen zu können. Zwei Störer in einer Klasse - kein Problem, vier oder fünf, die dazu noch auf alle Ecken des Klassenraums gleichmäßig verteilt sind, und das Leistungsniveau der gesamten Klasse sinkt ab. Zwei Lehrer in jedem Klassenraum wären auch auf dem Gymnasium sicher kein Fehler, denn auch dort gibt es viele Schüler, die mehr Unterstützung brauchen.
Die beiden wichtigsten Aufgaben des Staats sind die Bereitstellung von Infrastruktur und Bildung. Wenn die beiden Parameter stimmen, hat die Wirtschaft nur Vorteile davon.
Ich bin Referendar an einem Gymnasium in Niedersachsen. Die Klassen werden bei uns momentan teilweise verkleinert. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob 32 oder 25 Schüler in einer Klasse sitzen. Es geht in einer kleinen Klasse in der Regel ruhiger zu. Schön wäre auch die Möglichkeit, notorisch störende Schüler auf andere Parallelklassen verteilen zu können. Zwei Störer in einer Klasse - kein Problem, vier oder fünf, die dazu noch auf alle Ecken des Klassenraums gleichmäßig verteilt sind, und das Leistungsniveau der gesamten Klasse sinkt ab. Zwei Lehrer in jedem Klassenraum wären auch auf dem Gymnasium sicher kein Fehler, denn auch dort gibt es viele Schüler, die mehr Unterstützung brauchen.
Die beiden wichtigsten Aufgaben des Staats sind die Bereitstellung von Infrastruktur und Bildung. Wenn die beiden Parameter stimmen, hat die Wirtschaft nur Vorteile davon.
denn auch nicht-studierte Mathelehrer?
...die nicht Legehennenbetriebsmäßige Ausbildungen genossen haben, wie es an der Massenabfertigungsanstalt Universität geschieht.
Ich wähle eben gerne das Geeignetste aus und vertaue nicht blind auf Papa Staat.
...die nicht Legehennenbetriebsmäßige Ausbildungen genossen haben, wie es an der Massenabfertigungsanstalt Universität geschieht.
Ich wähle eben gerne das Geeignetste aus und vertaue nicht blind auf Papa Staat.
erst aufwacht und meint, Weckrufe medial verstärken zu müssen - naja, dann muss der Schlaf sehr tief gewesen sein.
In weiten Teilen stimme ich dem Plädoyer trotzdem zu,
auch wenn
überhaupt nicht erklärt werden kann, wieso LehrerInnen heute angeblich der Vergleichsarbeiten und Bildungsstandardas bedürfen, wenn die Leistungen früher offenbar besser waren. Und auch nicht klar ist, warum LehrerInnen geschult in der Auswertung ausgerechnet dieser Test geschult werden müssen, obwohl sie die Leistungsschwächen sowieso sehen!
Unterstützung der LehrerInnen - JA - unbedingt! Und - JA - unbedingt durch mehr Personal und Finanzmittel! Aber - NEIN - für mehr Bürokratie (Stichwort: Überwachung der Standardisierung durch die LehrerInnen).
Vor einiger Zeit schon bekam ich einmal aktuelle "Schulbücher" zu Gesicht. Sie erschienen mir wie Malbücher und Comichefte.
Bildung ist in Deutschland ein Milliardengeschäft. Wo früher ein Lese- und ein Sprachbuch für den Deutschunterricht ausreichten, wird Wissen heute geschäftstüchtig durch die Verlage auf immer mehr Bereiche aufgesplittet. Die seperat bestellbaren Lehrerhandbücher, die Kopiervorlagensammlung, die Übungsbücher zum direkten Beschreiben für Schüler, die Softwareunterstützung für Computerraum und Smartboards sowie weitere Medienpakete. Diese vielfältigen Handreichungen machen nur Sinn, wenn das einzelnen Werk unvollständig bleibt und nicht zum Lernerfolg führen kann. Diese brutale Logik nutzen viele Verlage eiskalt - die Qualität der Lehrwerke wird zum Teil immer erbärmlicher!
Die alten tun noch nach fünfzig Jahren getreu ihren Dienst, neue sind spätestens nach zwei Jahren defekt.
Damit das so bleibt, wird von den Bildungsverlagen ca. alle 5 Jahre das Rad neu erfunden.
Immer dann, wenn alle Schulen des letzten Turnus auf neue Methoden und Lehrwerke umgestellt haben, folgt die nächste Runde.
Schlimm, dass das von den Verlagen veranstaltete brainwashing regelmäßig Eingang in die Schulverwaltung findet.
Die alten tun noch nach fünfzig Jahren getreu ihren Dienst, neue sind spätestens nach zwei Jahren defekt.
Damit das so bleibt, wird von den Bildungsverlagen ca. alle 5 Jahre das Rad neu erfunden.
Immer dann, wenn alle Schulen des letzten Turnus auf neue Methoden und Lehrwerke umgestellt haben, folgt die nächste Runde.
Schlimm, dass das von den Verlagen veranstaltete brainwashing regelmäßig Eingang in die Schulverwaltung findet.
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