Leserin S. Schapal ist Grundschullehrerin. Sie beobachtet, dass es ihren Schülerinnen und Schülern immer häufiger an der nötigen Fürsorge und Erziehung fehlt.
Mein Beruf ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Dieses Spiegelbild macht mir mittlerweile Angst. Windpocken und Mumps waren gestern, heute sind typische Kinderkrankheiten Wahrnehmungs- und Entwicklungsstörungen. Das ist meine Erfahrung aus 17 Jahren als Grundschullehrerin an vier Schulen. Soziale Randgebiete mit hohem Ausländeranteil waren dabei, auch Bezirke mit hohem Bildungsniveau.
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Als ich zur Schule gegangen bin, musste ich mir die Schuhe binden können. Das können jetzt die Wenigsten. Nicht, dass Schuhe binden ein entscheidendes Kriterium wäre. Aber es ist eines von vielen Beispielen dafür, was unseren Kindern heute fehlt. So kann ich in meiner Klasse den ersten Unterrichtsblock nicht durchgängig unterrichten, weil viele Kinder nicht gefrühstückt und einfach Hunger haben.
Eine Familie, die sich um ihr Kind kümmert, erkennt man an der Federtasche. Heute sehe ich Federtaschen von Erstklässlern, in denen kaum noch Stifte sind – und wenn, dann abgebrochene. Radiergummi? Fehlanzeige! Selbstverständlich habe ich immer einige Ersatzscheren und Ersatzkleber im Schrank. Auch Kekse, Knäckebrot und Zwieback stehen auf meiner privaten Einkaufsliste.
Früher war ich nur Lehrerin, mittlerweile werde ich immer mehr zum Allroundversorger. Dank Inklusion auch zur Sonderschullehrerin. Trotz alledem: Ich habe den wunderbarsten Beruf, den man sich vorstellen kann. An jedem meiner Arbeitstage freuen sich 20 kleine Menschen, dass ich da bin. Ich darf miterleben, wie diese kleinen Menschen Lesen lernen, ihre ersten Wörter und Sätze stolz aussprechen. Ich darf miterleben, wie aus kleinen Menschen immer stärkere Persönlichkeiten werden, die sich über vier Jahre weiterentwickelt haben.
Wir alle müssen gemeinsam etwas dafür tun, damit die Zustände an vielen deutschen Schulen nicht eskalieren. Gefragt sind zum einen die Eltern: Sie sollten wieder mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und Verantwortung übernehmen. Ich erlebe immer wieder, dass unangenehme Dinge gerne auf andere Institutionen abgewälzt werden. Ich wünsche mir von den Eltern endlich auch mal wieder Erziehung. “Danke” und “bitte” zu sagen, ist heute längst nicht mehr selbstverständlich.
Gefragt sind auch unsere Politiker: Deutschland gibt zu wenig Geld für Bildung aus. Die Probleme werden totgeschwiegen und wir Lehrer fühlen uns allein gelassen.
Ich möchte nicht mehr erleben, dass mindestens zwei Kinder einer Klasse mit ihren Problemen allein gelassen werden, weil sie keine Förderung erhalten. Ich möchte, dass auch Kinder mit Migrationshintergrund in Deutschland eine faire Chance bekommen.





Zunächst einmal mangelt es vielen Eltern oft an der eigenen sozialen Befähigung, ein emanzipiertes(im guten Sinne) und (eigen-)verantwortliches Leben zu führen, denn sie fühlen sich den minimalsten sozialen und moralischen Basisnormen bereits nicht mehr vepflichtet. Oft muss "persönliche Freiheit" als Deckmantel herhalten um die eigene Bequemlichkeit und Unzulänglichkeit zu verschleiern. Dieses Defizit tritt in der äußeren Erscheinungsform und dem Sozialverhalten selbst der kleinsten Kinder zutage. Hier gibt es nichts mehr zu wegzudiskutieren oder zu beschreiben – es ist hinlänglich bekannt.
Der Beitrag ist berechtigt, das Problem evident, aber was für eine Lösung bietet sich an?
Ich finde, dass die Grundrechte eines Kindes in Bezug auf Erziehung und Bildung bei Nichtbeachtung gesetzlich strenger eingefordert werden müssen. Die Schulbehörde, Lehrer und Jugendämter haben die Eltern auf deren Erziehungspflicht anzusprechen und darauf hinzuweisen, dass Eltern ihrer Verantwortung nachkommen bzw. gerecht werden. Sanktion: Solche Rabeneltern müssen verpflichtet werden einen Kursus "Bildung und Erziehung" zu absolvieren, für sich selbst, zum Wohl der Kinder und des gesellschaftlichen Zusammenlebens!
Frau Schapal spricht etwas an, das ich aus eigener Beobachtung an der Grundschule meiner Kinder bestätigen kann:
Lehrer müssen zunehmend auch Erziehungsaufgaben übernehmen und den Erwerb von Alltagsfähigkeiten unterstützen. Dadurch kommt die eigentliche Lehraufgabe manchmal zu kurz.
Der Appell, die Eltern sollten sich mehr kümmern, geht allerdings ins Leere. Die, die es können, tun es. Die anderen sind selber überfordert (selbstverschuldet oder nicht). Und ob letztere durch Sanktionen befähigt werden, ist doch sehr fraglich.
Um die Rechte der Kinder zu würdigen, ist hier ein "Einspringen" des Sozialstaats unerläßlich, nur eben nicht durch das freiwillige Zusatzengagement von Lehrern (die private Einkaufsliste von Fr. Schapal z.B.).
Wichtig wären stattdesssen gut ausgestattete Ganztagsschulen, v.a. in sozialen Brennpunkten.
An den Schulen in meinem Wohnort hat zum Beispiel bereits die Einstellung von Sozialpädagogen eine deutliche Verbesserung herbeigeführt. Störende Schüler müssen den Unterricht verlassen und werden parallel in besonderen Räumen betreut, lernen z.B. mit Aggressionen umzugehen, Konzentrationsübungen zu machen u.s.w.
Das entlastet die Lehrer doch erheblich und kommt der ganzen Klasse zugute, die den Unterricht fortführen kann.
Glauben Sie wirklich, dass man fehlende soziale Befähigung (diesbezüglich teile ich die Einschätzung) mit Hinweis auf das GG als "Kursinhalt" lehren kann?
Das glaube und hoffe ich..Ja! Wir sollten den Ernst der Situation nicht verkennen. Wie bitte, soll sich denn überhaupt die Persönlichkeit eines Kindes entwickeln, wenn die Basis, also die Orientierung auf Liebe (=Fürsorge!) bei gewissen Eltern gar nicht begriffen wird?
Was Sie darüber hinaus schreiben, ist eine analytische, auch zutreffende Beschreibung, aber kein konkreter Ansatz fürs Jetzt, sie lässt das dringend Notwendige unberücksichtigt. Es geht in der Tat darum, dass man Eltern auf Ihre Verantwortung hinweist, die auf niemanden, auch nicht auf die Politik abgewälzt werden kann, um sich hinter "jemanden" zurückzuziehen. So schiebt jeder bleibend die Verantwortung von sich, das ist das Hauptproblem.
"Die Schulbehörde, Lehrer und Jugendämter haben die Eltern auf deren Erziehungspflicht anzusprechen und darauf hinzuweisen, dass Eltern ihrer Verantwortung nachkommen bzw. gerecht werden." Auf dem Papier ne schöne Idee. Doch wer entscheidet das und hat er das Recht dazu?
Wir kümmern uns schon immer umfassend um unser Kind, aber alleine die Unterstützung der Selbstständigkeit des Kindes hat mehrere Eltern und Erzieher schon auf die Palme gebracht und das allzu schnelle Urteil "Rabeneltern" hervorgebracht.
Gut, wir konnten ruhig schlafen, denn soziale Unterstützung war uns sicher und das Kind hat jeden Angriff Lügen gestraft. Doch wehe dem, der diese Rückenstärkung nicht hat - der ist ganz schnell schon jetzt auf der Abschussliste Helfersyndrom-geschädigter Möchtegern-Kinderretter.
Das sind nicht viele, doch einer reicht, um zB. einer alleinerziehenden Mutter, die etwas aus der Reihe tanzt (da reichen auch heute eine etwas verrückte Kleiderwahl oder ein paar Tattoos) zur Hölle machen.
Also einfach mal 'n Kurs führt zu garnichts außer der Gängelung aller "Unpassenden".
Die, die es bräuchten erreicht das eh nicht, denn die eigentlichen Probleme erscheinen erst an der Oberfläche, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Frau Schapal spricht etwas an, das ich aus eigener Beobachtung an der Grundschule meiner Kinder bestätigen kann:
Lehrer müssen zunehmend auch Erziehungsaufgaben übernehmen und den Erwerb von Alltagsfähigkeiten unterstützen. Dadurch kommt die eigentliche Lehraufgabe manchmal zu kurz.
Der Appell, die Eltern sollten sich mehr kümmern, geht allerdings ins Leere. Die, die es können, tun es. Die anderen sind selber überfordert (selbstverschuldet oder nicht). Und ob letztere durch Sanktionen befähigt werden, ist doch sehr fraglich.
Um die Rechte der Kinder zu würdigen, ist hier ein "Einspringen" des Sozialstaats unerläßlich, nur eben nicht durch das freiwillige Zusatzengagement von Lehrern (die private Einkaufsliste von Fr. Schapal z.B.).
Wichtig wären stattdesssen gut ausgestattete Ganztagsschulen, v.a. in sozialen Brennpunkten.
An den Schulen in meinem Wohnort hat zum Beispiel bereits die Einstellung von Sozialpädagogen eine deutliche Verbesserung herbeigeführt. Störende Schüler müssen den Unterricht verlassen und werden parallel in besonderen Räumen betreut, lernen z.B. mit Aggressionen umzugehen, Konzentrationsübungen zu machen u.s.w.
Das entlastet die Lehrer doch erheblich und kommt der ganzen Klasse zugute, die den Unterricht fortführen kann.
Glauben Sie wirklich, dass man fehlende soziale Befähigung (diesbezüglich teile ich die Einschätzung) mit Hinweis auf das GG als "Kursinhalt" lehren kann?
Das glaube und hoffe ich..Ja! Wir sollten den Ernst der Situation nicht verkennen. Wie bitte, soll sich denn überhaupt die Persönlichkeit eines Kindes entwickeln, wenn die Basis, also die Orientierung auf Liebe (=Fürsorge!) bei gewissen Eltern gar nicht begriffen wird?
Was Sie darüber hinaus schreiben, ist eine analytische, auch zutreffende Beschreibung, aber kein konkreter Ansatz fürs Jetzt, sie lässt das dringend Notwendige unberücksichtigt. Es geht in der Tat darum, dass man Eltern auf Ihre Verantwortung hinweist, die auf niemanden, auch nicht auf die Politik abgewälzt werden kann, um sich hinter "jemanden" zurückzuziehen. So schiebt jeder bleibend die Verantwortung von sich, das ist das Hauptproblem.
"Die Schulbehörde, Lehrer und Jugendämter haben die Eltern auf deren Erziehungspflicht anzusprechen und darauf hinzuweisen, dass Eltern ihrer Verantwortung nachkommen bzw. gerecht werden." Auf dem Papier ne schöne Idee. Doch wer entscheidet das und hat er das Recht dazu?
Wir kümmern uns schon immer umfassend um unser Kind, aber alleine die Unterstützung der Selbstständigkeit des Kindes hat mehrere Eltern und Erzieher schon auf die Palme gebracht und das allzu schnelle Urteil "Rabeneltern" hervorgebracht.
Gut, wir konnten ruhig schlafen, denn soziale Unterstützung war uns sicher und das Kind hat jeden Angriff Lügen gestraft. Doch wehe dem, der diese Rückenstärkung nicht hat - der ist ganz schnell schon jetzt auf der Abschussliste Helfersyndrom-geschädigter Möchtegern-Kinderretter.
Das sind nicht viele, doch einer reicht, um zB. einer alleinerziehenden Mutter, die etwas aus der Reihe tanzt (da reichen auch heute eine etwas verrückte Kleiderwahl oder ein paar Tattoos) zur Hölle machen.
Also einfach mal 'n Kurs führt zu garnichts außer der Gängelung aller "Unpassenden".
Die, die es bräuchten erreicht das eh nicht, denn die eigentlichen Probleme erscheinen erst an der Oberfläche, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
"Gefragt sind auch unsere Politiker: Deutschland gibt zu wenig Geld für Bildung aus."
Der erste Teil stimmt, der hinterm Doppelpunkt nur bedingt.
Auf jeden Fall sind unsere Ansager in der Pflicht, die gesellschaftliche Entwicklung so zu steuern, daß Eltern überhaupt Zeit, Muße und Lust haben, sich um ihre Kinder zu kümmern, mit ihnen Zeit zu verbringen. Dazu bedarf es einer bestimmten Marschrichtung, der sich die Wirtschaft zu fügen hat. Derzeit gibt es sowas nicht. Norbert Blüm schrieb hier vor kurzem von der "imperialistischen Erwerbsgesellschaft". Das passt.
Allerdings ist das Zeitverbringen der Eltern mit den Kindern etwas ganz anderes als Bildung in dem von Ihnen gemeinten Sinn. Diese will ich gar nicht grundsätzlich infrage stellen. Aber es ist doch inzwischen so, daß Bildung kein Garant mehr ist für ein gutes Leben, eine sogenannte Karriere oder für Wohlstand. Das alles stimmte nur für kurze Zeit.
Jetzt ist alles unsicher. Das bemerken Sie an den Kindern.
Oh doch, Bildung IST DER Garant für ein erfolgreiches Leben.
Dumpfes auswendig gelerntes Wissen allerdings nicht.
Denn Bildung führt dazu, dass man erst die Möglichkeit hat, einen gangbaren Weg zu finden.
Fehlende Bildung führt zu Sprachlosigkeit und Handlungsunfähigkeit.
Wozu das dann führt, braucht man kaum auszuführen.
Oh doch, Bildung IST DER Garant für ein erfolgreiches Leben.
Dumpfes auswendig gelerntes Wissen allerdings nicht.
Denn Bildung führt dazu, dass man erst die Möglichkeit hat, einen gangbaren Weg zu finden.
Fehlende Bildung führt zu Sprachlosigkeit und Handlungsunfähigkeit.
Wozu das dann führt, braucht man kaum auszuführen.
brechen, oder manchmal auch zerbrechen. eltern sollten sich eher als begleiter der kinder sehen welche aus ihrem gesunden mutter- und vatersein dem kind verbindung, raum und stuetze sind.
das kind gilt es eher zu schuetzen vor krankmachenden muster von vater oder mutter. das kinder so sind, wie im artikel beschrieben, hat weniger mit 'erziehungsmangel' zu tun sondern eher mit mangelnder liebe und fuersorge der eltern.
deutschlands schullandschaft besitzt keine vorbildfunktion innerhalb europas. es gibt jedoch auch dort tolle versuche, laborschule bielefeld oder eine gesamtschule in göttingen.
Geschadet hat's in meiner Beobachtung den wenigsten. Und dann hörten viele Eltern auf ihre Kinder zu erziehen. Statt dessen wurden sie zu Kumpeln, ließen sich dutzen und ueberliesssen die Kinder der sog. 'freien Entfaltung'. Als Ergebnis wissen diese Kinder nun als Erwachsene nichts mit eigenen Kindern anzufangen.
Wonach - bitte schön - klingt denn dann Laborschule?
Erziehung ist eine Verpflichtung, die Eltern ihren Kindern gegenüber eingegangen sind. Da aber Verpflichtungen nicht mehr in unser Lebenskonzept passen, gibt es eine immer stärkere Tendenz, Kinder als Ergänzung zum eigenen Wohlbefinden zu sehen. Als Kumpels, nach denen man sich dann in Modefragen richten kann.
Kinder brauchen und wollen Richtlinien, die ihnen von Erwachsenen vorgelebt werden. Sie brauchen und wollen Grenzen, an denen sie sich dann auch als Jugendliche ausprobieren. Sie haben das Anrecht darauf, dass man sie auf das spätere Leben als eigenverantwortliche - und das erst heißt: freie Menschen innerhalb einer Gesellschaft vorbereitet.
Aus dieser Verantwortung darf man Eltern nicht entlassen, und vor allem: man darf nicht schon wieder nach dem Sozialstaat schreien. Das ist einerseits eine Überlastung dieses Systems und andererseits bedeutet es einen immer größeren Freiheitsverlust der in ihm agierenden Individuen.
Geschadet hat's in meiner Beobachtung den wenigsten. Und dann hörten viele Eltern auf ihre Kinder zu erziehen. Statt dessen wurden sie zu Kumpeln, ließen sich dutzen und ueberliesssen die Kinder der sog. 'freien Entfaltung'. Als Ergebnis wissen diese Kinder nun als Erwachsene nichts mit eigenen Kindern anzufangen.
Wonach - bitte schön - klingt denn dann Laborschule?
Erziehung ist eine Verpflichtung, die Eltern ihren Kindern gegenüber eingegangen sind. Da aber Verpflichtungen nicht mehr in unser Lebenskonzept passen, gibt es eine immer stärkere Tendenz, Kinder als Ergänzung zum eigenen Wohlbefinden zu sehen. Als Kumpels, nach denen man sich dann in Modefragen richten kann.
Kinder brauchen und wollen Richtlinien, die ihnen von Erwachsenen vorgelebt werden. Sie brauchen und wollen Grenzen, an denen sie sich dann auch als Jugendliche ausprobieren. Sie haben das Anrecht darauf, dass man sie auf das spätere Leben als eigenverantwortliche - und das erst heißt: freie Menschen innerhalb einer Gesellschaft vorbereitet.
Aus dieser Verantwortung darf man Eltern nicht entlassen, und vor allem: man darf nicht schon wieder nach dem Sozialstaat schreien. Das ist einerseits eine Überlastung dieses Systems und andererseits bedeutet es einen immer größeren Freiheitsverlust der in ihm agierenden Individuen.
Wir alle sind doch verunsichert und am Ausbrennen, der eine deutlich schneller als die andere.
Das ist doch das Problem, dessen Folgen die Autorin in der Schule beobachtet.
Da ist es einfach für viele schwer, nicht unerträglich zu werden, für sich selbst und für andere, sich nicht gehen zu lassen auf Kosten der eigenen Kinder, wenn man selbst deprimiert, verschuldet, vom Jobcenter oder vom Arbeitgeber ver...t über eine schwarze Zukunft nachsinnt.
Ich wünsche allen ausdrücklich ein gesegtnetes Rest-Fest und Liebe.
demzufolge gibt es auch immer mehr Kinder, die nicht ausreichend versorgt werden. Ich fände es nicht schlimm, falls es an den Schulen ein gemeinsames Frühstück gebe, finanziert von wohlhabenden Eltern. Dazu Klassenstifte, Hefte, die durch Spenden finanziert werden. Die Paar Euro würde ich ohne weiters spendieren. An vielen Privatschulen werden die Kinder rundum versorgt, vom Frühstück über Pausenbrot bis Mittagessen. Die reicheren Eltern zahlen mehr, die Ärmeren weniger oder gar nichts.
das nur die Armen betrifft. Finanzieller Wohlstand einer Familie ist kein Garant für das Wohlergehen der Kinder. Verantwortungsgefühldem Kind gegenüber, das man in die Welt gesetzt hat (der, wie ich meine, einfache Teil) und geistige Reife spielen da eine wesentliche Rolle.
kann ich mir in Deutschland immer leisten. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein dreister Lügner. Solche Behauptungen sind echt der Gipfel und zeugen von genau jener Verantwortungslosigkeit, die von der Autorin beklagt wird.
Gute Anregung die aber in der Praxis nie funktioniert.
Daran haben wir schon gearbeitet als meine Tochter in die Kita ging.
Vor 30 Jahren.
Wir, beide berufstätig, wollten genau diese Sache durchziehen.
Wir haben für Ausflüge, Zoobesuche und auch Kindertheater mehr als benötigt gezahlt.
Dann aber...
stellten wir fest dass auch Eltern mit gutem Einkommen die Chance wahrnahmen sich zu drücken. Die anderen Eltern sollen zahlen, wir zahlen unsere Beiträge und damit Ende der Durchsage.
Solidarität ist eine feine Sache wenn sie angewandt und nicht ausgenutzt wird.
Logisch dass sich dieser Zustand in der Schule fortsetzte.
Es wollte nicht funktionieren.
das nur die Armen betrifft. Finanzieller Wohlstand einer Familie ist kein Garant für das Wohlergehen der Kinder. Verantwortungsgefühldem Kind gegenüber, das man in die Welt gesetzt hat (der, wie ich meine, einfache Teil) und geistige Reife spielen da eine wesentliche Rolle.
kann ich mir in Deutschland immer leisten. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein dreister Lügner. Solche Behauptungen sind echt der Gipfel und zeugen von genau jener Verantwortungslosigkeit, die von der Autorin beklagt wird.
Gute Anregung die aber in der Praxis nie funktioniert.
Daran haben wir schon gearbeitet als meine Tochter in die Kita ging.
Vor 30 Jahren.
Wir, beide berufstätig, wollten genau diese Sache durchziehen.
Wir haben für Ausflüge, Zoobesuche und auch Kindertheater mehr als benötigt gezahlt.
Dann aber...
stellten wir fest dass auch Eltern mit gutem Einkommen die Chance wahrnahmen sich zu drücken. Die anderen Eltern sollen zahlen, wir zahlen unsere Beiträge und damit Ende der Durchsage.
Solidarität ist eine feine Sache wenn sie angewandt und nicht ausgenutzt wird.
Logisch dass sich dieser Zustand in der Schule fortsetzte.
Es wollte nicht funktionieren.
Frau Schapal spricht etwas an, das ich aus eigener Beobachtung an der Grundschule meiner Kinder bestätigen kann:
Lehrer müssen zunehmend auch Erziehungsaufgaben übernehmen und den Erwerb von Alltagsfähigkeiten unterstützen. Dadurch kommt die eigentliche Lehraufgabe manchmal zu kurz.
Der Appell, die Eltern sollten sich mehr kümmern, geht allerdings ins Leere. Die, die es können, tun es. Die anderen sind selber überfordert (selbstverschuldet oder nicht). Und ob letztere durch Sanktionen befähigt werden, ist doch sehr fraglich.
Um die Rechte der Kinder zu würdigen, ist hier ein "Einspringen" des Sozialstaats unerläßlich, nur eben nicht durch das freiwillige Zusatzengagement von Lehrern (die private Einkaufsliste von Fr. Schapal z.B.).
Wichtig wären stattdesssen gut ausgestattete Ganztagsschulen, v.a. in sozialen Brennpunkten.
An den Schulen in meinem Wohnort hat zum Beispiel bereits die Einstellung von Sozialpädagogen eine deutliche Verbesserung herbeigeführt. Störende Schüler müssen den Unterricht verlassen und werden parallel in besonderen Räumen betreut, lernen z.B. mit Aggressionen umzugehen, Konzentrationsübungen zu machen u.s.w.
Das entlastet die Lehrer doch erheblich und kommt der ganzen Klasse zugute, die den Unterricht fortführen kann.
Die Sozialpädagogen sind eine gute Idee, doch sie sind nur Brandbekämpfung und man kann nur hoffen möglichst viele so rauszuholen.
Förderung von Anfang an, Kompetenzen entwickeln und Entwicklungsstörungen frühzeitigst erkennen heißt die Lösung dafür.
Das Betreuungsgeld ist dafür ein Schlag ins Gesicht, besser wäre eine Kindergartenpflicht bei gleichzeitiger Qualitätssicherung der Erzieher. Nicht, weil es die Eltern nicht wollten, sondern weil sie in einer Kleinfamilie schlicht nicht Gruppenverhalten erziehen können.
Die Sozialpädagogen sind eine gute Idee, doch sie sind nur Brandbekämpfung und man kann nur hoffen möglichst viele so rauszuholen.
Förderung von Anfang an, Kompetenzen entwickeln und Entwicklungsstörungen frühzeitigst erkennen heißt die Lösung dafür.
Das Betreuungsgeld ist dafür ein Schlag ins Gesicht, besser wäre eine Kindergartenpflicht bei gleichzeitiger Qualitätssicherung der Erzieher. Nicht, weil es die Eltern nicht wollten, sondern weil sie in einer Kleinfamilie schlicht nicht Gruppenverhalten erziehen können.
Glauben Sie wirklich, dass man fehlende soziale Befähigung (diesbezüglich teile ich die Einschätzung) mit Hinweis auf das GG als "Kursinhalt" lehren kann?
Das glaube und hoffe ich..Ja! Wir sollten den Ernst der Situation nicht verkennen. Wie bitte, soll sich denn überhaupt die Persönlichkeit eines Kindes entwickeln, wenn die Basis, also die Orientierung auf Liebe (=Fürsorge!) bei gewissen Eltern gar nicht begriffen wird?
Was Sie darüber hinaus schreiben, ist eine analytische, auch zutreffende Beschreibung, aber kein konkreter Ansatz fürs Jetzt, sie lässt das dringend Notwendige unberücksichtigt. Es geht in der Tat darum, dass man Eltern auf Ihre Verantwortung hinweist, die auf niemanden, auch nicht auf die Politik abgewälzt werden kann, um sich hinter "jemanden" zurückzuziehen. So schiebt jeder bleibend die Verantwortung von sich, das ist das Hauptproblem.
ein, die allseits sehr beliebt ist, und verschanzen sich im Nichtstun und der beliebten sogenannten Machtlosigkeit.
Ohne irgendeine Form von "persönlicher und edukativer Weiterbildung" können wir uns ja gleich von allen Reformen verabschieden.
Dann sollte man auch aufhören zu jammern...es ist typisch deutsch, Zivilcourage und Courage ganz allgemein zu verweigern und sowohl privat, als auch im Berufsleben für sein Wohl und das der Anderen (Kinder) einzutreten.
Die Autorin schreibt nicht umsonst von einem Spiegelbild dieser Gesellschaft und fühlt sich allein gelassen.
ein, die allseits sehr beliebt ist, und verschanzen sich im Nichtstun und der beliebten sogenannten Machtlosigkeit.
Ohne irgendeine Form von "persönlicher und edukativer Weiterbildung" können wir uns ja gleich von allen Reformen verabschieden.
Dann sollte man auch aufhören zu jammern...es ist typisch deutsch, Zivilcourage und Courage ganz allgemein zu verweigern und sowohl privat, als auch im Berufsleben für sein Wohl und das der Anderen (Kinder) einzutreten.
Die Autorin schreibt nicht umsonst von einem Spiegelbild dieser Gesellschaft und fühlt sich allein gelassen.
wird jetzt bemängelt? Ich kann außer Leerphrasen schlicht und ergreifend nichts Konkretes finden...
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