Leserartikel

InklusionAllein gelassen nach der Schule

Ein Junge mit Down-Syndrom kommt in eine Regelschule, doch mit der Nachmittagsbetreuung gibt es ein Problem. Ein Leserartikel von Christine Schirmer

Ob der Sohn von Christine Schirmer diesen Hort besuchen darf, weiß er noch nicht

Ob der Sohn von Christine Schirmer diesen Hort besuchen darf, weiß er noch nicht.  |  ©Christine Schirmer

Kommende Woche wird mein siebenjähriger Sohn in Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark eingeschult. Er hat das Down-Syndrom und wird eine inklusive Schule besuchen, an der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Das Inklusionsmodell wird erst seit vergangenem Jahr von brandenburgischen Grundschulen angeboten, nachdem sich die Landespolitik dafür eingesetzt hatte. Als Eltern begrüßen wir dieses Engagement, denn so steht auch unserem Sohn der Weg an eine Regelschule offen.

Allerdings gibt es da ein Problem: Für Kinder mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen gibt es in der Nachmittagsbetreuung kein zusätzliches Personal, es sei denn, es wird von den betroffenen Eltern selbst bezahlt. Zwar bewilligt das Sozialamt in der Regel einen Antrag auf Integrationshilfe für die Betreuung nach Schulschluss, aber der Eigenanteil an der Finanzierung dieser Hilfe ist für uns zu hoch.

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Mein Mann und ich sehen zwar, dass der Hort vor Ort nicht die Möglichkeiten hat, Kinder mit intensiverem Betreuungsbedarf aufzunehmen. Aber wir sind beide berufstätig und deshalb auf eine Ganztagsbetreuung angewiesen. Also haben wir den Behindertenbeauftragten von Potsdam-Mittelmark und den Landesbehindertenbeauftragten kontaktiert, dem Landrat geschrieben und mit Kommunalpolitikern und sogar Ministern über dieses Problem gesprochen. Aber überall heißt es, man sei für die Finanzierung entsprechender Hilfen nicht zuständig. Fazit: Eltern, die ihre Kinder in eine inklusive Schule geben wollen, müssen selbst für die Kosten der Nachmittagsbetreuung aufkommen.

Natürlich könnten wir das Problem umgehen, indem wir unseren Sohn auf eine Förderschule schickten. Dort gibt es auch in den Nachmittagsstunden qualifizierte Betreuung. Aber das würde nicht nur den politischen Bemühungen zuwiderlaufen, das inklusive Schulmodell zu etablieren. Es würde auch der UN-Behindertenrechtskonvention widersprechen, laut der die Vertragsstaaten verpflichtet sind, Voraussetzungen für den gemeinsamen Unterricht zu schaffen. Was bringt das Angebot einer inklusiven Schule, wenn es unser Sohn wegen mangelnder Betreuung nicht wahrnehmen kann?

Mittlerweile hat das Jugendamt Potsdam-Mittelmark die Möglichkeit signalisiert, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Hort zu schließen und eine Tagespflegeperson zu stellen, in deren Begleitung unser Sohn den Hort besuchen darf. Aber ob diese Tagespflegeperson gestellt und wie sie finanziert wird, wissen wir nicht. Bis zur Einschulung ist es noch eine Woche.

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Leserkommentare
  1. 1. Kosten

    Ich finde, behinderte Kinder sollten von der Allgemeinheit aufgefangen werden. So sollten die 'betroffenen' Familien bestmoegliche Unterstuetzung erhalten, so dass sich die restlichen Familienmitglieder noch verwirklichen koennen und so eine stabilere Basis fuer alle bilden.

    Was mich an dem Artikel stoert ist die Aussage dass trotz doppelter Berufstaetigkeit ein Beisteuern an der Nachmittagsbetreuung nicht moeglich sei. Es geht hier ums Prinzip und nicht darum, ob nicht bezahlt werden kann. Das glaube ich naemlich schlichtweg nicht. Ich lebe im Ausland und wundere mich immer darueber wie die Familien hier Geld fuer Betreuung aufbringen (bei uns waren das teilweise ueber 1000 Euro im Monat) obwohl die mittleren Einkommen deutlich niedriger sind.

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    aber offensichtlich gibt es doch verschiedene möglichkeiten, die der autorin nur nicht passen und deshalb sollen andere für ihre einzelbetreuung aufkommen.
    das finde ich so nicht in ordnung, bei allem respekt vor ihrer situation.

    Da gebe ich Ihnen völlig recht. Auch ich habe mit Familie einige Jahre (Anfang der 90er) im Ausland (Boston) gelebt und für "normale" Kindergartenplätze für unsere beiden Kleinen gingen da zusammen fast 2000 $ pro Monat weg. Abgeholt werden mussten die Kinder spätestens 5 Uhr nachmittag. Jede Minute (!!) zu spät stellte der Kindergarten mit 5 $ in Rechnung. Das Gehalt meiner Frau ging da fast komplett für den Kindergarten drauf. Ich denke auch, dass bei uns in Deutschland gerne auf höchstem Niveau gejammert wird und der Staat für alle Extras und sogar die Basics aufkommen soll. Um diesem Eindruck entgegen zu wirken, hätte im Artikel durchaus eine Nennung der Einkommen, sonstiger Förderungen und aufgrund der Behinderung notwendigen Sonderausgaben erfolgen können, damit man sich ein Bild davon machen kann, was unter "für uns zu hoch" zu verstehen ist.

  2. Ich finde es vermessen, die zusätzlich anfallenden Betreuungskosten auf den Staat abwälzen zu wollen. Inklusion kann eine sehr gute Sache sein, wenn das nötige Personal eingesetzt wird. Dies fehlt ohnehin schon vielerorts während des regulären Schulunterrichts und verursacht hohe Kosten.
    Ist es denn vor diesem Hintergrund nicht schon fast dreist, dass Eltern diese Forderungen stellen? Würde ein Elternteil halbtags arbeiten, so wäre das Problem gelöst, ohne dem Staat zusätzlich Kosten aufzubürden.

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    • Oyamat
    • 27. Juli 2013 13:07 Uhr

    Zitat: "Würde ein Elternteil halbtags arbeiten, so wäre das Problem gelöst, ohne dem Staat zusätzlich Kosten aufzubürden."
    Nein, wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Denn wenn schon mit zwei Vollverdiener-Einkommen der Zuschuß zu hoch ist (und da geht es eben nicht nur um 17,50 Euro pro Monat), dann würde das nicht verdiente Geld u.U. eine andere Form von Förderung (Hartz IV?) nötig machen, für die die Familie sich übrigens dann noch als "faules Pack" schimpfen lassen müsste. Und die Forderung bekäme, es sollten doch bitte beide Elterneteile voll arbeiten.

    Wenn jemand feststellt, daß zwei Einkommen nicht ausreichen für eine kostspielige Beteuung, dann ist es billig und respektlos, diese Person als Lügner hinzustellen. Es gibt inzwischen so viele niedrige Einkommen, daß es sehr gut sein kann, daß - zumal mit behindertem Kind - das Geld knapp ist, auch wenn beide Eltern vollzeit tätig sind.
    Und wenn es eh schon knapp ist, *braucht* die Familie so oder so Unterstützung. Wer sich da sperrt, der hat in einer *Solidar*gemeinschaft genaugenommen wohl nichts zu suchen.

    MGv Oyamat

    Meinen Sie die Eltern haben mit Absicht das Down-Syndrom herbeigeführt ?

    Oder wieso finden Sie es "vermessen", dass die Eltern die Kosten auf den Staat abwälzen wollen ?

    Nach Ihrer kruden Definition ist jedes Sozialsystem überflüssig. Jeder sorgt sich nur um sich selber. Wehe dem der unverschuldet in schwirige Lebenlagen gerät.

    "Vermessen" finde ich hier die Reaktionen von Eltern gesunder Kinder. Wo liegt das Problem, die Betreuung für ein gesundes Kind für ein behindertes Kind aufzustocken ? Wer sagt denn, dass das nicht sogar weniger kostet als eine ganztägige Betreuung in der Sonderschule? Es ist doch auch überhaupt fragwürdig, den Menschen gegen Geld aufzuwiegen. Sie wissen doch gar nicht, ob sich das Kind nicht sogar besser und selbständiger entwickeln kann als in einer Sonderschule! Was widerum zu einem Leben ohne weitere Betreuung führen kann. Wir haben in unserer Gesellschaft schon kaum Platz für Kinder, bei behinderten Kindern scheinen viele ganz den Kopf zu verlieren. Unglaublich.

    • Menina
    • 28. Juli 2013 8:23 Uhr

    "Würde ein Elternteil halbtags arbeiten, so wäre das Problem gelöst, ohne dem Staat zusätzlich Kosten aufzubürden."

    Auf der anderen Seite entgehen dem Staat mit der Halbtagstätigkeit Steuereinnahmen, die wiederum dem Gemeinwesen, also uns allen, zugute kommen. Wäre also damit wirklich etwas gewonnen?

    • diona
    • 31. Juli 2013 11:24 Uhr

    "Ich finde es vermessen, die zusätzlich anfallenden Betreuungskosten auf den Staat abwälzen zu wollen." --
    Dann haben Sie sich bestimmt schon selbst optimiert und sind Nichtraucher und schlank und haben zudem Vorsorge getroffen, dass Sie niemals Demenz, Parkinson, eine Stoffwechselkrise, Schädel-Hirn-Trauma, schwerwiegende Erkrankungen o. Sonstiges ereilt. Bravo, dann haben Sie es geschafft und sind kein vorsätzlicher Abwälzer! Mensch können Sie dann mal in irgendeinem anderen Leben sein.

    "Inklusionn kann eine sehr gute Sache sein, wenn das nötige Personal eingesetzt wird. Dies fehlt ohnehin schon vielerorts während des regulären Schulunterrichts und verursacht hohe Kosten.
    Ist es denn vor diesem Hintergrund nicht schon fast dreist, dass Eltern diese Forderungen stellen? " --
    Ach so- Bildungs-, Teilhabe- und Lebensqualität haben sich danach zu richten, wohin die überquellenden Staatseinnahmen kanalisiert werden?

    "Würde ein Elternteil halbtags arbeiten, so wäre das Problem gelöst, ohne dem Staat zusätzlich Kosten aufzubürden." --
    Würden Sie es auch mal wagen, sich darüber Gedanken zu machen, wie und wofür die Staatsgelder verwendet werden?

  3. aber offensichtlich gibt es doch verschiedene möglichkeiten, die der autorin nur nicht passen und deshalb sollen andere für ihre einzelbetreuung aufkommen.
    das finde ich so nicht in ordnung, bei allem respekt vor ihrer situation.

    22 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Kosten"
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    • diona
    • 31. Juli 2013 11:43 Uhr

    "aber offensichtlich gibt es doch verschiedene möglichkeiten, die der autorin nur nicht passen und deshalb sollen andere für ihre einzelbetreuung aufkommen." --

    Genau, es gibt mindestens 198 Alternativen in Deutschland, Erwerbstätigkeit und Kind mit Behinderung zu vereinbaren. In Deutschland ist nämlich alles paasungsgerecht danach ausgerichtet:
    Die öffentlichen Betreuungszeiten sind kompatibel mit den Arbeitszeiten der Eltern. Die Betreuer sind heterogen ausgebildet, d.h. sie sind nicht nur auf eine homogene Gruppe von Kindern ausgerichtet, sondern auf eine vielfältige Kindergruppe. Eine Qualifizierung hinsichtlich Vielfalt beinhaltet ein differenziertes Eingehen auf unterschiedliche Entwicklungsvoraussetzungen und ebenso differenzierte Methodenvielfalt, um das eine Kind so und das andere Kind anders zu fördern.
    Aufgrund der Tatsache, dass von vornherein Wert auf qualifiziertes Personal gelegt wird und diese Qualifizierung auch gezielt und flächendeckend ermöglicht wird, müssen keine zusätzlichen Fachkräfte beantragt werden.
    Langwierige Behördengänge für Atteste, Bescheinigungen, Anträge, Gutachten und Formulare sind für diese eine einzige Bewilligung einer Integrationsfachkraft Bewillung nicht mehr nötig.

  4. " Aber das würde nicht nur den politischen Bemühungen zuwiderlaufen, das inklusive Schulmodell zu etablieren."

    Die politischen "Bemühungen", hier ein "Modell" zu etablieren, sind von einer irrsinnigen Weltfremdheit und den üblichen finanziellen "Sachzwängen" geprägt. Es verlieren alle. Projekt Bildungsabbau.

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  5. da pocht jemand auf vermeintliche Rechte und verlangt eine separate Betreuungskraft am Nachmittag für das eigene Kind. Bezahlen soll das der Staat, also wir. Ich finde wirklich, dass hier die Eltern auch einen eigenen Beitrag leisten sollten. Ich sehe hier keine wirkliche Bedürfigkeit und hoffe, dass die Entscheider standhaft bleiben und sorgsam mit dem Geld der Steuergelder umgehen.

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    Darf ich ihren Kommentar so verstehen, dass behinderte Menschen kein Recht haben, ein Vermögen aufzubauen oder zumindest ein solches anzustreben?

    Ihre Argumentation mit der "Bedürftigkeit" führt nämlich im Extremfall dazu!

    ... dürfen Sie nicht. Ich hab auch nichts dagegen, dass sich Arbeitslose, Kranke, Rentner (bin bald selber einer) ein Vermögen aufbauen. Von mir aus gerne. Nur bitte nicht auf meine Kosten.

    • diona
    • 31. Juli 2013 12:09 Uhr

    da pocht jemand auf vermeintliche Rechte und verlangt eine separate Betreuungskraft am Nachmittag für das eigene Kind. " --
    Es geht hier nicht um eine separate, sondern um eine qualifizierte Betreuungskraft.

    "Bezahlen soll das der Staat, also wir. " --
    Genau, weil Bildung und Teilhabe Menschenrechte sind, auf die Sie auch pochen würden, wenn sie Ihnen nicht ermöglicht werden würden.

    "Ich finde wirklich, dass hier die Eltern auch einen eigenen Beitrag leisten sollten. " --
    Ja, den allgemeinen Beitragssatz, den alle Eltern zahlen.

    "Ich sehe hier keine wirkliche Bedürfigkeit und hoffe, dass die Entscheider standhaft bleiben und sorgsam mit dem Geld der Steuergelder umgehen." --
    Ferndiagnosen aus dem Sessel gelingen selten, was Besserwisser keineswegs von ihrer Kreativität abhält.
    Das führt dazu, dass Menschen, die bio-medizinisch behindert sind, zusätzlich noch psychosozial behindert gemacht werden, wenn eine Passung von der Gesellschaft bzw. Umgebung ver- oder behindert wird.

  6. kann mit sicherheit eine sehr lohnenswerte Sache sein, wenn es denn nicht nur heißt, wir lösen Sonder- und Förderschulen auf, verfrachten die Kinder an die Regelschulen und lassen diese dann mit dem Problem hängen. Zunächst müssten die Voraussetzungen in personeller und infrastruktureller Hinsicht geschaffen werden und dann kann Inklusion beginnen. Nicht umgekehrt. Aber schauen wir den Tatsachen ins Auge. Das kostet Geld. Geld, das lieber für Truppen in Afganistan oder für Dronenprojekte, Eurofighter, Transportflieger, etc. ausgegeben wird (Der Rüstungssektor ist der Zweitgrößte im Bundeshaushalt. Knapp 5 mal mehr als für Familie, Senioren, Jugend und Frauen ausgegeben wird). Inklusion soll nämlich vor allem eins: Geld sparen! Infrastruktur einsparen (weniger Schulen), Personalkosten reduzieren, etc. Hier habt ihr ein paar Fortbildungen und jetzt wuppt das mal zusätzlich, was vorher ausgebildete Fachkräfte mit speziellem Studium gemacht haben. Ach ja, pro inkludiertem Schüler dann och mal so 2,5 oder 3,4 Stunden eine Betreuung, je nach Gutdünken der Bildungschefs.
    Zusätzlich muss noch bemerkt werden, dass dann bitteschön die Inklusion auch durchgezogen werden soll. In Bremen gab es das Konzept der Integration (Behinderte und Nichtbehinderte zusammen im Klassenverband) schon vor langer Zeit und wurde dann von Oben wieder abgewürgt.

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    ...was hat der Bundeshaushalt (Wehretat) mit einer Ländersache (Schule) zu tun?

    Zudem bin ich mir nicht sicher, ob hier nicht etwaige Leistungen aus dem mit Abstand größtem Bundeshaushaltsposten - Arbeit und Soziales - fließen und dass Familie, Frauen, Senioren und Jugend gar nicht zuständig ist...

  7. Jeder, der ein bißchen denken konnte, wußte von Anfang an, daß die sogenannte Inklusion angesichts der heutigen Schulsituation in Deutschland nicht funktionieren kann!
    Wir wissen alle gut genug, wie mangelhaft der Unterricht in sehr vielen Schulen schon heute abläuft (sanierungsbedürftige Gebäude, Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten aller Art, Elternhäuser, die jede Schulbemühung untergraben, überfordertes Personal in jeder Hinsicht). Wer konnte sich da je der Illusion hingeben, plötzlich werde es in gewaltigen Ausmaß "Geld regnen", um nicht nur die vorhandenen Mißstände zu beseitigen, sondern zusätzlich auch noch die Inklusion sicherzustellen?!
    Zu leiden haben alle: für die Regelschüler wird der Unterricht noch schlechter, für die Behinderten kann die nötige Unterstützung nicht mehr gewährleistet werden.
    Warum dürfen Politiker derart weltfremd das Blaue vom Himmel herunterversprechen, wenn sie doch selbst genau wissen, daß das Geld entweder nicht vorhanden ist oder sie es sowieso nicht zur Verfügung stellen werden?

    PS: ich verweise auf die zahlreichen Proteste, die es aus den von mir genannten Gründen vielerorts in Deutschland längst gegen die Inklusion gibt, und über die in anderen Medien auch schon ausgiebig berichtet wurde.

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  8. Sehr geehrte Familie Schirmer, auch wenn ich anderer Ansicht bin, was die sogenannte "Inklusion" angeht, so verdienen sie dennoch unseren Respekt.
    Bei den Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, wurden wir immerwieder dazu gedrängt auf Trisomie etc. zu testen, dabei wurde uns freimütig mitgeteilt das über 95% der "betroffenen" ungeborenen Kinder durch Abtreibung getötet werden.
    Aber jetzt zum Thema:
    Unser Sohn besucht eine Förderschule, welche sich intensiv mit seine Schwerhörigkeit, seine motorischen Einschränkungen und auch seiner geistigen Behinderung beschäftigt. Dazu stehen Physio-, Ergo-, MototherapeutInnen, Logopädinnen, Sonderpädagoginnen etc. zur Verfügung.
    Obwohl unser Sohn behinderungsbedingt nicht sprechen kann, ist er am Ende der zweiten Klasse in der Lage auch mit fremden Menschen zu kommunizieren, er beherrscht den Zahlenraum bis 10, Varianzen werden realisuert/ beherrscht u.v.m.
    Was soll das nun heißen:
    Als wir von der Trisomie unseres Sohnes erfuhren, wollte ich natürlich, dass hhh mein Sohn eine Regelschule besucht. Ich hab mich sehr früh mit den Grhndschulen vor Ort in Verbindung gesetzt. Was hab ich gehört:
    "Wir sind nicht ausgebildet" (und eine Fortbildung ist ausreichend, aus einem Metzger wird auch nicht durch ein paar Kurse ein Schuster)
    "Die eine zusätzliche Kraft, die werden wir für die normalen Schüler nutzen"
    .....
    FAZIT:
    im nächsten Kommentar!

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  • Schlagworte Down-Syndrom | Einschulung | Eltern | Grundschule | Landespolitik | Personal
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