Die Deutschen wollen eine stärkere Digitalisierung in den Schulen. Laut einer Studie des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung befürworten 63 Prozent der Bevölkerung einen Anteil von mindestens 30 Prozent der Unterrichtszeit für das selbstständige Arbeiten am Computer – 15 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Daneben ist mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) dafür, bereits in Grundschulen Digital- und Medienkompetenzen zu vermitteln. Ab den weiterführenden Schulen sprechen sich sogar rund 90 Prozent der Befragten dafür aus.

Die meisten Deutschen fordern daher auch eine entsprechende Ausstattung der Schulen. So sprechen sich 80 Prozent dafür aus, dass der Bund alle Schulen mit Breitbandinternetzugang, WLAN und Computern ausstattet. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) sind auch dafür, dass der Bund jeden Schüler an weiterführenden Schulen mit einem Laptop oder Computer ausstatten soll.

Überhaupt sehen die meisten Deutschen die Digitalisierung persönlich positiv. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten gibt an, sich selbst als Gewinner der Digitalisierung zu sehen. Lediglich 16 Prozent betrachten sich demnach als Verlierer der Entwicklung. Die Bürger sind aber gespalten in der Frage, ob die Digitalisierung zu mehr Ungleichheit in der Gesellschaft führt.

Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) erwartet mehr Ungleichheit, mit 46 Prozent sind aber fast genauso viele Deutsche der Ansicht, dass dies nicht der Fall ist. Auch bei der Frage, ob die Digitalisierung im Bildungssystem zu mehr Ungleichheit führt, sind die Ansichten geteilt. Mehr Ungleichheit sehen in diesem Bereich allerdings nur 44 Prozent, nach Ansicht von 51 Prozent trifft das nicht zu.