Naturkatastrophe Doppelt so viel Regen wie bei Hurrikan Katrina
Tropensturm Ketsana hat auf den Philippinen die schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren verursacht. Das Unwetter hat Vietnam erreicht und auch dort Opfer gefordert
© Dennis M. Sabangan/dpa

Überlebende der verheerenden Regenfälle bringen sich und einige Habseligkeiten in der philippinischen Provinz Laguna in Sicherheit
Die Zahl der Toten auf den Philippinen ist nach dem Sturm Ketsana auf mindestens 240 gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, werden noch 37 Menschen vermisst. Insgesamt sind fast zwei Millionen Menschen von den schweren Überschwemmungen in der Hauptstadt Manila und den nördlichen Provinzen betroffen. Über 370.000 von ihnen sind in Notunterkünften untergebracht. Bereits am Montag hatte die philippinische Regierung um internationale Hilfe bei der Bewältigung der schlimmsten Unwetterkatastrophe seit mehr als vier Jahrzehnten gebeten.
Der Verteidigungsminister der Philippinen, Gilberto Teodoro, äußerte die Befürchtung, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Nach wie vor liefen Berichte über weitere Tote ein, sagte er. Einige Gebiete seien noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Hilfe aus anderen Ländern würde die Fortsetzung der Rettungsarbeiten garantieren, auch wenn es - wie von Meteorologen vorausgesagt - zu einer erneuten Wetterverschlechterung kommen sollte, sagte Teodoro. "Wir können nicht warten, bis das passiert."

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Unterdessen hat Ketsana Vietnam erreicht. Dort meldeten die Behörden bereits 18 Tote. 167.000 Menschen waren vorsorglich in Notunterkünfte gebracht und fast 50.000 Fischerboote in die Häfen beordert worden. Das Unwetter zog mit einer Windgeschwindigkeit von mehr als 150 Kilometern in der Stunde über das Land. Vietnam Airlines hatte alle Flüge in der Region gestrichen. "Wir gehen davon aus, dass wir alle Routen ab Mittwoch wieder bedienen können", sagte ein Sprecher der Airline.
Ketsana hatte am Samstag 80 Prozent der Hauptstadt Manila und weite Teile der umliegenden Provinzen unter Wasser gesetzt. In 24 Stunden war doppelt so viel Regen wie 2005 beim Hurrikan Katrina in den USA gefallen. Häuser und Autos waren teils von den Wassermassen fortgerissen worden. Nach dem Ablauf des Wassers blieben überall meterhoch Schlamm und Geröll zurück. Allein in Manila sind mindestens 75 Menschen umgekommen.
Dort hatte der heftige Regen viele Straßen in reißende Flüsse verwandelt. Autos waren wie Spielzeug fortgerissen und gegen Hauswände geschleudert worden. Die Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten, durch Schutt und Geröll zu dem Opfern zu kommen. Wie viele Menschen noch festsaßen, wusste der Katastrophenschutz nicht. 8000 Menschen waren von Dächern und aus Baumkronen gerettet worden.
Die Einsatzkräfte sind angesichts des riesigen Katastrophengebiets überfordert, wie ein Sprecher einräumte: "Wir sind es gewöhnt, einer Stadt oder einer Provinz zu helfen - aber in diesem Fall haben wir einfach zu wenig Leute für ein zu großes Gebiet."
- Datum 29.09.2009 - 12:56 Uhr
- Serie Umwelt
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Der Taifun Marakot am 8 August hat in Taiwan 700 Menschenleben gefordert
und es fiel etwa 3.5 m Regen soviel wie in einem Jahr. Ich war dort und habe das erlebt. Die deutsche Berichterstattung war mangelhaft. Nun erleben die Phillipinen das und wenigstens dort verzoegert die Regierung nicht die Hilfe wie in Taiwan. Diese Taifun Saison bringt wenige dafuer aber sehr starke Unwetter hervor. Gibt es da einen z
Zusammenhang zwischen dem Weltklima oder El Nino und diesen Ereignissen? Mein Mitgefuehl gilt den vielen Menschen in Manila die noch auf Hilfe warten muessen. Hoffentlich haben die mehr Glueck mit ihrer Regierung.
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