Film Kritik an Verhaftung Polanskis wächstSeite 3/3

Der französische Außenminister Bernard Kouchner nahm mit seiner schweizerischen Amtskollegin Micheline Calmy-Rey Kontakt auf und forderte einen schnellen "günstigen Ausgang" des Falls. Polanskis Rechte müssten vollständig geachtet werden, erklärte das Außenministerium in Paris. Der französische Botschafter habe sich an die Schweizer Behörden gewandt, um "so schnell wie möglich das konsularische Besuchsrecht auszuüben".

Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand hatte am Sonntag von einer "Falle" gesprochen, die Polanski gestellt worden sei. "Man kennt die Bedingungen, unter denen das passiert ist. Und genauso, wie es ein großzügiges Amerika gibt, das wir lieben, gibt es auch ein gewisses Amerika, das Angst macht. Und dieses Amerika hat uns heute sein Gesicht gezeigt", sagte Mitterrand.

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Roman Polanski stelle "absolut keine Gefahr für die öffentliche Ordnung" dar, sagte Temime. "Die menschlichen Schäden dieser Festnahme sind beträchtlich. Es erscheint mir menschlich unerträglich, dass ein 76-Jähriger Mann mehr als 30 Jahre nach der Tat (...) auch nur einen Tag Gefängnis erleiden soll." Er wundere sich über die Festnahme, zumal Polanski "seit vielen Jahren sehr regelmäßig" in die Schweiz fahre, wo er in Gstaad ein Haus besitze.

 
Leser-Kommentare
  1. Er hat es zugegeben, also hatte sie ihn angezeigt. Anstatt dazu zu stehen ist er geflüchtet. Stellen Sie sich vor er wäre nicht Polanski, sondern ein namenloser Vergewaltiger und die Schweiz hätte nichts unternommen. Die gleichen Leute, die sich jetzt für die Freilassung Polanskis angagieren, würden am lautesten dagegen protestieren. Das nach 30 Jahren ein Gerichtsverfahren verschwommen sein wird muss er auf seine eigene Kappe nehmen. Wrum das Opfer zu ihm steht und die Anzeige nicht zurückgezogen hat, ist mir ein Rätsel. Sie müsste ja nur sagen, nichts passiert. War sie denn zum damaligen Zeitpunkt minderjährig?

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    • lilouF
    • 28.09.2009 um 17:04 Uhr

    die ganze situation ist so unglaublich bescheuert!
    wenn die amerikanischen behörden einen bruchteil des aufwands in ihrem eigenen land zB gegen kinderporno-banden, frauenschänder, pädophile ringe jeder art gerichtete hätte wäre ihrem land und der welt weit mehr geholfen als so.
    es ist lächerlich und kafkaesk.
    mir tut dieser mann leid, der so großes geleistet hat und verständlicher weise seinen frieden will.
    wird er jetzt zum zweiten michael jackson erklärt bloß weil ersterer tot ist?
    es ist doch einfach nur unnötig

    • lilouF
    • 28.09.2009 um 17:04 Uhr

    die ganze situation ist so unglaublich bescheuert!
    wenn die amerikanischen behörden einen bruchteil des aufwands in ihrem eigenen land zB gegen kinderporno-banden, frauenschänder, pädophile ringe jeder art gerichtete hätte wäre ihrem land und der welt weit mehr geholfen als so.
    es ist lächerlich und kafkaesk.
    mir tut dieser mann leid, der so großes geleistet hat und verständlicher weise seinen frieden will.
    wird er jetzt zum zweiten michael jackson erklärt bloß weil ersterer tot ist?
    es ist doch einfach nur unnötig

    • ribera
    • 28.09.2009 um 12:17 Uhr

    Wo bitte liegt der Unterschied zwischen einem durch das BKA öffentlich gesuchtem Kinderschänder der vor 10 Jahren Jugentliche verführt und die Bilder ins Netz gestellt hat und Polanski, der vor 30 Jahren eine 13-jährige mit Alkohol und Drogen zum Sex gefügig gemacht hat?
    Der Verurteilung durch Flucht entzogen und mehrfach der Festnahme in anderen Ländern entkommen, weil er rechtzeitig gewarnt wurde und seine Reise absagte.

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    Es ist nicht zu glauben, dass sich so viele Menschen hinter einen verurteilten Kinderschaender stellen, der auch nach 30 Jahren zu feige ist eine Strafe fuer ein Vergehen anzutreten, fuer das er zweifelsfrei ueberfuehrt wurde. Anstatt sich fuer die Freilassung Polanskis starkzumachen, sollten die Vorfuehrungen seiner Werke boykottiert werden. Die Vergewaltigung eines Kindes ist ein abscheuliches, hoechst verwerfliches Verbrechen und darf auf keinen Fall verharmlost werden.

    Es ist nicht zu glauben, dass sich so viele Menschen hinter einen verurteilten Kinderschaender stellen, der auch nach 30 Jahren zu feige ist eine Strafe fuer ein Vergehen anzutreten, fuer das er zweifelsfrei ueberfuehrt wurde. Anstatt sich fuer die Freilassung Polanskis starkzumachen, sollten die Vorfuehrungen seiner Werke boykottiert werden. Die Vergewaltigung eines Kindes ist ein abscheuliches, hoechst verwerfliches Verbrechen und darf auf keinen Fall verharmlost werden.

  2. 3.

    unglaublich die aufregung der promis

    was wäre denn wenn es nicht ein promi wäre??

    oder ist die aufregung der filmschaffenden so zu verstehen, dass regisseure und schauspieler ein recht auf kindesmissbrauch haben sollten??

    na das nenne ich mal echte künstler und intellektuelle, sowieso ein widerspruch in sich

  3. man lässt sich schnell zu sympathien für diesen begnadeten regisseur, der uns so viele schöne filme bescherte, hinreißen. genau das trübt aber die wahrnehmung hinsichtlich dieses "missbrauches" vor 30 jahren.
    er sollte sich auf jeden fall dafür verantworten.

  4. Nicht die 30 Jahre zurückwährende Tat ist der Anstoss, sondern das schweizer Behörden den USA plötzlich in den Allerwertesten kriechen um sich liebkind zu machen. RP war in der Schweiz quasi Dauergast. Warum hat man ihn nicht schon früher verhaftet?
    Die Sache stinkt bis zum Himmel!

    Die USA erweisen sich mal wieder als Krake über die ganze Welt und die Schweizer haben die Büchs voll!

  5. Das Mädchen wurde damals (vor 30 Jahren) durch die Mutter ins Bett von Polanski hineinmanövriert, um eine Filmrolle zu ergattern. Vermutlich dachte er, dass sie viel älter sei. Es gab bereits eine richterliche Verfügung in den USA, die Polanski zwang sich in einer psychiatrischen Klinik untersuchen zu lassen. Es wurden keine pädophilen Neigungen festgestellt, Polanski als unbedenklich eingestuft und freigelassen. Das Gericht hat sich ein anderes Ergebnis erhofft und um weiteren Repressalien zu entgehen hat Polanski das Land verlassen. Später hat er dem Mädchen eine hohe Entschädigung gezahlt und sich mit ihr ausgesöhnt.

    Die Schweizer erweisen sich selbst mit diesem vorauseilenden Gehorsam eine Bärendienst. Das ganze ist zurecht vielen Schweizern sehr peinlich.

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    das ist vollkommen egal, wer da wen wohin hineinmanövriert hat, wenn die mutter des mädchens involviert war, dann gehört eben die mutter ebenfalls vor gericht gestellt und verurteilt wenn sich diese anschuldigungen bewahrheiten sollten, aber da soll sich einer mit geld also freikaufen können, soll so in einem rechtsstaat vorgegangen werden??

    "Später hat er dem Mädchen eine hohe Entschädigung gezahlt und sich mit ihr ausgesöhnt."

    D.h. Sex mit Minderjährigen gegen Geld, also Prostitution, ist OK - vorausgesetzt, der Täter ist prominent und solvent?

    "Die Schweizer erweisen sich selbst mit diesem vorauseilenden Gehorsam eine Bärendienst. Das ganze ist zurecht vielen Schweizern sehr peinlich."

    Die Schweiz hält sich nur an die bestehende Verträge und geltendes Recht. Sie wäre ein schlechter Partner, wenn sie sich nicht an geltede int. Verträge und die eigene Gesetze halten würde. Das hat nichts mit vorauseilendem Gehorsam zu tun, sondern eher mit fehlendem Rechtsbewusstsein anderer Länder, die Polanski bisher besucht hat und die ihn (trotz int. Abkommen) NICHT ausgeliefert haben.

    Ihnen sei zudem gesagt, dass sich sehr viele Schweizer für das Züricher Filmfestival schämen, dass so einen Kinderschänder wie Polanski überhaupt einlädt - und ihn sogar auszeichnen will. Eine Vielzahl an Schweizer schämt sich zudem zutiefst für die sogenannt Intelektuellen und Künstler, die sich nun für eine Freilassung Polanksis einsetzen.

    Übrigens: Selbst wenn Polanski von einem höheren Alter des Mädchens ausging, ändert sich nichts an der Tatsache, dass er sie mit Drogen und Alkohol abfüllte und sich schändlich an ihr verging!

    Was soll dass?
    es gibt vieles, was man in dieser Welt kritisieren muss auch (oder vor allem) an den USA. Aber ich denke nicht dazu gehören billaterale Bestrebungen demokratischer Staaten - und da sollte man die USA trotz vieler Unstimmigkeiten doch hinzuzählen - Straffällig geworden Menschen einem gerechten Gerichtsvervahren zuzuführen. Und deshalb legt die Schweiz auch keinen vorauseilenden Gehorsam an den Tag, wenn sich daran beteiligt, dass Straftäter vor Gericht kommen.

    In meinen Augen steigt dass Ansehen der Schweiz - hin oder her, wer Minderjährige vergewaltigt ist ein Schwein und muss zur Rechenschaft gezogen werden.

    Es kann nicht sein, dass sich Straftäter das Stillhalten und Schweigen der Opfer erkaufen und sich so ihrer gerechten Strafe entziehen.

    Ich hoffe auf ein faires Verfahren.
    Danke Schweiz!!!

    das ist vollkommen egal, wer da wen wohin hineinmanövriert hat, wenn die mutter des mädchens involviert war, dann gehört eben die mutter ebenfalls vor gericht gestellt und verurteilt wenn sich diese anschuldigungen bewahrheiten sollten, aber da soll sich einer mit geld also freikaufen können, soll so in einem rechtsstaat vorgegangen werden??

    "Später hat er dem Mädchen eine hohe Entschädigung gezahlt und sich mit ihr ausgesöhnt."

    D.h. Sex mit Minderjährigen gegen Geld, also Prostitution, ist OK - vorausgesetzt, der Täter ist prominent und solvent?

    "Die Schweizer erweisen sich selbst mit diesem vorauseilenden Gehorsam eine Bärendienst. Das ganze ist zurecht vielen Schweizern sehr peinlich."

    Die Schweiz hält sich nur an die bestehende Verträge und geltendes Recht. Sie wäre ein schlechter Partner, wenn sie sich nicht an geltede int. Verträge und die eigene Gesetze halten würde. Das hat nichts mit vorauseilendem Gehorsam zu tun, sondern eher mit fehlendem Rechtsbewusstsein anderer Länder, die Polanski bisher besucht hat und die ihn (trotz int. Abkommen) NICHT ausgeliefert haben.

    Ihnen sei zudem gesagt, dass sich sehr viele Schweizer für das Züricher Filmfestival schämen, dass so einen Kinderschänder wie Polanski überhaupt einlädt - und ihn sogar auszeichnen will. Eine Vielzahl an Schweizer schämt sich zudem zutiefst für die sogenannt Intelektuellen und Künstler, die sich nun für eine Freilassung Polanksis einsetzen.

    Übrigens: Selbst wenn Polanski von einem höheren Alter des Mädchens ausging, ändert sich nichts an der Tatsache, dass er sie mit Drogen und Alkohol abfüllte und sich schändlich an ihr verging!

    Was soll dass?
    es gibt vieles, was man in dieser Welt kritisieren muss auch (oder vor allem) an den USA. Aber ich denke nicht dazu gehören billaterale Bestrebungen demokratischer Staaten - und da sollte man die USA trotz vieler Unstimmigkeiten doch hinzuzählen - Straffällig geworden Menschen einem gerechten Gerichtsvervahren zuzuführen. Und deshalb legt die Schweiz auch keinen vorauseilenden Gehorsam an den Tag, wenn sich daran beteiligt, dass Straftäter vor Gericht kommen.

    In meinen Augen steigt dass Ansehen der Schweiz - hin oder her, wer Minderjährige vergewaltigt ist ein Schwein und muss zur Rechenschaft gezogen werden.

    Es kann nicht sein, dass sich Straftäter das Stillhalten und Schweigen der Opfer erkaufen und sich so ihrer gerechten Strafe entziehen.

    Ich hoffe auf ein faires Verfahren.
    Danke Schweiz!!!

  6. Eine groteske öffentliche Diskussion. Kann mich meinen Vorkommentatoren nur anschließen.
    Unerträglich diese beschönigende Floskel des "Gefügig Machens", mit der der sexuelle Missbrauch einer Minderjährigen wohl in intellektuellen Kreisen irgendwie keiner sein soll. Das ist eine sehr hässliche Realität, der sich Herr Polanski und die sog. geistig aufgeklärte Elite in ihrem Selbstverständnis stellen muss.
    Der ganze Vorfall ist jetzt und vor 30 Jahren moralisch und menschlich ganz unterste Kategorie.

  7. Die Verhaftung ist absolut richtig. Der Skandal ist nicht, dass Polanski verhaftet wurde aber es wirft die Frage auf, warum er ausgerechnet jetzt verhaftet wird, obwohl er doch des öfteren in der Schweiz war (Besitzt ja dort auch ein Haus). Wenn es bedenken gibt, dass auch dieser Straftatbestand verjähren sollte, so ist dies unabhängig vom Falle Polanski zu diskuiteren.
    Auf der anderen Seite muss natürlich sichergestellt werden, dass Herr Polanski ein faires verfahren bekommt und nicht wieder einen Richter, der schon vor Prozessbeginn 100 Jahre fordert (wie beim letzten mal).
    Welchen Einfluss das Verhalten des Opfers auf das Strafmaß haben sollte ist durchaus auch eine spannende frage.
    Zitat:
    "Ich (Opfer) finde, er (Täter) hat für seine Tat genug gebüßt. Wir haben nie wieder miteinander gesprochen, aber er hat mich wissen lassen, dass es ihm leid tut. Ich hege keinen Groll mehr. Menschen machen nun mal Fehler. Ich wünsche ihm viel Glück für alles, was er anpackt"

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    dem opfer hat er aber auch angeblich viel geld bezahlt, das sollte bei dem kommentar nicht unterschlagen werden, durch die monetäre transferleistung ist diese aussage nicht viel wert, es scheint eher die nächste nötigung darzustellen

    viel geld und einfluss und ein promistatus sollte einen nicht vor der strafverfolgung schützen

    der skandal ist doch, dass er nicht schon viel früher verhaftet wurde

    dem opfer hat er aber auch angeblich viel geld bezahlt, das sollte bei dem kommentar nicht unterschlagen werden, durch die monetäre transferleistung ist diese aussage nicht viel wert, es scheint eher die nächste nötigung darzustellen

    viel geld und einfluss und ein promistatus sollte einen nicht vor der strafverfolgung schützen

    der skandal ist doch, dass er nicht schon viel früher verhaftet wurde

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