Wirtschaftswachstum Aufstand gegen die Lebenslüge
Schwarz-Gelb setzt auf Wachstum wie bisher: Warum auch nicht, nur nichts in Frage stellen! Doch Frankreichs konservativer Präsident Sarkozy hält dagegen: "Nichts zerstört die Demokratie wirkungsvoller"
© Frederic J. Brown/AFP/Getty Images

Ist sozialer Wohlstand eine ausschließlich wirtschaftliche Kategorie? Sarkozys Stiglitz-Kommission regt zum Nachdenken an
Manches hat man im Wahlkampf der ausgesparten Themen und verdeckten Konflikte nicht vernommen, so sehr es dahin gehört hätte: die Zukunft der Bildung, das Zusammenleben in der Gesellschaft, das sinkende Vertrauen, die latente Zukunftsangst. Stattdessen die Ankündigung von Steuersenkungen, weil das jenes Wachstum schafft, das uns den Wohlstand sichere. Keine Experimente, wir machen weiter wie bisher, nur besser, schneller, effizienter. War das schon alles?
Es gäbe auch Alternativen. Zitat aus einer Politikerrede, die von Veränderung, Umdenken und Umsteuern handelt: "Wenn wir nicht wollen, dass unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder, die Zukunft künftiger Generationen durchsetzt ist von Finanz-, Wirtschafts-, Umwelt- und sozialen, letztendlich also menschlichen Katastrophen, dann müssen wir unsere Art zu leben, zu konsumieren, zu produzieren ändern. Und wir müssen die Kriterien unserer gesellschaftlichen Organisation und unserer öffentlichen Politiken ändern. Eine großartige Revolution erwartet uns. Jeden von uns." Veränderung. Obama-Sound. Aber er kommt aus Paris. Originalton Nicolas Sarkozy.
Normalerweise würde man hier innehalten. Moment mal! Sarkozy? Ist das ernst gemeint? Der deutsche Autor Richard David Precht hielt am Montagabend in der 3sat-Sendung "Kulturzeit" der Moderatorin auf deren schlichte Bemerkungen über die ach so langweilige "Postdemokratie" in Deutschland entgegen, er lasse sich lieber von Langweilern regieren als von Entertainern wie Berlusconi oder Sarkozy. Damit hatte er Recht. Einerseits. Aber andererseits muss man dem zappeligen Selbstdarsteller in Paris doch lassen, dass seine Show-Einlagen sich auf ganz anderem Niveau bewegen als die Eskapaden des peinlichen Staatsconferenciers in Rom. Siehe die zitierte Rede über die Notwendigkeit eines revolutionären Wandels unseres Denkens und Handelns.
Das Timing war kein Zufall. Sarkozy wählte für seinen Auftritt nicht zufällig den 1. Jahrestag der Lehman-Brothers-Pleite. Ort des Events: Die Große Aula der Sorbonne. Der Anlass: Die von ihm Anfang 2008 eingesetzte internationale Kommission über die Messung der wirtschaftlichen Leistung und des gesellschaftlichen Fortschritts legte nun ihren Bericht vor. Man hatte teils mit Spannung, teils mit Bangen darauf gewartet, je nachdem, wo man steht im Streit um die Frage, was menschlicher und sozialer Fortschritt ist, beziehungsweise sein sollte. Dazu gibt’s ja einige Fragestellungen, die zu gegensätzlichen Antworten einladen. Hilft die herkömmliche Messung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Daten über das Durchschnittseinkommen und das Konsumverhalten der Bürger bei der Steuerung moderner Gesellschaften? Wozu und wofür wirtschaften wir überhaupt? Was ist ein "gutes Leben" und kann "Qualität des Lebens" als ökonomisch messbarer Faktor dienen? Sind Glück oder Zufriedenheit des Einzelnen eine Kategorie mit Aussagekraft über die Befindlichkeit einer Gesellschaft? Ist sozialer Wohlstand eine ausschließlich wirtschaftliche Kategorie?
Sarkozy neigt zwar zum spontanen Regieren. Er regiert auf Situationen, eher kurz- als langfristig. Insofern agiert er sicherlich populistisch. Aber ein Ideologe wie die lernunwilligen und unbelehrbaren Neoliberalen ist er keiner. Sonst hätte er nicht diese Kommission berufen. An deren Spitze standen Experten im Anders-Denken: die beiden Ökonomen und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz (Columbia-Universität) und Amartya Sen (Harvard) sowie deren französischer Kollege Jean-Paul Fitoussi als Koordinator der rund 30-köpfigen Expertenkommission. Diese Truppe stand für Unabhängigkeit und Autorität.
Das Thema ist keine terra incognita. Die Kommission hat enzyklopädisch gebündelt, was sich in jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung und politischer Debatte angesammelt hat. Der Fortschritt von Gesellschaften und Staaten und das Glück der Menschen und der Völker können durch schlichtes ökonomistisches Zusammenzählen von Wirtschaftsvorgängen nicht einmal annähernd beschrieben oder definiert werden. Das hat sich mittlerweile herum gesprochen. Genauso wie die Absurdität, dass in dieser Statistik nichtstaatliche Solidaritätsleistungen, ehrenamtliche Gemeinschaftsaktivitäten, die Kindererziehung im Allgemeinen und familiäre Krankenpflege und Altenbetreuung im Besonderen, mangels Preiszettel nicht berücksichtigt werden. Mehr als dreißig Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Berichts des Club of Rome über die "Grenzen des Wachstums" ist das hinreichend bekannt. Und die Mitglieder der Kommission haben ein halbes Gelehrtenleben darüber publiziert. Nicht zuletzt dafür wurden sie mehrfach ausgezeichnet.
Doch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt deutlich, dass die Einsicht politisch und praktisch keine Folgen hat. Die Staaten, ihre politische Führer und deren Berater klammern sich unverändert an die globale Lebenslüge, dass nur die in Dollar, Euro, Yen oder Yuan messbare Leistung ein Beitrag zur Wirtschaftsleistung und zum Wohlstand sei. Alles andere sehen sie als Beiwerk. Familienglück, soziale Bindungen, Befriedigung im Job, Partizipation am Arbeitsplatz und im öffentlichen Leben, Kultur – Sättigungsbeilage.
Jetzt hält plötzlich einer dagegen. Nicolas Sarkozy. Drang zur Selbstdarstellung und Imponiergehabe? Oder innenpolitische Strategie, um der Linken das Thema wegzunehmen? Das Misstrauen ist nicht unbegründet. In der Tat wäre "Sarkos" engagierte Warnung vor Risiken aus Profitsucht auch glaubwürdiger, wenn diese Debatte die Kernenergie samt Risiko und Nebenwirkungen einbezöge. Aber wer über Sarkozys Eifer im Fall der Stiglitz-Kommission die Nase rümpft, macht es sich dennoch zu leicht. Bisher hat kein führendes Regierungsmitglied der europäischen Gemeinschaft auf die Initiative des Franzosen reagiert. Auch die überwiegend oppositionellen Sozialisten und Sozialdemokraten im EU-Raum nicht. Und die deutschen Wahlkämpfer erweckten insgesamt nicht den Eindruck, der Denkanstoß und die Diskussionseinladung der Wissenschaftler und des Franzosen würde sie interessieren. Der Wahlkampf war, der Nachwahlkampf ist, wichtiger.
Sarkozy aber hat angekündigt, die Empfehlungen der Kommission umzusetzen und er will da dran bleiben. In französischen Schulen sollen die Ideen der Kommission in die Lehrpläne aufgenommen werden. Die Statistik-Experten der Republik sollen sehen, wie sie die Reformvorschläge in die Praxis umsetzen. Frankreich will darauf drängen, so "Sarko", dass die internationalen Organisationen ihr statistisches System nach den Empfehlungen modifizieren. Und auf allen internationalen Konferenzen, beginnend mit den G-20, wolle er dafür bei seinen Kollegen werben. Daher wird sich Angela Merkel, wenn das so kommt, bald damit befassen müssen. Zumindest, um Sarkozy eine vernünftige Antwort geben zu können. Ihr künftiger Außenminister muss da ja nicht dabei sein.

Mag schon sein, dass bei Sarkozys Großoffensive auch eine Rolle spielt, dass er mit Hilfe von Stiglitz, Sen und Fitoussi die in traditioneller BIP-Kategorie gemessene, relativ "schwache ökonomische Performance" Frankreichs aufhübschen möchte. Die herrschende Lehre hat ihm das mit hämischem Unterton bereits entgegen gehalten: Haha, wir wissen Bescheid: Der lange französische Urlaub soll als Produktivfaktor gerechnet werden können. So werden Denkverbote mit Scheinhumor verteidigt.
Sarkozy wird gewiss ein Konservativer – ein "Rechter" – bleiben und als solcher wieder von sich reden machen. Was soll’s? Jedenfalls ignoriert er die orthodoxen Denkverbote des neu aufblühenden Neoliberalismus. Und so warnte er in Paris vor dem alle Zweifel untersagendem "Einheitsdenken", das in Berlin gerade seine neue Chance erhält: "So fängt man schließlich an, einen Graben des Unverständnisses zu ziehen zwischen den Experten voller Wissen und den Bürgern, deren Lebenserfahrungen einfach nicht übereinstimmen wollen mit dem, was die Zahlen sagen. Dieser Graben ist sehr gefährlich, denn letztlich fangen die Bürger an zu glauben, man wolle sie täuschen. Nichts zerstört die Demokratie wirkungsvoller."
Meint der Präsident das ernst? Man sollte ihm, bis zum Beweis des Gegenteils, fürs Erste, mal glauben. Ihn beim Wort nehmen. Und dann unterstützen. Das ist europäische Innenpolitik.
- Datum 30.09.2009 - 17:46 Uhr
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- Serie Gesellschaftskritik
- Quelle ZEIT ONLINE
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Wirtschaftwachstum soll's richten, so das Credo beinah aller deutschen Parteien. Doch wachsen die Bäume nun einmal nicht in den Himmel!
In erster Linie zerstört das uns bekannte ökonomische Wachstum, dass primär die Rendite des Shareholders, den Reibach des Geldadels im Fokus hat, hauptsächlich unsere Umwelt und beutet die endlichen Ressourcen aus, damit auf Deuwel komm raus drauf los produziert werden kann! Das "Nebenprodukt" Beschäftigung wird dabei zunehmend sekundärer. Nur wer soll den ganzen Prött, der da stets auf Halde produziert wird, eigentlich noch alles kaufen; Und wovon!?
Was den steten Verlust an Demokratie betrifft, liegt Sarkozy so weit daneben sicher nicht, wenn man sich einmal die Praxis und den Ablauf des parlamentarischen Getriebes genauer anschaut. Da gehen die Parlamentarierflüsterer, die Lobbyisten ein und aus. Da arbeiten in den maßgeblichen (für die Wirtschaft relevanten!) Ministerien inzwischen bereits dutzende von Fachjuristen und Ökonomen, die Angestellte von Lobbyisten oder Kapitalgesellschaften sind und diktieren "ihren" Staatssekretären und Ministern gleich in die Feder, was ihren eigentlichen Auftraggeber dienlich ist; Klar, von denen bekommen die ja auch Ultimo ihre üppigen Lohn-Schecks, wem sollte die da wohl sonst dienen!? Die fertigen Gesetze gehen ins Parlament und die Regierungs-Fraktionen geben Ihren Abgeordneten per Fraktionszwang vor, wie die dann zu entscheiden haben!
Demokratie, gleich Herrschaft des Volkes, sieht doch anders aus!!!
Vier harte Schläge, vier harte Akkorde. So beginnt eines der populärsten
Werke der Musikgeschichte, Beethovens fünfte Sinfonie. Geschrieben hat er sie zwischen
1800 und 1808. Schon Zeitgenossen sagten über diesen Einstieg, er klinge wie das Pochen
einer neuen Zeit an die Tür. Doch das stimmte nicht. Die neue Zeit klopfte nicht an.
Sie trat die Tür ein.
Nicolas Sarkozy hat nicht ganz unrecht, dass muss man ihm lassen. Das ist Design für die anderen 90 Prozent. Der Präsident hat bemerkt, dass der Wind aus der Gesellschaft kommen muss. Angela Merkel „dackelt“ hinterher, tja das kann sie am besten. Nur nichts überstürzen Frau Bundeskanzlerin, es könnte ja der Wirtschaft schaden. Sie wird es besser wissen als das Gremium von hochrangigen Wissenschaftlern. Es mag einer gerne Einwende haben, doch wie heißt es so schön: „Wenn die Methode intelligent ist, kann der, der diese Methode ausführt, ruhig dumm sein“
Vier harte Schläge, vier harte Akkorde. So beginnt eines der populärsten
Werke der Musikgeschichte, Beethovens fünfte Sinfonie. Geschrieben hat er sie zwischen
1800 und 1808. Schon Zeitgenossen sagten über diesen Einstieg, er klinge wie das Pochen
einer neuen Zeit an die Tür. Doch das stimmte nicht. Die neue Zeit klopfte nicht an.
Sie trat die Tür ein.
Nicolas Sarkozy hat nicht ganz unrecht, dass muss man ihm lassen. Das ist Design für die anderen 90 Prozent. Der Präsident hat bemerkt, dass der Wind aus der Gesellschaft kommen muss. Angela Merkel „dackelt“ hinterher, tja das kann sie am besten. Nur nichts überstürzen Frau Bundeskanzlerin, es könnte ja der Wirtschaft schaden. Sie wird es besser wissen als das Gremium von hochrangigen Wissenschaftlern. Es mag einer gerne Einwende haben, doch wie heißt es so schön: „Wenn die Methode intelligent ist, kann der, der diese Methode ausführt, ruhig dumm sein“
Ein Lichtblick, wenigstens einer!
Ich bin erstaunt das dieser Man so Denken kann.
Schließlich setzt er sich auch vehement für die Industrialisierung von Fischerei und Landwirtschaft ein. Als Ergebnis veröden ganze Landstriche, kleine lokale Betriebe müssen aufgeben und die Arbeitslosigkeit auf dem Lande in den kleine Gemeinden steigt.
Aber immerhin scheint Sarko alias "bling-bling" von seinen internationalen Kollegen zu unterscheiden wenn er plötzlich in Betracht zieht,dass ein wachstumsorientiertes Wirtschaftssystem irgendwie mit den begrenzten Ressourcen eines Planeten nicht so recht zusammen passen mag.
Man muss also eventuell, ganz vielleicht wirklich überdenken ob wir einfach so weitermachen können.
"Man muss also eventuell, ganz vielleicht wirklich überdenken ob wir einfach so weitermachen können."
wenn ein populist und rechter wie sarkozy sich mit den erkenntnissen einer von ihm selbst einberufenen kommission von experten schmückt, hat das verfahren vielleicht etwas fragwürdiges. aber es kommt doch auf die inhalte an, auf die er pocht. ist doch vollkommen gleichgültig, wer die wahrheit sagt oder? von den omnipotenten politschauspielern dürfen wir nicht mehr erwarten, als dass sie die quintessenz der forschung gelten lassen. grund zur freude, wenn sie die experten zu wort kommen lassen und ihnen zu folgen erklären.
die deutschen neolibs und kons bauen dagegen auf fließsand im tiefen tal, das überschwemmungsgefährdet ist...
vergessen wir nicht: frankreich ist das land der aufklärung!
"Man muss also eventuell, ganz vielleicht wirklich überdenken ob wir einfach so weitermachen können."
wenn ein populist und rechter wie sarkozy sich mit den erkenntnissen einer von ihm selbst einberufenen kommission von experten schmückt, hat das verfahren vielleicht etwas fragwürdiges. aber es kommt doch auf die inhalte an, auf die er pocht. ist doch vollkommen gleichgültig, wer die wahrheit sagt oder? von den omnipotenten politschauspielern dürfen wir nicht mehr erwarten, als dass sie die quintessenz der forschung gelten lassen. grund zur freude, wenn sie die experten zu wort kommen lassen und ihnen zu folgen erklären.
die deutschen neolibs und kons bauen dagegen auf fließsand im tiefen tal, das überschwemmungsgefährdet ist...
vergessen wir nicht: frankreich ist das land der aufklärung!
Vier harte Schläge, vier harte Akkorde. So beginnt eines der populärsten
Werke der Musikgeschichte, Beethovens fünfte Sinfonie. Geschrieben hat er sie zwischen
1800 und 1808. Schon Zeitgenossen sagten über diesen Einstieg, er klinge wie das Pochen
einer neuen Zeit an die Tür. Doch das stimmte nicht. Die neue Zeit klopfte nicht an.
Sie trat die Tür ein.
Nicolas Sarkozy hat nicht ganz unrecht, dass muss man ihm lassen. Das ist Design für die anderen 90 Prozent. Der Präsident hat bemerkt, dass der Wind aus der Gesellschaft kommen muss. Angela Merkel „dackelt“ hinterher, tja das kann sie am besten. Nur nichts überstürzen Frau Bundeskanzlerin, es könnte ja der Wirtschaft schaden. Sie wird es besser wissen als das Gremium von hochrangigen Wissenschaftlern. Es mag einer gerne Einwende haben, doch wie heißt es so schön: „Wenn die Methode intelligent ist, kann der, der diese Methode ausführt, ruhig dumm sein“
...ist nicht ganz treffend, sie dackelt ausschließlich.
Sie erinnert mich in fataler Weise an den Wackelhund den wir als Kinder hatten. Er saß fest auf dem Boden (der Tatsachen) und bei Anstoß hat er dann eine Zeit lang mit dem Kopf gewackelt.
Sarkozy dagegen denkt vor (oder läßt vordenken, das ist auch OK), das muß nicht immer gleich ein Volltreffer sein, bringt aber Bewegung in die Sache.
...ist nicht ganz treffend, sie dackelt ausschließlich.
Sie erinnert mich in fataler Weise an den Wackelhund den wir als Kinder hatten. Er saß fest auf dem Boden (der Tatsachen) und bei Anstoß hat er dann eine Zeit lang mit dem Kopf gewackelt.
Sarkozy dagegen denkt vor (oder läßt vordenken, das ist auch OK), das muß nicht immer gleich ein Volltreffer sein, bringt aber Bewegung in die Sache.
Schon mal etwas von "entkoppeltem Wachstum" gehört? Und wer sagt, das sei Quatsch, der führe doch mal eine Regressionsanalyse der Größen "wirtschaftliches Wachstum" und "Arbeitslosenquote" für die letzten 10-30 Jahre durch.
Erkenntnis der mathematischen Untersuchung dieser simplem Kausalbeziehung:
"Je größer das wirtschaftliche Wachstum, desto höher die Arbeitslosigkeit".
Klingt zwar widersinnig, kann aber jeder nur halbswegs mathematisch "Angehauchte" selbst unschwer herausfinden.
Frdl. Gruß
Pf.
Hört sich gut an und sagt sich so leicht dahin: Wirtschaftswachstum. Mal abgesehen davon, wem dieses Wachstum überhaupt zu Gute kommt, wer letztendlich davon profitiert, sollte doch eher die Frage sein, wer der Träger dieses Wachstums ist. Wer hat zu leiden, wenn andere im Geld schwimmen?
...aus politikersprech in normales deutsch: die vermögen der internationalen geldeliten, sowie deren möglichkeiten diese zu vermehren müssen zwingend unangetastet bleiben. da der unterschicht kaum noch etwas abzupressen ist, ist jetzt die mittelschicht dran, der man die bevorstehende veramrmung auch noch als zugewinn an lebensqualität verkaufen möchte. soetwas aus dem munde eines mannes wie sarkozy, der seine befehle direkt von den milliardären erhält auf deren luxusyachten er seinen urlaub verbringt, ist ziemlich dreist. daß er dafür auch noch gelobt wird ist nur noch erschreckend.
tja, da hat Sarkozy unter anderem Sie als Schubladendenker und Phrasendrescher entlarvt. Sie bewegen sich auf einem ganz anderen Schlachtfeld. Was nicht weiter verwundert da Ihre Argumentation vom Neid geprägt wird und sich Menschen mit Ihrer Argumentation noch nie überlegt haben wo die finanziellen Mittel eigentlich herkommen sollen. Da ist Ihnen Sarkozy einen entscheidenden Schritt voraus. Kann durchaus sein, dass er zunächst mal für sich und die Kaste der Oberschicht denkt. Doch er denkt zumindest und fragt sich und die Kollegen wie es weiter gehen soll. Ob das wirklich noch der richtige Weg ist. Wie die Ernte verteilt wird kann man später diskutieren oder streiten. Zunächst mal geht es um die Frage wie es überhaupt weiter gehen soll!
tja, da hat Sarkozy unter anderem Sie als Schubladendenker und Phrasendrescher entlarvt. Sie bewegen sich auf einem ganz anderen Schlachtfeld. Was nicht weiter verwundert da Ihre Argumentation vom Neid geprägt wird und sich Menschen mit Ihrer Argumentation noch nie überlegt haben wo die finanziellen Mittel eigentlich herkommen sollen. Da ist Ihnen Sarkozy einen entscheidenden Schritt voraus. Kann durchaus sein, dass er zunächst mal für sich und die Kaste der Oberschicht denkt. Doch er denkt zumindest und fragt sich und die Kollegen wie es weiter gehen soll. Ob das wirklich noch der richtige Weg ist. Wie die Ernte verteilt wird kann man später diskutieren oder streiten. Zunächst mal geht es um die Frage wie es überhaupt weiter gehen soll!
nur darauf hinauslaufen, dass die Wirklichkeit anders dargestellt wird, nicht aber, dass sie sich ändert. Was soll das?
Wer wirklich etwas Radikales lesen will, dem empfehle ich Günther Anders "Die Antiquiertheit des Menschen". Ich lese gerade den zweiten Band. Zunächst erschrickt man über viele seiner Thesen. Aber, so denke ich, er hat sie so bis zur letzten Konseuqnz getrieben, damit überhaupt jemand kapiert, was er sagen will: Dass wir uns längst in einer umfassenden Unfreiheit befinden, die durch das ewige Konumieren-Müssen gepägt wird; dass kein Mensch, keine Theorie, keine Denkkategorie, keine Institution, keine Haltung davon frei ist.
Ein wirklich aufschlussreiches Buch. Das Verändern von Statistiken kann auch nicht halb so aufklärerisch sein.
lieber fragfix, der gute günther anders ist mit seinen ansichten inzwischen auch ziemlich antiquiert. vielleicht siehst du mal auf meine website www.weltwissen.com
lieber fragfix, der gute günther anders ist mit seinen ansichten inzwischen auch ziemlich antiquiert. vielleicht siehst du mal auf meine website www.weltwissen.com
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