Deutsche Sprache im Grundgesetz Say it künftig auf Deutsch, please
"Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch." Die Koalitionsspitzen verhandeln darüber, ob dieser Absatz ins Grundgesetz soll. Die Kanzlerin ist skeptisch.
Wussten Sie schon? Die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin, und die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold. Vermutlich ja. Trotzdem, so steht es noch einmal wortwörtlich im Grundgesetz, Artikel 22. Nach dem Willen der Koalitions-Kulturarbeitsgruppen soll jetzt sogar noch ein neuer Absatz hinzukommen: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.“ Heute wollen die Koalitionsspitzen darüber reden.
An sich handelt es sich um die fixe Idee eines Vereins, der sich der Reinhaltung des Deutschen verschrieben hat, wider die hässlichen Anglizismen, weil man ja auch „Kaffee zum Mitnehmen“ sagen kann und so weiter; ein Kampf, den man wohl verloren geben muss. Dennoch erhielt die Idee politische Weihen. Schwarz-Rot hatte das Anliegen noch unter den Tisch fallen lassen, doch seit sich 2008 ein CDU-Parteitag dafür aussprach, kennen die Politiker kein Halten. Sogar die SPD kann sich vorstellen, dabei mitzustimmen. Was sich glücklich fügen würde, denn ohne sie wäre die nötige Zweidrittelmehrheit im Parlament kaum zu erreichen.
Woran hakt’s? Am nicht unmaßgeblichen Einspruch solcher Akteure wie Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Gerade die letzten beiden könnten immerhin die beiden offiziellen Verfassungsministerien führen, Inneres und Justiz. Und Deutsch ist ja nicht alles, was aktuell ins Grundgesetz soll. Auch die Kultur soll ein Staatsziel werden. Verfassungspolitiker sind in solchen Angelegenheiten traditionell skeptisch, schließlich soll immer alles ins Grundgesetz – Kultur, Sprache, am besten auch Kinder und Sport. Allzu Selbstverständliches passt aber nicht hinein, argumentieren sie, sonst relativiert man die dort geschützten Werte und Ziele.
Angela Merkel wird ohnehin zögern, 2008 hatte sie am Parteitagsbeschluss gemeckert; in der gegenwärtigen Migrationsdebatte Deutsch als Landessprache mit Verfassungsrang zu proklamieren, käme zudem leicht in den Geruch des Sarrazinismus: Warum versöhnen, wenn man spalten kann? So etwas liegt der Alles-Integrationskanzlerin nicht.
Übrigens ist die Sprache in Dutzenden Verfassungen anderer Länder verankert, allen voran Frankreich. Ungewöhnlich wäre der Schritt also nicht. Eine andere Frage wäre, was daraus folgt. Denn was bedeutet „Deutsch“? Wer bestimmt das? Die Vorschrift wäre so unscharf wie das Farbstatut zur Flagge. Schwarz, Rot und Gold ja – aber gestreift? Gepunktet? Oder kariert? Das Grundgesetz schweigt. So gälte auch für die Sprache: Hauptsache, es wird bunt.
- Datum 14.10.2009 - 15:23 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 89
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Ich vermute, dass der Absatz zur Sprache kommen wird - das ist ein Vorhaben, das nichts kostet und vermutlich ein paar Wähler von CDU/CSU glücklich machen wird. Und angesichts der zahlreichen rechtsstaatlich fragwürdigen Grundgesetzänderungen der letzten Jahre ist es tatsächlich das kleinste Übel.
Nein, EIGENTLICH spricht nichts dagegen, dass eine Sprache Verfassungsrang hat.
Auf der anderen erfüllt es aber auch KEINEN praktischen Zweck, den Deutsch ist Amtssprache und als lingua franca der Bundesrepublik nun keineswegs bedroht ... und mehrsprachige Hinweisschilder im ÖPNV und manchen deutschen Amtsstuben wird (und soll) es auch weiterhin geben.
Wenn aber völlig unklar ist, was der Verfassungsrang zum "Schutz" der Sprache beitragen soll, bleibt nur eine relevante Frage: Was KOMMUNIZIERT eine solche Änderung und AN WEN?
Ach, möglicherweise geht es darum, die Motivation unserer Migranten zum adäquaten Spracherwerb zu steigern? Sorry, dann bitte Hände weg vom Grundgesetz und ordentliche Integrationsarbeit leisten. Zwischen kommunaler Stadtteilarbeit und Schäubles Islamkonferenz spielt die Musik!
"An sich handelt es sich um die fixe Idee eines Vereins, der sich der Reinhaltung des Deutschen verschrieben hat, wider die hässlichen Anglizismen, weil man ja auch „Kaffee zum Mitnehmen“ sagen kann und so weiter; ein Kampf, den man wohl verloren geben muss."
Wenn das nur die paar Anglizismen wären, die da in einem recht korrupten Englisch inzwischen Teil des Sprachgebrachs geworden sind, wäre die Sache keinerlei Erwähnung wert. Sieht man sich aber die mangelnden Sprachkenntnisse von großen Teilen der Migranten türkischer Abstammung an, die in 3. Generation keine ausreichenden Deutschkenntnisse aufweisen und wo diese teilweise schlechter sind als bei der 2. Generation, ist das sehr wohl als verbindliche Festschreibung des Deutschen für alle gemeint, die dauerhaft im Land leben wollen.
"Denn was bedeutet „Deutsch“? Wer bestimmt das? Die Vorschrift wäre so unscharf wie das Farbstatut zur Flagge. Schwarz, Rot und Gold ja – aber gestreift? Gepunktet? Oder kariert? Das Grundgesetz schweigt. So gälte auch für die Sprache: Hauptsache, es wird bunt."
So kann wirklich nur schreiben, wer mit der eigenen Sprache, Geschichte und Kultur ein Problem hat. Ja nur kein Bekenntnis zur eigenen Sprache abgeben; so was ist ja nationalistisch, rechts, dumpf und überhaupt unmodern.
[Anm.: Bitte versuchen Sie, beim hier diskutierten Thema zu bleiben und nicht in andere Themenbereiche (z.B. Integrationspolitik) abzuschweifen. Danke. /Die Redaktion pt.]
"An sich handelt es sich um die fixe Idee eines Vereins, der sich der Reinhaltung des Deutschen verschrieben hat, wider die hässlichen Anglizismen, weil man ja auch „Kaffee zum Mitnehmen“ sagen kann und so weiter; ein Kampf, den man wohl verloren geben muss."
Wenn das nur die paar Anglizismen wären, die da in einem recht korrupten Englisch inzwischen Teil des Sprachgebrachs geworden sind, wäre die Sache keinerlei Erwähnung wert. Sieht man sich aber die mangelnden Sprachkenntnisse von großen Teilen der Migranten türkischer Abstammung an, die in 3. Generation keine ausreichenden Deutschkenntnisse aufweisen und wo diese teilweise schlechter sind als bei der 2. Generation, ist das sehr wohl als verbindliche Festschreibung des Deutschen für alle gemeint, die dauerhaft im Land leben wollen.
"Denn was bedeutet „Deutsch“? Wer bestimmt das? Die Vorschrift wäre so unscharf wie das Farbstatut zur Flagge. Schwarz, Rot und Gold ja – aber gestreift? Gepunktet? Oder kariert? Das Grundgesetz schweigt. So gälte auch für die Sprache: Hauptsache, es wird bunt."
So kann wirklich nur schreiben, wer mit der eigenen Sprache, Geschichte und Kultur ein Problem hat. Ja nur kein Bekenntnis zur eigenen Sprache abgeben; so was ist ja nationalistisch, rechts, dumpf und überhaupt unmodern.
[Anm.: Bitte versuchen Sie, beim hier diskutierten Thema zu bleiben und nicht in andere Themenbereiche (z.B. Integrationspolitik) abzuschweifen. Danke. /Die Redaktion pt.]
ein vorschlag zur güte: mit
"Es ist Deutschland, hier"
wäre der neu einzufügende artikel hübsch kurz und knapp, und würde vollends dem duktus unseres grundgesetzes entsprechen.
außerdem hätten wir uns ein hübsches denkmal nationalstaatlicher hybris geschaffen, ohne dass das schon wieder in die milliarden geht.
gerade die fdp wäre doch an sowas interessiert, oder?
Ich würde das noch ein wenig erweitern:
"Es ist Deutschland, hier." - "Und das ist gut so." - "Basta."
Ich würde das noch ein wenig erweitern:
"Es ist Deutschland, hier." - "Und das ist gut so." - "Basta."
Typischer fall von pseudopolitik
1. können sie das GG nicht ändern, weil sie keine zwei-drittel-ehrheit haben
2. verweden cdu und fdp nicht weniger anglizismen und neusprech als andere parteien. die cdu sollte lieber sehr mal vorreiter bei sprachlichen qualitätssicherung werden.
...in Zukunft auch deutsch sprechen? ;)
und bin dafür, nördlich der Benrather Linie per Gesetz (am besten Grund-) wieder Niederdeutsch einzuführen. Aber ich frage mich, was wohl Sorben, Friesen und dänische Südschleswiger dazu sagen.
Eine Sprache juristisch festschreiben zu wollen ist einfach nur albern, auch wenn es in Dutzenden Ländern passiert.
Die Sprache eines Landes qua Verfassung festzuschreiben bringt noch mehr Probleme mit sich als die Rechtschreibreform.
Zum einen ist die Aussage ja eher eine Beschreibung eines sozialen Zustandes. Etwa wie: Die Geburtenrate in Deutschland ist rückläufig. (Nein, das möchte ich auch nicht ins Grundgesetz schreiben.)
Oder sollte es Normativ gemeint sein?
Soll es also verboten sein, türkisch, französisch oder englisch zu sprechen? Dürfen in offizellen Texten keine Femdworte verwendet werden? Auch keine Lehnworte? Und wo ist die Grenze? Ach, ein Verbot schießt über das Ziel hinaus? Gut, wie wäre es also mit sozialem Druck? Neulich habe ich eine Touristen auf englisch eine Frage beantwortet. Hätte ein Beherzter Bürger einschreiten sollen:"Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch!". "Oh, entschuldigen Sie, stimmt ja!", hätte ich dann geantwortet. Nein, das wünsche ich mir auch nicht.
(Ich darf ja nicht so viele Zeichen schreiben, daher gehts im nächsten Post weiter)
" Ich stimme für "kariert" und bin dafür, nördlich der Benrather Linie per Gesetz (am besten Grund-) wieder Niederdeutsch einzuführen."
Maakt wi!, Men ogsaa lidt Dansk, Frasch, no i tez po Serbsku!
Die Sprache eines Landes qua Verfassung festzuschreiben bringt noch mehr Probleme mit sich als die Rechtschreibreform.
Zum einen ist die Aussage ja eher eine Beschreibung eines sozialen Zustandes. Etwa wie: Die Geburtenrate in Deutschland ist rückläufig. (Nein, das möchte ich auch nicht ins Grundgesetz schreiben.)
Oder sollte es Normativ gemeint sein?
Soll es also verboten sein, türkisch, französisch oder englisch zu sprechen? Dürfen in offizellen Texten keine Femdworte verwendet werden? Auch keine Lehnworte? Und wo ist die Grenze? Ach, ein Verbot schießt über das Ziel hinaus? Gut, wie wäre es also mit sozialem Druck? Neulich habe ich eine Touristen auf englisch eine Frage beantwortet. Hätte ein Beherzter Bürger einschreiten sollen:"Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch!". "Oh, entschuldigen Sie, stimmt ja!", hätte ich dann geantwortet. Nein, das wünsche ich mir auch nicht.
(Ich darf ja nicht so viele Zeichen schreiben, daher gehts im nächsten Post weiter)
" Ich stimme für "kariert" und bin dafür, nördlich der Benrather Linie per Gesetz (am besten Grund-) wieder Niederdeutsch einzuführen."
Maakt wi!, Men ogsaa lidt Dansk, Frasch, no i tez po Serbsku!
Wer sich über Anglizismen in der deutschen Sprache beschwert, beschwert sich über deutsch im deutschen.
Ich hoffe ich muss dies hier nicht noch weiter erklären.
Ausserdem ist es national und kleinkarriert.
Sprachen führen zu Missverständnissen, Verständnis ist das was den Menschen fehlt.
Wir sind Europäer und Weltbürger, Sprachen, Kultur und Traditionen sind der Keil der zwischen den Menschen steht und sind kein Ausdruck von Vielfalt.
Es lebe Esperanto!!!
Was wärefür Sie Ausdruck der Vielfalt, wenn alle Menschen Esperanto sprächen (eine Sprache, die von allen Sprachen der Welt wohl die letzte wäre, auf die man sich als Weltsprache einigen würde, nebenbei bemerkt) und alle Traditionen und Kulturen (vielleicht vermögens einer Kulturrevolution? http://de.wikipedia.org/w... ) abgeschafft wären? Und warum glauben Sie, dass dann das "Himmelreich auf Erden" anbräche - ich sehe dafür keine Indizien, eher für das Gegenteil!
dass sie konsumieren? Eins ist gewiss, es raubt den gesunden Menschenverstand.
[Anm.: Bitte bemuehen Sie sich, Kritik sachlich und konstruktiv zu formulieren. Danke. /Die Redaktion pt.]
Und, wem soll das dienen? Dem Verständnis oder den Missverständnissen?
Ich habe oder hatte grundsätzlich nichts gegen Anglizismen, so lange diese nicht Überhand nehmen. Las ich doch vor ein paar Tagen von den so genannten "best agern". Klar, das hört sich vielleicht zunächst besser an, als "die Alten". Warum kann man denn nicht einfach bei der Bezeichnung "Senioren" bleiben, damit's auch die Best ager - ähm, Alten verstehen können, wer gemeint ist :-)
Irrtum Nr.1: "Wer sich über Anglizismen beschwert..." - Es geht nicht um Anglizismen generell, sondern um viel zu viele davon. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass kein anderes europäisches Land sich dem Englischen gegenüber - gegen das ich überhaupt nichts habe - so unterwürfig anbiedert wie Deutschland und seine Gesellschaft. Dazu empfehle ich Ihnen meinen Beitrag in den Blogs: "Das Selbstverständliche ist bei uns nicht selbstverständlich".
Irrtum Nr.2: Die Sorge um die - bedrohte - eigene Sprache soll "national", Sie meinen wohl "nationalistisch" sein. Verzeihung - nationale Interessen dürfen nur andere Länder vertreten!!!
Irrtum Nr.3: "Wir sind Europäer, Weltbürger, Sprachen, Kultur und Tradition sind der Keil, der zwischen den Menschen steht." Also sind die Vertreter aller anderen Länder keine Europäer oder Weltbürger und treiben den "Keil" zwischen die Menschen. Absurd!!
Der Hauptfehler, dem Sie unterliegen, ist der Glaube, durch Selbstverleugnung (Verzicht auf eigene Sprache, Kultur und Traditionen) etwas zur Besserung der Welt beizutragen. Damit sind Sie leider zum Prototyp einer - typisch - deutschen Denkrichtung geworden, über die auch im Ausland der Kopf geschüttelt wird.
Was wärefür Sie Ausdruck der Vielfalt, wenn alle Menschen Esperanto sprächen (eine Sprache, die von allen Sprachen der Welt wohl die letzte wäre, auf die man sich als Weltsprache einigen würde, nebenbei bemerkt) und alle Traditionen und Kulturen (vielleicht vermögens einer Kulturrevolution? http://de.wikipedia.org/w... ) abgeschafft wären? Und warum glauben Sie, dass dann das "Himmelreich auf Erden" anbräche - ich sehe dafür keine Indizien, eher für das Gegenteil!
dass sie konsumieren? Eins ist gewiss, es raubt den gesunden Menschenverstand.
[Anm.: Bitte bemuehen Sie sich, Kritik sachlich und konstruktiv zu formulieren. Danke. /Die Redaktion pt.]
Und, wem soll das dienen? Dem Verständnis oder den Missverständnissen?
Ich habe oder hatte grundsätzlich nichts gegen Anglizismen, so lange diese nicht Überhand nehmen. Las ich doch vor ein paar Tagen von den so genannten "best agern". Klar, das hört sich vielleicht zunächst besser an, als "die Alten". Warum kann man denn nicht einfach bei der Bezeichnung "Senioren" bleiben, damit's auch die Best ager - ähm, Alten verstehen können, wer gemeint ist :-)
Irrtum Nr.1: "Wer sich über Anglizismen beschwert..." - Es geht nicht um Anglizismen generell, sondern um viel zu viele davon. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass kein anderes europäisches Land sich dem Englischen gegenüber - gegen das ich überhaupt nichts habe - so unterwürfig anbiedert wie Deutschland und seine Gesellschaft. Dazu empfehle ich Ihnen meinen Beitrag in den Blogs: "Das Selbstverständliche ist bei uns nicht selbstverständlich".
Irrtum Nr.2: Die Sorge um die - bedrohte - eigene Sprache soll "national", Sie meinen wohl "nationalistisch" sein. Verzeihung - nationale Interessen dürfen nur andere Länder vertreten!!!
Irrtum Nr.3: "Wir sind Europäer, Weltbürger, Sprachen, Kultur und Tradition sind der Keil, der zwischen den Menschen steht." Also sind die Vertreter aller anderen Länder keine Europäer oder Weltbürger und treiben den "Keil" zwischen die Menschen. Absurd!!
Der Hauptfehler, dem Sie unterliegen, ist der Glaube, durch Selbstverleugnung (Verzicht auf eigene Sprache, Kultur und Traditionen) etwas zur Besserung der Welt beizutragen. Damit sind Sie leider zum Prototyp einer - typisch - deutschen Denkrichtung geworden, über die auch im Ausland der Kopf geschüttelt wird.
Warum nicht? Zuerst einmal bedeutet das nur die Verpflichtung des Staates, mit seinen Bürgern auf deutsch zu kommunizieren, und so dass nicht irgendwann irgendein Amtsmensch kommen kann, und sagen "dann lernse eben Englisch, wennse nich verstehen, was hier steht!".
Wer z.B. kann vernünftig sagen, was mit "Gender Mainstreaming" gemeint ist? Und wenn ja, warum man das dann nicht auch so schreibt?
Dieses Abrakadabra steht immerhin in verschiedenen staatlichen Vorschriften, Berichten, Zielvorstellungen usw. Zu befürchten ist, dass die Tendenz zur Verwendung solcher für die Wähler unverständlichen Insider-Begriffe (Sie sehen, es geht mir nicht um Anglizismen) weiter zunimmt.
Allerdings müßte dann ins Grundgesetz auch ein Passus über den Schutz von Minderheitensprachen (friesisch, sorbisch, dänisch) und Regionalsprachen (niederdeutsch), sowie über die sprachliche Berücksichtigung von Einwanderern. Und schon geht der Zank wieder los ...
Es gibt bestimmt Wichtigeres, aber ganz unwichtig ist dies auch nicht. Wie man aber aus so einem Grundgesetzartikel ein Problem machen kann, versteh ich jedenfalls nicht.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren