Naturkatastrophen Philippinen beklagen 17 Tote nach Taifun Parma

Der zweite Tropensturm innerhalb einer Woche hat den Nordosten der Philippinen verwüstet. Zudem bebte vor der Südküste die See, auch Indonesien wurde erneut erschüttert.

Philippinen unter Wasser: Rund um Manila sind eine Woche nach dem Sturm Ketsana die Straßen noch immer überschwemmt. Im Nordosten des Landes sorgte nun auch der Taifun Parma für Verwüstungen

Philippinen unter Wasser: Rund um Manila sind eine Woche nach dem Sturm Ketsana die Straßen noch immer überschwemmt. Im Nordosten des Landes sorgte nun auch der Taifun Parma für Verwüstungen

Taifun Parma traf am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern auf die Provinz Cagayan im Nordosten der Philippinen. Der Taifun entwurzelte Bäume und riss Dächer von Häusern. Schwere Regenfälle verwandelten Flüsse binnen Minuten in reißende Ströme. Laut Polizeiangaben vom Sonntag kamen 17 Menschen in Folge schwerer Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben. "Der Taifun hat großen Schaden angerichtet, aber wir sind noch dabei, die Lage einzuschätzen", sagte Chito Castro, Leiter einer regionalen Zivilschutzbehörde.

Parma gilt als der schwerste Taifun über dem asiatischen Land seit drei Jahren. Er war jedoch nicht so zerstörerisch wie zunächst befürchtet, da die betroffene Region Cagayan nur dünn besiedelt ist. Da der Wirbelsturm anschließend nach Norden in Richtung Taiwan abdrehte, verschonte er die von Ketsana verwüstete Region um Manila. Der Taifun Ketsana hatte vor einer Woche in der philippinischen Hauptstadt und den umliegenden Provinzen die schwersten Überschwemmungen seit 40 Jahren verursacht. Schätzungen zufolge starben dabei 300 Menschen.

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An der Ostküste des Landes wurden vor dem Eintreffen der neuerlichen Sturmfront ganze Dörfer geräumt. Insgesamt wurden den Behörden zufolge mehr als 130.000 Menschen in sicherere Gegenden gebracht. Rund 5000 von ihnen blieben sicherheitshalber in Notunterkünften.

Am Sonntagabend (Ortszeit) sorgte zudem die Nachricht von einem Seebeben vor der Südküste für Aufregung. Die US-Geologiebehörde registrierte ein Beben der Stärke 6,6 etwa 100 Kilometer von der Stadt Cotabato auf der Insel Mindanao entfernt. Allerdings bebte die Erde in gut 630 Kilometern Tiefe. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Auch eine Tsunamiwarnung blieb bislang aus.

Auf der indonesischen Insel Sumatra schwindet derweil die Hoffnung auf Überlebende nach dem schweren Erdbeben vor vier Tagen. Unter Hochdruck durchkämmten Such- und Rettungsmannschaften die Trümmer in der stark zerstörten Hafenstadt Padang. Zugleich stießen sie in entlegene Gebiete der Insel vor, wo ganze Dörfer von Erdmassen weggerissen wurden.

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