Berlin nach der Wende

Das Stadtbild Berlins hat sich seit dem Mauerfall in einzigartiger Weise verändert, und dieser Prozess ist längst noch nicht abgeschlossen. Andreas Muhs lebt seit 1991 als freischaffender Fotograf in Berlin. Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, diese architektonische Verwandlung der Stadt festzuhalten. Mit Kleinbildkamera und in Schwarz-Weiß-Bildern fotografierte Muhs Anfang der neunziger Jahre zunächst den Umbruch nach der Wiedervereinigung Berlins. Später begleitete er die ersten großen Bauvorhaben am Potsdamer Platz und am Reichstag mit der Großbildkamera. Aus der fortlaufenden Dokumentation der Veränderungen im Stadtbild ist das Berlin Bildarchiv unter entstanden. Es ist Grundlage für viele Veröffentlichungen in Büchern, Magazinen und Zeitungen. In seinem aktuellen Projekt widmet sich Muhs der schwindenden Nachkriegsarchitektur in der Hauptstadt. Wir zeigen eine Auswahl seiner Berlin-Bilder. Es war ein krasser Gegensatz zum militarisierten Alltag der DDR, was Künstler Anfang der neunziger Jahre am Spreebogen aufstellten: Ein Tor aus Schützenpanzern, bunt bemalte Kampfjets, abgewrackte Raketen. Ein Sinnbild des Slogans der Friedensbewegung: Schwerter zu Pflugscharen. Bis es den Stadtplanern und Investoren weichen musste, die dort eine neue Mitte errichten wollten. | © Andreas Muhs
- Datum 02.12.2009 - 11:10 Uhr
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