Erfindet die Pharmaindustrie Störungen, um neue Märkte zu erschließen?
Zu geringes sexuelles Verlangen sei eine Störung, die für eine Frau eine erhebliche Belastung bedeute und ihr Selbstwertgefühl schwächen könne, sagte Anita Clayton, Psychiaterin an der Universität von Virginia und eine der Autorinnen der Hauptstudie. Die Ergebnisse belegten, dass man "aufregende Fortschritte" bei der sexuellen Gesundheit der Frau gemacht habe. Dies sei ein "Meilenstein" für ein unterschätztes Problem, für das es noch keine offizielle Arzneitherapie gebe.
Manche Kritiker sehen das anders. Sie werfen der Pharmaindustrie vor, Störungen regelrecht zu erfinden, um neue Märkte für Medikamente zu erschließen. So werde die Bedeutung von weiblichen Libidostörungen übertrieben. Zudem löse ein Medikament nicht die oft komplizierten seelischen oder sozialen Probleme, die sexuellen Störungen zugrunde liegen würden, etwa Stress oder ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper.
"Man sollte Frauen zuhören, die das Problem haben", kontert die Sprecherin von Boehringer Ingelheim. "Da gibt es einen dringenden Bedarf, das ist keine erdachte Erkrankung, sondern ein echtes Problem." Auch seien es nicht etwa die Männer, die ihre Partnerinnen zu einer Behandlung drängten. "Die Frauen wollen selber etwas tun."
Boehringer Ingelheim strebt nun die Zulassung von Flibanserin an. Wann die Arzneimittelbehörden diese erteilen, ist jedoch noch unklar. Die Prognose, in 18 Monaten könne das Mittel auf dem Markt sein, wollte die Sprecherin nicht bestätigen. "Das kann schneller gehen, aber auch länger dauern."
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.11.2009)
- Datum 19.11.2009 - 11:08 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Das Ding landet bald auf der BtmG-Liste. Wetten? Denn alles was Spaß macht versuchen uns unsere "kleinen Führer" in Legislative und Exekutive vorzuenthalten.
wenn plötzlich die Frauen auch noch Lust empfinden und Spaß an der Sache hätten - warum dann noch Kapital, Luxus und Autos wenn man plötzlich mit seinem Körper befriedigen kann?
Ich stimme zu: wird ganz sicher verboten...
Wo sind die ganzen Antidepressiva-Kritiker?
Dieses Medikament erzeugt einen Willen wo keiner ist. Das ihn die Frauen selbst wollen ist ja klar: es ist leichter sich einfach der gewollten Funktion zu unterwerfen als nach der Ursache zu suchen.
Sex-Zombies, die Entwicklung in diese Richtung geht weiter...
Wo sind die ganzen Antidepressiva-Kritiker?
Der Ursprung als "Antidepressiva" ist mir auch Sauer aufgestossen, wenn man daran denkt, was diese normalerweise so alles im Gehirn angreifen... ein Bisschen Lust gegen verändertes Persönlichkeitsbild oder abgeschwächte kognitive Leistungen eintauschen?
Warum nicht Wechseljahresbeschwerden mit Progesteron und eventuell etwas Testosteron angehen? Achso, die sind nicht Patentrechtlich geschützt und bringen keine grosse Gewinnspanne.
Wo sind die ganzen Antidepressiva-Kritiker?
Der Ursprung als "Antidepressiva" ist mir auch Sauer aufgestossen, wenn man daran denkt, was diese normalerweise so alles im Gehirn angreifen... ein Bisschen Lust gegen verändertes Persönlichkeitsbild oder abgeschwächte kognitive Leistungen eintauschen?
Warum nicht Wechseljahresbeschwerden mit Progesteron und eventuell etwas Testosteron angehen? Achso, die sind nicht Patentrechtlich geschützt und bringen keine grosse Gewinnspanne.
macht mich echt wahnsinnig. Warum den Leuten nicht ihren Rausch/Verlangen/was auch immer lassen?
Immer dieses Vater-Getue...Ich denke wenn eine Frau das will, soll sie es haben. In der Regel sind Frauen in den Wechseljahren nunmal schon etwas aelter und koennen somit meisst gut auf sich selbst aufpassen und brauchen dafuer nicht Papa-Staat, der sagt: "Ja mein Kind. Das ist nicht gut fuer dich, du bekommst das nicht."
Wo sind die ganzen Antidepressiva-Kritiker?
Der Ursprung als "Antidepressiva" ist mir auch Sauer aufgestossen, wenn man daran denkt, was diese normalerweise so alles im Gehirn angreifen... ein Bisschen Lust gegen verändertes Persönlichkeitsbild oder abgeschwächte kognitive Leistungen eintauschen?
Warum nicht Wechseljahresbeschwerden mit Progesteron und eventuell etwas Testosteron angehen? Achso, die sind nicht Patentrechtlich geschützt und bringen keine grosse Gewinnspanne.
1. Wenn der Unterschied von 3,7 auf 4,5 schon statistisch relevant ist, sollte auch der Unterschied von 2,8 auf 3,7 beachtet werden, der durch die Einnahme eines wirkungslosen Mittels entsteht. Die Steigerung fällt absolut höher aus.
2. Zudem wurde das Mittel an depressiven Frauen getestet, ein Test für nicht-depressive Personen fehlt und müsste wohl für eine andere Art der Anwendung nachgeholt werden.
3. Wenn ein Antidepressivum Angstgefühle erzeugt, ist das wohl bedenklicher. Leider fehlen in diesem Bereicht quantifizierte Aussagen dazu.
sechs bis sieben Jahre her, da prognostizierte der deutscher Pharmaforscher und -kritiker Jörg Blech genau diese Entwicklung.
Damals fiel der Startschuß zu diesem Projekt. Argumentationslinie sowie Marketingstrategien waren bereits im Groben verfertigt.
Ausgangspunkt war die Überlegung, daß sich der Wunsch nach Mehr nahezu beliebig manipulativ steigern läßt, der Markt also immens sein würde.
In seinem Buch "Die Krankheitserfinder" analysiert er z.B. das Sissi-Syndrom, 'eine frauenspezifische Variante der Depression', erfunden von einer PR-Agentur, seinerzeit in aller Munde und natürlich heftigst therapiert.
Nachforschungen ergaben, die so unheilvolle wie profitable Störung weiblicher Befindlichkeit ließ sich trotz umfänglicher internationaler Untersuchungen lediglich in Deutschland und Österreich 'nachweisen'.
1. Wenn der Unterschied von 3,7 auf 4,5 schon statistisch relevant ist, sollte auch der Unterschied von 2,8 auf 3,7 beachtet werden, der durch die Einnahme eines wirkungslosen Mittels entsteht. Die Steigerung fällt absolut höher aus.
2. Zudem wurde das Mittel an depressiven Frauen getestet, ein Test für nicht-depressive Personen fehlt und müsste wohl für eine andere Art der Anwendung nachgeholt werden.
3. Wenn ein Antidepressivum Angstgefühle erzeugt, ist das wohl bedenklicher. Leider fehlen in diesem Bereicht quantifizierte Aussagen dazu.
sechs bis sieben Jahre her, da prognostizierte der deutscher Pharmaforscher und -kritiker Jörg Blech genau diese Entwicklung.
Damals fiel der Startschuß zu diesem Projekt. Argumentationslinie sowie Marketingstrategien waren bereits im Groben verfertigt.
Ausgangspunkt war die Überlegung, daß sich der Wunsch nach Mehr nahezu beliebig manipulativ steigern läßt, der Markt also immens sein würde.
In seinem Buch "Die Krankheitserfinder" analysiert er z.B. das Sissi-Syndrom, 'eine frauenspezifische Variante der Depression', erfunden von einer PR-Agentur, seinerzeit in aller Munde und natürlich heftigst therapiert.
Nachforschungen ergaben, die so unheilvolle wie profitable Störung weiblicher Befindlichkeit ließ sich trotz umfänglicher internationaler Untersuchungen lediglich in Deutschland und Österreich 'nachweisen'.
1. Wenn der Unterschied von 3,7 auf 4,5 schon statistisch relevant ist, sollte auch der Unterschied von 2,8 auf 3,7 beachtet werden, der durch die Einnahme eines wirkungslosen Mittels entsteht. Die Steigerung fällt absolut höher aus.
2. Zudem wurde das Mittel an depressiven Frauen getestet, ein Test für nicht-depressive Personen fehlt und müsste wohl für eine andere Art der Anwendung nachgeholt werden.
3. Wenn ein Antidepressivum Angstgefühle erzeugt, ist das wohl bedenklicher. Leider fehlen in diesem Bereicht quantifizierte Aussagen dazu.
Den drei Kritikpunkten meines Vorredners stimme ich zu.
Außerdem gehen Depressionen und fehlende Lust bestimmt miteinander einher.
Alkohol macht übrigens auch "willig" und bei der richtigen Menge kann frau hinterher wohl auch in der schwammigen Erinnerung behaupten, es war ein "befriedigender Sexualkontakt".
Den drei Kritikpunkten meines Vorredners stimme ich zu.
Außerdem gehen Depressionen und fehlende Lust bestimmt miteinander einher.
Alkohol macht übrigens auch "willig" und bei der richtigen Menge kann frau hinterher wohl auch in der schwammigen Erinnerung behaupten, es war ein "befriedigender Sexualkontakt".
Den drei Kritikpunkten meines Vorredners stimme ich zu.
Außerdem gehen Depressionen und fehlende Lust bestimmt miteinander einher.
Alkohol macht übrigens auch "willig" und bei der richtigen Menge kann frau hinterher wohl auch in der schwammigen Erinnerung behaupten, es war ein "befriedigender Sexualkontakt".
dann ist es nur eine frage der zeit, bis das pillchen abends in der disco in irgendeiner cola landet, in die es nicht reingehört.
dann ist es nur eine frage der zeit, bis das pillchen abends in der disco in irgendeiner cola landet, in die es nicht reingehört.
dann ist es nur eine frage der zeit, bis das pillchen abends in der disco in irgendeiner cola landet, in die es nicht reingehört.
dann ist es nur eine frage der zeit, bis das pillchen abends in der disco in irgendeiner cola landet, in die es nicht reingehört.
Nicht wirklich. Wie die meisten Psychopharmaka wird auch diese Pille erst Wochen auf steady-state brauchen bis sich die Wirkung entfaltet. Viel mehr als Sedierung auf Knopfdruck gibt es in dem Sektor nicht.
Zudem lohnt es schlicht nicht. Es spring nicht viel mehr als Verdoppelung der Wahrscheinlichkeit irgendeines Kontakts heraus. Die typischen Rape-Drugs ala. GHB oder Rohypnol zielen vielmehr auf einen definitiven 'Erfolg' ab.
Es wird also nur bei einer Lifestyle-Droge bleiben, wobei man sich gut überlegen sollte, ob man die Nebenwirkungen auch tatsächlich haben will. Mit mal eben einwerfen wie bei Viagra ist es nicht getan...
dann ist es nur eine frage der zeit, bis das pillchen abends in der disco in irgendeiner cola landet, in die es nicht reingehört.
Nicht wirklich. Wie die meisten Psychopharmaka wird auch diese Pille erst Wochen auf steady-state brauchen bis sich die Wirkung entfaltet. Viel mehr als Sedierung auf Knopfdruck gibt es in dem Sektor nicht.
Zudem lohnt es schlicht nicht. Es spring nicht viel mehr als Verdoppelung der Wahrscheinlichkeit irgendeines Kontakts heraus. Die typischen Rape-Drugs ala. GHB oder Rohypnol zielen vielmehr auf einen definitiven 'Erfolg' ab.
Es wird also nur bei einer Lifestyle-Droge bleiben, wobei man sich gut überlegen sollte, ob man die Nebenwirkungen auch tatsächlich haben will. Mit mal eben einwerfen wie bei Viagra ist es nicht getan...
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