Proteste in Iran "Tod dem Diktator"

Tränengas, Festnahmen, Schüsse: Am 30. Jahrestag der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran ging die Polizei hart gegen Tausende Menschen vor, die gegen Präsident Ahmadineschad demonstrierten.

Demonstranten vor der ehemaligen amerikanischen Botschaft in Teheran

Demonstranten vor der ehemaligen amerikanischen Botschaft in Teheran

Bei Protesten gegen Irans Präsidenten Mahmud Ahmadineschad ist es in der iranischen Hauptstadt Teheran wieder zu Zusammenstößen gekommen. Die Krawalle ereigneten sich am Rande der offiziellen Feiern zum 30. Jahrestag der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran. In der Innenstadt hatten sich Hunderte Anhänger des Oppositionsführers Mir Hussein Mussawi versammelt, einige von ihnen riefen "Tod dem Diktator". Ihnen standen mehrere Tausend Sicherheitskräfte gegenüber, die nach Berichten von Augenzeugen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgingen. Es habe mindestens fünf Festnahmen gegeben. Teilnehmer der Demonstration berichteten, die Polizei habe in die Luft gefeuert. Einige Internetseiten, die der Opposition nahe stehen, meldeten hingegen, die Sicherheitskräfte hätten auch auf Demonstranten geschossen.

Die Führung in Teheran hatte lediglich anti-amerikanische Proteste gestattet. Diese sollten vor der ehemaligen amerikanischen Botschaft stattfinden und an die Erstürmung des Gebäudes durch radikale Studenten am 4. November 1979 in Folge der Islamischen Revolution erinnern. Damals wurden 52 US-Bürger 444 Tage lang als Geiseln gehalten. Die USA brachen damals ihre diplomatischen Beziehungen zu Iran ab.

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Seit der umstrittenen Wiederwahl Ahmadineschads im Juni kommt es in Iran immer wieder zu gewalttätigen Massenprotesten. Die letzte größere Demonstration fand Mitte September statt. Bei den Protesten im Sommer waren rund 4000 Menschen festgenommen worden. Knapp 100 von ihnen sind weiter in Haft, drei wurden zum Tode verurteilt. Verschiedenen Schätzungen zufolge wurden bei den Demonstrationen bisher zwischen 30 und 80 Menschen getötet, eine offizielle Bestätigung gab es nie.

 
Leser-Kommentare
  1. Wieder ein Mal erlebt man deutlich, dass das iranische Volk die Freiheit liebt und sich durch Folter und Mord von Protesten nicht abschrecken läßt. Man kann stolz auf dieses Volk sein. Weiter so und nieder mit der Diktatur!

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    das ist nicht gerade viel.
    Da war Heiligendamm noch eine richtige Revolution im Vergleich.

    das ist nicht gerade viel.
    Da war Heiligendamm noch eine richtige Revolution im Vergleich.

  2. 2.

    die geschichte zeigt, daß so etwas mitunter lange, aber nicht unendlich geht. je weiter es Ahmadineschad treibt, umso mehr kann er sich auf das freuen, was iranische bürger mit ihm anstellen werden, wenn sie ihn letztendlich in die finger kriegen. und je weiter es Ahmadineschad treibt, umso radikaler wird der iran hinterher seinen umbruch betreiben.

  3. das ist nicht gerade viel.
    Da war Heiligendamm noch eine richtige Revolution im Vergleich.

    Antwort auf "Die Diktatur muss weg!"
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    Leider läßt die Diktatur keine neutrale Journalisten über die Proteste berichten. Somit ist Ihr Vergleich mit Heiligendamm völlig irrelevant. Fest steht aber, dass im Vergleich zu den Protesten im letzten Sommer nach der Präsidentschaftswahl, Heiligendamm eher ein Kindergartentreffen war.

    http://www.spiegel.de/vid...

    Mindestens hätte ich erwartet, dass Sie Ihre Überzeugung mitteilen, dass die Proteste komplett erfunden sind.
    Was ist los, nicht so fit heute?

    Leider läßt die Diktatur keine neutrale Journalisten über die Proteste berichten. Somit ist Ihr Vergleich mit Heiligendamm völlig irrelevant. Fest steht aber, dass im Vergleich zu den Protesten im letzten Sommer nach der Präsidentschaftswahl, Heiligendamm eher ein Kindergartentreffen war.

    http://www.spiegel.de/vid...

    Mindestens hätte ich erwartet, dass Sie Ihre Überzeugung mitteilen, dass die Proteste komplett erfunden sind.
    Was ist los, nicht so fit heute?

  4. Veränderung kann in einem Land offensichtlich nur von innen kommen.
    Mit Respekt blicke ich auf diese mutigen Menschen und die Anderen welche ein schweres Joch durch eigene Kraft abwerfen konnten.
    Ich hoffe, dass auch wir im Westen irgendwann den Mut finden uns von unseren Geisseln zu befreien. Für unsere Kinder und eine lebenswerte Zukunft.

  5. Moment mal. Sind die Proteste gewalttätig oder ist die Reaktion des iranischen Regimes auf Proteste gewalttätig? Der Unterschied ist ja nicht ganz unwichtig.

  6. Leider läßt die Diktatur keine neutrale Journalisten über die Proteste berichten. Somit ist Ihr Vergleich mit Heiligendamm völlig irrelevant. Fest steht aber, dass im Vergleich zu den Protesten im letzten Sommer nach der Präsidentschaftswahl, Heiligendamm eher ein Kindergartentreffen war.

    http://www.spiegel.de/vid...

    Antwort auf "Hunderte Protestler"
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    Neutrale Westliche Journalisten, am besten Deutsche "Neutrale" Journalisten die über den Georgien Konflikt berichtet haben. Es wurden lügen und übelste Propaganda verbreitet, selbst hier bei der Zeit war man sich für die Propaganda nicht zu schade.

    Neutrale Westliche Journalisten, am besten Deutsche "Neutrale" Journalisten die über den Georgien Konflikt berichtet haben. Es wurden lügen und übelste Propaganda verbreitet, selbst hier bei der Zeit war man sich für die Propaganda nicht zu schade.

  7. Mindestens hätte ich erwartet, dass Sie Ihre Überzeugung mitteilen, dass die Proteste komplett erfunden sind.
    Was ist los, nicht so fit heute?

    Antwort auf "Hunderte Protestler"
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    kT

    kT

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