Susan Boyle Über Nacht zum globalen MedienstarSeite 2/2
Als Harper's Bazaar eine lange Fotostrecke mit Susan Boyle machte, war diese höchst zufrieden. "Ich kam mir wie ein Hollywood-Star vor. Sie haben mir die Haare gerichtet." Das Foto auf der CD stammt von dieser Fotosession. Fans stellten befriedigt fest, dass – fast – nichts retuschiert wurde.
Sie sieht aus, als könnte sie bei jedem um die Ecke wohnen und kann sich doch, wenn sie nur den Mund aufmacht und singt, in einen weltweiten Star verwandeln – der Traum von Millionen ist in ihr erfüllt. Sie sei "nie geküsst worden", hatte sie bei ihrem ersten Auftritt im Talentwettbewerb behauptet. Aber auf der Platte singt sie die große Liebesballade Cry Me a River ähnlich überzeugend wie Ella Fitzgerald oder Nina Simone.
Singen ist für Susan die Methode, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die für Außenseiter wenig übrig hat. Auf der neuen CD singt sie den Madonna Song You’ll See – "Ihr werdet schon sehen". Damit, erklärte sie, wolle sie den Lehrern, die sie in der Schule schlugen und denen, die sie verlachten, eine Botschaft schicken. "Damit will ich sagen, das könnt ihr nun nicht mehr mit mir machen. Ich bin jetzt erwachsen."
Aus ihrem Häuschen, der Sozialwohnung in Blackburn, will sie "keinen Inch" wegziehen, auch wenn sie nun Millionen verdient. "Ich bin ja doch nur die kleine Frau mit der Mopp-Frisur und der Katze, die nebenan wohnt. Das weiß ich, das hält mich auf dem Boden. Und Pebbles, meine Katze, würde nicht irgendwo vornehm wohnen wollen."
- Datum 25.11.2009 - 10:50 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 3
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Wer träumt da nicht von? Einmal Star sein!
Es machen diese Talentshows ja erst möglich, dass man entdeckt wird.
Doch gibt es das nicht überall? Dieses Aschenputtelleben, überall sitzen unentdeckte Talente.
Deshalb sollte man auch diese Talkshows abschaffen, in denen sich die Berühmten gegenseitig beweihräuchern und mal ganz einfache Menschen dahinsetzen und die mal was sagen lassen.
Der MDR macht es teilweise schon vor, leider nur mit Menschen die Kummer haben. Es ist aber mal ein Anfang.
Der Frau Boyle wünsche ich alles Gute!
Eigentümlich das fast alle Talente aus England kommen oder in England entdeckt werden.
Hier gibt es immer nur die Negativtalente, Kübelböck, usw. darüber freut sich Deutschland.
Viele Grüße an alle Talente die im Keller schmoren, "sieben Mal wirst du ..."
Ich singe. Ja, ich war schon wenige Augenblicke "berühmt". Jedenfalls für die Menschen, welche mit mir im gleichen Raum waren, als ich sang. Die Wahrscheinlichkeit für die ganze Welt berühmt zu werden, gleicht eher der eines Lottogewinns;-) Ich bin glücklich wenn ich in dem Moment die erreichen kann, die zuhören. Das geht nämlich nur, wenn ein ganz besonderes Moment der Aufmerksamkeit erzeugt wird. Was das genau auslöst, ist nicht ganz klar.Menschen wollen berührt werden. Es muss beiderseitig sein. Dann ist es ergreifend, wie das Wort schon sagt.
wow, funktioniert das zweimal so? ich hab zur paul potts-story noch geheult, auch wenn es musikalisch mist ist, ein pavarotti singt soviel besser.
aber jetzt nochmal, quasi dieselbe story?
es wundert sich, kannnichtsein
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