Christen in China Auf der Suche nach SpiritualitätSeite 2/2
Berichte der amerikanischen Hilfsorganisation ChinaAid zeigen allerdings, dass die chinesischen Behörden einen Weg gefunden haben, die Hauskirchen zu bekämpfen. So werden zum Beispiel Immobilienfirmen so lange Unterdruck gesetzt, bis sie Mietverträge mit den unabhängigen Kirchengemeinden kündigen. Nach einer Pressemitteilung der christlichen Hilfsorganisation geschah genau dies mit der Pekinger Shouwang Hauskirche, einer der größten inoffiziellen Gemeinden in der Hauptstadt. Anfang November mussten Gottesdienste notgedrungen im Freien stattfinden.
Nach Meldungen von ChinaAid und anderen Hilfsorganisationen werden Pastoren häufig durch die Polizei daran gehindert, Gottesdienste abzuhalten. Außerdem kommt es inzwischen auch zu Verhaftungen. So wurden erst Ende November fünf führende Mitglieder einer Hauskirche in der Stadt Linfen, in der nördlichen Provinz Shanxi, zu Haftstrafen zwischen drei und sieben Jahren verurteilt. Ihnen soll unter anderem die Organisation illegaler Versammlungen und Stiftung öffentlicher Unruhe vorgeworfen worden sein.
Doch warum wenden sich gerade immer mehr Menschen im kommunistischen China dem christlichen Glauben zu und gehen damit auch das Risiko ein, beim chinesischen Staat in Ungnade zu fallen? Zwar ist die Zahl der Christen noch relativ gering im Vergleich zu den Atheisten und den Anhängern der traditionellen chinesischen Religionen Buddhismus und Taoismus - aber es werden mehr. In diesen Zeiten, in denen sich die Menschen auf wirtschaftlichen Erfolg fixieren und die sozialistische Ideologie verblasst, scheint das Christentum vielen Chinesen offenbar eine Alternative.
"Chinas Entwicklung bringt eine steigende Zahl an gut ausgebildeten Chinesen hervor. Sie sind mobil und haben ein besseres Leben mit mehr Freiheiten. Auf der Suche nach mehr Spiritualität wenden sie sich dem Christentum zu", sagt der Soziologe Yu. Unter ihnen sind viele Künstler, Anwälte und Schriftsteller. Viele von ihnen ziehen dabei die intimen Treffen in kleinen Gruppen und die Anonymität der Hauskirchen der staatlichen Kirche vor.
- Datum 04.12.2009 - 13:09 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich bin irritiert, daß die ZEIT "kommunistisches China" ohne Anführungsstriche schreibt. Somit scheint sie China tatsächlich für kommunistisch zu halten.
Da muß man sich schon fragen, wie bei der ZEIT der Kommunismus definiert ist, und wie er sich vom Kapitalismus unterscheiden soll.
"..., die sich der staatlichen Kontrolle entziehen."
ich vermute mal, es geht in erster linie darum.
Enttäuschend oberflächlicher Artikel. Informationen, die es dem Leser erlaubten, sich ein halbwegs objektives Bild über die Tätigkeiten dieser "Kirchen" zu machen, liefert er jedenfalls nicht. Mag es Absicht sein, daß der Begriff "Sekte" konsequent vermieden wurde? Zwar müßte hierzulande der Leiter einer solchen "Hauskirche" nicht gleich mit fünf bis sieben Jahren Haft rechnen, doch der Beobachtung durch die steuerfinanzierten Glaubensgemeinschaften und bei entsprechenden Auffälligkeiten auch durch staatliche Überwachungsvereine könnten sich die auch in Deutschland erfreuen.
@smial ...enttäuschend naiv, wenn der Begriff "Sekte" als "Schlagwort" gebraucht wird ohne sich die Mühe zu machen, was darunter zu verstanden werden soll... Es sei denn, dass der Schreiber den "Glauben" hat, dass alle staatliche Gewalt und Behörde, per se, richtig liegen und im Recht sind im "überwachen", "zensieren", "Maulkörbe verpassen", "Wegzusperren" usw... also all dies, wovor wir hierzulande noch keine Sorge haben unabhängig von unseren abweichenden Meinung zu unseren staatlichen Oberhäuptern und Organen...
Es ist und bleibt ein unveräußerliches Menschenrecht, seinen Glauben frei wählen zu dürfen und auch leben zu dürfen ohne anderen zu schaden... Wem also werden die neuen "Glaubenden" in China gefährlich? Und vor wem haben die staatlichen Überwacher Angst?
Unzureichend, wenn nicht die richtigen Fragen gestellt werden!
@smial ...enttäuschend naiv, wenn der Begriff "Sekte" als "Schlagwort" gebraucht wird ohne sich die Mühe zu machen, was darunter zu verstanden werden soll... Es sei denn, dass der Schreiber den "Glauben" hat, dass alle staatliche Gewalt und Behörde, per se, richtig liegen und im Recht sind im "überwachen", "zensieren", "Maulkörbe verpassen", "Wegzusperren" usw... also all dies, wovor wir hierzulande noch keine Sorge haben unabhängig von unseren abweichenden Meinung zu unseren staatlichen Oberhäuptern und Organen...
Es ist und bleibt ein unveräußerliches Menschenrecht, seinen Glauben frei wählen zu dürfen und auch leben zu dürfen ohne anderen zu schaden... Wem also werden die neuen "Glaubenden" in China gefährlich? Und vor wem haben die staatlichen Überwacher Angst?
Unzureichend, wenn nicht die richtigen Fragen gestellt werden!
@smial ...enttäuschend naiv, wenn der Begriff "Sekte" als "Schlagwort" gebraucht wird ohne sich die Mühe zu machen, was darunter zu verstanden werden soll... Es sei denn, dass der Schreiber den "Glauben" hat, dass alle staatliche Gewalt und Behörde, per se, richtig liegen und im Recht sind im "überwachen", "zensieren", "Maulkörbe verpassen", "Wegzusperren" usw... also all dies, wovor wir hierzulande noch keine Sorge haben unabhängig von unseren abweichenden Meinung zu unseren staatlichen Oberhäuptern und Organen...
Es ist und bleibt ein unveräußerliches Menschenrecht, seinen Glauben frei wählen zu dürfen und auch leben zu dürfen ohne anderen zu schaden... Wem also werden die neuen "Glaubenden" in China gefährlich? Und vor wem haben die staatlichen Überwacher Angst?
Unzureichend, wenn nicht die richtigen Fragen gestellt werden!
Gewißlich will ich keine hierzulande verfassungsrechtlich geschützten Bereiche angreifen. Oberflächlich bleibt der Artikel allemal. Er erzählt uns /nichts/ außer ein paar Zahlen. Ich bin von der Zeit schlicht gewohnt, sowohl neutral als auch umfassend informiert zu werden, und daß Kritik nicht zu kurz kommt.
Gewißlich will ich keine hierzulande verfassungsrechtlich geschützten Bereiche angreifen. Oberflächlich bleibt der Artikel allemal. Er erzählt uns /nichts/ außer ein paar Zahlen. Ich bin von der Zeit schlicht gewohnt, sowohl neutral als auch umfassend informiert zu werden, und daß Kritik nicht zu kurz kommt.
@smial (schau an, ein Hobbit aus dem Auenland!)
"und bei entsprechenden Auffälligkeiten auch durch staatliche Überwachungsvereine"
Also, ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass christliche Fundamentalisten hierzulande staatlich observiert werden - Piusbrüder, Engelwerk und ähnliche Gruppen am rechten Rand der katholischen Kirche verfügen ungeachtet aller bei ihnen real vorhandenen antidemokratischen Tendenzen sicherlich über Lobbyisten, die das zu verhindern wissen, das Opus Dei sowieso (z. B. Norbert Geis von der CSU), und auch evangelikale Fundis sind in der Politik gut genug etabliert, dass ihnen von den Dreibuchstabenvereinen kein Ungemacht droht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass jemals christlich-fundamentalistische Kleinparteien (etwa die Partei Bibeltreuer Christen oder die Christliche Mitte) in Verfassungsschutzberichten erwähnt worden wären...
Gewißlich will ich keine hierzulande verfassungsrechtlich geschützten Bereiche angreifen. Oberflächlich bleibt der Artikel allemal. Er erzählt uns /nichts/ außer ein paar Zahlen. Ich bin von der Zeit schlicht gewohnt, sowohl neutral als auch umfassend informiert zu werden, und daß Kritik nicht zu kurz kommt.
Kirchen und Kreuze fordern, und zwar lautstark und 20 m hoch! http://kallewestrich.blog...
Wenn die Zahl von 80 Mio Christen in China zutrifft, so handelt es sich um eine bedeutende Minderheit von fast 5 Prozent der Chinesen...das bedeutet dann auch, dass es in China in absoluten Zahlen ausgetrueckt mehr Christen als in Deutschland gibt - irgendwie bemerkenswert.
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