NS-Verbrechen Prozess gegen Demjanjuk ausgesetztSeite 2/2
Der Kölner Strafrechtler Cornelius Nestler, der sich zu Buschs wichtigstem Kontrahenten entwickeln dürfte, erwiderte knapp, anders als die Juden in den Vernichtungslagern hätten die "hilfswilligen" SS-Schergen zu essen bekommen, Uniformen und Waffen getragen und Anspruch auf Urlaub gehabt. Vor allem aber seien die Juden in den KZs keine Mörder gewesen.
In teils beklemmendem Kontrast zu diesen scharfen Auseinandersetzungen standen die Verlesung der Anklageschrift und der Beginn der Beweiserhebung. Mit kaum erhobener Stimme verlasen zunächst der Staatsanwalt und anschließend der Vorsitzende Richter Auszüge aus den Deportationslisten des KZ Sobibor. Durch den atemlos stillen Saal, begleitet nur vom Gemurmel zweier Dolmetscherinnen, klangen die Namen der Opfer, ihre Geburtsdaten, ihre Heimatstädte, der Tag ihrer Ermordung. Und in der bürokratisch monotonen Aneinanderreihung vermittelte sich so mindestens eine Ahnung von dem Unfasslichen, von der industriellen Massenhaftigkeit des Tötens in den Vernichtungslagern. Nicht wenige Zuhörer hatten Tränen in den Augen, während sie der Stimme des Vorsitzenden lauschten.
Wenn es neben der juristischen Klärung der möglichen Taten des John Demjanjuk auch eine Aufgabe des Münchner Prozesses sein sollte, dem Vergessen entgegenzuwirken, an die Schrecken von Sobibor zu erinnern, dann ist das schon an den ersten beiden Verhandlungstagen wenigstens einige bewegende Momente lang gelungen.
Das Verfahren soll in der Woche vor Weihnachten fortgesetzt werden, voraussichtlich mit der Vernehmung des Zeugen Thomas Walther. Der ehemalige Amtsrichter hatte den Prozess gegen Demjanjuk durch seine Recherchen in der Ludwigsburger Zentralstelle zur Verfolgung von NS-Straftaten überhaupt erst in Gang gebracht.
- Datum 02.12.2009 - 15:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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In ihrer gnadenlosen Art ähneln die selbsternannten Nazijäger immer mehr ihrem Feindbild.
Der Mann wurde in Israel freigesprochen und heute wollen sich die deutschen Gutmenschen an ihm austoben. Jetzt, wo Hexenverbrennungen nicht mehr statthaft sind, sucht man sich andere Spektakel im Namen des Guten gegen das Böse.
erwähnen sie doch bitte auch, dass es bei dem prozess der in israel stattgefunden hat um andere taten ging, und er folglich noch nicht von den hier vorliegenden tatvorwürfen freigesprochen wurde.
weiterhin gilt im deutschen rechtssystem das mord nicht verjährt.
bei ihrer argumentations- und schreibweise könnte man außerdem glattweg auf die idee kommen, das sie eher zur leserschaft der jungen freiheit gehören, als zur leserschaft der Zeit
erwähnen sie doch bitte auch, dass es bei dem prozess der in israel stattgefunden hat um andere taten ging, und er folglich noch nicht von den hier vorliegenden tatvorwürfen freigesprochen wurde.
weiterhin gilt im deutschen rechtssystem das mord nicht verjährt.
bei ihrer argumentations- und schreibweise könnte man außerdem glattweg auf die idee kommen, das sie eher zur leserschaft der jungen freiheit gehören, als zur leserschaft der Zeit
erwähnen sie doch bitte auch, dass es bei dem prozess der in israel stattgefunden hat um andere taten ging, und er folglich noch nicht von den hier vorliegenden tatvorwürfen freigesprochen wurde.
weiterhin gilt im deutschen rechtssystem das mord nicht verjährt.
bei ihrer argumentations- und schreibweise könnte man außerdem glattweg auf die idee kommen, das sie eher zur leserschaft der jungen freiheit gehören, als zur leserschaft der Zeit
Ein Greis, dessen Identität von israelischen Behörden bereits als nicht zweifelsfrei ermittelbar eingestuft wurde, steht vor Gericht. Sicher hingegen ist, dass der Angeklagte aufgrund seiner Gebrechlichkeit mit Sicherheit keine Gefängnisstrafe anzutreten haben wird. Ein reichlich sinnloser Prozess also. Die deutsche Obsession für die Nazi-Vergangenheit macht einen Gruseln.
...mit Herrn Demjanjuk passiert, wenn er sich, [...] der "Beihilfe" verweigert hätte ?
[...]
Insbesondere ist nicht bekannt wieviele Richter, die im Sinne der NS-Philosophie "Recht" sprachen ihrem gerechten Urteil zugeführt wurden.
[Gekuerzt, bitte vermeiden Sie Aeusserungen, die Ihnen als rassistisch ausgelegt werden koennten. Danke. /Die Redaktion pt.]
...kein Freund der Nationalsozialisten und verurteile die Verbrechen der Nazis in aller Schärfe.
Was aber hier abläuft, mit diesem "alten Mann", das ist der Menschenwürde auch nicht gerade verträglich.
Die Hauptkriegsverbrecher bzw. die Großverdiener, die Hitler an die Macht hievten, die kamen, wenn sie Glück hatten, mit einem "blauen Auge" davon.
Die Vertreter von Thyssen, Krupp, Hoechst - alle haben sich am Elend der Millionen verschleppten und vergasten Menschen dumm und dämlich verdient und hatten in der Bundesrepublik Deutschland noch ein ruhiges Ende.
Selbst hohe Nazi-Offiziere, wie Generalfeldmarschall Paulus lebten im Osten noch sehr gut.
Von anderen Nazi-Richtern,, wie Filbinger ganz zu schweigen, die noch in der bundesdeutschen Politik Karriere gemacht haben.
Nun sitzt ein Verräter und Überläufer vor dem Kadi, der nichts anderes getan hat, als seine eigene Haut zu retten.
Sicher ist er kein Held.
Aber was hätten Sie in dieser Situation getan?
Wer hier und heute den Mund großartig aufreißt und über diesen Menschen urteilt, der sollte sich erst einmal in dessen "Haut" versetzen.
Gerade all jene, die am meisten zetern, die haben mit Sicherheit auch schon einmal und ohne Rücksicht auf ihr Gegenüber eine Entscheidung getroffen.
Wir erleben dieses Verhalten täglich oder glauben Sie, dass Unternehmer aus reiner Barmherzigkeit ihren Arbeitern und Angestellten kündigen?
Die lassen auch die Leute für sich über die "Klinge" springen und haben ihre "Schäfchen" im Trocknen.
ist es diesen greisen und gebrechlichen Menschen mit aller Gewalt vor Gericht zu zerren. Sollte er sich auch schuldig gemacht haben, ein Höherer wird bald darüber richten. Mag es ein gnädiger Gott sein.
Es kann einem übel werden, wenn man sieht, dass 64 Jahre nach Kriegsende in einem solch heiklen Fall noch solch ein Aufwand betrieben wird, für einen 89 Jährigen! Den Nutzen für Republik und Volk sehe ich nicht, wohl aber den Aufwand und die Kosten.
Die einzigen Nutzniesser aus diesem Prozess dürften Staatsanwalt, Verteidiger, Richter und Journalisten sein, für die der Medienrummel eine Bereicherung ihrer Karriere darstellen dürfte.
Ohne hier etwaige Naziverbrechen schönreden zu wollen, möchte ich jedoch feststellen, das die Republik scheinbar nicht mehr wichtig von unwichtig unterscheiden kann und alles mit dem grösstmöglichen Aufwand anpackt. Der Steuerzahler muss die Rechnung dann begleichen.
Dieser Herr Demjanjuk hat bereits in Israel vor Gericht gestanden und ist freigesprochen worden. Man hätte es dabei bewenden lassen sollen.
...ständig das israelische Verfahren gegen Demjanjuk zitiert, sollte man sich vorher wenigstens schlau machen, worum es damals ging und warum er am Ende freigesprochen wurde.
Der Vorwurf im israelischen Verfahren war, dass Demjanjuk mit "Iwan dem Schrecklichen" aus Treblinka identisch sei. Einem Aufseher, der selbst im KZ-System durch seine extreme Brutalität auffiel. Der Freispruch erfolgte, als sich herausstellte, dass es sich um eine andere Person namens Iwan Marchenko gehandelt hatte. Es war eine Sternstunde des israelischen Rechtssystems.
Mit dem Tatvorwurf in Deutschland hat das aber gar nichts zu tun. Hier geht es um seine Rolle als Aufseher in Sobibor. Und davon hat ihn bisher niemand freigesprochen.
...ständig das israelische Verfahren gegen Demjanjuk zitiert, sollte man sich vorher wenigstens schlau machen, worum es damals ging und warum er am Ende freigesprochen wurde.
Der Vorwurf im israelischen Verfahren war, dass Demjanjuk mit "Iwan dem Schrecklichen" aus Treblinka identisch sei. Einem Aufseher, der selbst im KZ-System durch seine extreme Brutalität auffiel. Der Freispruch erfolgte, als sich herausstellte, dass es sich um eine andere Person namens Iwan Marchenko gehandelt hatte. Es war eine Sternstunde des israelischen Rechtssystems.
Mit dem Tatvorwurf in Deutschland hat das aber gar nichts zu tun. Hier geht es um seine Rolle als Aufseher in Sobibor. Und davon hat ihn bisher niemand freigesprochen.
...ständig das israelische Verfahren gegen Demjanjuk zitiert, sollte man sich vorher wenigstens schlau machen, worum es damals ging und warum er am Ende freigesprochen wurde.
Der Vorwurf im israelischen Verfahren war, dass Demjanjuk mit "Iwan dem Schrecklichen" aus Treblinka identisch sei. Einem Aufseher, der selbst im KZ-System durch seine extreme Brutalität auffiel. Der Freispruch erfolgte, als sich herausstellte, dass es sich um eine andere Person namens Iwan Marchenko gehandelt hatte. Es war eine Sternstunde des israelischen Rechtssystems.
Mit dem Tatvorwurf in Deutschland hat das aber gar nichts zu tun. Hier geht es um seine Rolle als Aufseher in Sobibor. Und davon hat ihn bisher niemand freigesprochen.
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