Russland Islamisten bekennen sich zu Anschlag auf Schnellzug

Islamistische Terroristen haben den Anschlag auf den Schnellzug Moskau-St. Petersburg als Teil ihres "Sabotagekrieges" gegen Russland bezeichnet. Mindestens 26 Menschen waren umgekommen.

Arbeiter untersuchen einen zerstörten Waggon des Newski Express. Auf den Schnellzug wurde am 28. November ein Anschlag verübt

Arbeiter untersuchen einen zerstörten Waggon des Newski Express. Auf den Schnellzug wurde am 28. November ein Anschlag verübt

Islamistische Extremisten aus dem russischen Unruhegebiet Nordkaukasus haben die Verantwortung für den Anschlag auf den Schnellzug Moskau-St. Petersburg übernommen. Nachdem die Regierung in Moskau ihre "blutige Besatzungspolitik" im Kaukasus fortsetze, habe sich die Gruppe zu einem "Sabotagekrieg" im russischen Kernland entschlossen, heißt es in einem Schreiben, das am Mittwoch auf einer Internetseite tschetschenischer Separatisten veröffentlicht wurde. Zuvor hatte bereits der russische Chefermittler Alexander Bastrykin gesagt, der Anschlag von Freitagabend mit mindestens 26 Toten trage die Handschrift von Rebellen aus dem Nordkaukasus.

Die Extremisten begründen in dem Schreiben den Anschlag auf den Newski Express mit den vielen hohen Beamten, die den Luxuszug zwischen den beiden größten Städten des Landes nutzen würden. Die Gruppe bereite weitere Attentate auf "strategische Ziele" vor. Die russischen Ermittlungsbehörden begannen am Mittwoch mit der Fahndung nach vier Kaukasiern. Die Männer hätten sich vor dem Anschlag "verdächtig" in der Region verhalten, sagte ein Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax. Die Staatsduma in Moskau ehrte die Opfer des Anschlags am Mittwoch vor ihrer Sitzung mit einer Schweigeminute. Gewerkschaften und kremltreue Kräfte wollten bei einer Anti-Terror- Demonstration in Moskau auf die Straße gehen.

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Etwa 100 der mehr als 650 Passagiere des voll besetzten Zuges waren am Freitagabend verletzt worden, als an der Strecke des Newski Express ein Sprengsatz explodierte. Als Drahtzieher des Anschlags wird der zu islamistischen Terroristen übergelaufene Ex-Soldat Pawel Kossolapow gesucht. Ihm werden Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida nachgesagt. Der zweite Anschlag auf den Schnellzug seit 2007 war das schwerste Attentat auf ein ziviles Ziel außerhalb des Nordkaukasus seit fünf Jahren. In der Region kämpfen islamistische Rebellen für ein von Russland unabhängiges Kaukasus-Emirat.

 
Leser-Kommentare
  1. Der Islam wird für sehr viele Terroranschläge missbraucht. Ich würde mir mehr medialen Protest gegen den Missbrauch der Religion wünschen.

  2. mehr ist nicht zu sagen.
    Ich habe diese negative Berichterstattung satt. Islam = Frieden. Oder Lügen die ganzen Funktionäre und die Anhänger der Integrationsreligion? Holt uns die Realität schneller ein als es den Gutmenschen lieb ist.

    Wann eröffnet das erste Integrationslager?

  3. Nach den zahllosen Attentaten der letzten Jahre kommen mir nun allmählich Zweifel an der Friedfertigkeit der Islams. Ich schlage vor, dass jene Anhänger des Propheten, die Terror und Gewalt ablehnen, sich alsbald zu Millionen in unseren Städten zusammenfinden, um mit Lichterketten gegen den Islamismus zu protestieren. Dies würde ich gegenwärtig für die einzige Möglichkeit halten, das angekratzte Image ihrer Religion zu retten.

  4. Wie unterscheidet man Islam von Islamismus?

    Könnte zeit.de vielleicht mal erklären,wie man das (politisch) korrekt unterscheidet?

    Ich habe bisher keine öffentliche Verurteilung und Lichterketten der Islamverbände in Deutschland gesehen, die sich klar von diesen Verbrechern distanzieren.

    Wenn ich mir dann die Äußerungen von islamischen Verbänden in Deutschland wie Milli Görus und DITIP anhöre, dann schafft das kein Vertrauen in die friedfertigen Absichten. Wieso distanzieren sich unsere islamischen Mitbürger nicht von diesen zweifelhaften Organisationen? Teilt man deren Ansichten etwa?

    Wenn dann noch ein türkischer Ministerpräsident die Schweiz als faschistisch bezeichnet, weil eine Volksabstimmung sich gegen Minarette aussprach, dann wirft das Fragen auf.

    Warum dürfen christliche Kirchen in der Türkei noch nicht einmal Grundstücke kaufen?
    Logischerweise wäre also die Türkei in den Augen von Herrn Erdogan ein faschistisches Land, weil man ja anderen Religionen das Recht auf freie Entfaltung nimmt. Das kann doch nicht wahr sein.

    Welche islamischen Verbände erkennen die Gleichberechtigung der Frau uneingeschränkt an? Welche islamischen Verbände distanzieren sich uneingeschränkt vor den kruden Ansichten eines Herrn Erdogan? Wie bekämpft man arrangierte Ehen in den Gemeinden? Wie geht man mit Gemeindemitgliedern um, die sich vom Islam abkehren? Denn auch das gehört zur grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit.

    Worte und Taten passen leider oft nicht zusammen. Warum?

  5. Langsam wird es auch nervig, wenn ein Terroranschlag ausgeübt wird und der Islam, Religion des Frieden beschuldigt wird.
    Wenn irgendwelche Terroristen etwas machen gehören sie zum Islam? Kein Gläubiger des Islams würde jemals ein Attentat anstifften.

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    Dass ein gläubiger Muslim nie ein Attentat begehen würde, ist die offizielle Haltung von Politikern und der Öffentlichkeit im Westen. Ich dachte das auch einmal - bis ich mich genauer mit dem Islam auseinandergesetzt habe. Sehr hilfreich und unaufgeregt analysiert das der Film "What the World needs to know about Islam" - gleich der erste Teil geht auf diese Frage ein. Nehmen Sie sich die Zeit.
    [...]
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    Antwort auf "Islam=Terror?"
    • zd
    • 02.12.2009 um 15:37 Uhr

    dass es im staatlichen fernsehen in der tuerkei offene judenhetze betrieben wird finden, die angesprochenen politiker als ganz in ordnung, aber sollte einer was gegen islam unternehmen...

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